Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Kurze Verständnis-frage


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von Niklas B. (niklas_b)


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Hi, wäre nett wenn mir jemand weiterhelfen könnte! :)


Zu sehen ist ein Audioverstärker, wobei ich den rot umrandeten Teil 
nicht ganz verstehe.
meine Tipp:  Vorspannung der Ausgangsstufe?!

Über eine kurze Erklärung bin ich dankbar ;)

LG niklas

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Hallo,

das ist der  Vbe-multiplyer, mit dessen Hilfe der Ruhestrom der nicht 
kurzschlußfesten Darlington-Endstufe eingestellt wird.

MfG

von Jens G. (jensig)


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Vom Effekt her hat dieser Teil die Wirkung einer einstellbaren Z-Diode. 
Der Transistor und dessen R's sind praktisch ein einstufiger 
Transistorverstärker mit Rückkopplung vom C zur B des Transistors (über 
den 1k-Trimmer) zur Uce-Stabilisierung, was den Effekt einer Z-Diode 
ergibt. Und diese "Z" Spannung stabilisiert die Vorspannung der 
Endstufen-Transistoren, und damit deren Ruhestrom.

: Bearbeitet durch User
von Niklas B. (niklas_b)


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Ahh.. Alles klar!

super, danke für die schnelle Antwort :D

LG

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Und der 100nF unterstützt diesen Effekt für Wechselspannung noch 
zusätzlich.

mfG

von omg (Gast)


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Woher hast Du den Plan? Sogar als Anfänger sollte man bei Betrachtung 
der exakten Endstufen-Dimensionierung schon ziemliche bis ernsthafte 
Bedenken bekommen. Wozu - um Himmels Willen - sollten die teuren 
Endtransistoren (230VDC/17A) von ~ gleich starken Eumeln (230VDC/15A) 
getrieben werden???

Völlige Verschwendung (beides). Will mir absolut nicht in den Kopf.

Ich hoffe, Du willst den nicht bauen...  :-(

von Jens G. (jensig)


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>Woher hast Du den Plan? Sogar als Anfänger sollte man bei Betrachtung
>der exakten Endstufen-Dimensionierung schon ziemliche bis ernsthafte
>Bedenken bekommen. Wozu - um Himmels Willen - sollten die teuren
>Endtransistoren (230VDC/17A) von ~ gleich starken Eumeln (230VDC/15A)
>getrieben werden???

Vor allem als Anfänger hat man mit Sicherheit nicht den Durchblick, um 
solche Dinge mal so auf die Schnelle erkennen zu können. Und daß da noch 
diverse Schutzschaltungen fehlen, wird dem Anfänger wohl auch nicht 
gleich unbedingt auffallen ...
Der Anfänger wird froh sein, daß er erstmal das Schaltungsprinzip 
begriffen hat - das kritische Durchchecken aller Details bis hin zu den 
Transistordaten wird dem Anfänger anfangs evtl. nicht gleich einfallen, 
da ihm wowieso erstmal die Erfahrung und nötiges Bauchgefühl fehlt.
Wie kommst Du also auf die Idee, daß Anfänger das schwuppdiwupp erkennen 
können sollten? Bist wohl bißchen überhitzt? ;-)

von omg (Gast)


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Ups... ich gebe zu, das kann man so auffassen. So war das aber gar nicht 
gemeint, ernsthaft nicht. Es soll einfach nur bedeuten, daß das eine 
"leicht auffallende + grobe Fehldimensionierung" ist.

Weder wollte ich damit unterstellen, daß der TO ein Anfänger sei, noch 
jemand anderes. Noch wollte ich sagen: "Das muß doch schon einem 
absoluten Anfänger auffallen - lieber Gott!" - o.ä.

Vielmehr bin ich selbst Anfänger, und wollte darauf hinaus, wie 
schockiert (mehr oder weniger speziell schon in dieser Rolle) ich 
darüber bin.

Da habe ich wohl mangels ausreichend Nachdenken (und zu wenig Gewöhnung 
an schriftliches - bin nicht gerade ein "Chatter") sprachlich-formulativ 
danebengegriffen... Ich schwöre, meine Stimmung war (und ist) neutral 
bis halbwegs gut gelaunt.

Meist bin ich einigermaßen Stolz auf mein tadelloses Verhalten, und 
meine ausschließlich hilfreichen Absichten. Ich schäme mich sogar 
ziemlich, nun als grundloser Kritiker von harmlosen Fragestellern 
dazustehen.  :-/

Sorry.

