Roth schrieb:
> Google habe ich schon bemüht, aber die ganze Welt scheint sich nur
> über
> Pullup-Widerstände Sorgen zu machen.
>
> Hier geht es NICHT um Pullup-Widerstände
>
> Ganz billige Frage:
>
> Haben die Arduino Eingänge interne Schutzwiderstände? Am Schaltplan sind
> keine eingezeichnet. Allerdings münden die Pins dort (natürlich) in
> einen AVR, und davon habe ich keinen Schaltplan.
Beim Arduino gilt sozusagen die "nackte" Beschaltung eines AVR uC und
dafür ist das Datenblatt zuständig:-)
Ganz allgemein gilt, daß die Ein und Ausgangströme von IO nicht
überschritten werden dürfen. Also bei Ausgängen die Lasten betreiben
immer darauf achten, daß der Maximalstrom pro Pin plus das Aggregat
aller Lastströme nicht den Gesammtstrom des uC überschreitet. Auch wenn
z.B. Ein Pin max. 25mA liegern darf, heißt das nicht daß der uC an allen
seinen Pins gleichzeitig 25mA Sourcen darf. Meistens ist der zulässige
Vdd Gesammtstrom auf ein paar hundert mA begrenzt.
Bei Eingängen darauf achten, daß durch Überspannung der Pin-Strom klein
genug bleibt um nicht einen Latch-Up durch die parasitäre CMOS-Struktur
zu verursachen die sich im Überlastfall wie ein SCR verhält. Ein
Latch-Up verhält sich ähnlich wie ein SCR und zieht in einem solchen
Fall so viel Vdd Strom, daß er sich dann oft selbst zerstört wenn die
Stromversorgung kräftig genug ist. Nur sofortiges Ausschalten kann den
uC vor dem Stromtod bewahren. Deshalb empfiehlt sich bei Eingängen IMMER
Strombegrenzungswiderstände vorzusehen, so daß z.B auch bei 12V-30V an
einen Pin der maximal zu erwartende Eingangsstrom im Datenblatt
zuläßigen Bereich bleibt. Dann kann in der Regel nicht zuviel passieren.
Ein 1K Widerstand in Serie mit dem Eingangspin ist in vielen Fällen
ausreichender Schutz. Wenn man sich wirklich nicht sicher ist, kann man
zusätzlich zum Vorwiderstand auch eine Zenerdiode etwas unter Vcc
parallel zum Eingangspin des uC anschließen.
Vorwiderstände haben auch noch den Vorteil den uC weniger anfällig gegen
externe EMP Transienten und HF Störungen zu machen. (Weller Magnastat)
Halt gesunden Pferdeverstand anwenden um die meisten typischen Unfälle
auszuschließen, Hi.
"STROM KILLT".
Hoffe das hilft.
>
> Ich will keinen "Widerstand sparen", sondern frage wegen Testbetrieb.
> Steckbrett usw.
Garade da ist Vorsicht angebracht. Wenn man aber schon vornherein weiß,
daß die treibende Schaltung diesselbe Vcc hat, ist es kein Problem
direkt zu verbinden. Aber alles was das Steckbrett verläßt ist suspekt.
>
> GND kann man an einen Digital-Pin direkt anschließen (LOW). Kann man VCC
> auch ohne Widerstand anklemmen? Oder brennt da im Chip irgendwas weg?
Vcc ist an Eingängen zuläßig solange die Spannung Vdd+0.3V nicht
übersteigt. Der Feind eines jeglichen CMOS Bausteins ist unzuläßiger
Strom.
>
> Natürlich will niemand +12V an einen Engang hängen. Die Rede ist von der
> Versorgungsspannung des Chips. Bei mir +5V.
Aufpassen! Bei Arduino gibt es einen Raw Input für bis zu 12V und einen
Vcc. Einen Kollegen von mir ist passiert, daß er versehentlich 12V an
den Vcc Pin gelegt hat und lieferte den uC in die ewigen Jagdgründe.
Also aufpassen!!!
>
> Danke für eure Antworten.