Hallo, aus aktuellem Anlaß: Kann man eigentlich auch RWE-freien Strom beziehen und wenn ja - wie? Viele Grüße
Insel-PV-Anlage. Es gibt aber auch in irgendwelchen Feng-Shui-Läden völlig überteuerte und nicht funktionsfähige RWE-Filter.
Ich dachte eher an einen Stromanbieter-Wechsel. So eine Art Ökostrom garantiert ohne RWE-Strom (zumindest formal).
Daniel C. schrieb: > Kann man eigentlich auch RWE-freien Strom beziehen und wenn ja - wie? Du kannst mit einem Stromanbieter deiner Wahl einen Vertrag anschließen. Zum Beispiel EnBW. Die bieten 100% Öko-Strom an. "Woher kommt der EnBW Ökostrom?" "Der Ökostrom der EnBW besteht zu 100 % aus erneuerbaren Energien. Gewonnen wird der Strom aus überwiegend regionalen und EnBW eigenen Wasserkraftwerken in Süddeutschland." Da EnBW natürlich keine Stromleitung bis zu dir ins Haus legt, haben sie einen Durchleitungs-Vertrag mit RWE, und RWE ist der Eigentümer der Stromleitungen die bis zu deinen Hausanschluss gehen. Jetzt wirds spitzfindig: EnBW mag zwar "für dich" in ihren eigenen Wasserkraftwerken "deinen" Strom produzieren, allerdings fliesst der halt in den gesamten Netzverbund hinein. Rein technisch wird da sicherlich kein "großer" Lastausgleich zwischen Süddeutschland und dem Rheinland statt finden. Also wird de facto RWE ein paar (Braunkohle) Briketts in den Ofen werfen, deinen Strom erzeugen, und gibt dafür EnBW ein bischen Geld. Unterm Strich haben alle "gewonnen": :: Du freust dich das du nun grünen Strom gekauft und RWE eins ausgewischt hast. :: EnBW bekommt dein Geld und freut sich, das es Umsatz gemacht hat. EnBW gibt dann ein (großen) Teil davon weiter an RWE :: RWE freut sich, das es Strom produzieren und Kohlen verfeuern konnte, und etwas Umsatz gemacht hat.
Na dann geh zu einem der entsprechenden Portale und klicke da 100% Ökostrom an...
Mal schauen ob EnBW auch 100% Atomstrom hat und ob man da dann auch EEG-Umlage zahlen muss :D
Wegstaben V. schrieb: > Da EnBW natürlich keine Stromleitung bis zu dir ins Haus legt, haben sie > einen Durchleitungs-Vertrag mit RWE, und RWE ist der Eigentümer der > Stromleitungen die bis zu deinen Hausanschluss gehen. Seit der Entflechtung von Erzeugung und Durchleitung gehören die Übertragungsnetze nicht mehr RWE, sondern Amprion, von dem RWE 25,1% hält. Eigentümer der Leitung zum Haus könnte sonstwer sein, evtl Stadtwerke.
Sven L. schrieb: > Mal schauen ob EnBW auch 100% Atomstrom hat Das hätte was, da knapp die Hälfte von EnBW Eigentum von Baden-Württemberg ist, mit einer mehrheitlich grünen Regierung.
Hallo Daniel, das mit dem Strom ist so eine Sache: Aller erzeugter Strom fleißt in einen Stromsee. Dann fließt aus vielen kleinen Leitungsanschlüssen der Strom aus dem See zu den Verbrauchern. Das ist eine bildliche Darstellung! Die Einzigen, die nicht den Strom aus diesem Stromsee beziehen, ist die Deutsche Bahn. Die hat ihren eigenen Stromsee. Allerdings gibt es zwischen beiden Stromseen auch Pumpen und Wasseraustausch, manchmal, vielleicht, irgendwie. Gruß Bernd
A. K. schrieb: > Baden-Württemberg ist, mit einer mehrheitlich grünen Regierung. Ach komm schon, der alte Diesel-Winni und der Tübinger Babo BoPa sind ja wohl eher Retroschwarze mit grüner Fassade ;) Aber natürlich gibts auch Anbieter für bewährte Technologie :-x https://enermy.de/produkte/strom/kernstrom/
Evtl. bei diesem Hersteller anfragen, ob er von RWE die spezielle Tachyonensignatur erfragen und sein Gerät entsprechen anpassen kann. http://www.nucleostop.de/Technik/technik.html -- Achtung Ironie --
Vielleicht schaffen's die Hacker ja irgendwann in die SCADA-Systeme der RWE-Kraftwerke. Dann wird der Strom zusehens RWE-frei.
