Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Was soll ich über Timer denken?


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von Akkusammler (Gast)


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Ich verlinke das hier und versuche das zu lesen und zu verstehen 
https://www.mikrocontroller.net/articles/AVR-GCC-Tutorial/Die_Timer_und_Z%C3%A4hler_des_AVR

doch erst mal kapiere ich gar nichts, weil immer alles so kompliziert 
ist.

Warum wird hier von "Overflow" gesprochen wenn der Zähler wieder auf 0 
zurückgesetzt wird ???
Ich zitiere:
"Zählerstand mit dieser Bitbreite nicht mehr darstellbar ist und der 
Zähler wieder auf 0 zurückgesetzt wird"

Dann spricht man doch einfach von Zeitzyklus. Da wird nichts überflutet 
oder überlaufen, sondern zurückgesetzt oder zählen da tatsächlich 
unsichtbare Bits mit ???

Weitere Frage: Warum behandelt die Timer noch mit diesen komischen 
Flagsbuchstaben wie OCR1A, TCCR1A, CS11? Aus der PC-Programmierung kenne 
ich das irgendwie anders. Kommt das noch aus der alten Assemblersprache?


Abgesehen davon dass ich den Sinn von Vorteilern noch nicht begriffen 
habe, sind die Vorteiler festdefiniert und warum gibt es keine 512, 
sondern nur 256 und der nächste 1024 ?

von Wolfgang (Gast)


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Akkusammler schrieb:
> Warum wird hier von "Overflow" gesprochen wenn der Zähler wieder auf 0
> zurückgesetzt wird ???
> Ich zitiere:
> "Zählerstand mit dieser Bitbreite nicht mehr darstellbar ist und der
> Zähler wieder auf 0 zurückgesetzt wird"

Das ist einfach unglücklich formuliert. Der Zähler wird nicht explizit 
auf 0 zurückgesetzt, sondern läuft einfach weiter. Nach Zählerstand 
11111111b kommt 100000000b und weil ein 8-Bit Zähler nicht über 9 Bit 
verfügt, landet er folglich bei 00000000b, i.e. zählt von dezimal 255 
weiter nach 0.

von Bastian W. (jackfrost)


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Hi,

Diese „Flagsbuchstaben“ sind Bezeichnungen in Bestimmter Bits in dem 
Timerregister. OCR1A kannst du auch auf dem Bild im Datenblatt der Pins 
finden, damit weißt du an welchem Pin die PWM dann anliegt. Auch bei der 
Beschreibung der Bits im Timerregister findest dürfte Bezeichnungen 
wieder.

Zudem sind die Register und Bits in der Headerdatei auch so definiert. 
Wenn du nun das OCR1A Bit im entsprechend Register setzten willst musst 
du nur (1<< OCA1R) zuweisen.

All diese Bezeichnungen sind aus dem Datenblatt des entsprechenden uC.

Mit dem Vorteiler kannst die Frequenz mit der der Timer läuft anpassen. 
Wenn der uC mit 20 MHz läuft würde der Überlauf bei 8 Bit alle 12,8 uS 
kommen bzw. die PWM mit 78,125 kHz laufen. Mit dem Vorteiler kannst du 
die Frequenz verändern.

Die Vorteiler sind ein Teil der Hardware und do vom Entwickler 
festgelegt worden.


Gruß JackFrost

: Bearbeitet durch User
von F. F. (foldi)


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Du musst dir immer die 8 Bit vor Augen halten und wie das rechnerisch 
funktioniert.
Wenn du das aber nicht verstehen kannst, probiere die Beispiele aus, 
ändere den Vorteiler und guck was passiert. Schau dir andere Programme 
an, wie man auf lange Zeiten kommt und wenn es auf deinem Controller so 
läuft, verstehst du den Hintergrund von selbst. Wenn nicht, laufen 
wenigstens deine Timer.?

von Akkusammler (Gast)


