Seltsame Bastelei am Stromnetz

Gast #5567114
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Hallo liebes Forum, ich war neulich im 17. Bundesland,
und da habe ich an einer Straße so Basteleien wie diese gesehen. Ich 
habe nun keine Ahnung für welche Ströme und für welche Spannung das 
ausgelegt ist und ob es Drehstrom ist...  Nun erlaube ich mir euch damit 
zu belästigen und hoffe auf Aufklärung...
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#5567130
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Der Peter schrieb:
> Hallo liebes Forum, ich war neulich im 17. Bundesland,
> und da habe ich an einer Straße so Basteleien wie diese gesehen. Ich
> habe nun keine Ahnung für welche Ströme und für welche Spannung das
> ausgelegt ist und ob es Drehstrom ist...  Nun erlaube ich mir euch damit
> zu belästigen und hoffe auf Aufklärung...

Freileitung, d.h. Stromkabel vom lokalen VNB so aufgebaut..

>  Das sind Telefonkabel.

Nope.
Gast #5567293
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Moin, so ganz abwegig ist diese Anschlussmethode nicht. Ich habe in 
Blumenau (Brasilien) das Haus eines Freundes installiert und am Tag der 
Inbetriebnahme  kam der zuständige Mitarbeiter des Energieversorgers mit 
einem Pick Up auf dem eine Stehleiter montiert war, stieg diese an dem 
Holzmast hinauf und wickelte, nur durch ellbogenlange Gummihandschuhe 
geschützt, die Anschlussdrähte um die blanke Versorgungsleitung. Der 
Grusel legte sich erst als ich die Durchlauferhitzerduschköpfe sah. 
Schlimmer geht nimmer.
Gruß, Bernd
(Firma: Funkenflug Industries) #5567307
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Naja sowas ähnliches haben sie hier im 110kV/10kV Umspannwerk gemacht. 
Die Gegend hier soll soweit ich weiß auf 20kV Erdkabel umgestellt werden 
und dafür bauen sie das 110kV Umspannwerk neu.

Also haben sie einen dritten Trafo einfach auf die Wiese gestellt, drei 
dicke Kabel an die 110kV-Freileitung des alten UW "drangeknippert", 
etwas Bauzaun drum herum und nun brummt das Ding da vor sich hin.
Gast #5567309
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Jetzt ist G. schrieb:
> Der Bezueger

Was ist denn ein Bezueger?

Also ich sehe hier keine grossen Besonderheiten, sieht alles ziemlich in 
Ordnung aus, bis auf die gekappte Erdung des Stahlseils.

Ich sehe: Ein Stahlseil als Trägerseil, um welches drei Stromkabel 
geschlungen sind.
Das Stahlseil ist am Mast unterbrochen und mit Spannern versehen. 
Gleichzeitig sind die Enden des Stahlseils mit einer Schlaufe und einem 
Erdunkskabel vercrimpt, wobei die von den Crimpblöcken kommenden 
Erdungskabel aber in der Luft hängen.

Die drei Stromkabel wickeln sich unverletzt um das Stahl-Trägerseil.
Also alles im grünen Bereich, bis auf die floatende Erdung des 
Trägerkabels.

Ich könnte mir vorstellen, dass das Erdungskabel oben durchverbunden ist 
und man deshalb auf eine nochmalige Erdung am Mast verzichtet hat.

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