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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Welle oder Dichtung schmieren bei einer Wasserpumpe?


Autor: Gaskartoffel (Gast)
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Hallo Werkstoffforum

Bei einer Duschkabine streikte die Ablaufpumpe. Ich drehte den 
Revisionsdeckel ab (Bajonettsystem) und beseitigte mit der Pinzette 
einen Knäuel Putzschwammfasern aus Kunststoff, einige waren um die Welle 
gewickelt.

Nun stellte ich aus Vorsicht vor dem Wiedereinbau eine Wanne darunter, 
das wird beobachtet + noch alles gut.

Zur Bauart - Waschmaschinenpumpe mit vergossener Wicklung, 
Kurzschlussläufer, Einlass axial, Ablass um 90° versetzt.

Meine Frage zur Schmierung - Ich konnte nicht hinter das Schaufelrad zur 
Dichtung hin sehen und gar nichts erkennen. Wird sowas geschmiert?

War die (Gummi?)Dichtung dort eingefettet und falls ich das vergessen 
habe, muss es speziell für Heißwasser sein, >50° duscht ja eh keiner?

Hätte da ein zäheres weißes Sanitär-Armaturenfett oder farbloses 
dünneres Silikonfett für Taucherarmaturen, aber sind die geeignet?

Dank im voraus

Autor: L. H. (holzkopf)
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Gaskartoffel schrieb:
> Zur Bauart - Waschmaschinenpumpe mit vergossener Wicklung,
> Kurzschlussläufer, Einlass axial, Ablass um 90° versetzt.

Ist normale Bauweise.
>
> Meine Frage zur Schmierung - Ich konnte nicht hinter das Schaufelrad zur
> Dichtung hin sehen und gar nichts erkennen. Wird sowas geschmiert?

Nein.
>
> War die (Gummi?)Dichtung dort eingefettet und falls ich das vergessen
> habe, muss es speziell für Heißwasser sein, >50° duscht ja eh keiner?

Nur beim Zusammenbau solcher Pumpen wird eingefettet, danach nie mehr.
Ausgelegt sind WaMa-Pumpen für T >50°.
>
> Hätte da ein zäheres weißes Sanitär-Armaturenfett oder farbloses
> dünneres Silikonfett für Taucherarmaturen, aber sind die geeignet?

Das weiße Armaturenfett ist nichts weiter als Vaseline.
Bestens tauglich für Gewindegänge-Einfettung an Wasserhähnen und/oder 
Stopfbuchsen-Schmierung.
Nur bedingt tauglich für O-Ring-Abdichtungen (als Notbehelf), weil da 
Silikonfette besser sind.

Die Problematik bei WaMa-Pumpen besteht darin, daß die Wellen-Dichtung 
i.d.R. "einlippig" ist und nur von der Elastizität der Dichtung abhängt, 
weil der "Gegendruck" (zum Anpressen der Dichtlippe auf die Welle) an 
sich vernachlässigbar ist.

Wenn dann so eine Dichtung "abgeschlappt" ist und noch dazu durch 
eingezogene Fäden überbeansprucht wurde, ist sie irgendwann "unrettbar" 
fix und fertig.
Schlicht und einfach beendet bzw. nicht mehr richtig funktionsfähig.

Meistens geht das aber nicht schlagartig, sondern sich "ankündigend".
Anfangs durch gelindes Tröpfeln, das aber immer schlimmer wird.

Du wirst die Pumpe nicht "retten" können.
Sondern nur noch eine Zeit lang mit ihr "über die Runden kommen" können.
Besorg Dir am besten eine neue.
Oder, wenn Du genug Platz für den Einbau von x-beliebigen WaMa-Pumpen 
hast,
hol Dir welche von Schrotthändlern zum kg-Preis von ca. 2 Euro.

Nimmt man halt gelegentlich immer wieder mal mit, weil es sich gar nicht 
lohnt, so eine Pumpe überhaupt zu zerlegen, um sie "retten" zu 
können/wollen.
Da baut man besser einfach die nächste ein. :)

Grüße

Autor: Gaskartoffel (Gast)
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L. H. schrieb:
> Da baut man besser einfach die nächste ein. :)

OK und danke für die ausführliche Beratung.

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