Sven L. schrieb: > Na dann geh zu einem der entsprechenden Portale und klicke da 100% > Ökostrom an... Gerechterweise würde dann bei Dir der Strom ausfallen wenn die Erneuerbaren gerade weder Wind noch Sonne zur Verfügung haben. Ungerechterweiser versorgt Dich dann z.B. RWE aus Braunkohle, Erdgas und Atomkraft, während Du noch im Hambacher Forst einen auf 'Ich rette die Welt' machst. Was die Welt retten würde, wäre mal den eigenen Konsum drastisch zu reduzieren. Statt dessen elektrifizierte SUV Stadtpanzer, geladen aus Braunkohle und Atom, 2 Flugreisen im Jahr an Ferne Strände, Kiwis aus Neuseeland etc.pp. Atomkraft = Sofort abschalten Braunkohle = Sofort abschalten Geothermie = Lieber nicht, so oft wie das schon schiefgegangen ist Pumpspeicherkraftwerke = Nein, in dem Gebiet lebt eine seltene und schützenswerte Schimmelpilzart Heizen mit Holz = Oh nein, der Feinstaub und ist auch so unpraktisch Höhere Strompreise für Netzausbau = Auf keinen Fall HGÜ-Leitung oder Windkraft hinterm Haus = Not In My BackYard, da verzögere ich das doch gerne Jahrelang durch Klageerhebung. Okay, dann nur noch Strom für Euch wenn genug erneuerbarer im regionalen Netzabschnitt ist. Arbeit für Euch nur noch in Branchen die nicht auf günstigen Strom angewiesen sind. Macht mal lieber Jagt auf all die kleinen privaten Häuslebauer die Ausbau und Verteilung der Erneuerbaren so leidenschaftlich blockieren. Fahrt mit dem Fahrad, investiert in Blockheizkraftwerke, Solar, Speichertechnik etc. statt diese jämmerliche Gewissensberuhigung mit Tesla zur Ökodemo zu fahren und Bio Erdbeeren aus China zu kaufen. Schön mal das Fressen was gerade in der Region wächst, im Winter dann Erbsensuppe und Sauerkraut. Das ganze hübsche Grünzeug ist nämlich mit dem Flieger gekommen oder unter Kunstlicht gewachsen der zu 100% Ökostromfrei ist. Diese hirnlose Selbstbeweihräucherung das man ja der einzige ist der sich um den Planeten kümmert, wärend man mit dem ökologischen Fussabdruck einer afrikanischen Kleinstadt durchs Leben trampelt geht mir sowas von auf den Keks ...
Lieber TO, ich hoffe du fährst kein Auto - Wenn Du jetzt RWE boykottierst, gehst Du nämlich sicherlich auch schon viele Jahre anderen Unternehmen wie Shell, BP oder ARAL aus dem Weg? Evt. Wäre ein Fahrrad etwas für Dich? - denke aber bitte daran, dass die ganzen Metallteile irgendwo in China galvanisch veredelt wurden, aber China ist ja weit weg ;) (Wobei man hier durchaus die Möglichkeit hätte, seinen Unmut an BASF auszulassen...) Oder um es kurz zu machen: Der Hambacher Forst in ein FURZ gegen all die ganzen anderen Umweltsünden, die wir in unserem Luxusleben nicht entbehren können. folglich ist Deine Ambition eher politisch motiviert und Politikthreads werden hier (eigentlich) immer gelöscht??? Nachtrag: GoTo: Google_Maps. Insert: "Hambacher Forst". Es geht um das kleine Waldstück südöstlich des Tagebaus. Nordwestlich des Tagebaus forstet RWE den ganzen Wald wieder auf - seit Jahren!
Michael K. schrieb: > 2 Flugreisen im Jahr an Ferne Strände Solange eine Woche Flugreise ins Warme günstiger ist als eine Ferienwohnung an der Nordsee, fliege ich weiter.
