Forum: Ausbildung, Studium & Beruf ET(B)-Studium Fachpraktikum im 5. Sem. -Bezahlung üblich?


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von Emil G. (balsamico)


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Hallo ihr,

einige von euch haben ja Elektrotechnik studiert. Im 5. Semester 
(Bachelorstudium) werde ich ein Fachpraktikum absolvieren müssen. 
-bekanntlich in Vollzeit, Geld verdienen ist in der Zeit also kaum 
möglich. Wie war das bei euch oder sieht es in der Regel aus, was die 
Bezahlung angeht? Ich habe ein wenig widersprüchliche Dinge gehört.

Gibt es viele Praktikumsplätze die nicht bezahlt sind? Falls ja, ist die 
Konkurrenz um die bezahlten Stellen groß oder ist es eher so, dass  die 
un- oder schlechtbezahlten oft unbesetzt bleiben?

Bezahlen die Top-Firmen schlecht/garnicht, weil sie begehrt sind oder 
bezahlen sie gut, weil sie Top-Firmen sind? Oder geeigneter gefragt, 
welche Firmen bezahlen tendenziell eher für ein Praktikum?

Danke!

von Purzel (Gast)


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Und welche Firmen hast du schon angefragt, resp auf deren Webseiten 
nachgeschaut ?

Erst mal sollte die betreffende Industrie ja in deiner Naehe sein, sonst 
wird's muehsam.

von Dennis (Gast)


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Das hast du nicht nötig ein Praktikum unbezahlt zu machen. Von solchen 
stellen lass bloß die Finger und Meide solche drecksunternehmen.

von Emil G. (balsamico)


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Purzel schrieb:
> Und welche Firmen hast du schon angefragt, resp auf deren Webseiten
> nachgeschaut ?
>

Nein nein, keine, ich komme erst ins 3. Mir geht es im Moment darum, ob 
ich vorsorgen muss oder nicht.


> Erst mal sollte die betreffende Industrie ja in deiner Naehe sein, sonst
> wird's muehsam.

In meiner Nähe wird es alles geben denke ich mal (Berlin)



Dennis schrieb:
> Das hast du nicht nötig ein Praktikum unbezahlt zu machen. Von solchen
> stellen lass bloß die Finger und Meide solche drecksunternehmen.

Ist das eine Meinung oder eine Erfahrung?

von Alexander (Gast)


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Also rein rechtlich: Pflichtpraktika im Studium müssen nicht bezahlt 
werden und sind auch vom Mindestlohn ausgenommen.
In der Realität: Man erhält eine Aufwandsentschädigung (je nach Gebiet 
und Firma zwischen 400 (tiefer Osten) und 1200€ ist alles drinne). Das 
ist aber kein Gehalt in dem Sinne. Also kannst nicht mehr verdienen, 
wenn du mehr als 40h/Woche machst.

Hoffe das beantwortet deine Frage.

von Emil G. (balsamico)


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Alexander schrieb:

Danke dir.

> Also rein rechtlich: Pflichtpraktika im Studium müssen nicht bezahlt
> werden und sind auch vom Mindestlohn ausgenommen.

Das weiß ich. Studneten sozialer Berufe bekommen sehr oft (oder fast 
immer sogar?) nichts und haben je nach familiärem Hintergrund oft große 
Probleme deswegen.

> In der Realität: Man erhält eine Aufwandsentschädigung (je nach Gebiet
> und Firma zwischen 400 (tiefer Osten) und 1200€ ist alles drinne).

Okay, das heißt also, dass ich sicher nicht leer ausgehen werde, ja? Das 
wäre ja schonmal was.
"Tiefer Osten"... -zählt Berlin hier dazu? 400 würden mir halt schon 
noch Probleme machen, wenn auch wesentlich weniger als 0€. Wenn ich 
wüsste, dass ich 700 sicher haben werde, könnte ich das Thema bis dahin 
beiseite schieben

von Carsten S. (dg3ycs)


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Alexander schrieb:
> In der Realität: Man erhält eine Aufwandsentschädigung (je nach Gebiet
> und Firma zwischen 400 (tiefer Osten) und 1200€ ist alles drinne).

Wobei auch hier Ausnahmen die Regel bestätigen. In beide Richtungen!
Es gibt durchaus auch Firmen die 0 bieten, auch im Westen, genauso wie 
es Firmen gibt die im Einzelfall deutlich mehr als 1k2 bieten.

