380V Spindel an 220V betreiben

OP Persönliche Seite #5563257
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Lässt sich eine 380V Spindel mit einem 380V oder 220V VFD an 220V 
betreiben? Angenommen die Spindel ist mit 5.5kW und 9000U/min angegeben 
bei 450Hz.

1) Wird die mit 220V auch die 9000U/min schaffen, nur mit vermindertem 
maximalen Drehmoment? Die Drehzahl wird ja durch die Frequenz des VFD 
vorgegeben. Müsste eigentlich so funktionieren.

2) Kann die Spindel bei z.B. 1000U/min trotz nur 220V das maximale 
Drehmoment liefern? Meiner Einschätzung nach werden die vollen 380V nur 
bei maximaler Drehzahl und voller Last benötigt. Stimmt das?

Ich kann gerne auf die volle Leistung von 5.5kW verzichten, brauche aber 
das volle Drehmoment im unteren Drehzahlbereich. Ist in dem Fall 220V 
ausreichend?
(Firma: matzetronics) #5563326
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Maxim S. schrieb:
> Ist in dem Fall 220V
> ausreichend?

Das ist eben die Frage. Auch ein Frequenzumrichter (aka VFD) kann, wenn 
er an 230V betrieben wird, nicht mehr als diese 230V am Ausgang liefern. 
Bessere FU können allerdings eine Drehmomentregelung haben, die dir mehr 
Kraft im unteren Bereich gibt.

Am einfachsten wird es, wenn du den Antriebsmotor von Stern auf Dreieck 
umschalten kannst, dann läuft der Motor wie gewohnt, nur eben an 230V. 
Das du dabei runde 24A benötigst, sollte aber klar sein.
OP Persönliche Seite #5563345
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Matthias S. schrieb:
> Maxim S. schrieb:
>> Ist in dem Fall 220V
>> ausreichend?
>
> Das ist eben die Frage. Auch ein Frequenzumrichter (aka VFD) kann, wenn
> er an 230V betrieben wird, nicht mehr als diese 230V am Ausgang liefern.
> Bessere FU können allerdings eine Drehmomentregelung haben, die dir mehr
> Kraft im unteren Bereich gibt.
>
> Am einfachsten wird es, wenn du den Antriebsmotor von Stern auf Dreieck
> umschalten kannst, dann läuft der Motor wie gewohnt, nur eben an 230V.
> Das du dabei runde 24A benötigst, sollte aber klar sein.

Die benötige ich nur, wenn ich die 5.5kW benötige, was nicht der Fall 
ist.

Die Frage ist eher, ob im Stillstand der Spindel bei 220V die Spulen 
schon mit maximalem Strom durchflossen werden oder ob dafür tatsächlich 
380V notwendig sind. Im ersten Fall würde man tatsächlich schon mit 220V 
das max. Drehmoment erreichen, womit ich glücklich wäre. Bei 
Schrittmotoren werden höhere Spannungen ja erst benötigt wenn diese hohe 
Drehzahlen erreichen. Da wird die Spannung dann genutzt um gegen die 
Induktivität der Spulen noch genügend Strom durchzuquetschen. Im unteren 
Drehzahlbereich werden die Schrittmotoren dann aber mit einer deutlich 
geringeren Spannung betrieben und haben dennoch das volle Drehmoment.

Daher frage ich, ob das sich bei den großen Spindeln ebenso verhält.
Gast #5563355
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Maxim S. schrieb:
> Lässt sich eine 380V Spindel mit einem 380V oder 220V VFD an 220V
> betreiben? Angenommen die Spindel ist mit 5.5kW und 9000U/min angegeben
> bei 450Hz.

Klingt nach 6-poligem Synchronmotor.

Wenn du nur bis 270Hz (5450rpm) gehst, dann reichen auch 230V. Darüber 
würde das Drehmoment absinken.
Gast #5563384
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Es wäre auch möglich mit einem Trafo von 230V auf 400V hoch zu gehen und 
dann von dort aus den Umrichter zu speisen, der 3 Phasen daraus macht.
Kosten für den Trafo 30kg ca. 500€

Um bei 230V die gleiche Leistung abzurufen wie bei 400V brauchst du 
einen deutlich höheren Strom. Das kann zu Überhitzung führen!
Hast du keine Möglichkeit Drehstrom anzuschließen?
Gast #5563453
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hinz schrieb:
> Nein, die Zwischenkreiselkos in FUs mit Drehstromeingang sind dafür zu
> klein.

Das stimmt leider. Aber zum besagten Trafo auch noch einen 
Einphasen-Brücken-gleichrichter und einen zusätzlichen/separaten, 
geeigneten/ripplefesten Elko - [dessen Kapazität = Minimum die im FU 
vorhandene x 2] - vor den Eingang dazugesetzt (beliebig an 2 der 3 
Anschlüsse), dann ginge das.

Die verringerte Spannung wegen zusätzlichen -(2 x V_f(Diode)) dürfte 
wenig Einfluß haben. Die Kombi Trafo, GR, Elko gehörte dazu aber in ein 
passendes Gehäuse.
OP Persönliche Seite #5563510
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hinz schrieb:
> Maxim S. schrieb:
>> In einem anderen Forum wurde gerade geklärt, dass diese in
>> Sternschaltung läuft und damit sehr schlecht für 230V geeignet ist, weil
>> dafür eine Dreieckschaltung notwendig wäre.
>
> Ich hab dir die Einschränkungen genannt.

Ja, danke! D.h. ab ca. 270Hz wird die höhere Spannung benötigt um die 
Spuleninduktivität zu überwinden?
Gast #5563746
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Netzgleichrichter und dicker Elko ist bäää. Der kleine Stromflußwinkel 
läßt die Sicherung schon sehr bald klicken, vermute mal bei 2,5, 
spätestens bei 3,0 kW. PFC wäre angesagt, dann bekommst du auch mehr als 
325V, nämlich um die 400.
Evtl. kannst du eine zweite 230V-Leitung, die an einer anderen Phase 
hängt, dazuschalten. Mit zwei PFCs könnte man dann wirklich 7,2kW 
ziehen.

Die meisten Umrichter haben einen Anschluss für die 
Zwischenkreisspannung, z.B. um einen Bremswiderstand anzuschließen oder 
bei mehreren Antrieben die Bremsleistung zu verteilen oder in ein 
Rückspeisegerät zu leiten.
(Firma: Funkenflug Industries) #5563848
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Was für ein Blödsinn.

5,5kW geht nicht mit einer Steckdose, da braucht es zwangsweise einen 
dreiphasigen Anschluss und der bringt auch seine 400V mit.

> Evtl. kannst du eine zweite 230V-Leitung, die an einer anderen
> Phase hängt, dazuschalten. Mit zwei PFCs könnte man dann
> wirklich 7,2kW ziehen.
Daß so ein Pfusch vom "eProfi" kommt, stellt den Nicknamen erstmal 
völlig ins Abseits. "ePfuscher" hätte ich eher geglaubt. Bevor man sich 
solchen Aufwand macht, dann ist der 400V-Drehstromanschluß wohl schon 
wieder die einfachere Wahl.

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