Guten Tag,
für ein Projekt suche ich ein Schaltnetzteil bzw. eher einen fertigen
Transformator für kleine Leistung. Von der Eingangsspannung liegen
320Vdc bzw. 230AC vor. Auf der Ausgangsseite sollen 5V mit 200mA
anliegen, galvanisch isoliert. Daher wollte ich dies in einem Flyback
umsetzen. Nun zur Frage: gibt es fertige kleine Trafos, mit
entsprechenden Wicklungen? Ich habe bis jetzt keine gefunden, weder mit
einem solchen Wicklungsverhältnis noch welche die mit so hohen Spanungen
zurecht kommen zu einem akzeptablen Preis. Am besten wäre es natürlich,
wenn es diese bei mouser gibt, weil ich da den Rest der Bauteile auch
bestelle und so Versandkosten sparen kann.
Vielen Dank für die Hilfe schon einmal im Voraus
Solls ein Einzelstück sein oder wieviele brauchst Du?
Im Standby-Netzteil eines ATX-PC-Netzteils ist alles drin was Du
brauchst, sogar mit 2A Ausgangsstrom.
BengofEtechnik schrieb:> für ein Projekt suche ich ein Schaltnetzteil bzw. eher einen fertigen> Transformator für kleine Leistung. Von der Eingangsspannung liegen> 320Vdc bzw. 230AC vor. Auf der Ausgangsseite sollen 5V mit 200mA> anliegen, galvanisch isoliert.
Sollten die 200mA das Maximum sein, vielleicht sogar nur kurze Spitzen
dieses Stromes + dauerhaft z.B. <100mA, ist es imho klüger, das Netzteil
nicht so stark überzudimensionieren. Hier welche mit 200mA max.:
https://www.soselectronic.de/products/tracopower/tme-0505-s-2-2933?gclid=Cj0KCQjwxvbdBRC0ARIsAKmec9Yy0zWqV1yAoaULWQ9vFOl-5clglzHFBvY-y6GAwuDMZMqPIcDHfvwaAhEoEALw_wcBhttps://de.farnell.com/murata-power-solutions/78253-55mc/transformator-5v-1-1-31-1w-smd/dp/1362405
Im Allgemeinen legt man Schaltnetzteile auf die max. Leistung bzw. auch
mal knapp darüber aus. Ein SNT (oder allgemein Schaltwandler), der z.B.
ständig nur mit 10% Last läuft, ist einigermaßen ineffizient. Wenn es
ernsthafte Leistungsspitzen bis zum 10fachen gibt, ist es zwar
unvermeidlich - aber nur dann.
Zum SNT Eigenbau:
Natürlich gibt es Transformatoren für Offline-Sperrwandler in diversen
Leistungsbereichen. Aber für 1 Watt würde ich persönlich ungern an
Netzspannungs-Design herumfummeln.
Was bringt Dich zu der Idee? Wieso nicht lieber (bei Gelegenheit) einen
Wandler im 10-50W (oder bedeutend mehr, halt nicht als Flyback) Bereich
- da lernt man genau so viel, und es ist nicht so fummelig
(Kleinst-Bauteile)?
Einfach fertiges Print-Modul nehmen, z.B. von TRACO POWER
Beispiel TMLM04105
Habe ich schon verwendet, ist hervorragend.
Das kann 5V / 800mA . Es gibt aber natürlich kleinere aus der gleichen
Familie. Bekommen kann man die Module bei den üblichen Verdächtigen.
Purzel schrieb:> Vergiss ein Netzteil bauen zu wollen. Nimm ein Wandnetzteil. 5V 1A sind> standard, ab 3 Euro.
sehe ich ähnlich.
Und wenn was stören sollte:
Stecker abzwacken, die Leitung ein paar mal
durch einen Donut (möglichst dicht am Netzteil)
wickeln und Stecker wieder ran.
evtl gehts auch noch mit Stecker zu wickeln.
Sebastian schrieb:> Purzel schrieb:>> Vergiss ein Netzteil bauen zu wollen. Nimm ein Wandnetzteil. 5V 1A sind>> standard, ab 3 Euro.>> Können die Dinger 320 VDC?
bestimmt.
Sebastian schrieb:> Purzel schrieb:>> Vergiss ein Netzteil bauen zu wollen. Nimm ein Wandnetzteil. 5V 1A sind>> standard, ab 3 Euro.>> Können die Dinger 320 VDC?
230V + 10% * 1,41 = 356V sieht der Schaltregler am Elko hinter dem
Gleichrichter....
solange Netzteile erst einmal einen Gleichrichter für die Netzspannung
haben, kann man die Dinger auch mit DC betreiben.
Der primäre Ladeelko ist selten für weniger als 400V ausgelegt.
Da passen eine 320V-DC also locker ran.
¿...wo las ich das noch...?
da war mal eine Auflistung von Netzteilen,
die man mit erstaunlich niedriger DC betreiben konnte.
einen "reinen" Transformator wird man allerdings nicht dazu bringen,
auf der Sek-Seite auch DC heraus zu lassen.
hmmkay nen kurzen Impuls vielleicht ;)
BengofEtechnik schrieb:> aber zu den Trafos weiß keiner was?
Du suchst falsch. Du darfst nicht meinen, das, was da im Schaltnetzteil
drin ist, ist tatsächlich sowas wie ein Trafo mit einem
Windungsverhältnis von 320V/5V o.ä.
Dieser "Trafo" des Sperrwandlers ist eigentlich nur die Speicherspule
eines Buck-Reglers, wobei die Energie im Freilauf nicht wie beim
Buck-Regler an der selben (Primär-)Spule, sondern an der magnetisch
gekoppelten Sekundärspule entnommen wird.
