Habe nun den Schritt gewagt und bin mit <35J Beamter im hD geworden.
Gemäß den Kommentaren hier im Forum werde ich dann demnächst geistig und
finanziell verarmen :-)
Nun möchte ich fragen ob jemand hier das gleiche Schicksal schon etwas
länger teilt und was er oder sie in seiner/ihrer Laufbahn dagegen
unternommen hat: Zusatzversicherungen, Familienbildung, Hobbies,
Investitionen, Netzwerke, Reisen, Routinen... was empfiehlt sich, im
Vergleich zu Nicht-Beamten, in der Lebensplanung BESONDERS zu
berücksichtigen bzw. in diese aufzunehmen? Ich danke für eure Tipps!
Beamter schrieb:> Habe nun den Schritt gewagt und bin mit <35J Beamter im hD geworden.> Gemäß den Kommentaren hier im Forum werde ich dann demnächst geistig und> finanziell verarmen :-)>> Nun möchte ich fragen ob jemand hier das gleiche Schicksal schon etwas> länger teilt und was er oder sie in seiner/ihrer Laufbahn dagegen> unternommen hat: Zusatzversicherungen, Familienbildung, Hobbies,> Investitionen, Netzwerke, Reisen, Routinen... was empfiehlt sich, im> Vergleich zu Nicht-Beamten, in der Lebensplanung BESONDERS zu> berücksichtigen bzw. in diese aufzunehmen? Ich danke für eure Tipps!
Schon Z-Grabstein? Ansonsten bis zur Lebenszeitverbeamtung eine
Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Wenn Du vorher berufsunfähig
wirst, schmeissen die Dich aus dem Beamtendasein raus und verrenten Dich
rückwirkend.
Ansonsten: schön buckeln, dann wird das was mit der Beamtenkarriere.
Hier,
nach 2 Jahren Berufserfahrung mit A14 als Projektleiter (Minesterium) im
höheren Dienst eingestiegen. Auf der höchsten Erfahrungstufe 4k Netto,
bei wesentlich entspannterer Arbeit, höheren Verdienst als im Konzern,
mehr Sicherheit, Sabattical jederzeit Möglich, Teilzeit und Pansion (70%
des Gehaltes als Rente), günstigere Kredite und Versicherungen.
A15 möglich (4,5k Netto).
Kann kein IGM / Konzern Ing mithalten. Keine Ahnung warum da alle
hinwollen.
Job kann weder gestrichen noch ins Ausland verlagert werden. Tätigkeit
ist recht interessant und entspannte Kollegen vorhanden.
Wer aber Teamleiter/Abteilungsleiter werden will, fährt in der freien
Wirtschaft wohl besser.
Linux T. schrieb:> Beamter schrieb:>> Habe nun den Schritt gewagt und bin mit <35J Beamter im hD geworden.>> Gemäß den Kommentaren hier im Forum werde ich dann demnächst geistig und>> finanziell verarmen :-)>>>> Nun möchte ich fragen ob jemand hier das gleiche Schicksal schon etwas>> länger teilt und was er oder sie in seiner/ihrer Laufbahn dagegen>> unternommen hat: Zusatzversicherungen, Familienbildung, Hobbies,>> Investitionen, Netzwerke, Reisen, Routinen... was empfiehlt sich, im>> Vergleich zu Nicht-Beamten, in der Lebensplanung BESONDERS zu>> berücksichtigen bzw. in diese aufzunehmen? Ich danke für eure Tipps!>> Schon Z-Grabstein? Ansonsten bis zur Lebenszeitverbeamtung eine> Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Wenn Du vorher berufsunfähig> wirst, schmeissen die Dich aus dem Beamtendasein raus und verrenten Dich> rückwirkend.>> Ansonsten: schön buckeln, dann wird das was mit der Beamtenkarriere.
Unsinn, meine Schwester ist Lehrerinn (A13, Netto 3,5k), bei Ihr wurde
MS diagnostiziert. Sie kriegt jetzt 2k Netto "Rente", kann aber
jederzeit mit 50% Teilzeit wieder arbeiten gehen bei 100% Gehalt.
