Hi,
Ich wer sonst schrieb:
> Im Messkopf wird ja vermutlich nur die SWR Brücke und was für den
> Abgleich drin sein?
"nur die SWR Brücke" ist gut...
Denn genau dieser Richtkoppler wird das "Problem" sein.
Und eine Modifikation desselben ist selbst mit den richtigen Messmitteln
nicht so ohne weiteres Möglich. Da kann mann den besser im
Originalzustand lassen.
Ich kenne diese NAS Messköpfe nicht näher, Erfahrung habe nur mit denen
für die URV5 /URV35 /NRV.
Jedoch ist auch für die NAS Messköpfe angegeben das Diese mindestens
einen Speicher für die Kalibrierdaten haben. Für die NAS Z6 und Z7 ist
zudem angegeben das diese entsprechend des GSM Timings messen. Falls
dies kein reines "Werbesprech" ist muss auch noch einiges mehr an
Elektronik im Kopf sein um erst einmal das Clock-Signal zurückzugewinnen
und dann noch die Messzeitpunkte entsprechend zu triggern!
Ansonsten nehme ich ganz stark an das dies
Dioden-Spitzenleistungsmessköpfe sind.
Da für CW-Dauerstrichtsignale und FM Modulierte Signale "Spitzenwert ==
Effektivwert" gilt wäre die Frage ob Spitzenwertanzeige oder
Effektivwertanzeige für viele Messungen irrelevant.
(Und da wo es relevant wird gibt es solche wo man einen Effektivwert
haben möchte, genauso wie es immer mehr gibt wo man die
Spitzenwertanzeige möchte. Es gibt somit keine klare "AFU-Richtige"
Variante)
Das wirklich spezielle sind halt die Richtkoppler die genau auf die
Mobiltelefonfrequenzen abgestimmt sind. Wenn es dumm läuft, dann sind
die so dimensioniert das die wirklich nur in den spezifizierten
Freqeunzbereichen von 890 bis ~1000MHz und von ~1700 - 2000MHz einen
reprodruzierbaren Frequenzgang haben und ausserhalb des Bereiches ist
alles schön Wellig. (einen Messkopf 800 -2Ghz durchgängig GIBT ES
NICHT!)
Wenn es besser Läuft, dann ist der Frequenzgang über den gesamten einen
selbst interessierenden Frequenzbereich halbwegs flach!
Dann wird man zwar ebenfalls Messfehler haben, um so größer je weiter
man sich von den Nennfrequenzen wegbewegt, diese lassen sich aber
mittels "Brain 1.0" wegkalibrieren.
Dazu müsste man einmal am NAS mit Z7 bekannte Leistungen bei
verschiedenen, für einen selbst relevanten, Frequenzen einspeisen und
die angezeigten Werte mit den tatsächlichen Werten vergleichen!
(Setzt natürlich voraus das man zumindest kurzzeitig Zugriff entweder
auf ein kalibriertes oder im ärgsten Fall zumindest vertrauenswürdiges
Leistungsmessgerät oder aber einen Leistungsmesssender hat.)
Durch den Vergleich der Werte kann man dann eine Korrekturtabelle
aufstellen und so jederzeit reproduzierbar aus dem angezeigten Wert den
korrekten Wert für alle wichtigen Frequenzen ermitteln.
Gibt man beispielsweise 10 Watt bei 145Mhz auf das NAS und es werden
aber nur 6 Watt angezeigt, dann ergibt das einen Korrekturfaktor von
1,66 für die Frequenz 145Mhz. Wenn bei 10 Watt Eingangsleistung bei
435MHz dann 8 Watt angezeigt würden müsste man sich dafür den
Korrekturfaktor 1,25 notieren.
Will man später unbekannte Leistungen messen, dann nimmt man die Tabelle
und multipliziert den angezeigten Wert mit dem jeweils für diese
Frequenz einmal ermittelten Korrekturfaktor aus der Tabelle.
Das ist natürlich nur Praktikabel wenn die Welligkeit im Frequenzgang
nicht so groß ist das man für wenige kHz Unterschied schon ganz andere
Korrekturfaktoren braucht. Es sollte schon mindestens so sein das ein
einzelner Faktor innerhalb eines MHz Bandbreite ausreichend genau ist,
je flacher um so besser (Mit etwas glück reicht sogar je ein Wert pro
AFU Band) Ist diese Bedingung erfüllt kann man mit einem Z6/Z7 im
Originalzustand sicher genauer/reproduzierbarer Messen als wenn man da
munter irgendwelche Umbauten am Richtkoppler versucht.
Gruß
Carsten