Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Peak-Messung <10 Ampere und >0,5 Sek


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von Markus O. (mc_oyzo) Benutzerseite


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Hallo zusammen,
ich benötige eine Messmöglichkeit für <10 Ampere peak und >0,5 
Sek./Messung mit hoher Abtastrate

Details:
Ich möchte die Schutzschaltung von Handy-Akkus testen (LiIo 3,8 Volt). 
Dazu soll ein Kurzschluss simuliert werden, die Akku-Schutzschaltung 
trennt dann für gewöhnlich die Verbindung zum Akku.

Ich möchte den dabei maximal fließenden Strom (Ampere-peak) ermitteln.
Die eigentliche Messung (Ansprechzeit der Schutzschaltung) ist immer nur 
sehr kurz >0,5 Sek.
20 A deswegen, weil meine 3 Stk. DMM’S hier im 10 A-Modus Overload 
anzeigen und daher offenbar mehr als 10A fließen.

- Meine DMM’s sind leider nicht geeignet, da nur ca. 3 Hz Abtastrate, 
dadurch ergibt jede Messung einen anderen Wert (zwischen 1 Ampere und 
Overload)
- Unilog (20 Hz) ebenfalls nicht geeignet da beim Kurzschluss die 
Spannung des zu messenden Akkus unter die Sollspannung fällt.

Gibt es da was fertiges (< €100,-)?
Oder was zum selber löten (dann wäre eine Bauteil-Auslegung und 
Schaltplanskizze hilfreich)?

Gruß Markus

von P. W. (deneriel)


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Für den Strommessbereich nimmste dir einfach nen geeigneten Shunt, dann 
musst du nur noch den kleinen Spannungsfall darüber messen.

Zum Messen:
a) flottes Multimeter mit Min-Max-Funktion
b) Speicheroszi (So ein Hantek USB_Dingens müsste dafür genügen)
c) Sample&Hold-Schaltung mit einem OpAmp zusammenfrickeln sodass ein 
langsameres Multimeter den Peak messen kann.
d) Shunt -> µC mit AD-Wandler -> Rechner/LCD

von Mathias H. (mathias)


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von DAVID B. (bastler-david)


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Ohne jetzt mit Gelaber wie setzte noch eine Zusatz Sicherung von xxxA 
ein bevor dir die kabel verdampfen.

Wie wäre so ein modul ?

Ebay-Artikel Nr. 271513574901

Ist für wechsel Spannung mit 50 HZ ausgelegt sollte also schnell genug 
sein.
wenn nicht 100% genau sein muss.

: Bearbeitet durch User
von Dieter (Gast)


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Einfaches Digitaloszi mit externen Triggereingang.

Die Diagramne stehen dann digital zur Verfuegung.
Kostet bei ELV sogar unter hunder Euro.

von Reicher Onkel (Gast)


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Geeignete Current Probe + Oszi

Beitrag #5560555 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Markus O. (mc_oyzo) Benutzerseite


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Hallo zusammen,
ich bin kein Elektroniker daher mit den Antworten teilweise etwas 
überfordert, dennoch schon Mal danke dafür.
- Beim Ebay-Artikel ist keinerlei Datenblatt oder Anschlussbeispiel 
dabei, u. Hersteller hat n.n. auf meine Nachfrage geantwortet.

Interessant: Oszi, habe bei ELV- aber nur das MDO100 oder HPS140MK2 
gefunden, wäre das das richtige für meinen Zweck der Amperemessung? 
Bzgl: MS/s "M" steht wohl für Mega, richtig?
gruß markus

: Bearbeitet durch Moderator
von Fruchtsaft (Gast)


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markus schrieb im Beitrag #5560555:
> Beim Ebay-Artikel ist keinerlei Datenblatt oder Anschlussbeispiel
> dabei, u. Hersteller hat n.n. auf meine Nachfrage geantwortet.

Wozu auch - der nimmt an, Interessenten geben "ACS712" oder wie der 
heißt mal bei Google ein, wenn der Link des Angebots nicht funktioniert. 
Das tut man allgemein - man googlet die Bezeichnung.

So findet man Datenblatt und/oder Applikationsschriften und/oder mehr.

(Den Sensor kannst Du schon benutzen, mit etwas Zusatzbeschaltung halt.)

von DAVID B. (bastler-david)


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markus schrieb im Beitrag #5560555:
> Beim Ebay-Artikel ist keinerlei Datenblatt oder Anschlussbeispiel
> dabei,

Ok das kann man lösen:
Nr1 : 
https://www.allegromicro.com/~/media/files/datasheets/acs712-datasheet.ashx

Nr2: je nach vorhanden Möglichkeiten.
Entweder einfach mit einen Multimeter messen und um rechnen.
Oder mit einen arduino auf einen Display fix und fertig darstellen 
lassen.

Wenn ich das noch richtig weis ist das bei 1A = 185 mV mehr also 2,500 ( 
mittel wert) + 185 macht 2,685 V bei einen 1A und bei eben 10A macht 
das.
2,500v + 1,850v = 4,350v Volt.

Aber mal sehen was die andern noch so für ideen haben.
Der ACS712 egal ob 5 10 30 A ist nicht grade für seine Genauigkeit 
bekannt.

von Philipp C. (e61_phil) Benutzerseite


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Der ACS712 löst das Problem der Abtastung nicht. Und es handelt sich ja 
um Akkus, also sollte auch ein Shunt problemlos sein.

Wie bereits hier vorgeschlagen, wäre ein Scope wohl das Einfachste. Das 
ist auch für weitere Bastelleien sinnvoll.

von Manfred (Gast)


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Philipp C. schrieb:
> Der ACS712 löst das Problem der Abtastung nicht.

Vollkommen richtig, um bei einem Kurzschluss wirklich die Spitze zu 
erwischen, muß man verdamt schnell abtasten.

Wenn ich ein Einzelstück testen will, klemme ich ein Zeiger-Amperemeter 
in Reihe zur elektronischen Last und drehe den Strom lanfsam hoch - eine 
sonderlich hohe Meßgenauigkeit brauche ich dabei nicht.

von Markus (Gast)


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Bzgl. Oszi:
Bei ELV- habe ich das MDO100 oder HPS140MK2 gefunden, wäre das das 
richtige für meinen Zweck?

Zur Beschaltung:
Das Ergebnis muss keine hohe Messgenauigkeit haben, richtig.
In meinem bisherigen Autestaufbau habe ich aber keine "Last", sondern 
(bislang) nur einen Taster welcher Plus/Minus kurzschließt. Daher die 
Anforderung der kurzen Abtastrate.

@Manfred: Das Beispiel mit Zeigermperemeter und El. Last ist durchaus 
einer Überlegung wert und besticht durch seine Einfachheit.

Gruß Markus

von Volle (Gast)


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Du musst den nicht schneller erfassen als das BMS
und die arbeiten üblicherweise zwischen 1 und 100HZ.

Auch sind Reaktionszeiten von 500ms ausreichend um den "Thermal Runaway" 
zu verhindern.

Für die Zellen ist das Integral auch wichtiger wie die absolute hohe.
Die absolute erlaubte Stromstärke wird von der Abschalteinrichtung 
bestimmt.

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