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Ok danke und:

http://www.ifuturetech.org/ifuture/uploads/2013/07/ATmega328P-PU-PIN-Diagram-connection-configration.jpg

auf diesem Bild sehe ich OC0A OC0B OC2B und so weiter, das sind also die 
PWM Pins. Ist das von Arduino oder von Atmel festgelegt worden? (also 
hardwaregebunden?) oder kann man das so programmieren, dass auf einmal 
ein Digital-Pin wo kein PWM drauf steht jetzt PWM hat ?

von dunno.. (Gast)


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Schau mal ins datenblatt des verbauten controllers. Da werden all deine 
fragen sehr ausführlich erklärt.

Die alternativen funktionen der pins sind tatsächlich in hardware fest 
gegossen.

von Olaf (Gast)


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> Warum wird hier von "Overflow" gesprochen wenn der Zähler wieder auf 0
> zurückgesetzt wird ???

Nimm mal an du koenntest nur mit den Fingern zaehlen, was passiert dann 
wenn du von 10 nach 11 kommst? Fingermangel! Overflow ist einfach nur 
ein englisches Wort dafuer. Du wuerdest gerne weiterzaehlen, aber es 
mangelt an Hardware.

> "Zählerstand mit dieser Bitbreite nicht mehr darstellbar ist und der
> Zähler wieder auf 0 zurückgesetzt wird"

Das ist falsch. Das ist das Problem wenn einaeugige das sehen 
unterrichten. :-)
Es wird nicht zurueckgesetzt sondern der Anfangszustand tritt 
automatisch ein. Fuer tiefergehendes Detailwissen muesstest du jetzt 
entweder verstehen was FlipFlip und Register sind, oder mit 
Streichhoelzern das Binaersystem darstellen.

> Weitere Frage: Warum behandelt die Timer noch mit diesen komischen
> Flagsbuchstaben wie OCR1A, TCCR1A, CS11?

Ich hab schon eine Dekade nichts mehr mit AVR gemacht, aber soweit ich 
mich entsinne sind das einfach Registerbezeichnungen die der Hersteller 
willkuerlich festgelegt hat.

> Kommt das noch aus der alten Assemblersprache?

Assembler ist nicht alt. Allerdings ist die Nutzung heute in den 
allermeisten Faellen nicht angebracht. Allerdings sind Grundkenntnisse 
darin fuer Embeddedprogrammierer im hohen Masse sinnvoll weil sie nur so 
verstehen was in einem Controller wirklich abgeht und was der Compiler 
manchmal aus ihren weltfremden Gedanken so macht.

Ein weiterer Vorteil, in den Assemblerbuechern wurden den Leuten frueher 
in den ersten 50Seiten erklaert was binaerzahlen sind und wie man damit 
rechnet. Das ist zwingend notwendiges Grundwissen an dem es einen reinen 
Hochsprachenprogrammierer heute haeufig mangelt.

> Abgesehen davon dass ich den Sinn von Vorteilern noch nicht begriffen
> habe, sind die Vorteiler festdefiniert und warum gibt es keine 512,
> sondern nur 256 und der nächste 1024 ?

Ein Vorteiler ist im Prinzip ein Kumpel mit einer weiteren Hand der dir 
gegen das Schienbein tritt sobald er mehr wir x gezaehlt hat und danach 
zaehlst du dann wie oft du getreten wirst. Die Zahl x ist einstellbar 
und der Hersteller hat festgelegt (willkuerlich!) welche Zahlen du nur 
nutzen kannst. Einschraenkungen haben ihre Ursachen meist darin das man 
Transistoren = Chipflaeche = Geld sparen wollte.

Olaf

von Icke ®. (49636b65)


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Akkusammler schrieb:
> Warum wird hier von "Overflow" gesprochen wenn der Zähler wieder auf 0
> zurückgesetzt wird ???

