Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik ADS1115 und Thermoelement Typ K


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von Kolja L. (kolja82)


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Nabend

Ich müsste mal schnell, d.h. mit meinen Hausmitteln, die Thermospannung 
von einem Typ K Element (NiCr-Ni) auslesen.
Der Temperaturbeich ist gar nicht so wild, 15-85°C sollten reichen.
Auflösung 1K.

Nun habe ich hier als brauchbarstes Teil einen ADS1115 gefunden.
http://www.tij.co.jp/jp/lit/ds/symlink/ads1115.pdf

Bekomme ich damit meine Anforderungen erfüllt?

Gruß Kolja

von Wolfgang (Gast)


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Kolja L. schrieb:
> http://www.tij.co.jp/jp/lit/ds/symlink/ads1115.pdf

Hübsch. Hast du mal reingeguckt, was du da verlinkt hast?

Für alle, die ähnliche Sprachlücken wie ich haben:
http://www.ti.com/lit/ds/symlink/ads1113.pdf

von Purzel (Gast)


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Ja, so ein ADC sollte gehen. Ein Typ K bringt ca 40uV/K. Der ADC sollte 
etwas mehr bringen als die 40uV/Step, vielleicht 10uV/Step. Das waeren 
dann 650mV Fullscale fuer 16bit. Also noch etwas vorverstaerken, zB 
Faktor 5, mit einem Zero-Offset Verstaeker.

Ich vermeide solche Klimmzuege und verwende gleich zu Beginn weg zB 
einen AD7799, der hat 24bit und einen zuschaltbaren 128 fach 
Verstaerker.

von Kolja L. (kolja82)


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Danke, habe es gerade einfach mal probiert.

Mit diesem Sketch: 
https://github.com/adafruit/Adafruit_ADS1X15/blob/master/examples/differential/differential.pde
bekomme ich aber immer nur 0V ausgegeben, obwohl es ja fast 1mV sein 
sollte.

von Heinz (Gast)


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Kolja L. schrieb:
> Der Temperaturbeich ist gar nicht so wild, 15-85°C sollten reichen.

Und bitte die Berücksichtigung der Vergleichsstellentemperatur nicht 
vergessen. Bei 15-85°C wird das sonst extrem Messfehlerträchtig.
Auflösung 1K sind evtl. machbar. Aber die Messgenauigkeit...

Kolja L. schrieb:
> Danke, habe es gerade einfach mal probiert.
>
> Mit diesem Sketch:
> 
https://github.com/adafruit/Adafruit_ADS1X15/blob/master/examples/differential/differential.pde
> bekomme ich aber immer nur 0V ausgegeben, obwohl es ja fast 1mV sein
> sollte.

Ein Thermoelement liefert immer eine Spannung entsprechend der 
Temperaturdifferenz zwischen Kalt- und Heißtemperartur.

von Kolja L. (kolja82)


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Heinz schrieb:
> Ein Thermoelement liefert immer eine Spannung entsprechend der
> Temperaturdifferenz zwischen Kalt- und Heißtemperartur.

Ich dachte eine Spannung abhängig der Temperatur an der Spitze,
wo beide LEgierungen zusammenkommen?

von Wolfgang (Gast)


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Kolja L. schrieb:
> Ich dachte eine Spannung abhängig der Temperatur an der Spitze,
> wo beide LEgierungen zusammenkommen?

Aber an den Anschlüssen hast du wieder Kontaktstellen mit 
Thermospannung, so dass du letztendlich die Differenz zwischen Spitze 
und (gleichtemperierten) Anschlussstellen als Gesamtspannung misst.

von Kolja L. (kolja82)


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OK, also ist mein Messaufbau nicht ausreichend.
Damit werde ich es wohl für heute abend vergessen können...

von MessDAS!!!elf (Gast)


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Kolja L. schrieb:
> OK, also ist mein Messaufbau nicht ausreichend.
> Damit werde ich es wohl für heute abend vergessen können...

Vielleicht hat ja dein µC einen eingebauten Temperatursensor..

von Kolja L. (kolja82)


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Hab nen ESP8266 dafür genommen, weil der hier noch rumliegt.
Könnte auch noch ein paar digitale Temperatursensoren finden.

Oder ein zweites Thermoelement verwenden

von U. M. (oeletronika)


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Hallo,
> Kolja L. schrieb:
> Oder ein zweites Thermoelement verwenden
das wird dir aber nix bringen, weil das auch nur eine Temp.-Diff. messen 
kann. Du kannst allerdings die Kaltstelle auf ein def. Potential 
bringen, z.B. indem du die Kaltstelle in Eiswasser tauchst (Ref-Temp = 
0°C).

Warum willst du denn unbedingt ein Thermolementen nutzen?
Das ist elektronisch eher mühselig, wegen des gringen Meßeffektes und 
der Notwendigkeit der Kaltstellenkompensation und der zu erwartenden 
Meßunsicherheiten.
Für den Temp-Bereich 15-85°C braucht man auch kein Thermolement.
Gruß Öletronika

von Manfred (Gast)


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Purzel schrieb:
> Ein Typ K bringt ca 40uV/K.

Also hast Du 1..4 Millivolt, mit einem anständigen Multimeter solltest 
Du das nachvollziehen können (Thermoelement in den Wasserkocher).

Ich klemme mal fix einen K-Fühler ans DVM und halte das Feuerzeug dran, 
da bekomme ich maximal 9 mV.

Es gibt spezielle Verstärker dafür, alternativ schaue mal die Lötstation 
http://www.martin-kumm.de/wiki/doku.php?id=05Misc:SMD_Loetstation an und 
baue einen Verstärker auf.

Der ADS1115 ist ein tolles Bauelement, durch seine hohe Auflösung leider 
nicht so ganz kindersicher und meiner Meinung nach der falsche Ansatz. 
Ich würde das Signal analog verstärken und direkt gegen die Referenz des 
µC messen, auf den ADS verzichten.

von Wolfgang (Gast)


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U. M. schrieb:
> Für den Temp-Bereich 15-85°C braucht man auch kein Thermolement.

Dafür wurde z.B. ein DS18B20 erfunden, fertig digital und die 0.5K 
Genauigkeit muss man mit einem Thermoelement erstmal hinbekommen.

Aber wenn es dann Themoelement sein muss, muss es eben Themoelement sein 
:-)

von Kolja L. (kolja82)


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Wolfgang schrieb:
> Aber wenn es dann Themoelement sein muss, muss es eben Themoelement sein
> :-)

Ja, es ist eingebaut und kann (fast) nicht getauscht werden.
Es geht vor allem um Temperaturänderungen, also deren Zeitpunkte.
Da ist alles mit Gehäuse schon mal raus.

Für den vorliegenden Fall haben wir uns jetzt einen Test Datenlogger 
ausgeliehen,
der hat sogar die passende Buchse für den Sensor und nen großes Display.

Für die Zukuznft werde ich mir mal ein paar MAX6675 Module zulegen,
damit sollte es so eingach funktionieren,
wie ich gestern abend noch mit meinem ADS1115 gehofft hatte.

Danke und Gruß an alle Beteiligten!

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