Hallo,
ich möchte ein Magnetventil über ein mobiles gerät ansteuern es hat im
Datenblatt folgende elektrische Daten:
Coil Impedance:
3.0 Ω PWM Driven
Operating Voltage:
NOT to be controlled by constant voltage. Coil must be driven by a
controlled current or a PWM current. PWM function is practical above 7
Volts.
Operating Current:
Opening Current: 2.0 0.2 Amps @ 875 bar
Holding Current: 0.9 0.1 Amps
Spannungsquelle für die Ansteuerung soll ein 12v Akku mit realen 13v
(Kfz-Batterie) werden.
Komme auf einen Widerstand mit ca. 11,5 Ohm und 11 W für den Haltestrom
und 5 Ohm und 5 W zum ansteuern.
Kann mir das jemand bestätigen (Ventil sehr teuer) oder widerlegen (mit
Daten und Fakten).
Schon mal danke im voraus.
dido schrieb:> Komme auf einen Widerstand mit ca. 11,5 Ohm und 11 W für den Haltestrom> und 5 Ohm und 5 W zum ansteuern.
Schaltplan.
Jedes Hydraulikventil im Auto läuft an nominell 12V mit Stromsteuerung.
Der angegebene Widerstand deines Ventils bezieht sich vermutlich auf
20°.
Der ist mit Sicherheit deutlich temperaturabhängig, d.h. hängt kräftig
von der Bestromungsdauer ab. Für welchen maximale Einschaltdauer ist das
Ventil spezifiziert?
Was spricht dagegen, sich an deinen vermutlich von irgendwo zitierten
Text zu halten?
dido schrieb:> möchte einfach nur zwei Widerstände parallel schalten einen zum Halten> und den zweiten parallel mit Taster zu ansteuern(höherer Strom).
Und warum spricht das Datenblatt extra von "controlled current"? Du
sollst da nicht einfach einen Widerstand nehmen, sondern eine
Stromregelung vorsehen, entweder lineare Konstantstromquelle oder eben
via PWM den mittleren Strom passend regeln.
Anders wirst du wohl auch kaum die Daten aus dem Datenblatt erreichen
(also Ansprechzeit, Lebensdauer ...).
ja, um den "controlled current" geht es ja ich benötige ja zum ansteuern
2A und halten etwa 0,9A und ich nehme ja auch keine billigen Standard
Widerstände sondern Leistungswiderstände.
dido schrieb:> ja, um den "controlled current" geht es ja ich benötige ja zum ansteuern> 2A und halten etwa 0,9A und ich nehme ja auch keine billigen Standard> Widerstände sondern Leistungswiderstände.
Willst du dann jemand anstellen, der abhängig von der mit dem
eingebauten Temperatursensor gemessenen Temperatur, den Vorwiderstand
passend ändert, um dem "controlled current" gerecht zu werden?
Da steht explizit: "Not to be controlled by constant voltage. Must be
driven by a controlled Current or a PWM current."
Kann also mit einem Vorwiderstand gutgehen muss aber nicht. Zumindest
wird die Einschaltzeit mit Vorwiderstand größer werden, weil der Strom
dann langsamer steigt.
Ob was kaputt geht kann dir niemand sagen, probiers halt aus.
Der Temperatursensor deutet darauf hin, daß die Ansteuerung deutlich
komplexer sein könnte, aber du machst ja irgendwie ein Geheimnis aus dem
genauen Typ, sonst hättest du einfach ein Link aufs Datenblatt posten
können.
Wolfgang schrieb:> Willst du dann jemand anstellen, der abhängig von der mit dem> eingebauten Temperatursensor gemessenen Temperatur, den Vorwiderstand> passend ändert, um dem "controlled current" gerecht zu werden?
Natürlich werden digitale Potentiometer verwendet, und diese in Echtzeit
vom Rückenmarks-Interface angesteuert. In der Klasse aber nur noch als
5kW-Standardtyp, für die Lautstärkeregelung bei Kfz-Endstufen.
