12V Motor höhere Anlaufkraft verleihen

Gast #5560744
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Hallo,
vielleicht drücke ich mich auch etwas unverständlich aus. Es handelt 
sich um einen Auswerfermotor mit Getriebe der sich 1mal dreht. Dieser 
wird mit 12V über einen Akku angetrieben. Nun passiert es ab und zu bei 
geringerer Akkuspannung, das der Vorgang nicht vollständig ausgeführt 
wird. Kann man mit einem Kondensator dem Problem beikommen. Ich dachte 
da so an einen Elektrolytkondensator parallel geschaltet. Bin mir da 
aber nicht sicher. Soweit ich mich belesen habe wirkt er ja wie eine 
kleine Batterie die kurzfristig die Kapazität zur Verfügung stellt. 
Vielleicht hat da jemand von Euch Erfahrung und kann mir einen Tip geben
Gast #5560803
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Klaus schrieb:
> wirkt er ja wie eine
> kleine Batterie die kurzfristig die Kapazität zur Verfügung stellt

Ja, aber nur für Millisekunden. Daher die Frage: wie lange dreht denn 
der Motor?

Am besten wäre es natürlich, wenn man sich den Vorgang auf einem Oszi 
ansieht, dann sieht man gleich ob die Spannung zusammenbricht.

Georg
Gast #5560820
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Klaus schrieb:
> Nun passiert es ab und zu bei
> geringerer Akkuspannung, das der Vorgang nicht vollständig ausgeführt
> wird.

Also den alten Akku durch einen neuen (falls der Akku einfach alt ist 
und einen zu hohen Innenwiderstand aufweist) oder größeren ersetzen
oder Akku rechtzeitig laden.

Alles andere wird eher ein herumdoktern an den Symptomen, aber keine 
wirkliche Lösung.
Gast #5560823
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Erich schrieb:
> Fragen:
> - Motor Wattzahl bzw. 12V wieviele A
> - Akku Größe
> - Kabellänge und Querschnitt

Motor lt. Anzeige im Netzteil ca. 0,8A Peak
Akku 12V 12Ah
Kabellänge etwa 1 Meter , wird leider durch Flachbandkabel gezwängt - 
die haben glaub ich 0,34mm²
#5560828
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Klaus schrieb:
> passiert es ab und zu bei
> geringerer Akkuspannung, das der Vorgang nicht vollständig ausgeführt
> wird.

Klingt ja nicht nach mangelnder Anlaufkraft, denn dann würde der Vorgang 
GAR NICHT ausgeführt werden, sondarn danach, als ob bei niedriger 
Akkuspannung der Motor so langsam isläuft, daß er es in der 
(elektronisch vorgegebenen) Einschaltzeit nicht schafft -> Zeit 
verlängern (oder lernen sich genauer auszudrücken).
Gast #5560849
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Michael B. schrieb:
> Klingt ja nicht nach mangelnder Anlaufkraft, denn dann würde der Vorgang
> GAR NICHT ausgeführt werden, sondarn danach, als ob bei niedriger
> Akkuspannung der Motor so langsam isläuft, daß er es in der
> (elektronisch vorgegebenen) Einschaltzeit nicht schafft -> Zeit
> verlängern (oder lernen sich genauer auszudrücken).

nein, ich denke, das bei geringerer Akkuspannung quasi die Kraft nicht 
mehr ausreicht. Es handelt sich um gestapelte Ware die mittlerweile vom 
Gewicht höher ist. Das Teil ist mittlerweile 20 Jahre alt und die 
Anforderungen sind schon etwas gestiegen (Gewicht). Im Grunde fehlt son 
Pusch , höheren Querschnitt für Kabel geht nicht da bereits eine Platine 
verbaut ist.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #5560899
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Klaus schrieb:
> die haben all so zwischen 3,6 u. 5,5V - muss ich dann mehrere in Reihe
> schalten??
Ja. Und im Prinzip Balancer-Widerstände parallel. Oder eine andere 
Schaltung, die ein zu hohe Spannung pro Kondensator verhindert.

Das Unschöne an diesen Dingern ist übrigens der recht hohe Leckstrom, 
der dir beim Batteriebetrieb hüsch reinfunken könnte:. Du brauchst als 
etwa 5 von den 10F (oder den 5F) in Reihe, um letztlich auf die 2F (oder 
das 1F) zu kommen:
https://www.capcomp.de/kondensatoren/ultracap-selbstentladung.html

> die haben all so zwischen 3,6 u. 5,5V
Du meinst da aber nicht die alten GoldCaps mit ihrem untauglich hohen 
Innenwiderstand?
Angehängte Dateien:
Gast #5560947
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Klaus schrieb:
> Das Teil ist mittlerweile 20 Jahre alt und die
> Anforderungen sind schon etwas gestiegen (Gewicht).