Stell dir das Zählregister als Kilometerzähler vor. Wenn dessen Stellen 
alle auf 9 stehen, fängt er wieder bei 0 an. Und ja, man kann dabei von 
einem Überlauf sprechen.

Akkusammler schrieb:
> Weitere Frage: Warum behandelt die Timer noch mit diesen komischen
> Flagsbuchstaben wie OCR1A, TCCR1A, CS11? Aus der PC-Programmierung kenne
> ich das irgendwie anders.

Weil das merktechnisch sinnvoll ist. Und weil man nicht auf jeden 
Rücksicht nehmen kann, der es irgendwie anders kennt.

Akkusammler schrieb:
> Abgesehen davon dass ich den Sinn von Vorteilern noch nicht begriffen
> habe,

Ich wiederum begreife nicht, daß jemand den Sinn von Vorteilern nicht 
begreift. Denn der erschließt sich eigentlich recht einfach.

> sind die Vorteiler festdefiniert und warum gibt es keine 512
> sondern nur 256 und der nächste 1024 ?

Das hat sicher entwicklungs- und fertigungstechnische Gründe und ist 
kein böser Wille des Herstellers.

von M. K. (sylaina)


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Akkusammler schrieb:
> Warum wird hier von "Overflow" gesprochen wenn der Zähler wieder auf 0
> zurückgesetzt wird ???
Stelle dir einen Timer vor, der nur aus zwei Bit besteht. Er starte bei 
0b00 und soll nun hoch zählen.

 0b00
+0b01
=====
 0b01.

Ein

 0b01
+0b01

führt dazu, dass an der 1. Stelle eine 0 erscheint und es zur zweiten 
Stelle einen Übertrag gibt:

 0b00
+0b10  :übertrag
=====
 0b10

Und nun schaun wir mal bei

 0b11
+0b01

An der ersten Stelle haben wir wieder ein 1 + 1, das ergibt wieder 0 und 
eine 1 landet im Übertrag:

 0b10
+0b10  :Übertrag

An der zweiten Stelle haben wir dann auch wieder ein 1 + 1, das gibt 
einen weiteren Übertrag:

  0b10
+0b100 : 2. Übertrag

Unser Timer kennt aber gar keine drei Stellen, er "verliert" also den 2. 
Übertrag, er hat ja keine 3. Stelle und kann daher den Übertrag nicht 
speichern, und man bekommt 0b00, er ist also schlicht übergelaufen.

Akkusammler schrieb:
> Weitere Frage: Warum behandelt die Timer noch mit diesen komischen
> Flagsbuchstaben wie OCR1A, TCCR1A, CS11?
Komisch sind die Buchstaben nicht sondern eigentlich recht logisch, so 
heißt das recht kryptisch anmutende OCR1A z.B. Output Compare Register 
Timer 1 Value A oder ein TCCR1A bedeutet Timer/Counter Control Register 
Timer 1 Part A. Die Abkürzungen haben also alle ihren Sinn.

Akkusammler schrieb:
> Abgesehen davon dass ich den Sinn von Vorteilern noch nicht begriffen
> habe, sind die Vorteiler festdefiniert und warum gibt es keine 512,
> sondern nur 256 und der nächste 1024 ?

Der Sinn der Vorteiler ist, dass man nicht zwingend mit Überläufen 
arbeiten muss. Stelle dir mal vor du willst jede Millisekunde etwas mit 
deinem Timer triggern und dein Mikrocontroller läuft mit z.B. 4 MHz. Es 
wäre hier einfach nicht klug wenn der 8-Bit-Timer auch mit 4 MHz liefe 
denn dann wäre die Millisekunde einige Überläufe weit weg => du müsstest 
die Überläufe erstmal zählen. Stellst du den Vorteiler aber z.B. auf 64 
ein musst du nur warten bis der Timer bis zu 62 gezählt hat.

von Käfer-Faher (Gast)


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"Überlauf / Overflow"

Wenn mein Kilometerzähler beim Käfer von 99.999km auf 0 springt, dann 
ist das genau das gleiche. Ich finde das Wort "Überlauf" oder Overlow im 
Englischen schon passend.

von Peter D. (peda)


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Akkusammler schrieb:
> Warum wird hier von "Overflow" gesprochen wenn der Zähler wieder auf 0
> zurückgesetzt wird ???