Wobei man bei Summenangaben immer auch die Zeit für diese gelten 
dabeisagen muss.
Es ist schließlich ein großer Unterschied ob die Angabe 1k2 Euro pro 
Monat oder für die gesamte Praktikumszeit (und da dann 4 Wochen, 6 
Wochen oder drei Monate) gemeint ist.

Wobei man bei der Auswahl der Praktikumstelle das Geld sicher nicht an 
höchster Stelle der Prioritäten setzen sollte. Wenn ein Betrieb sich 
jedoch weigert überhaupt etwas zu bezahlen sollte man sich schon die 
Frage stellen was das über die Wertschätzung und den sonstigen Umgang 
mit den Praktikanten aussagen könnte.
Da gibt es nur ganz wenige Ausnahmen wo man eine solche Stelle überhaupt 
auch nur kurz in Betracht ziehen sollte.
(Z.B. wenn von vorneherein allen klar ist das die Praktikantenbetreuung 
derart Umfassend ist das dies dem Betrieb mehr Kosten verursacht als der 
Praktikant einbringt UND man bei dem Praktikum  noch wirklich etwas 
lernen kann. Aber ganz sicher nicht Für Tätigkeiten wo die Tätigkeit 
produktiver Einsatz  zum kommerziellen Nutzen der Fa. ist.)
Zum Glück hat man in der ET oft ausreichend Auswahl... Wobei hier in der 
Region (Münsterland) die Stellen mit 400-500 Euro/Monat trotz "Westen" 
deutlich häufiger sind als 1k/Monat!

Bei großen Firmen ist die Praktikumsvergütung oft einheitlich 
festgelegt.
Bei kleineren kann die stark von den Vorkenntnissen und dem geplanten 
Betätigungsfeld abhängen.

Gruß
Carsten

von Alexander (Gast)


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Also ich war bei einem Konzern in Nds und hab 600 pro Monat erhalten. 
Ebenso viele Kommilitonen die Elektrotechnik studieren. Sowohl im Westen 
als auch Osten (studiere in DD). Die 400 waren unterstes Limit hier in 
DD. 1200€+x waren die, die Automobilindustrie in Bayern bekommen haben.
Die meisten Konzerne haben einheitliche Richtlinien und die 500-600 sind 
so der normale Wert, jedenfalls vor knapp 2 Jahren.

Wie das bei euch in Berlin ausschaut kann die evtl. einer aus dem FSR 
oder so sagen. Aber Lehrjahre sind keine Herrenjahre :D Blöder Spruch, 
aber die Sozis mit ihren Umsonstpraktikas beneide ich nicht...

Kannst ja auch woanders hingehen. So viel Industrie gibt es bei euch 
doch nicht?

Ich hab mir aber auch fürs Praktikum ein Unternehmen gesucht, das mich 
fachlich interessiert. Da lief das Vorstellungsgespräch halt auch super. 
Wenn man viele Fragen stellen darf, die einen schon immer mal 
interessiert haben und die Leute merken, man brennt für das Thema.

Grüße

Alexander

von Endwiggler (Gast)


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Bei den kleinen Firmen wirst du nix erhalten, es sei denn, du hast ne 
gute Wertschöpfung geleistet, dann gibts bei guten kleinen Firmen am 
Ende ne Prämie, die schlechten werden dich hingegen immer ohne alles 
abservieren.
Nur die Großen können sich wirklich ne monatliche 
Vergütung/Aufwandsentschädigung egal wie der Erfolg des Praktikums ist 
leisten, da sie es quersubventionieren.

von Dennis (Gast)


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Meine Erfahrung ist, dass du es in den ingenieursberufen nicht nötig 
hast unbezahlte Praktika zu machen.

Leider ist diese ausbeuterische Land so organisiert, dass der 
Mindestlohn für andere Künste nicht gilt wenn man pflichtpraktika machen 
muss.

Das ist mal wieder typisch Deutschland. Entweder der reiche papa steht 
ein oder Pech. Gleichzeitig aber sagen, dass mehr studieren sollen damit 
man wirtschaftlich besser da steht.

von Claus M. (energy)


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Emil G. schrieb:
> 400 würden mir halt schon noch Probleme machen, wenn auch wesentlich
> weniger als 0€.

Warum würde das Probleme machen? Die restlichen Semester gibt es doch 
auch nichts?Oder arbeitest du nebenbei?

Ansonsten kenne ich nur die Situation vor 15 Jahren. Damals habe ich 
700€ bei  nem IGM Konzern bekommen. Schlechteste Alternative lag damals 
bei 450€.

von Endwiggler (Gast)


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Dennis schrieb:
> Gleichzeitig aber sagen, dass mehr studieren sollen damit
> man wirtschaftlich besser da steht.
Je nachdem was das "man" erfasst, stimmt es ja.

von Emil G. (balsamico)


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Vielen Dank euch allen. Unterm Strich lese ich hier heraus, dass ich 
sicher nicht leer ausgehen muss und 500-600€ drin sein werden. Das 
reicht fast schon komplett für mich.