Also hat das ursprüngliche Konzept getaugt.
Man stellt jetzt halt einfach deutlich mehr Gewicht drauf und erwartet 
daß das funktionieren MUSS!

Ich möchte hier dem Entwickler des Geräts gratulieren, daß es selbst bei 
deutlicher Überlastung nicht abgeraucht ist. Gute Arbeit!

Für den Rest - keine Worte.
Gast #5561171
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Andere Option, so große Kondensatoren bei 12V Betriebsspannung zu 
finden: Stützkondensatoren aus dem Car-Hifi-Bereich. Da zahlst du 
allerdings auch Car-Hifi-Preise.

Und ob das bei dem ursprünglichen Problem überhaupt weiterhilft, ist 
auch fraglich - eher würde ich mit höherer Spannung an das Problem 
herangehen, um den Spannungsabfall in den Leitungen auszugleichen (wenn 
baulich keine bessere Verkabelung möglich ist).

MfG, Arno
Gast #5561463
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Und wo wollt Ihr den Stützkondensator anbringen? Am Akku hilft der nix 
weil die Spannung dadurch nicht höher wird.
Am Motor bringt der auch nix weil der da erst mal geladen werden muss.
Wenn dann muss der Kondensator hinter die Flachbandleitung und vor den 
Schalter der den Motor zuschaltet...
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #5561688
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ichbin schrieb:
> Am Akku hilft der nix weil die Spannung dadurch nicht höher wird.
Aber der Innenwiderstand des fast leeren Akkus (denn Klaus schrieb: 
"bei geringerer Akkuspannung") wird durch den parallel geschalteten 
UltraCap auf ein paar mOhm reduziert.

Die Sache mit der Flachleitung würde ich aber auch noch mal anschauen 
und den Spannungsabfall über diese Leitung bei Last mal messen...
Gast #5562423
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Anlaufkraft-Spezialist (Gast) schrieb:
> Wenn die "Anlaufkraft" nicht reicht muß du die Leistung erhöhen.

Der (Anlauf-)Strom entscheidet:
Das Drehmoment ist dazu proportional.
(Beim Reihenschlussmotor quadratisch.)
Gast #5564132
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1. Wie wäre es mit einem Boostconverter? Damit würde unabhängig von der 
Akkuspannung immer die gleiche Motorspannung anliegen.
Nachteil ist, dass gegen Ende der Akkulaufzeit der Akku schneller leer 
gesaugt wird.
2. Wie wäre es mit einem Leistungsfähigeren Motor gleichen Bauraums? Da 
hat sich in den letzten Jahren ja einiges getan.
3. Nach 20 Jahren wäre eine Überholung des Getriebes, verharztes Altfett 
entfernen usw. vielleicht schon mal gut.

Rück' mal mit technischen Daten vom Motor raus...
Gast #5566360
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Klaus schrieb:
> Motor lt. Anzeige im Netzteil ca. 0,8A Peak
> Akku 12V 12Ah
> Kabellänge etwa 1 Meter , wird leider durch Flachbandkabel gezwängt -
> die haben glaub ich 0,34mm²

0,34qmm wäre AWG22; gibt's, aber eher selten. Prüf das nochmal.

2x1 Meter (Hin- und Rück) AWG22 wären ca. 0.1 Ohm; bei 10-fachem 
Anlaufstrom (=8A) wären es 0.8V Verlust. Im Betrieb 80mV Verlust.
Wenn der Motor sauber und zügig anläuft ist das Kabel nicht schuld.


Lothar M. schrieb:
> Aber der Innenwiderstand des fast leeren Akkus (denn Klaus schrieb:
> "bei geringerer Akkuspannung") wird durch den parallel geschalteten
> UltraCap auf ein paar mOhm reduziert.

Ich dachte, dass auch ein eher entladener Bleiakku kurzzeitig noch ganz 
gut Strom liefert.
Wenn er das nicht mehr tut sind eh nur noch wenige Prozent Restkapazität 
vorhanden. Statt Kondensatoren in der Größe des Akkus zu verbauen könnt 
man auch gleich nen 2. Akku spendieren ...

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