Hallo Leute,
Anfänger hier, bräuchte eure fachlichen Anregungen.
Ich habe ein pneumatik Magnetventil mit 24V Spule und möchte dieses mit
einem Arduino ein und ausschalten.
Wie würdet ihr das realisieren? 24V Steckernetzteil und
Bipolartransistor zum durchschalten?
LG
Mario
Hatte das so auch im Labor laufen, aber mit MosFET und Freilaufdiode.
Geht.
Arduino über USB neigt aber gelegentlich dazu die USB-Verbindung zu
verlieren - empfehle in produktiver Umgebung lieber RS232.
Danke für die raschen Antworten.
Ist jetzt vielleicht eine triviale Frage, aber nach welchen
Gesichtspunkten wähle ich den MOSFet und die Freilaufdiode aus?
der Arduino hat Als Ausgang 5V/~20 mA. Zu schalten ist eine 1W / 12V
oder 24V Spule
Beste Grüße,
Mario
Mario D. schrieb:> aber nach welchen> Gesichtspunkten wähle ich den MOSFet und die Freilaufdiode aus?
Natürlich müssen sie die Spannungen und Ströme aushalten.
Zusätzlich, der FET...
Der sollte bei 5 Vgs genügend weit durchschalten.
Also ein so genannter LogikLevel FET
z.B. IRLZ44N (gibt noch dutzende andere)
Als Diode, z.B. irgendeine aus der 1N400X Reihe z.B. die 1N4001
Mario D. schrieb:> Ist jetzt vielleicht eine triviale Frage, aber nach welchen> Gesichtspunkten wähle ich den MOSFet und die Freilaufdiode aus?
Kauf dir eine fertige Platine mit 4 oder 8 Relaisausgängen.
Mario D. schrieb:> Ist jetzt vielleicht eine triviale Frage, aber nach welchen> Gesichtspunkten wähle ich den MOSFet und die Freilaufdiode aus?
Der MOSFET muss bei 5V sicher einschalten und genug Laststrom
durchlassen.
Im Datenblatt findest du eine Tabellarische Angabe zur Gate Threshold
Spannung. Das ist ein bereich von-bis. Irgendwo dazwischen beginnt der
Transistor, einzuschalten.
Schau Dir dann das Diagramm "Gate-Voltage versus Drain Current" an. Es
zeigt anhand einer Kurve, wie viel Laststrom bei bestimmter
Steuerspannung maximal fließen kann. Das Diagramm zeigt nur den
typischen Fall. Nun nimmst du aus der zuvor betrachteten Tabelle den
worst case, also die höhere Spannung und verschiebst die Kurve des
Diagramm gedanklich so weit nach rechts, dass es der Angabe aus der
Tabelle entspricht. Dann hast du ein Diagramm für den worst case, wo du
ablesen kannst, wie viel Laststrom der Transistor bei 5V mit Sicherheit
schalten kann.
In der Praxis läuft es (wie Arduino Fanboy D. schrieb) auf einen Logic
Level MOSFET hinaus.
Ein weiteres Entscheidungskriterium ist, dass der MOSFET die
Leerlaufspannung deines 24V Netzteil plus 0,7V für die Freilaufdiode
vertragen muss. Wenn das Netzteil ungeregelt ist, würde ich hier mehr
als 30V erwarten. Miss nach.
Bei der Diode sind zwei Sachen wichtig. Zum Einen musssdie für den
Betriebsstrom der Last ausgelegt sein. Wenn die Last 1A aufnimmt muss
die Diode kurzzeitig auch 1A vertragen, den der selbe Strom fließt
kurzzeitig durch die Diode wenn der MOSFET abschaltet.
Falls du die Last mit einem PWM Signal ansteuerst, muss die Diode den
vollen Strom kurzzeitig und etwa die Hälfte dieses Stroms dauerhaft
vertragen. Dann spielen thermische Effekte eine Rolle.
Außerdem ist bei PWM zu beachten, dass Dioden zwar sehr schnell
einschalten (leitend werden) aber träge abschalten. Diese Trägheit darf
nicht länger dauern, als bis zum nächsten Einschalten des MOSFET, sonst
bekommst du einen Kurzschluss. Bei Schalt-Frequenzen unterhalb von 100Hz
brauchst Du Dir darum allerdings keinen Kopf machen.
Bitte korrigier mich falls ich etwas falsch denke.
Theoretisch ich nehme den IRLZ44N und lege die Spannung von +12VDC auf
Source. Drain wird mit einer Anschlussseite der Spule des Ventils
verbunden, Masse des 12V Netzteils mit dem anderen ende der Spule.
Auf Gate wird der digitale Ausgang des Arduinos gelegt und mit 0V/5V
geschalten?
Zusätzlich die 1N4001 zwischen Drain und Source (um der Induktivität der
Spule entgegenzuwirken nehme ich an?)
beste Grüße
Mario D. schrieb:> Theoretisch ich nehme den IRLZ44N und lege die Spannung von +12VDC auf> Source.
Das ist N-Kanal MOSFET, da gehört Source an GND. Drain ist der Ausgang
zur Last.
> Zusätzlich die 1N4001 zwischen Drain und Source (um der Induktivität der> Spule entgegenzuwirken nehme ich an?)