Jeffrey L. schrieb: > Lieber TO, ich hoffe du fährst kein Auto - Wenn Du jetzt RWE > boykottierst, gehst Du nämlich sicherlich auch schon viele Jahre anderen > Unternehmen wie Shell, BP oder ARAL aus dem Weg? Ich frage mich bei solchen Boykottlern immer, ob am Ende überhaupt noch ein Unternehmen übrig bleibt. Wenn die schließlich nur noch regional bei Kleinstbetrieben konsumieren, dann kann es nicht mehr lange dauern wie dort die Boykotte auch anfangen weil Bauer Gruber ideologisch falsch seine Gülle ausbringt.
Cyblord -. schrieb: > weil Bauer Gruber ideologisch falsch seine Gülle ausbringt. Etwa so? https://www.br.de/mediathek/video/scherz-oder-straftat-bauer-odelt-hakenkreuz-aufs-feld-av:5ba41a7d52a57a001852ca21
Baldrian D. schrieb: > Solange eine Woche Flugreise ins Warme günstiger ist als eine > Ferienwohnung an der Nordsee, fliege ich weiter. Dank steuerfreiem Flugbenzin, Lohndumping, nicht existenten Umweltstandards im Zielland und Ländern die lieber nicht fragen, aus welchen zweifelhaften Quellen die Millionen kommen, die da über die Hotelanlagen gewaschen werden, wird das auch noch lange so bleiben. Ein ehrliches Konsumschwein, das die Annehmlichkeiten unserer modernen Welt in vollen Zügen geniesst, ist mir lieber als diese selbstgefälligen Eso-Bratzen die gerade ihre ayurveda Seelenwäsche in Indien absolviert haben und mir Vorträge über 'eins mit der Natur' halten wollen, nachdem sie eine Tonne Kerosin verblasen und mangels Kläranlagen in die Trinkwasserversorgung der Inder geschissen haben. Mal mit der Bahn an die Ostsee, statt in Übersee am Tofu Fleischimitat zu Nagen und Zuhause große Reden zu schwingen. Das würde doch mal was bringen für die Umwelt.
Michael K. schrieb: > Ein ehrliches Konsumschwein, das die Annehmlichkeiten unserer modernen > Welt in vollen Zügen geniesst, ist mir lieber als diese selbstgefälligen > Eso-Bratzen die gerade ihre ayurveda Seelenwäsche in Indien absolviert > haben und mir Vorträge über 'eins mit der Natur' halten wollen, nachdem > sie eine Tonne Kerosin verblasen und mangels Kläranlagen in die > Trinkwasserversorgung der Inder geschissen haben. +1 für die lebendige bildhafte Sprache
Meint ihr nicht, das es etwas shizophren ist, von dem pösen CO2 zu schwadronieren und dann einen Wald abzuholzen um faule Erde verfeuern zu können?
Fra N. schrieb: > Meint ihr nicht, das es etwas shizophren ist, von dem pösen CO2 zu > schwadronieren und dann einen Wald abzuholzen um faule Erde verfeuern zu > können? Nicht wenn man Strom haben möchte.
Fra N. schrieb: > Meint ihr nicht, das es etwas shizophren ist, von dem pösen CO2 zu > schwadronieren und dann einen Wald abzuholzen um faule Erde verfeuern zu > können? Du möchtest also erneuerbare Energie? Toll, Holz ist erneuerbar. Wald kann man abholzen, verfeuern, aufforsten, abholzen, verfeuern und das immer und immer wieder. RWE forstet auf was sie abholzen, aber das interessiert euch uninformierte Bande in Eurer selbstgerechten Empörung ja garnicht. Was kümmert Euch wie der tägliche Energiebedarf einer hochtechnisierten Welt gedeckt werden kann? Geh in den Kongo und leb in einer Erdhütte wenn Du den Planeten retten willst. Dein Luxus ist nämlich das Problem. RWE hat nur die Aufgabe irgendwie täglich den Strom zusammenzukratzen den Du verbrauchst. Klar, Dein Strom kommt aus der Steckdose, DU brauchst keine Braunkohle dafür. Oh man, wenn Leute wie Du die Welt retten sollen sehe ich verdammt schwarz für diesen Planeten.