Carsten S. schrieb:
> Wobei man bei der Auswahl der Praktikumstelle das Geld sicher nicht an
> höchster Stelle der Prioritäten setzen sollte.

Klar, aber wenn es garnichts gibt, kostet der Spaß unterm Strich ja um 
die 3000€ durch die nicht gedeckten Lebensunterhaltskosten in der Zeit. 
Das müsste erstmal ermöglicht werden.

Claus M. schrieb:
> Emil G. schrieb:
>> 400 würden mir halt schon noch Probleme machen, wenn auch wesentlich
>> weniger als 0€.
>
> Warum würde das Probleme machen? Die restlichen Semester gibt es doch
> auch nichts?Oder arbeitest du nebenbei?

Weil ich fast 400 für die Miete brauche. Für die restlichen Semester 
habe ich ein Einkommen.

Dennis schrieb:
> Das ist mal wieder typisch Deutschland. Entweder der reiche papa steht
> ein oder Pech. Gleichzeitig aber sagen, dass mehr studieren sollen damit
> man wirtschaftlich besser da steht.

Dass heißt es im Moment mehr für Ausbildungsberufe. Aber das Märchen der 
Chancengleichheit wird nach wie vor besungen. Blanker Hohn ist das auf 
diese Weise von oben herab zu behaupten man sei mit den selben Chancen 
gestartet (und damit der soziale Unterschied die eigene Schuld sein 
muss)
https://www.youtube.com/watch?v=aM_7QOlz_44

von Carsten S. (dg3ycs)


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Hi,

Dennis schrieb:
> Leider ist diese ausbeuterische Land so organisiert, dass der
> Mindestlohn für andere Künste nicht gilt wenn man pflichtpraktika machen
> muss.

Und das aus guten Grund!
Hast du jemals auch nur 1 Sekunde darüber nachgedacht was das wirklich 
bedeuten würde wenn für Pflichtpraktika der Mindestlohn genau so gelten 
würde? (Arbeitgeberbrutto ~1500 Euro)

Im ET Bereich würde es vermutlich noch relativ gut aussehen.
Da würden sicherlich immer noch 50% der heutigen Studenten einen 
Praktikumsplatz bekommen.
Vorzugsweise natürlich diejenigen die bereits eine Ausbildung haben oder 
zumindest über die reine Theorie im Studium hinausgehende Erfahrung im 
Zielbereich haben. (Und sei es durch ernsthafte Hobbytätigkeit)

In Informatik vielleicht noch ein paar Prozent mehr als bei ET da sich 
dort einfach Prozentual mehr Studenten befinden die auch schon 
ausserhalb der HS erfahrung mit Informatikthemen haben als es ET 
erfahrene Studenten in der Elektrotechnik gibt. (Programmieren ist heute 
als Hobby einfach weiter verbreitet als Elektronik...)

Aber vom REst gehen die meisten leer aus und die können dann mangels 
Praktikumsplatz ihr Studium mehr beenden.
Wobei sich das aber dann sehr schnell legen würde, denn es gibt ja auch 
noch für viele Studiengänge das sechswöchige Pflichtpraktikum vor 
Studienbeginn falls man keine einschlägige Ausbildung hat.
Was meinst du wie viele Firmen noch Praktikumsplätze für frische 
Abiturienten die ja in den meisten Fällen nicht viel mehr als 
"mitlaufen" können und für die Firmen bestenfalls ein Nullsummenspiel 
wenn nicht gar Verlustgeschäft sind wenn die da noch 2250 Euro 
Lohnkosten hätten...

Von den Jahrespraktikanten fürs "Fachabi" ganz zu schweigen....

Und das ist die Situation bei ET und Informatik. Was meinst du wie es 
bei manchen anderen Studiengängen aussehen würde. Wenn da dann 10% einen 
Praktikumsplatz bekommen würden wäre das schon gut!

Und von den Praktikumsplätzen die noch angeboten werden ist dann die 
Frage wie viele davon dann tatsächlich noch eine vernünftige Betreuung 
bieten und bei wie vielen die Studenten dann nur als einfache 
Aushilfskräfte für dieselben Handlangertätigkeiten die sonst Rentner und 
Schüleraushilfen erledigen eingesetzt werden.

