Gast
#5580235
Guten Abend, ich würde gerne verstehen, wie man bei einer Elektro-Installation die FIs plant. Nehmen wir z.B. ein Haus, welches am Zählerkaste mit 63 Ampere vorgesichert ist. In Deutschland darf der FI hier wohl nicht weniger Leistung haben als die Vorsicherung, also wäre ein FI >= 63 A Nennstrom nötig. Was ich dabei nicht verstehe ist, ob die FIs allesamt eine Reserve eingebaut haben, der das Auslöse-Verhalten der Schmelz-Sicherungen berücksichtigt...die lösen ja glaube ich nicht bei exakt >63A aus, sondern benötigen meines Wissens nach deutlich mehr Strom und über einen längeren Zeitraum, bevor der Draht schmilzt. Wird die Auslöse-Chrarakteristik in Form einer Reserve in den FIs berücksichtigt? Damit man beim Auslösen des FIs nicht komplett im dunkeln sitzt, soll man ja mehrere FIs einbauen (am besten wohl so, dass immer ein benachbarter Raum bei geöffneter Tür für eine Not-Beleuchtung sorgen kann). Wird in der Praxis dann im Verteiler ein einzelner 63 A Außenleiter auf z.B. 2 Vor-Stromkreise aufgeteilt und mit mehreren 35 A Schmelzsicherungen abgesichert, an denen dann mehrere kostengünstige 40A-FIs sitzen? Dann gibt es noch FIs mit eingebautem LSS, z.B.DS201A-B16/0,03. Das wird mit zunehmender Anzahl an LSS ziemlich teuer, aber müsste man dann nicht jeden FI einzel mit einer 16A Schmelz-Sicherung gegen Überlastung absichern? Wo kommen diese Automaten sinnvoll zum Einsatz? Vielen Dank und viele Grüße Hobby-Elektriker