Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik HDMI-Signal spiegeln links-rechts


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von Dirk H. (dirk09)


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Liebe Gemeinde,

mein Problem ist folgendes: Bei der Verwendung meiner Video-Cam Sony 
Handycam hdr-cx220e und Übertragung des HDMI-Signals direkt zum TV 
(neues Panasonic-Modell) wird das Bild 1:1 zur Realität angezeigt. 
Dagegen wird es im Mini-LCD der Cam gespiegelt dargestellt, wenn dieses 
nach vorn zum Objekt gedreht wird. Dies ist für den Akteur vor der cam 
sehr hilfreich, da es dem gewohnten Spiegelbild entspricht. Im TV ist es 
aber nicht gespiegelt, es ist links-rechts vertauscht gegenüber dem 
Cam-LCD – und das nervt total.
In keinem der beiden Geräte habe ich eine Möglichkeit gefunden, diese 
Spiegelung zu erzeugen, so dass ich Euch als erfahrene Bastler und 
Marktkenner nach einer technischen Lösung frage dies zu lösen. Ich 
stelle mir ein Zwischengerät im HDMI-Kabel vor, welches das Videosignal 
l/r spiegelt.

Natürlich darf sowas auch was kosten, habe darüber aber keine 
Vorstellung, da ich den technischen Aufwand nicht kenne.

Ist mein Problem so absurd, oder warum findet man keine handelsübliche 
Technik dafür? Ich habe jedenfalls nix gefunden.

Danke für Euer Grübeln, Suchen und Antworten.

Viele Grüße
Dirk

von G. Ast (Gast)


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von georg (Gast)


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Dirk H. schrieb:
> da ich den technischen Aufwand nicht kenne.

Dazu muss jede Zeile des Video-Signals gespeichert und dann rückwärts 
ausgegeben werden, und das bei sehr hohen Frequenzen. Von einem Bastler 
und für ein paar Euro ist das nicht machbar.

Georg

von Philip S. (psiefke)


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der hier kann das auch:

https://www.teltec.de/barco-imagepro-ii-w-audio.html

(auch wenn mein Post aufgrund des unverhältnismässigen Preises eher 
nicht so ernstgemeint ist.)

von Oliver Twist (Gast)


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Beitrag "HDMI-Signal spiegeln links-rechts"

georg schrieb:
> Dazu muss jede Zeile des Video-Signals gespeichert und dann rückwärts
> ausgegeben werden, und das bei sehr hohen Frequenzen. Von einem Bastler
> und für ein paar Euro ist das nicht machbar.

Braucht einen PLD mit Zeilenpuffer. Das ist nicht so das Problem.
Unschöner wird es, wenn Bilder auf den Kopf gestellt werden müssen, weil 
es einen kompletten Bildspeicher erfordert. Das ist manchen nicht so 
ganz klar, wie ich letztens erst wieder lernen musste.

Der Projektleiter, der dem Kunden "Spiegelungen" versprochen hatte, 
kennt solche Drehungen wohl nur aus PowerPoint und da ist X-X so 
ziemlich dasselbe wie Y-Y. Statt im FPGA in B-RAMs braucht es nun ein 
externes DDR-RAM mit Controller, fettem FPGA und Neuentwicklung. Die 
Kosten liegen bei einem Faktor 10.

von Jann S. (pycta)


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Eine Elgato Capture Card an nem PC, Live-Streamen und mit UltraMon 
spiegeln

von Herr M. (herrmueller)


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Kann man nicht einfach die Horizontal-Ablenkspule des TV umpolen ;-)

von Dirk H. (dirk09)


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Danke für Eure Antworten. Demnach ist eine technische Lösung (abgesehen 
vom Einsatz eines Spiegels) nicht so trivial wie ich gehofft hatte. Das 
Problem bleibt also vorerst bestehen.

Dirk

von npn (Gast)


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Dirk H. schrieb:
> nicht so trivial wie ich gehofft hatte.

Schon probiert?
https://telepromptermirror.com/hdmi-mirrorbox/

von Projektleitergeplagter (Gast)


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Oliver Twist schrieb:
> Der Projektleiter, der dem Kunden "Spiegelungen" versprochen hatte,
> kennt solche Drehungen wohl nur aus PowerPoint und da ist X-X so
> ziemlich dasselbe wie Y-Y. Statt im FPGA in B-RAMs braucht es nun ein
> externes DDR-RAM mit Controller, fettem FPGA und Neuentwicklung. Die
> Kosten liegen bei einem Faktor 10.

Muhaha, geil.
So ist es bei uns gewesen. Projektleiter verspricht, das Bild skalieren 
wir einfach hoch, ist ja ganz einfach, weil "Mein Monitor kann das 
auch". Dann müssen wir die Software nicht ändern.
Software ändern geht nicht, weil .. ja weil halt. So aufwändig und so. 
Also sollte ich Auflösung in Hardware hochskalieren, hinterm HDMI - 
Stecker.