A. K. schrieb: > Sven L. schrieb: >> Mal schauen ob EnBW auch 100% Atomstrom hat > > Das hätte was, da knapp die Hälfte von EnBW Eigentum von > Baden-Württemberg ist, mit einer mehrheitlich grünen Regierung. Glaubst du das? Es waren doch die Grünen zusammen mit der SPD, die die Abholzung durch gewunken haben für ein paar schöne Ministerpöstchen. Nur um sich jetzt in den Wald zu stellen und RWE den schwarzen Peter zuzuschieben, die im Gegensatz zu den Grünen aber den Rest wieder aufforsten. mfg
Michael K. schrieb: > in Eurer selbstgerechten Empörung Nein, nein. Mir ist schon klar wo der Strom herkommt. Es werden aber die kleinen Leute drangsaliert und beschwichtigt (darf im Garten keine Bäume fällen oder muss schärfste Abgaswerte bei Ofenfeuerung einhalten), die großen können aber aus dem Vollen schöpfen und füllen sich die Taschen (VW, RWE usw.). Ich bedaure sie nicht das sie den Strom "zusammenkratzen" müssen.
Fra N. schrieb: > Es werden aber die kleinen Leute drangsaliert und beschwichtigt (darf im > Garten keine Bäume fällen oder muss schärfste Abgaswerte bei > Ofenfeuerung einhalten) Weil ja RWE keinerlei Auflagen erfüllen muss und keine ewig langen Genehmigungsprozesse durchlaufen musste? Ja? Das denkst du? Inklusive der enormen Aufforstung die RWE leisten muss und auch bereits durchführt. Außerdem, was wird an einer Aktion besser oder schlechter nur weil jemand anders das auch darf oder auch nicht darf? Das ist typisches Stammtischgebrabbel.
Cyblord -. schrieb: > Weil ja RWE keinerlei Auflagen erfüllen muss und keine ewig langen > Genehmigungsprozesse durchlaufen musste? Ja? Das denkst du? Ich hoffe mal, daß gewisse Auflagen durchgesetzt werden. Cyblord -. schrieb: > nur weil > jemand anders das auch darf oder auch nicht darf? Also, VW-Manager dürfen betrügen, ich nicht. Cyblord -. schrieb: > typisches Stammtischgebrabbel. Und - die Steuererklärung kann ich bald auf einem Bierdeckel einreichen. Du siehst, alles in Butter.
Michael K. schrieb: > Atomkraft = Sofort abschalten > Braunkohle = Sofort abschalten > Geothermie = Lieber nicht, so oft wie das schon schiefgegangen ist > Pumpspeicherkraftwerke = Nein, in dem Gebiet lebt eine seltene und > schützenswerte Schimmelpilzart > Heizen mit Holz = Oh nein, der Feinstaub und ist auch so unpraktisch > Höhere Strompreise für Netzausbau = Auf keinen Fall > HGÜ-Leitung oder Windkraft hinterm Haus = Not In My BackYard, da > verzögere ich das doch gerne Jahrelang durch Klageerhebung. Du hast die Windkraftanlagen vergessen. Denn die verschandeln ja so sehr die Landschaft...
Cyblord -. schrieb: > quod licet iovi non licet bovi Um es mal für alle zu übersetzen: Was der Höhergestellte darf, kommt dem niedriger Stehenden nicht zu. Ja, so sieht's aus..
... oder noch einfacher... "Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen"...
Felix F. schrieb: >>> Mal schauen ob EnBW auch 100% Atomstrom hat >> >> Das hätte was, da knapp die Hälfte von EnBW Eigentum von >> Baden-Württemberg ist, mit einer mehrheitlich grünen Regierung. > > Glaubst du das? Was? Die Eigentumsverhältnisse sind bekannt.
