Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Praxissemester & potentieller Einstieg beim OEM danach


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von Max M. (maxmicr)


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Guten Abend,

ich absolviere gerade ein Praxissemester im Bereich Softwareentwicklung 
für mein Info-Studium bei einem großen Auto-OEM.
In der Abteilung, in der ich aktuell arbeite, haben 95% keine Ahnung von 
Informatik oder Softwareentwicklung. Das ist natürlich grundsätzlich 
nicht schlimm, allerdings hatte ich mir erhofft, mich fachlich etwas 
weiterbilden zu können. Neben mir als Praktikanten gibt es nur einen 
fest angestellten Informatiker, der natürlich selbst mit Projekten 
zugedeckt ist und mir daher nicht viel in Sachen guten Code schreiben / 
Testing etc. weiterhelfen kann.

Grundsätzlich wird Software abteilungsintern eher nach dem Motto 
"hauptsache es funktioniert und ist schnell fertig" entwickelt.
Das Ganze habe ich in meiner vorherigen, dreijährigen Berufsausbildung 
zu genüge erlebt. Konkret heißt das, ich lerne 
Softwareentwicklungs-technisch aktuell nichts mehr dazu.
Mir hat man nun mehrmals angeboten, eine Abschlussarbeit in dieser 
Abteilung anschließend zum Praktikum zu schreiben.

Einerseits hätte ich damit die potentielle Möglichkeit, mich während der 
Bachelor- / Masterarbeit auf interne Stellen zu bewerben und so ggf. 
direkt nach dem Studium einen halbwegs sicheren & bequemen Arbeitsplatz 
zu haben.

Allerdings denke ich mir, wenn mir während dem Praktikum schon die 
Herausforderungen fehlen (interessante Themen gibt es grundsätzlich), 
wie wird das dann erst bei einer Festanstellung mit mehr Terminen & 
Projektmanagement mit externen Dienstleistern?

Aktuell bin ich hin- und hergerissen zwischen einem Top-Arbeitsplatz 
(der allerdings nicht sicher ist, nur die Chance auf eine Festanstellung 
steigt - denke ich mal) mit aktuell geringer, fachlicher Weiterbildung 
und nach einer "echten" Softwarefirma, bei der es dann 
höchstwahrscheinlich nicht so angenehm abläuft und das Gehalt auch 
niedriger ausfällt. Dafür winken bei letzterem interessante und 
anspruchsvolle Themen sowie professionelle Entwicklung (hoffe ich).

Grundsätzlich habe ich keine Abschlussfrage sondern bin eher auf der 
Suche nach sinnvollen Ratschlägen bzw. Erfahrungsberichten von 
ehemaligen Studenten, die ähnliches erlebt haben.

von Friedrich S. (fujitora)


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Guten Abend,

das Gefühl kenne ich zu gut. Ich habe mich genauso gefühlt.

Die Abschlussarbeit bei einem großen Konzern zu machen, bringt enorm 
viel. Du wirst eher zum VG eingeladen, als Studenten, die ihre 
Abschlussarbeit in der Uni oder in einer Klitsche gemacht haben.

Der Job beim OEM ist ganz anders, was man sich als Student vorgestellt 
hat. Dieser besteht eher aus Excel-Tabellen, Telefonate und 
E-Mail-Verkehr. Wenn du eher entwickeln willst, musst du zu einem Tier 1 
Zulieferer. Später, wenn du Familie gründest und etwas "ausgelaugt" vom 
entwickeln bist, kannst du immer noch zum OEM.

Ich würde dir empfehlen, die AA beim OEM zu machen und einige Monate vor 
der Abgabe dann auf alle Tier 1 Zuliferer Stellen bewerben. Wenn das 
nicht klappt, musst du wohl oder übel zum Dienstleister, der die Zulis 
beliefert. Oder du versuchst, bei deinem OEM unterzukommen. Allerdings 
denke ich nicht, dass dich dein OEM nach der AA einstellt. Ich kenne 
keinen Studi, der jemals nach der AA eingestellt wurde. Nur duale 
Studenten werden eingestellt.

Die OEMs picken die besten der ANÜs raus oder stellen einen komplett 
Externen mit 10 Jahren BE ein.

Ich wünsche dir viel Erfolg.

Beitrag #5568966 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Qwertz (Gast)


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Friedrich S. schrieb:
> Später, wenn du Familie gründest und etwas "ausgelaugt" vom entwickeln
> bist, kannst du immer noch zum OEM.

Es kann aber gut sein, dass es dann zu spät ist, und er nicht mehr 
genommen wird. Im Konzern fängt man am besten schon in jungen Jahren an. 
Ob mit oder ohne Familie spielt dafür keine Rolle.

von Le X. (lex_91)


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Qwertz schrieb:
> Im Konzern fängt man am besten schon in jungen Jahren an.
> Ob mit oder ohne Familie spielt dafür keine Rolle.

Konzern != OEM.
Das Gros der Tier1 und der Dienstleister sind ebenfalls Konzerne.

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