Ein Rücksetzen erzeugt keinen Overflow, sondern nur das Zählen über den 
Endwert (0xFF bzw. 0xFFFF) hinaus. Das Overflow-Bit gestattet es, in 
Software weiter zu zählen, z.B. um einen 32Bit-Zähler zu erhalten.

von Mad (Gast)


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Ich glaube inzwischen hat nun jeder einmal erklärt was ein Overflow 
ist...

von F. F. (foldi)


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M. K. schrieb:
> Stelle dir einen Timer vor, der nur aus zwei Bit besteht.

Boah! Wie gemein! Dafür habe ich mir dann Tage um die Ohren gehauen.
Noch bevor ich mit Microcontrollern anfing, müsste man in unseren 
Steuergeräten bei den Hochregalstaplern einiges binär einstellen. War 
total beschissen in unseren Unterlagen erklärt, zumindest solange man 
das System nicht verstanden hat.
Habe mir, natürlich wie immer, ein Buch gekauft, um das zu verstehen.
So einfach kann es sein.
Wirklich toll erklärt!
Auch Olaf mit seinen Fingerübungen.
Echt spitze Jungs.
Eure beiden Erklärungen sollten in die Tutorials einfließen.

von my2ct (Gast)


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Akkusammler schrieb:
> Ist das von Arduino oder von Atmel festgelegt worden?

Die Frage lässt sich leicht beantworten. Überlege wer vorher da war und
guck ins Datenblatt von deinem µC - ein bisschen mehr Eigeninitiative 
...

von Axel Zucker (Gast)


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Mad schrieb:
> Ich glaube inzwischen hat nun jeder einmal erklärt was ein Overflow
> ist...

Nö, es fehlt immer noch die gute alte bildliche Darstellung:

https://de.wikipedia.org/wiki/Z%C3%A4hlwerk#/media/File:Stueckzaehler-Einer-Zehner-Zahnrad.jpg

Viele µC-begriffe stammen halt noch aus der elektromechanischen Ära. 
Ältere Semester, die im besten Lausbubenalter noch Opa's Uhr und auch 
sonst alles zerlegt haben, was sie in die Finger bekammen, haben da 
natürlich einen unschätzbaren Vorteil gegenüber den Grünschnäbeln, die 
außer Vorlesungscripten nichts von der realen Welt kennen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Z%C3%A4hlwerk

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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my2ct schrieb:
>> Ist das von Arduino oder von Atmel festgelegt worden?

Atmel.
Erst in letzter Zeit gibt es die kleinen AVR Controller auch mit 
programmierbarer Ausgangsmatrix, bei der ein Pin für eine gewisse 
Funktion  ausgesucht werden kann. Bei allen älteren ist das in Hardware 
gegossen. Ist aber für einen Anfänger gar nicht schlecht, weil damit 
keine weiteren Unklarheiten entstehen. Immerhin muss man so eine 
Ausgangsmatrix ja auch erstmal verstehen, was ein Stolperstein sein 
kann.

: Bearbeitet durch User
von Herr M. (herrmueller)


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Akkusammler schrieb:
> Weitere Frage: Warum behandelt die Timer noch mit diesen komischen
> Flagsbuchstaben wie OCR1A, TCCR1A, CS11

Diese komischen Buchstaben sind Abkürzungen und etwas einfacher zu 
benutzen, als die ausgeschriebenen Bezeichnungen.

oder würdest Du lieber
'OutputCompareRegisterTimer1A' schreiben als 'OCR1A'
oder
'TimerCounterControlRegister1A' anstatt 'TCCR1A'
oder
'ClockSelectBits"  'CS11'

Auch die Assemblerbefehle sind Abkürzungen, da Ausschreiben zu 
umständlich ist.