Fra N. schrieb: >> quod licet iovi non licet bovi > > Was der Höhergestellte darf, kommt dem niedriger Stehenden nicht zu. Wobei das schon eine doppelt übertragene Fassung ist. Also die für jene, die sich nicht gerne ein Rindvieh nennen lassen. ;-)
Michael K. schrieb: > Gerechterweise würde dann bei Dir der Strom ausfallen wenn die > Erneuerbaren gerade weder Wind noch Sonne zur Verfügung haben. [...] Ja Michael so ist es und Dir kann ich da nur zustimmen. Egal was die Energiewirtschaft macht, es wird gemeckert. Mir hat mal einer, der Freileitungen für Niederspannung gebaut hat erzählt von einem Dorf, wo gegen Mittag mal für eine halbe Stunde der Strom wegen dringender Wartungsarbeiten unplanmäßig abgestellt werden musste. Kein Problem für alle Bewohner des Dorfes, nur das letzte Haus mit den "Alzternativen" hat sich aufgespielt, als würde man den Strom dauerhaft abschalten. Der Abschaltwahn der Bundesregierung was nunkleare und fossile Stromerzeugung angeht ist ungebremst, meiner Meinung nach, hat man für die Grundlastversorgung noch gar keine richtige Alternative und dann kommt noch E-Mobilität erschwerend dazu... Klar man importiert den Atomstrom aus dem Ausland, dann ist es den ihr Problem und wir sind sauber. Die bösen Wolken machen ja an der Bundesgrenze halt ;)
Sven L. schrieb: > Klar man importiert den Atomstrom aus dem Ausland, Bisher nicht wirklich. Und aus Belgien demnächst erst recht nicht, mit ihren rissigen und bröckelnden Altbauten. > Die bösen Wolken machen ja an der Bundesgrenze halt ;) Anno Tschernobyl taten sie es tatsächlich, aber sie konnten nur schlecht Karten lesen und verwechselten sie leider mit der französischen.
Das müssten RWE-frei-Gütesiegel sein, oder? (1. Bild im Anhang) ZDF WISO hat dazu vor 5 Tagen einen Beitrag gebracht, in dem in 3 Minuten erklärt wird, worauf zu achten ist: https://www.zdf.de/verbraucher/wiso/gruener-strom-100.html und dazu #sogehts https://www.zdf.de/verbraucher/wiso/sogehts-stromanbieter-wechseln-100.html Das Problem sei, dass "Ökostrom" kein geschützter Begriff ist. Jeder Anbieter kann seinen Strom Ökostrom nennen, egal wie nachhaltig er prodiziert und wirtschaftet. Gute Siegel die nicht jeden Mist durchwinken seien "Grüner Strom" und "OK Power" (siehe Anhang). Die Bedingung für die Siegel "Keine Kohle oder Kernkraft" heißt ja laut dem Beitrag, dass der Anbieter keine Anteile an solchen Produzenten besitzen darf. Das müsste dann ja auch für RWE-Anteile gelten (was deine eigentliche Frage betrifft). Also sollten das quasi RWE-frei-Siegel sein, oder verstehe ich das falsch? Daumen hoch für den Thread!
Emil G. schrieb: > Die Bedingung für die Siegel "Keine Kohle oder Kernkraft" heißt ja laut > dem Beitrag, dass der Anbieter keine Anteile an solchen Produzenten > besitzen darf. Eine Firma, die Strom nur handelt, nicht aber selbst herstellt, erfüllt dieses Kriterium ebenfalls.
Wegstaben V. schrieb: > Da EnBW natürlich keine Stromleitung bis zu dir ins Haus legt, haben sie > einen Durchleitungs-Vertrag mit RWE, und RWE ist der Eigentümer der > Stromleitungen die bis zu deinen Hausanschluss gehen. stimmt nicht ganz Eigentümer der Stromnetze ist i.d.R. der jeweilige Stromnetzbetreiber, in NRW/RP ist das großteils Amprion als Übertragungsnetzbetreiber bzw. das örtliche Stadtwerk/Gemeindewerk bzw. deren Netztöchter als Verteilnetzbetreiber Insofern kommt es immer auf den Eigentümer des Netzbetreibers an. "Haupteigentümer [74,9%] der Amprion ist seit 2011 der Infrastrukturfonds der Commerz Real;" [WIKI]
Baldrian D. schrieb: > Michael K. schrieb: >> 2 Flugreisen im Jahr an Ferne Strände > > Solange eine Woche Flugreise ins Warme günstiger ist als eine > Ferienwohnung an der Nordsee, fliege ich weiter. Michael K. schrieb: > Dank steuerfreiem Flugbenzin, Lohndumping, nicht existenten > Umweltstandards im Zielland und Ländern die lieber nicht fragen, aus > welchen zweifelhaften Quellen die Millionen kommen, die da über die > Hotelanlagen gewaschen werden, wird das auch noch lange so bleiben. Dann wird ein Wechsel des Stromanbieters erst einmal nichts nützen.