Doch eines ist Fakt: Der Plan ist nicht nachbauwürdig.

von Ralph B. (rberres)


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da fehlt sogar ein Widerstand im Gegenkopplungszweig.

Nämlich vom Ausgang der Endstufe zu dem 330uF in Reihe mit 150 Ohm am 
rechten Eingang der Differenzverstärkerstufen..

Ralph Berres

von Michael U. (amiga)


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Hallo,

Ralph B. schrieb:
> da fehlt sogar ein Widerstand im Gegenkopplungszweig.
>
> Nämlich vom Ausgang der Endstufe zu dem 330uF in Reihe mit 150 Ohm am
> rechten Eingang der Differenzverstärkerstufen..

und das ist ein richtiges Problem wenn man das nachbauen wollte. Der 
sorgt dafür, daß die Schleifenversärkung für Gleichspannung 1 ist...

Noch als Anmerkung zur ursprünglichen Frage: der eingerahmte Transistor 
wurde üblicherweise thermisch gut gekoppelt am Kühlkörper der Endstufe 
befestigt, damit der Ruhestrom bei Erwärmung halbwegs stabil blieb.

Gruß aus Berlin
Michael

von Ralph B. (rberres)


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Michael U. schrieb:
> und das ist ein richtiges Problem wenn man das nachbauen wollte. Der
> sorgt dafür, daß die Schleifenversärkung für Gleichspannung 1 ist...

und er legt die AC-Verstärkung der Endstufe fest.

Beitrag #5580650 wurde von einem Moderator gelöscht.
von (prx) A. K. (prx)


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Ralph B. schrieb:
> da fehlt sogar ein Widerstand im Gegenkopplungszweig.

Das wird wohl auch keine Nachbauanleitung sein und der Widerstand ist 
dann vielleicht eine (sehr) Dummenfalle. Wer weiss obs die einzige ist.

von Niklas B. (niklas_b)


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mit soviel feedback habe ich nicht gerechnet :D

einpaar Dinge die genannt wurden kann ich kurz Richtigstellen/Begründen:

-> Die Dimensionierung der Bauteile bzw. welche verwendet wurden habe 
ich
   gar nicht beachtet
-> Kondensator/Widerstand für die Gegenkopplung habe ich mit Paint 
entfernt,
   da sie unübersichtlicher Weise mitten über den Vbe-multiplier 
gezeichnet
   waren und für meine Frage irrelevant ist (hätt ich erwähnen können)
-> Nein, die Schaltung will ich nicht nachbauen
-> Ich denke ich bin noch Anfänger, denn meine bastel Erfahrung ist noch
   deutlich <10 Jahre

Ich denke das Thema sollte abgeschlossen sein ;)
Danke nochmal für die Hilfe!


PS: Sich über jede Unterstellung/Kritik/zynische Antwort (auch wenn es 
nicht so gemeint ist) angegriffen fühlen und dadurch ein hitziges 
Wortgefecht starten ist sowieso Energieverschwendung. Leider gibt es im 
Internet speziell in Foren immer wieder das Phänomen: Frage + Antwort = 
4 Posts; aggresives unnötiges offtopic -> 20 posts
egal, prost, der Montag war zach :)

von Peter R. (Gast)


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Die umrandete Schaltung liefert nicht nur eine für den Ruhestrom 
notwendige einstellbare Spannung sondern sorgt für 
Temperaturkompensation.

Der Transistor E430 muss auf dem Kühlkörper der Leistungstransistoren 
montiert sein.

Wenn sich der Kühlkörper erwärmt, benötigen die Leistungstransistoren 
für den gleichen Ruhestrom etwa 2mV je K weniger UBE. Der E340 erzeugt 
dann, wenn  er thermisch gekoppelt ist auch 2mV je K weniger Spannung 
und der Ruhestrom bliebe in etwa konstant.

Ohne thermische Kopplung liefe der Ruhestrom der Endstufe "davon": Die 
Erhöhung des Ruhestroms durch die höhere Temperatur würde die 
Transistoren zusätzlich aufheizen, das wiederum würde den Ruhestrom noch 
mehr steigern und letzten Endes würde die Endstufe so viel Ruhestrom 
führen, das sie zerstört wird.

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