Von daher ist das "Wicklungsverhältnis" eines Sperrwandlers erst
ziemlich nebensächlich. Es muss nur genug Energie ins Magnetfeld
eingelagert werden...
BengofEtechnik schrieb:> Auf der Ausgangsseite sollen 5V mit 200mA anliegen
Sieh dir das mal an:
https://www.we-online.com/web/en/passive_components_custom_magnetics/products_pbcm/product_spotlight/max17690.php
Und am besten nochmal die Grundlagen zum Thema Sperrwandler.
Lothar M. schrieb:> Dieser "Trafo" des Sperrwandlers ist eigentlich nur die> Speicherspule eines Buck-Reglers,> Von daher ist das "Wicklungsverhältnis" eines Sperrwandlers> erst ziemlich nebensächlich.
Diese Aussagen (gemacht, um das Verständnis zu erleichtern)
könnten aber auch das Gegenteil bewirken. Zur Erklärung:
Ein Buck ist allgemein ein nicht isolierter Abwärtswandler.
(Synonym = "Step-Down" -/- Isolierter Buck = "Forward").
Ein Sperrwandler ist ein Buck-Boost/Inverting, ob nun isoliert
oder nicht - und kann (Nomen est Omen) Auf- wie auch Abwärts.
Isoliert funktioniert er deshalb in recht weitem Bereich v.
Übersetzungsverhältnis, allerdings nicht_unabhängig_davon (#)
Bei Offline-Schaltreglern (Offline= Speisung mit Netzspannung)
wird fast immer die Eingangsspannung in eine kleinere verwandelt.
Zuerst auch noch gleichgerichtet, ja.
Diese Grundfunktion heißt (eng.) "to step down the voltage",
kurz "(to) step-down". (Auch: Trafo 115V~/30V~ = "Bucking Tranny".)
Deshalb (nur deshalb) ist erstere Aussage nicht ganz falsch.
Zweitere ist noch richtiger, aber für Anfänger (weil sie nur
unter ganz bestimmten Randbedingungen zutreffend sein kann)
vielleicht sogar noch irreführender.
Sorry, @Lothar. Zumeist drückst Du Dich völlig eindeutig, also
ohne diverse / mehrere Möglichkeiten einer Falschdeutung aus.
Diesmal sah ich mich gezwungen, jene Irrwege auszuschließen. ;)
(#/P.S.: Ich habe das "erst" natürlich entdeckt, & registriert,
was es zu bedeuten hat. Otto-NormalAnfänger hilft das aber nicht.
Sollte besagter Anfänger aber nie etwas mehr damit zu tun kriegen,
ist das wohl egal - aber auf dem Weg zu "mehr" denke ich gilt
schon, was ich schrieb.)
Nun zerreißt mich, von mir aus...
AC/DC!!! schrieb:> Was macht denn die PFC in einem AC-Schaltnetzteil wenn es mit DC> betrieben wird?
Das wäre auszuprobieren.
Aber keine Angst, PFC sind erst ab imho 75W vorgeschrieben und
freiwillig baut die niemand ein.
AC/DC!!! schrieb:> Was macht denn die PFC in einem AC-Schaltnetzteil wenn es mit DC> betrieben wird?
In einem Netzteil für
BengofEtechnik schrieb:> 5V mit 200mA
gibt es keine PFC. Falls man DC aus einem Netzteil mit PFC fürs kleine
5V Netzteil abzwacken möchte, macht man das dann eben vor der PFC.
AC/DC!!! schrieb:> Was macht denn die PFC in einem AC-Schaltnetzteil wenn> es mit DC betrieben wird?
Diese kleinen Module haben normalerweise gar keine PFC
(die ganz kleinen sogar ganz bestimmt nicht), sondern
arbeiten mit einfacher Elkoglättung vor der Schaltstufe.
Bei Wandlern, die eine haben, ist das aber kein Problem,
solange die DC nicht entscheidend zu niedrig dafür ist.
(Zu hoch sollte die Spannung natürlich auch nicht sein.)
Die PFC arbeitet sogar etwas effizienter in dem Fall.
Worauf genau wolltest Du hinaus? Welches / welche Art
Gerät möchtest Du mit DC welcher Höhe und aus welcher
Quelle genau speisen? Dann könnte man Dir sagen, ob und
inwiefern genau möglich, und was dabei geschähe.
Matthias S. schrieb:> Falls man DC aus einem Netzteil mit PFC fürs kleine> 5V Netzteil abzwacken möchte, macht man das dann eben> vor der PFC.
Wie käme man auf die Idee? Den Eingangsgleichrichter des
größeren Modules durch einen zus. Verbraucher belasten
zu wollen, wenn dieser doch selbst einen hat? Also nur mal
angenommen, wir sprechen nicht von 1kW zu 1W.
Printtrafo HAHN 07W41
Eingang 230 V~ - Ausgang 6 V~/250 mA/1,5 VA - Maße (LxBxH): 32x27x22 mm
Dahinter LDO oder Abwaertsschaltwandler.
Oder SEPIC Wandler, dann waere die Stromaufnahme schon sehr PFC ähnlich.
Vergesst die Trafo-Gleichrichter Geschichten. Damit hat man Netz auf der
Leiterplatte, was man unter fast allen Faellen verhindern sollte.
PFC an DC .. was soll da schon sein. Das ist keine Hexerei. PFC macht,
dass der Strom der Spannung folgt, nimmt also die Eingandsspannung als
Strommodulationsvorgabe. Dann ist die Spannungsvorgaben eben DC, und ?
passt doch.