Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Cooles Teil.


von Holm T. (Gast)


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..macht schon beim Lesen Spaß. Hat Jemand ne Idee für ne Anwendung dafür 
(außer Druckerpresse)

http://laughtonelectronics.com/Arcana/One-bit%20computer/One-bit%20computer.html

Gruß,

Holm

von S. R. (svenska)


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Ich dachte, das wäre ein Trollbeitrag...

...war's aber nicht. Danke für den Link.
Macht wirklich Spaß beim Lesen.

von foobar (Gast)


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Nette low-tech-Lösung. Ich hätte ja gerne noch etwas Code gesehen.

> Hat Jemand ne Idee für ne Anwendung dafür

Lohnt sich heutzutage nicht mehr. Der einzige Vorteil, den dieser 
"Mikrocontroller" gegenüber einem modernen 14-Pinner für weniger als nen 
Euro hätte, ist, dass man seiner Restekiste leerer bekommt und die 
nächsten Tage (wegen der Softwareentwicklung) keine Langeweile hat ;-)

von Holm T. (Gast)


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S. R. schrieb:
> Ich dachte, das wäre ein Trollbeitrag...
>
> ...war's aber nicht. Danke für den Link.
> Macht wirklich Spaß beim Lesen.

Na komm, ich trolle doch auch sonst eher nicht.
:-)

>Lohnt sich heutzutage nicht mehr. Der einzige Vorteil, den dieser
>"Mikrocontroller" gegenüber einem modernen 14-Pinner für weniger als nen
>Euro hätte, ist, dass man seiner Restekiste leerer bekommt und die
>nächsten Tage (wegen der Softwareentwicklung) keine Langeweile hat ;-)

Darum geht es doch gar nicht. Hier geht es um das Verständnis eines 
einfachen programmierbaren Sequencers und seiner Möglichkeiten.

Auch in meiner Restekiste gibts Mikros ohne Ende, aber das hier macht 
mir halt Spaß.

Gruß,

Holm

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Ich find's echt gut - Programmierung mit minimalen Mitteln. Sowas kennt 
man heute in Zeiten von ARM Octacore schon gar nicht mehr...

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Wolfgang R. schrieb:
> Sowas kennt
> man heute in Zeiten von ARM Octacore schon gar nicht mehr...

Naja, man kennt auch nicht mehr den Briketttransport mit der 
Pferdekutsche...
Zum gedanklich nachvollziehen ganz nett, aber wirklich bauen muss man 
das nicht.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Spaß muss sein. Allerdings ist mir nicht ganz klar, warum der Autor 
nicht einfach die Adresseingänge des EPROM als Input benutzt und sich 
die gewünschten Ausgangszustände an den Datenausgängen abholt.
Das wäre die Schaltung 'ein universeller Codewandler', die schon vor 
Jahrzehnten mal in der cq-DL veröfentlicht wurde.
Aber als Design-Spaß ists doch nett.

von Holm T. (Gast)


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...weil man damit keine Abfolgen programmieren kann, sondern nur 
statische Zustände. Das hier ist ein 
"Schrittschaltwerk(Sequencer,Steuerwerk). Bei einem Eprom als Decoder 
erzeugt ein wackelnder Eingang dann auch einen wackelnden Ausgang, was 
bei einem Logic Sequencer nicht gezwungenermaßen so ist. (State 
Machine). Den Unterschied zum Rom macht der Takt und das Latch mit 
Rückkoplung auf die Adreßeingänge.

..und genau deshalb finde ich das so geil, Leute wie Du haben nie 
gelernt wie Sowas funktioniert. Ich auch nur deshalb weil ich mich mit 
Steuerwerken für Bit-Slice-Computer auseinander gesetzt habe die ganz 
ähnlich funktionieren und das gründet nur auf hobbymäßigem Interesse.

Bausteine die den Kram oben komplett integrieren und Field programmable 
waren gab es auch mal, z.B: Signetics PLS105-40 (ist deutlich komplexer) 
und die hatten Taktraten wie hier bis zu 40Mhz. Solches Zeug gab es auf 
PDP11 und VAX Controllerkarten zu Hauf. Das Zeug steuerte Festplatten, 
serielle Schnittstellen, Videocontroller, DMA- und Buszugriffe usw usf. 
da kommt man mit einem simplen ROM nicht all zu weit.