Der Andere schrieb:> du machst ja irgendwie ein Geheimnis aus dem genauen Typ
Ich begreife nicht, wie es (und das scheinbar sehr häufig) dazu kommen
kann, daß Leute mit gar keinen oder verschwindend geringen Kenntnissen
in ultra-geheime Projekte verwickelt sind. Da könnte man glatt vom
eingefleischten Skeptiker zum Verschwörungstheoretiker werden.
Jetzt mal ernsthaft:
Gib lieber mehr Infos preis, denn das könnte in den Graben gehen sonst.
Das sind Bauteilwerte um eine Ansteuerschaltung mit einem NE555 und
Leistungshalbleiter realisieren zu koennen als PWM. Der NTC kann dabei
einbezogen werden.
Dieter schrieb:> Das sind Bauteilwerte um eine Ansteuerschaltung mit einem NE555 und> Leistungshalbleiter realisieren zu koennen
Also deine Glaskugel muss deutlich besser sein als die aller anderen
Ich weis durch den Test mit einem 9V Akku das es ohne Probleme und
Einschränkungen funktioniert.
Wollte nur wissen ob mir jemand die Ergebnisse der Widerstands und
Leistungsberechnung für die 13V Version bestätigen oder widerlegen kann.
PS: der Teil mit dem NOT current voltag ist auf Dauerbetrieb bezogen
möchte aber nur 30-40 sek ansteuern.
PSPS: es gibt im kompletten Datenblatt zum Bauteil nur diese Tabelle die
auch nur im entferntesten was mit der elektrischen Komponente des
Ventils zu tun hat, ergo es gibt nicht mehr Daten nur das was ich
bereits mitgeteilt habe.
Widerstandswerte liegen im Bereich. Freilaufdiode muss auch hier
vorgesehen werden.
Und den Strom mit einem Multimeter nachmessen. Am besten baust Du einen
1ohm Wid in den Pfad und misst den Spannungsabfall. Ggf wird der 5ohm
Wid noch etwas kleiner.
Wenn Du vergisst umzuschalten muesste er 20W haben. Nimmst Du aber 5W
oder weniger, schmorrt dieser durch bevor das Relais zu heiss wird. Oder
als smd loetet sich dieser aus oder ab.
Eine Ganz Grosse Glaskugel wurde benutzt. Nee, nur auf Bausteine, die so
gaengig sind. Das macht entweder ein vier oder sechsfuessler oder eine
Standardroutine im Bordcomputer. Fuer MaschBauer ist das schon genug
ETechnik.
dido schrieb:> möchte einfach nur zwei Widerstände parallel schalten einen zum Halten> und den zweiten parallel mit Taster zu ansteuern(höherer Strom).https://www.emp.de/p/widerstand-ist-zwecklos/377766.html
Ein paralleler Widerstand hat keinen Einfluß auf die Last (hier
Magnetventil), sondern nur auf die Batterie. Die wird stärker belastet.
Die Spannung bleibt aber im Wesentlichen unverändert solange die
Batterie nicht überfordert oder leer ist.
Damit bliebe es bei einer Ansteuerung über Spannungsquelle, was es laut
Datenblatt ja ausdrücklich nicht sein soll!
die Antworte im anderen Post sind wirklich ordentlicher und auch
verständlicher deshalb habe ich es ja auch da gepostet und an diesem
Beispiel sieht man das Crossposting nicht immer negativ zu sehen ist
hab es mittlerweile probiere und geht ohne Probleme aber trotzdem danke
an alle die, die konstruktiv und höfflich geantwortet haben werde es
aber so wie zuvor mit ner Konstantenstromquelle durch nen FET machen.
im Automobile Bereich gibt es spezielle injecton coil driver die genau
dafür gedacht sind, also hoher Strom um das niederohmige Ventil schnell
zu öffnen und dann auf einen Haltestrom von meist 25% zurückfahren weil
das Ventil nicht für x A Dauerstrom ausgelegt ist. Früher hatten diese
meist 16 Ohm und dadurch eine Stromaufnahme unter 1A wodurch Sie nicht
überlastet wurden.
Dieter schrieb:> Die PWM wird benoetigt, da so zuverlaessig der Losbrechwidetstand> überwunden wird.
Dafür täte es auch ein Kondensator parallel zum Widerstand.