Motorschutz: Änderung der Auslöseschwelle über die Zeit?

Gast #5556971
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Hallo zusammen,

Ist es möglich, dass Motorschutzschalter altern und zu früh auslösen, 
d.h. bei niedrigeren Strömen als angedacht?

Hintergrund:
Ich habe mit einer relativ alten Anlage zu tun, die bis ca. 1985 
regelmäßig in Betrieb war, jetzt aber nur noch sehr selten angeschaltet 
wird. Effektiv wenige Betriebsstunden pro Jahr. Um die Anlage zu 
erhalten muss sie hin und wieder aktiviert werden, was mittlerweile aber 
mit größeren Problemen verbunden ist. Es gibt eine Reihe von Motoren, 
3-phasig mit externer (ebenfalls 3-phasiger) Erregung.

Die Erregerströme werden durch einen Trafo erzeugt, dieser gibt um die 
120V bei bis zu 2A aus. Daraufhin folgt ein Bimetall-Schutzschalter, der 
diese Ströme Überwacht. Alles dreiphasig, mit Signalkontakt am 
Schutzschalter.
In letzter Zeit lösen allerdings diese Schutzschalter für die 
Erregerstöme öfters mal aus, nach mehreren Minuten Betrieb. Diese sind 
mit 1A-1.5A beschriftet. Die Motoren sollen laut Typenschild ca. 1.05 A 
Erregerstrom ziehen, gemessen habe ich 1.09 A, also alles OK. 
Raumtemperatur ist normal.
Das Problem tritt bei mehreren der Schutzschalter mittlerweile auf. Nach 
einem Reset funktioniert es dann wieder. Die Motoren arbeiten ganz 
normal, keine Auffälligkeiten hier.
Gast #5557008
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RRR1 schrieb:
> Ist es möglich, dass Motorschutzschalter altern und zu früh auslösen,
> d.h. bei niedrigeren Strömen als angedacht?

Ja, das ist ganz normal. Es zählen aber die Betriebsstunden, nicht das 
Baudatum. Genaue Angaben können die Hersteller leider nicht machen, der 
Effekt unterliegt einer zu starken Streuung.

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