Gruß,

Holm

von Holm T. (Gast)


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H.Joachim S. schrieb:
> Wolfgang R. schrieb:
>> Sowas kennt
>> man heute in Zeiten von ARM Octacore schon gar nicht mehr...
>
> Naja, man kennt auch nicht mehr den Briketttransport mit der
> Pferdekutsche...
> Zum gedanklich nachvollziehen ganz nett, aber wirklich bauen muss man
> das nicht.

Du meinst Wissen um die grundsätzliche Funktion von Computern ist heute 
zu Tage schon als gefährlich mit Tendenz zum Terrorismus einzustufen?

Gruß,

Holm

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Holm T. schrieb:
> Leute wie Du haben nie
> gelernt wie Sowas funktioniert.

Woher willst du das wissen? Ich habe auf der Basis eines FlashROM mal 
einen Standbildgenerator für TV aufgebaut, der auch mit Steuer- und 
Synchronbits arbeitet:
https://www.schoeldgen.de/flash/index.html

Hier liefern 6 Bit des EPROM Bilddaten und 2 sind Controlbits für 
Synchron- und Resetsignal. Nicht ganz so tricky wie bei der 
Statemachine, aber sicher mehr, als du gedacht hast :-P

von Alex G. (dragongamer)


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Holm T. schrieb:
> Du meinst Wissen um die grundsätzliche Funktion von Computern ist heute
> zu Tage schon als gefährlich mit Tendenz zum Terrorismus einzustufen?
Nee, aber es ist so unnötig wie kutschierte Brickets, das an einem 
1biter zu lernen was auch an üblichem Mikrocontrolern geht ;)

Würde sagen wer die 8bitter beherrscht, könnte wenn es drauf ankommt, 
auch diese 1 bit Version aufbauen.

von Holm T. (Gast)


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Matthias S. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> Leute wie Du haben nie
>> gelernt wie Sowas funktioniert.
>
> Woher willst du das wissen?

Weil Du sonst nicht gefragt hättest.

>Ich habe auf der Basis eines FlashROM mal
> einen Standbildgenerator für TV aufgebaut, der auch mit Steuer- und
> Synchronbits arbeitet:
> https://www.schoeldgen.de/flash/index.html
>
> Hier liefern 6 Bit des EPROM Bilddaten und 2 sind Controlbits für
> Synchron- und Resetsignal. Nicht ganz so tricky wie bei der
> Statemachine, aber sicher mehr, als du gedacht hast :-P

Ich will Dir doch gar nicht zu nahe treten, aber die Sache ist wie Du 
schon vermutest doch ein bisschen mehr "tricky". Den relevanten 
Unterschied macht die Rückkopplung der Adressen über ein Latch und dafür 
braucht man dann den Takt.
Dein Videoplayer ist für Einen der in den 80ern die CRT Monitor 
Steuerung für seinen Z80 selbst konstruiert hat nicht überraschend, da 
funktioniert exakt genauso, wenn auch nicht Pixelweise, ist aber ein 
simpler sequentieller und periodischer Ablauf.

Gruß,

Holm

von Holm T. (Gast)


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Alex G. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> Du meinst Wissen um die grundsätzliche Funktion von Computern ist heute
>> zu Tage schon als gefährlich mit Tendenz zum Terrorismus einzustufen?
> Nee, aber es ist so unnötig wie kutschierte Brickets, das an einem
> 1biter zu lernen was auch an üblichem Mikrocontrolern geht ;)
>
> Würde sagen wer die 8bitter beherrscht, könnte wenn es drauf ankommt,
> auch diese 1 bit Version aufbauen.

Wer sie "beherrscht" evtl...ok. Weißt Du aber deswegen wie sie intern 
funktionieren? Wie das Zusammenspiel der ALU, der Register und des 
Befehlsdekoders mit dem Bus System arbeitet? Meiner Erfahrung nach gibt 
es da kaum Jemanden der das heute noch weiß und ich halte Wissen nicht 
direkt für schädlich.
Ich ahne aber schon das Sowas in der Art kommt wie "das zu wissen ist so 
wichtig wie zu wissen wie man Briketts kutschiert.." Kannst Du bringen 
ja,
aber zumindest in meinen Augen definiert Dich das dann weder als 
sonderlich schlau noch als cool.