A. K. schrieb: > Emil G. schrieb: >> Die Bedingung für die Siegel "Keine Kohle oder Kernkraft" heißt ja laut >> dem Beitrag, dass der Anbieter keine Anteile an solchen Produzenten >> besitzen darf. > > Eine Firma, die Strom nur handelt, nicht aber selbst herstellt, erfüllt > dieses Kriterium ebenfalls. Ok, das mit den Anteilen, aber "Keine Kohle und Kernkraft" wird ja auch (oder gerade eben auch) das Verkaufen von socher Energie ausschließen. Das mit den Beteiligungen ist ganz bestimmt nur ein Zusatz, falls Anbieter nachhaltigen Strom verkaufen aber auch gegenteilige Anteile besitzen.
Michael M. schrieb: > Dann wird ein Wechsel des Stromanbieters erst einmal nichts nützen. Echt, ich dachte immer das spontan eine Windkraftanlage auf dem nächsten Hügel wächst wenn jemand einen Grün-Strom Vertrag abschliesst. Natürlich bringt das nix! Grüner Strom ist das nur rechnerisch. Im Jahresmittel habe ich nur grünen Strom bekommen. Bei Wind und Sonnenflaute zu 100% Atom und Kohle, dafür bekommen konventionelle Verbraucher eben einen fetten Anteil Grünen Strom wenn die Versorgungslage besser ist. Da Erneuerbare abgenommen werden müssen, zu Lasten der Konventionellen Kraftwerke, die nur schlecht regelbar sind, spielt das absolut keine Rolle ob mein Vertrag Grün, Rot oder Violett ist. Wenn die Sonne brennt und der Wind weht, zahlen die Netzbetreiber teilweise schon Geld damit nur irgendjemand den Strom abnimmt bevor die Netze kollabieren. Dieser Öko Strom führt dann dazu das die Strompreise steigen, denn in letzter Konsequenz zahlt alles der Endverbraucher. Alle produzierende Unternehmen legen erhöhte Gestehungskosten auf den Produktpreis um. Die bösen und verachtenswerten konventionellen Kraftwerke müssen unseren Strombedarf decken wenn es kein anderer tut. Die guten und lobenswerten Erneuerbaren scheissen da was drauf. Denen doch egal wenn weder Wind noch Sonne da ist. Ein paar Euro weniger im Sack. dafür können die liefern auf Teufel komm raus und ohne jede Rücksicht auf den Netzbedarf, wenn genug Erneuerbare da sind. Da wir aber auch niemanden dafür bezahlen wollen das er speichert und liefern könnte, sondern nur dann wenn auch wirklich geliefert wird, wird sich an dieser Situation auch so bald nichts ändern. Wer von Euch möchte auf einem stillgelegten Bergwerk sitzen das mit 60bar Luftdruck zu Speicherung aufgeladen wird? Die benötigte Energie in Akkus zu speichern das sie über mehrere Tage / Wochen die gesammte BRD versorgen können, daran glauben nur Kinder die in Physik nicht aufgepasst haben.
Halbwegs wirtschaftlich funktionieren Pumpspeicher, dummerweise haben wir in Deutschland viel zu wenig geeignete Plätze dafür. In Norwegen gibt's große potentielle Kapazitäten, aber wozu sollte Norwegen diese ausbauen - da oben gibt's genug Strom aus Fließwasser-Kraftwerken und eigenes Öl liegt auch noch vor der Küste.
Matthias L. schrieb: > Halbwegs wirtschaftlich funktionieren Pumpspeicher, dummerweise haben > wir in Deutschland viel zu wenig geeignete Plätze dafür. Und dort wo Platz ist, gibts immer irgendein seltenes und wichtigeres Grün- oder Fliegzeug. Denn jeder Nimby will Strom, aber bitte nicht aus dem eigenen Hinterhof. Allerdings scheinen die Pumpspeicher zwar sinnvoll aber noch nicht wirtschaftlich zu sein. Die kosten ja zur Einrichtung viel Geld, es ist aber ziemlich offen, wieviel davon wie schnell wieder reinkommt, solange es auch ohne geht.
A. K. schrieb: > Pumpspeicher zwar sinnvoll aber noch nicht > wirtschaftlich zu sein. Weil wir für die Bereitstellung von Speicherenergie nix bezahlen wollen.