Sämtliche Warnungen im Vorfeld, dass das billige Display und dessen 
Ansteuerung nur genau eine Auflösung kann, hat man natürlich zunächst 
als "Bedenkenträgerei" des Entwicklers interpretiert oder mir "kein 
Problem" vom Tisch gewischt.

Ich hab dann drei Systeme vorgeschlagen: Eines mit einem recht teuren 
Prozessor (den hat mir ein Hersteller auf Nachfrage vorgeschlagen), 
eines mit einem China-Chip der das angeblich kann (den wir letztlich 
nirgends kaufen konnten), und eines mit einem FPGA und externem RAM.

Weil von mehreren Vido-Chip-Herstellern und anderen Firmen auch nur 
"Gemecker" zurück kam, musste man das natürlich irgenwann der Realität 
stellen, die heißt: "So einfach ist das nicht".

Das ist dann gestorben, weil das hochskalieren plötzlich doch nicht so 
essentiell war ;-)

von georg (Gast)


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Projektleitergeplagter schrieb:
> weil das hochskalieren plötzlich doch nicht so
> essentiell

Hochskalieren ist doch von vornherein Blödsinn, das Bild kann ja dadurch 
nicht besser werden. Sonst bräuchte man ja auch kein HD-Fernsehen, man 
skaliert einfach das alte PAL hoch, gerne auch auf 4k...

Georg

von Erwin D. (Gast)


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georg schrieb:
> Hochskalieren ist doch von vornherein Blödsinn, das Bild kann ja dadurch
> nicht besser werden. Sonst bräuchte man ja auch kein HD-Fernsehen, man
> skaliert einfach das alte PAL hoch, gerne auch auf 4k...

Du hast alles gelesen?

Projektleitergeplagter schrieb:
> dass das billige Display und dessen
> Ansteuerung nur genau eine Auflösung kann

Da geht es nicht darum, das Bild besser zu machen, sondern GRÖSSER...

von Projektleitergeplagter (Gast)


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Erwin D. schrieb:
> Da geht es nicht darum, das Bild besser zu machen, sondern GRÖSSER...

Exakt.

Das war 320x200 oder so (dieser Dos-Textmodus) auf einem Full-HD-Display 
mit >20´´.

Die einfache Ansteuerelektronik für Panels kann nicht skalieren, die 
schreibt nur 1:1 raus. Damit meine ich sowas:
http://www.ti.com/lit/ds/symlink/tfp401a.pdf

Die hatten eh Glück, dass das Display aus den 320x200 was lesbares 
machte. So ein Mosaik aus vielen 320x200 - screens. Sieht witzig aus, 
ist aber lesbar.

Im Monitor findet man eher sowas:
https://www.paradetech.com/products/dp703-lcd-monitor-controller/
Das muss man aber vermutlich programmieren. Um Datenblätter darf 
freundlich betteln, vermutlich ist eine NDA nötig.

von Georg A. (georga)


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Wenn HDMI-In und Out geht, kann man das Schweizer Taschenmesser der 
Signalkonversion nehmen:

http://decimator.com/Products/MiniConverters/MD-CROSS/MD-CROSS.html

Kostet so 400-450EUR (inkl). und kann neben reiner Protokollwandlung 
(SDI<->HDMI) auch Farbraumkonversion, Skalierung, 
Frameratenkonvertierung, Einblendung von Guides, Text, Audiopegeln und 
natürlich auch Testpattern.
Das einzige, was es nicht kann, ist das Bild auf dem kleinen LCD 
anzuzeigen...

Sollte man aber immer dabei haben, wenn man was mit Video zu tun hat ;)

Achja: X/Y-Spiegelung kann er natürlich auch.

: Bearbeitet durch User
von Scyte R. (scyte)


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Oder einfach einen Beamer für Rückprojektion. Aber hat nicht für 
Rückprojektion benutzen. Oder einfach einen Beamer, bei dem man das Bild 
spiegeln kann. Also mein China-LED Beamer kann das!

von Rolf S. (audiorolf)


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Scyte R. schrieb:
> Oder einfach einen Beamer für Rückprojektion. Aber hat nicht für
> Rückprojektion benutzen. Oder einfach einen Beamer, bei dem man das Bild
> spiegeln kann. Also mein China-LED Beamer kann das!

Aber kommt dann auch ein invertiertes Bildsignal raus oder zeigt er das 
nur gekippt an?

von georg (Gast)


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Rolf S. schrieb:
> Aber kommt dann auch ein invertiertes Bildsignal raus oder zeigt er das
> nur gekippt an?

Bei mir heisst der zugehörige Anschluss "Loop Through", das spricht 
nicht dafür. Da müsste man die Projektion mit einer Kamera aufnehmen...

Vielleicht käme man weiter mit einem Video-Grabber und einem Mini-PC 
ausreichender Leistung wie hier:

Ebay-Artikel Nr. 253599470588

Das kämme u.U. billiger als ein Kompaktgerät, aber bei so einem China No 
Name ist schon fraglich ob man überhaupt Unterlagen bekommt.

Georg

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