Gruß,

Holm

von Computer (Gast)


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Wo Computer drauf steht ist auch Computer drin.

Das Teil ist mehr oder weniger eine einfache Zustandsmaschine.

Einige Eingänge, einige Ausgänge, eine festgelegte Folge von Zuständen, 
die von den Eingängen abhängen.

Wie damit die Funktion eines Computers erlernt werden kann ist mir 
schleierhaft.

Der im Artikel erwähnte MC14500 hat eine Struktur, die den Aufbau eines 
Computers (hier mit Harward-Architektur) erklären kann.

Euer Computer

von Holm T. (Gast)


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Computer schrieb:
> Wo Computer drauf steht ist auch Computer drin.
>
> Das Teil ist mehr oder weniger eine einfache Zustandsmaschine.
>
> Einige Eingänge, einige Ausgänge, eine festgelegte Folge von Zuständen,
> die von den Eingängen abhängen.
>
> Wie damit die Funktion eines Computers erlernt werden kann ist mir
> schleierhaft.
>
> Der im Artikel erwähnte MC14500 hat eine Struktur, die den Aufbau eines
> Computers (hier mit Harward-Architektur) erklären kann.
>
> Euer Computer

..Troll...
Bitte nicht füttern.

Gruß,

Holm

von Rainer (Gast)


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>http://laughtonelectronics.com/Arcana/One-bit%20computer/One-bit%20computer.html

Leider habe ich nirgends den Befehlssatz gesehen. Aber mal folgendes 
Programm zusammen:

1. out5, if pin 1 goto 3
2. out4, if pin 2 goto 1
3. out3, if pin 4 goto 2

Das ganze ist eine Zustandsmaschine ( Moore oder Mealy? 
https://de.wikipedia.org/wiki/Mealy-Automat )
Es gibt keinen PC. Die Maschine wechselt den Zustand erst, wenn die 
Pin-Abfrage "True" ergibt.

von Holm T. (Gast)


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jeder Schritt hat 2 Sprungadressen für den Befehl, eine für den true und 
eine für den false Zweig, das beschreibt der Autor im Text.

Gruß,
Holm

von S. R. (svenska)


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Rainer schrieb:
> Das ganze ist eine Zustandsmaschine

Jeder Prozessor ist eine Zustandsmaschine.

von Hans-Georg L. (h-g-l)


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Erinnert mich an die alten Zeiten ...
Wir waren 2 Mann Truppe und haben solche Automaten für Störmeldungen in 
der Gebäudeleittechnik entwickelt und gebaut. Das war ein mehr stufiger 
Automat stellenweise auch mit Zählern. Eingang war ein Bit Störung und 
die Adresse der Störung und Augang war ein Mini Nadeldrucker mir einem 
rot/schwarzen Farbband, der Klartext und Uhrzeit in 2 Farben gedruckt 
hat. Kommende Störungen wurden rot gedruckt und gehende schwarz. Mitte 
der 70er gabs noch keine PCs und die 1702 und später 2716 mussten von 
Hand gefüttert werden. Dabei habe ich als Anfänger sehr, sehr viel 
gelernt.
Ein anderer Automat tut hier noch seinen Dienst, er steuert meinen 
HP5345A Zähler.

von Mirko (Gast)


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"write only memory". Schon klar. Alter Hut aus den 80ern. :-)

von Georg A. (georga)


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Jetzt noch die absoluten Sprungadressen durch relative Sprünge um +-1 
ersetzen und man kommt der Turingmaschine schon recht nahe. Aber auch so 
wird die Programmierung recht ähnlich sein ;)

von Holm T. (Gast)


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Georg A. schrieb:
> Jetzt noch die absoluten Sprungadressen durch relative Sprünge um +-1
> ersetzen und man kommt der Turingmaschine schon recht nahe. Aber auch so
> wird die Programmierung recht ähnlich sein ;)

Erhöht aber den Aufwand um genau die Adreßberechnung oder zumindest 
einen Counter. Dann kann man auch eine RALU ranknüppern :-)

Gruß,

Holm

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