Ist schon 10 Jahre alt, aber ob das heute besser ist? http://www.taz.de/!5188933/ Matthias L. schrieb: > aber wozu sollte Norwegen diese > ausbauen Ohnehin braucht man für norwegischen Ökostrom in Deutschland vielleicht weder Leitungen von Norwegen noch den dortigen Strom, könnte ich mir vorstellen. Es gibt bestimmt viele Norweger, denen die Farbe des Stroms egal ist. Wenn man nun diesen Norwegern deutschen Braunkohlestrom unterjubelt, dann kann man zum Ausgleich in Deutschland den norwegischen Ökostrom verkaufen. Wobei es doch ziemlicher Irrsinn wäre, den Strom dafür extra hin- und herzuschicken. Es reicht doch völlig aus, wenn ein paar Papiere diesen Weg nehmen. Und so bezieht man dann ganz offiziell blitzsauberen grünen Ökostrom aus dem Braunkohlekraftwerk von nebenan.
A. K. schrieb: > Wobei es doch ziemlicher Irrsinn wäre, den Strom > dafür extra hin- und herzuschicken. Was ja auch noch nie jemand gemacht hat. Es waren, sind und werden immer sein, Rechenspiele! Der Strom wird immer dort wo er eingespeist wird auch entnommen und erst bei übermässig vorhandener Energie sehr verlustbehaftet in andere Netzabschnitte weitergeleitet.. Nur auf dem Papier wird er grün, braun, atomar, nachhaltig oder konventionell. Solange niemand ernsthaft vorhat soviel in die Speichertechnologie zu investieren das im Übermaß, nachhaltig produzierter Strom auch ausreichend lange gespeichert werden kann, solange werden wir die konventionellen Kraftwerke brauchen. Das kostet im Endeffekt Geld. Wenn mir also jemand vorrechnet wie wunderbar billig doch der Strom aus Wind und Sonne ist, weil quasi 'umsonst', denke ich nur daran das das nur stimmt solange ich mich einen Dreck um Versorgungssicherheit kümmern muss. Jedes E-Mobil das sich mit 700KWh den Wanst vollschlägt, zu Zeiten in denen ausser Braunkohlestrom kaum was im Netz unterwegs ist, ist das Gegenteil von nachhaltiger Stromwirtschaft. Da fahre ich mit einem alten Euro 4 Diesel aber erheblich umweltschonender durch die Nation.
Michael K. schrieb: > Da fahre ich mit einem alten Euro 4 Diesel aber erheblich > umweltschonender durch die Nation. Bekannter tauscht grad seinen knapp 3 Jahrzehnte alten Baby-Benz gegen einen Stromer. Aber wenn schon grün, dann richtig. Also vom Dach.
Michael K. schrieb: > Solange niemand ernsthaft vorhat soviel in die Speichertechnologie zu > investieren das im Übermaß, nachhaltig produzierter Strom auch > ausreichend lange gespeichert werden kann, solange werden wir die > konventionellen Kraftwerke brauchen. > Das kostet im Endeffekt Geld. So ist es. Der Geburtsfehler, der damals bei Einführung des EEGs gemacht wurde, war, dass nicht genau so Speichertechnologien gefördert und vergütet wurden. Das hätte entsprechende Entwicklungen in Gang gesetzt. Es gibt mit Lageenergiespeichern durchaus interessante Konzepte, zumindest aber mal Ideen, die es wert sind, ausprobiert zu werden. Ein Konzept wird jetzt als Testanlage in Saudiarabien umgesetzt, weil es hier keine Geldgeber gab. Man muss aber halt auch frühzeitig anfangen und nicht erst warten, bis das Problem wirklich vakant ist. Dasselbe gilt für Batteriespeicher. Bisher wird fast ausschließlich auf LiIon-Akkus gesetzt, dabei gibt es richtig gute offene (also sauerstoffatmende) Batteriesysteme mit deutlich höherer Kapazität (und Sicherheit), die sich wie jetzt auch innerhalb von wenigen Minuten "laden" lassen würden. Forschungsetats der Hochschulen in diesen Bereichen? Gleich null. Und zwar seit Jahren. > Jedes E-Mobil das sich mit 700KWh den Wanst vollschlägt, zu Zeiten in > denen ausser Braunkohlestrom kaum was im Netz unterwegs ist, ist das > Gegenteil von nachhaltiger Stromwirtschaft. > Da fahre ich mit einem alten Euro 4 Diesel aber erheblich > umweltschonender durch die Nation. Ja, das ist definitiv ein Problem. Es steht und fällt alles mit preiswerten bzw. hochenergetischen Speichern.
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