Es ist einfach so:
Ja, es gibt Firmen da werden die Praktikanten auch heute schon als 
billigste Aushilfen betrachtet die null Betreuung bekommen und über 
Hilfstätigkeiten nicht hinauskommen. Das ist grobes Ausnutzen der 
Praktikumssituation und es wäre Wünschenswert wenn es eine Möglichkeit 
gäbe da entsprechend einzugreifen.

In vielen Firmen wird aber Zeit und Material für eine ordentliche 
Betreuung investiert was sich durchaus als finanzieller Aufwand 
beziffern lässt.
Der Student wird "ausgebildet" und "betreut" um ihn in die Lage zu 
versetzen echte praktische Ingenieurstätigkeiten zu erledigen.
Wobei die Ergebnisse der Praktikanten bei komplexeren Aufgaben die 
tatsächlich in Produkte oder Kundenaufträge einfließen in ordentlichen 
Firmen dann zur Sicherheit noch einmal aufwändig gegenkontrolliert 
werden müssen falls der Student nicht schon vor dem Praktikum enorme 
Erfahrung in dem Bereich gesammelt hat.

Und wenn der Student dann so weit ist das er echte produktive Arbeit 
leisten kann bei der als Kontrolle höchstens nur noch das standardmäßige 
Review der Ergebnisse wie bei allen anderen auch nötig ist, dann ist das 
Praktikum auch schon wieder vorbei. Falls es überhaupt bis zu diesem 
Punkt geht.

Bei einem Praktikum das irgendwas zwischen sechs Wochen und zwei, 
vielleicht gerade drei Monate geht sind 500-600 +/- Schon nicht so 
unrealistisch falls das Praktikum auch von Seiten der Firma 
ernstgenommen wird. HAt die Firma glück macht die zwar plus, aber 
genausoft ist es im Ergebnis auch ein Minusgeschäft, das nur deshalb 
angeboten wird weil man selber ja mal Student war (und vielleicht hofft 
einen potentiell vielversprechenden Mitarbeiter frühzeitig binden zu 
können)

Bei einem sechsmonatigen Praktikum sieht es, zumindest für die späteren 
Monate, dann schon wieder anders aus.
Denn wenn man nicht gerade an eine absolute Lusche gerät kann man als 
Firma davon ausgehend für drei bis vier Monate eine produktiven 
Mitarbeiter zu haben. Wenn da dann wirklich sechs Monate lang nur 500 
Euro gezahlt werden ist es schon wenig.

Gruß
Carsten

von Carsten S. (dg3ycs)


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Emil G. schrieb:
> Klar, aber wenn es garnichts gibt, kostet der Spaß unterm Strich ja um
> die 3000€ durch die nicht gedeckten Lebensunterhaltskosten in der Zeit.
> Das müsste erstmal ermöglicht werden.

3k Euro Lebenshaltungskosten?
Wie lange soll das Praktikum denn gehen?
Im Bsc. Studium sind doch -je nach Hochsschule- eher so um die 3 Monate 
üblich. Oder hast du als Student wirklich mindestens 1k Euro 
Lebenshaltungskosten pro Monat?

Emil G. schrieb:
> Weil ich fast 400 für die Miete brauche. Für die restlichen Semester
> habe ich ein Einkommen.

Das Berlin immer teurer wird und nach dem es zu beginn der 00 Jahre eher 
eine billige Stadt war mittlerweile gut in Richtung Hochpreissegment 
zieht ist mir bekannt.

Aber 400 Euro Miete für eine Studentenunterkunft?
Ist es echt so teuer geworden oder lebst du einfach auf zu großen Fuß?
(Ehrliche Frage!)
Wenn ich bedenke das wir für eine "ordentliche" >80qm Wohnung in guter 
Lage in einem 1990er Jahre 4+2 Parteien Haus im weiteren Einzugsgebiet 
von Münster 350Euro (plus NK) zahlen...

Gruß
Carsten

von Dennis (Gast)


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@Carsten auf deine endlosen Romane braucht man nicht mehr eingehen. Du 
bist genauso ein Mitläufer es systems wenn du sagst es müsse kein 
Mindestlohn gezahlt werden. Auch Studenten müssen von etwas leben wenn 
sie keine reichen Eltern haben. Das kann nur jemand behaupten det nie 
ein Studium gemacht hat sondern als Techniker im dunklen kämmerlein vor 
sich hin vegetiert.

von xttx (Gast)


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Wenns ums Geld geht lohnt ggf. ein Blick in die Schweiz. Bei mir gabs 
3700Chf brutto (ebenfalls 5. Sem Bachelor), das war vor mittlerweile 
bald zehn Jahren der Standardtarif bei dem großen Konzern mit den drei 
Buchstaben.