LDI - Load Immediate
ADIW - Add Immediate to Word
BRBC - Branch if Bit in SREG is Cleared
...


ed. super, habe gerade gesehen, dass M. K. (sylaina) das schon 
geschrieben hatte.  Na egal, doppelt hält besser

: Bearbeitet durch User
von Alex G. (dragongamer)


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Herr M. schrieb:
> oder würdest Du lieber
> 'OutputCompareRegisterTimer1A' schreiben als 'OCR1A'
> oder
> 'TimerCounterControlRegister1A' anstatt 'TCCR1A'
> oder
> 'ClockSelectBits"  'CS11'
Also zumindest ich, als Desktopsoftware Entwickler, ja.
Heute mit einer IDE mit Autovervollständigung und einfachen Copy-Kürzeln 
(doppelklick auf Objekt zum markieren -> Ctrl+C) ist das einfach 
leserlicher.
In einem etwas größeren Projekt z.B. in Java sind Funktionsnamen dieser 
Größenordnung in gut gemanagten Projekten ganz üblich und als Namen für 
Konstanten oft auch.

Gut, zugegeben, da es sich heirbei um Konstanten handelt die man immer 
wieder antrifft solange man mit der selben uC Familie arbeitet (und 
Entsprechend auch ein neuer Mitarbeiter der den Chip kennt), gewöhnt man 
sich wahrscheinlich dran, das Kürzel sofort ohne Nachzudenken, zu 
interpretieren.

: Bearbeitet durch User
von Theor (Gast)


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Herr M. schrieb:
> Akkusammler schrieb:
>> Weitere Frage: Warum behandelt die Timer noch mit diesen komischen
>> Flagsbuchstaben wie OCR1A, TCCR1A, CS11
>
> Diese komischen Buchstaben sind Abkürzungen und etwas einfacher zu
> benutzen, als die ausgeschriebenen Bezeichnungen.
>
> oder würdest Du lieber
> 'OutputCompareRegisterTimer1A' schreiben als 'OCR1A'
> oder
> 'TimerCounterControlRegister1A' anstatt 'TCCR1A'
> oder
> 'ClockSelectBits"  'CS11'
> [...]

Ich bin zwar nicht gefragt worden, aber offen gesagt, würde ich das 
gerne. Ja. JA! :-)

Aber das ist ja, dank #define oder .EQU oder was immer der jeweilige 
Assembler bietet, auch kein Problem.

Vor einiger Zeit, - OK, vor längerer Zeit -, habe ich mir noch über 
Variablen- und Funktionsnamen den Kopf zerbrochen und es kam dann sowas 
wie oben heraus. Dann wurde mir das zu dumm und ich habe einfach 
geschrieben, was das Ding jeweils war. (Leider war das früher nicht 
konsequent möglich, da manche Assembler und Compiler noch Beschränkungen 
in der Länge von Identifiern hatten).
Aber dann! Eines Tages! Da las ich auf einmal, es seien "sprechende" 
Namen zu bevorzugen. Super. Immer holt einen die Welt ein. Naja. 
Manchmal. :-)

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Hallo,

kaufe Dir einen 4024 und 4040 und ein Paar LEDs und einen 555 und 
schaue, was die so machen.

MfG

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Akkusammler schrieb:
> Warum wird hier von "Overflow" gesprochen wenn der Zähler wieder auf 0
> zurückgesetzt wird ???

Weil man das schon immer so nannte - auch bei mechanischen Zählern. 
Jedenfalls in meiner Generation.

von NichtWichtig (Gast)


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es muß Freitag sein...

von Jemand (Gast)


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Hallo

"kaufe Dir einen 4024 und 4040 und ein Paar LEDs und einen 555 und
schaue, was die so machen."