Nein, die Diode gehört parallel zur Spule, aber in Sperr-Richtung.
Google mal nach dem Stichwort "Freilaufdiode", dann findest du die
Erklärung dazu.
Mario D. schrieb:> Theoretisch ich nehme den IRLZ44N und lege die Spannung von +12VDC auf> Source. Drain wird mit einer Anschlussseite der Spule des Ventils> verbunden, Masse des 12V Netzteils mit dem anderen ende der Spule.> Auf Gate wird der digitale Ausgang des Arduinos gelegt und mit 0V/5V> geschalten?
Genau so geht es nicht.
Wie ich sagte: Kauf dir besser eine fertige Platine.
Ansonsten Grundlagen! Siehe:
https://www.mikrocontroller.net/articles/Relais_mit_Logik_ansteuern
Mario D. schrieb:> Bitte korrigier mich falls ich etwas falsch denke.
Ich rieche schon den Rauch....
Suche mal nach "FET low side switch"
Tausende von Beispielen, du finden wirst.
Das mit der Diode war dumm von mir^^
Im Anhang hab ich kurz die Schaltung aufgezeichnet. Natürlich kommen
noch Vorwiderstände dazu.
Danke für eure Hilfe allgemein, ohne größere erfahrung in diesem
Bereich, freut man sich wenn jemand einem was neues beibringt
Bedenke, dass der Arduino vom Anlegen der Stromversorgung bis zum
Ausführen der setup() Prozedur kein definiertes Signal an seinem Ausgang
liefert. In dieser Zeit wird dein MOSFET für Radiowellen und
elektrostatische Felder empfänglich sein.
Dagegen muss auch noch ein Bauteil hinzugefügt werden.
Außerdem bedenke, dass der MOSFET eine Kapazität von ca 1nF hat. Wie
viel Strom mag wohl fließen, wenn man einen leeren Kondensator plötzlich
hart mit 5V auflädt?
Mario D. schrieb:> Es scheint wirklich einfacher wenn ich es mit einem Relais Shield mache> :/
Aber die üblichen Relais Shields enthalten keine Freilaufdiode für deine
Ventile. Auch Relais-Kontakte nehmen durch Funken beim Abschalten
Schaden, nur nicht ganz so schnell. Vergiss nicht, welche hinzuzufügen.
Mario D. schrieb:> Okey somit Relais und Spule jeweils mit einer Freilaufdiode versehen.
Für das Relais, brauchst du nahezu exakt dieselbe Schaltung, wie für
dein Magnetventil.
Was gewinnst du also dadurch?
Außer Mehrkosten?
Mehr Stromverbrauch, mehr Kabel/Leiterbahnen, usw.
Mir scheint, du bist verwirrt....
Schlafe eine Nacht drüber...
Arduino Fanboy D. schrieb:> Was gewinnst du also dadurch?> Außer Mehrkosten?
Schau Dir mal die Preise der Relais-Shields an, die mit den blauen
Würfeln. Bei Conrad bekommst für das Geld lediglich die Schraubklemmen.
Da drauf haben die Spulen aber schon eine Freilaufdiode...
Welches im Widerspruch zu diesem steht:
Mario D. schrieb:> Okey somit Relais und Spule jeweils mit einer Freilaufdiode versehen.
Das deutet auf den Willen, die Relais Spule direkt an einen µC Pin
anzuschließen.
Dann wird das eine Totgeburt.
Arduino Fanboy D. schrieb:>> Okey somit Relais und Spule jeweils mit einer Freilaufdiode versehen.
Er möchte ein Relais Shield benutzen, wo die Ansteuerung der Relais
schon fix und fertig gelöst ist. An die Schaltkontakte der Relais möchte
er jeweils ein Magnetventil mit Freilaufdiode anschließen.
Stefanus F. schrieb:> In dieser Zeit wird dein MOSFET für Radiowellen und> elektrostatische Felder empfänglich sein.>> Außerdem bedenke, dass der MOSFET eine Kapazität von ca 1nF hat.
Radiowellen und 1nF ist nicht so richtig kompatibel, es sei denn, man
hat einen U-Boot Längstwellensender ... Mittelwellensender in
unmittelbarer Nachbarschaft stehen. Und dann kann man auch Funken aus
dem Stacheldrahtzaun ziehen.
Kurz Leitungen sind da das Stichwort.
Wolfgang schrieb:> Radiowellen und 1nF ist nicht so richtig kompatibel
Stimmt auch wieder. Bleiben also die elektrostatischen Ladungen.
Die Radiowellen wären nur bei "kleinen" MOSFETS von Interesse.
Stefanus F. schrieb:> Er möchte ein Relais Shield benutzen, wo die Ansteuerung der Relais> schon fix und fertig gelöst ist. An die Schaltkontakte der Relais möchte> er jeweils ein Magnetventil mit Freilaufdiode anschließen.
Steht im Widerspruch zu:
Mario D. schrieb:> Okey somit Relais und Spule jeweils mit einer Freilaufdiode versehen.
Ich sach ja.. "verwirrt"
Und jetzt wird über alle neuen Worte hinweg permutiert, und damit die
Verwirrung weiter optimiert.
Darum auch mein Vorschlag:
Zur Ruhe kommen und Plan machen