Dank geringer Lebenshaltungskosten (in Deutschland als Grenzgänger 
gewohnt) haben mir die drei Monate Praktikum nennenswerte Teile des 
restlichen Studiums finanziert.

von Carsten S. (dg3ycs)


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Dennis schrieb:
>Carsten auf deine endlosen Romane braucht man nicht mehr eingehen.
Wenn die Sachargumente ausgehen...
Wie wäre es wenn du es mal mit Sachargumenten statt der persöhnlichen 
Ebene versuchst? Aber da ist wohl jede Hoffnung vergebens, was nicht ins 
Weltbild passt kann gar nicht sein!

> Du
> bist genauso ein Mitläufer es systems wenn du sagst es müsse kein
> Mindestlohn gezahlt werden."

Natürlich bin ich "Teil des Systems"...
Ich habe das Praktikum gemacht und habe ebenfalls Praktikanten (mit) 
ausgewählt und als "Firmenbetreuer" betreut. Ich kenne also beide 
Seiten!

Was zumindest für den Firmenseitigen Teil bei dir nicht der Fall zu sein 
scheint.
Als Betreuer habe ich Praktikanten erlebt die schon nach einer Woche 
wirklich produktive Arbeit geleistet haben, nach vier Wochen dann auf 
höherem Niveau als so mancher altgedienter Ingenieur, genau so wie 
solche die auch am ende des des dritten Monats noch durchgehendes 
Händchenhalten benötigt haben.

> Auch Studenten müssen von etwas leben wenn
> sie keine reichen Eltern haben.
Und das ist das Problem genau von Firma X in Y Stadt weil...?

Und gerade weil sie von etwas Leben müssen ist es doch besser drei 
Monate lang 550Euro/Monat zu bekommen und dann drei bis vier Monate 
später mit dem Studium fertig zu sein anstatt Jahrelang einen 
Praktikumsplatz mit 1200Euro/Monat NICHT zu bekommen (weil nur noch 
wenige Firmen diesen Anbieten und die sich die für sich attraktivsten 
Praktikanten aussuchen können)

Sicher, Gesamtwirtschaftlich müssen ausreichend Praktikumsplätze 
vorhanden sein, sonst bekommen die Firmen irgendwann wirklich keine 
Mitarbeiter mehr.
Nur denken Firmen nicht Gesamtwirtschaftlich. So lange es noch 
ausreichend Praktikumsplätze gibt sagt die Geschäftsführung "wieso 
sollte ich so viel Geld für einen Praktikanten zahlen der mich selbst 
ohne Gehalt vielleicht mehr kostet als er einbringt, machen doch genug 
andere".

Und wenn dann abzusehen ist das es kaum noch Absolventen gibt weil alle 
bei der Suche nach Praxisstellen festhängen heisst es dann:  "wieso 
sollte ich so viel Geld für einen Praktikanten zahlen der mich selbst 
ohne Gehalt vielleicht mehr kostet als er einbringt, wenn der nach 
Studienabschluss eh entweder immer noch nichts kann oder andernfalls bei 
einem der ganz großen aufgrund "Absolventenknappheit" für sehr sehr 
dickes Geld anfängt".

Es gibt immer eine Wunschsituation und es gibt das reale Leben!
(Persöhnlich wäre ich auch für eine bessere Entlohnung oder alternativ 
mehr Bafög bei wesentlich höher angesetzten Einkommensgrenzen)

BTW: Rate mal wer bei dem Thema "Mindestlohn" sofort darauf bestanden 
hat das Pflichtpraktika ausgenommen werden!
(Die Arbeitgeberseite hatte generell "Bedenken" gegen den Mindestlohn, 
ob mit oder ohne Pflichtpraktika war da untergeordnet)
Und warum wohl.

Aber es steht dir jederzeit frei eine eigene Firma zu gründen und den 
dortigen Praktikanten Mindestlohn oder noch darüberhinaus zu zahlen.
Warum hast du das noch nicht gemacht?

Davon abgesehen ist das Praktikumsentgelt reine Verhandlungssache.
Wenn man der Firma klar machen kann das man denen viel mehr einbringt 
kann man bei einigen Firmen auch mehr bekommen.
Oder man geht in eine Region wo die durchschnittliche Entlohnung höher 
liegt wie Süddeutschland oder gar Schweiz. Da man aber nicht der einzige 
ist der so denkt geht das natürlich nur wenn man über dem Durchschnitt 
liegt.

Gruß
Carsten

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