Oder wenn die Hardware nicht so deine Sache ist schau dir ruhig einige 
Videos zu Flip Flops, Zählern, Halbaddierern, Volladdierern, 
Schieberegistern usw. an.
Auch gibt es eine schöne Video Dokumentation mit Erklärungen (wie und 
warum) von jemanden der ein 8Bit (oder war es sogar nur 4Bit?) Rechner 
nur aus Logik IC aufgebaut hat - man sieht (auch wegen der vielen LEDs) 
dort ganz genau wie ein Rechner (µC) vom Grund auf funktioniert und 
bekommt ganz schnell ein Gefühl dafür (nicht nur abstraktes Wissen ohne 
echtes "Bauchgefühl) warum z.B. ein Zähler überläuft, was Register 
"wirklich" sind warum es verschiedene Speicher gibt usw.
Nebenbei erkennt man auch welch enormes Wissen, Anzahl an "Quasi 
Bauelementen" und Know How selbst z.B. in einen kleinen ATiny13 für 
unter ein Euro "sitzt".
Die GB an Speicher, Mehrkernprozessoren usw. sind nicht vom Himmel 
gefallen...

Jemand

von Cyblord -. (cyblord)


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Gärtnern ist auch ein schönes Hobby.

von M. K. (sylaina)


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Jemand schrieb:
> Die GB an Speicher, Mehrkernprozessoren usw. sind nicht vom Himmel
> gefallen..

Nein, die sind aus der Hölle empor gestiegen... :D

von Wolfgang (Gast)


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Alex G. schrieb:
> Also zumindest ich, als Desktopsoftware Entwickler, ja.
> Heute mit einer IDE mit Autovervollständigung und einfachen Copy-Kürzeln
> (doppelklick auf Objekt zum markieren -> Ctrl+C) ist das einfach
> leserlicher.

Wenn du Leserlichkeit an der Anzahl der Buchstaben fest machst, hast du 
natürlich Recht. Du musst den ganzen Roman allerdings auch immer lesen. 
Das macht den Quellcode nicht übersichtlicher, zumal solche 
Low-Level-Dinge sowieso meist gut in einer Bibliothek verborgen sind und 
ohne Kenntnis der Hardware nicht sonderlich viel zum Verständnis 
beitragen - egal wie ausführlich der Text ist. Redundanz ist nicht immer 
von Vorteil, wenn man sowieso wissen muss, was man da tut.

von npn (Gast)


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Cyblord -. schrieb:
> Gärtnern ist auch ein schönes Hobby.

Wie vielen Leuten hast du das schon empfohlen? ;-)

NichtWichtig schrieb:
> es muß Freitag sein...

von Cyblord -. (cyblord)


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npn schrieb:
> Wie vielen Leuten hast du das schon empfohlen? ;-)

Natürlich nur den paar wenigen bei denen in Bezug auf Elektronik und 
Informatik wirklich alle Messen gelesen sind.

Einige davon entwicklen wahrscheinlich gerade die neuste Fly-by-Wire 
Software für Airbus. Der Rest wahrscheinlich Medizinelektronik für 
deinen nächsten Krankenhausaufenthalt. Viel Spaß mit der Zukunft sag ich 
da nur.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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npn schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Gärtnern ist auch ein schönes Hobby.
> Wie vielen Leuten hast du das schon empfohlen? ;-)


Er hat recht. Vor ca 30 Jahren hatte ich mich in der Informatik AG der 
Schule zu Tode gelangweilt, weil ich immer alles schneller wusste, als 
der Lehrer. Der hat mich irgendwann entnervt raus geworfen, so dass ich 
zwangsweise in die Garten-AG eingewiesen wurde.
Dort hatte ich zu meiner eigenen Überraschung tatsächlich richtig Spaß.

von Cyblord -. (cyblord)


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Stefanus F. schrieb:

> Er hat recht. Vor ca 30 Jahren hatte ich mich in der Informatik AG der
> Schule zu Tode gelangweilt, weil ich immer alles schneller wusste, als
> der Lehrer.

Tja ist ein Fluch so extrem gut zu sein. Kenn ich. Sucht man sich nicht 
aus. Wünscht man niemandem.

Aber der "Akkusammler" macht jetzt nicht gerade den Eindruck als würde 
er sich beim programmieren von Controllern vor lauter Kompetenz 
langweilen.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Naja, damals war man schon ein Halbgott wenn man die 
Konfigurationsparameter von CD-ROM Treibern auswendig kannte. Heute 
interessiert das keine Sau mehr, denn man hat Google.

: Bearbeitet durch User
von npn (Gast)


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Cyblord -. schrieb:
> Tja ist ein Fluch so extrem gut zu sein. Kenn ich. Sucht man sich nicht
> aus. Wünscht man niemandem.

:-)))

Du hast nur einen einzigen Fehler: Du bist viel zu bescheiden. :-)

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Cyblord -. schrieb:
> Der Rest wahrscheinlich Medizinelektronik für
> deinen nächsten Krankenhausaufenthalt. Viel Spaß mit der Zukunft sag ich
> da nur.

Einer der unfähigsten Entwickler, die ich jemals kennengelernt habe, 
kündigte bei seinem Arbeitgeber. Mir geronn das Blut in den Adern, als 
er verriet, woran er künftig arbeitete: Firmware für Beatmungs- und 
Narkosegeräte. Nun ja, ich hoffe sehr, dass die QS bei seinem neuen 
Arbeitgeber gute Arbeit leistet.

von Roth (Gast)


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Akkusammler schrieb:
> doch erst mal kapiere ich gar nichts, weil immer alles so kompliziert
> ist.
Lustig. Aber verständlich.

Ich lese mich da auch gerade ein. Und ich finde es auch nicht unbedingt 
auf den ersten Blick verständlich. Aber das ist halt so, bei 
hochkomplexen Dingen wie Timer-Interrupts.

von Roth (Gast)


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Andreas S. schrieb:
> Einer der unfähigsten Entwickler, die ich jemals kennengelernt habe,
> kündigte bei seinem Arbeitgeber. Mir geronn das Blut in den Adern, als
> er verriet, woran er künftig arbeitete: Firmware für Beatmungs- und
> Narkosegeräte.
Das kann nur einer von M$ gewesen sein. Mich hat mal ein Kollege 
gefragt, ob ich nicht für M$ arbeiten will. Meine Antwort: Wenn ich mich 
mit Krankheiten befassen will, wäre ich Arzt geworden.

Weißt du noch, als die Leute auf abgestürzten M$-CE Bankterminals 
Minesweeper spielen konnten :-]

PS: Ich bete jeden Tag, dass ich nie ein Beatmungs- oder Narkosegerät 
brauche.

von Bauform B. (bauformb)


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Andreas S. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Der Rest wahrscheinlich Medizinelektronik für
>> deinen nächsten Krankenhausaufenthalt. Viel Spaß mit der Zukunft sag ich
>> da nur.
>
> Einer der unfähigsten Entwickler, die ich jemals kennengelernt habe,
> kündigte bei seinem Arbeitgeber. Mir geronn das Blut in den Adern, als
> er verriet, woran er künftig arbeitete: Firmware für Beatmungs- und
> Narkosegeräte. Nun ja, ich hoffe sehr, dass die QS bei seinem neuen
> Arbeitgeber gute Arbeit leistet.

Naja, sie hätten sich etwas mehr Mühe geben können:
https://blog.fefe.de/?ts=a553d448

von F. F. (foldi)


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Stefanus F. schrieb:
> Dort hatte ich zu meiner eigenen Überraschung tatsächlich richtig Spaß.

Köstlich. Stefan, du hast bei mir immer eine offene Tür und einen Kaffee 
oder Tee (je nachdem was dir lieber ist) zu erwarten.

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