In der Freien Wirtschaft wäre sie längst verarmt und auf Hartz4 Niveau
bzw. ein Wiedereinstieg, die der Dienstherr garantiert, wäre in der
Wirtschaft unmöglich.
Linux T. schrieb:> Schon Z-Grabstein? Ansonsten bis zur Lebenszeitverbeamtung eine> Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen.Freud schrieb:> Unsinn, ...
Nein, kein Unsinn. Deine Schwester hat den Beamten auf Lebenszeit, der
TE wohl noch nicht.
Und solange man noch Beamter auf Probe ist, ist ein BU-Versicherung sehr
sinnvoll. Danach sollte man die aber kündigen.
Freud schrieb:> Keine Ahnung warum da alle hinwollen.
Damit sich dies nicht anhören müssen:
Linux T. schrieb:> schön buckeln, dann wird das was mit der Beamtenkarriere.
Freud schrieb:> Linux T. schrieb:>> Beamter schrieb:> Unsinn, meine Schwester ist Lehrerinn (A13, Netto 3,5k), bei Ihr wurde> MS diagnostiziert. Sie kriegt jetzt 2k Netto "Rente", kann aber> jederzeit mit 50% Teilzeit wieder arbeiten gehen bei 100% Gehalt.>> In der Freien Wirtschaft wäre sie längst verarmt und auf Hartz4 Niveau> bzw. ein Wiedereinstieg, die der Dienstherr garantiert, wäre in der> Wirtschaft unmöglich.
Irre super wie viele Jahre war Sie im Dienst?
Freud schrieb:> Kann kein IGM / Konzern Ing mithalten. Keine Ahnung warum da alle> hinwollen.
Äh was?
Also die Position hier wäre so um die 5500-6500 netto (SK3).
Über die Pension kann man reden, klar das ist nicht schlecht
Freud schrieb:> Ich rede aber von SK1 :)
Dann sind es immernoch 4500-5500
Und letzte Erfahung muss man erstmal hin kommen, dauert ja paar
Jährchen.
Wenn du jetzt in Stufe 7 wärst haste auch "nur" 3700.
Das packt im Konzern auch der Techniker oder sogar Facharbeiter (ohne
Schicht)
Beamter schrieb:> Habe nun den Schritt gewagt und bin mit <35J Beamter im hD> geworden.> Gemäß den Kommentaren hier im Forum werde ich dann demnächst geistig und> finanziell verarmen :-)
Darauf solltest du nicht hören. Die meisten hier sind als Kind mehrfach
vom Wickeltisch gefallen und müssen ihre intellektuellen Defizite in
einem Forum wie diesem kompensieren.
Dr. Seltsam schrieb:> Freud schrieb:>> Ich rede aber von SK1 :)>> Dann sind es immernoch 4500-5500> Und letzte Erfahung muss man erstmal hin kommen, dauert ja paar> Jährchen.>> Wenn du jetzt in Stufe 7 wärst haste auch "nur" 3700.> Das packt im Konzern auch der Techniker oder sogar Facharbeiter (ohne> Schicht)
Da muss ich Dr. Seltsam recht geben. Ich würde eine gute Konzernstelle
wie ich sie jetzt habe jederzeit einer Beamtenstelle vorziehen. Aber
jeder wie er mag, was besser oder schlechter ist, liegt ja auch
subjektiv im Auge des Betrachters. Die Zahlen sind allerdings objektiv,
und da liegt der Konzern vorne.
Beamter schrieb:> Nun möchte ich fragen ob jemand hier das gleiche Schicksal schon etwas> länger teilt und was er oder sie in seiner/ihrer Laufbahn dagegen> unternommen hat: Zusatzversicherungen, Familienbildung, Hobbies,> Investitionen, Netzwerke, Reisen, Routinen... was empfiehlt sich, im> Vergleich zu Nicht-Beamten, in der Lebensplanung BESONDERS zu> berücksichtigen bzw. in diese aufzunehmen? Ich danke für eure Tipps!
Falls du Kinder hast: der FZ2 entfällt irgendwann, wenn z.B. die Kinder
die Ausbildung abgeschlossen haben.
Solange du noch kein LebenszeitBea bist, Berufsunfähigkeitsversicherung
abschließen. Danach eine Dienstunfähigkeitsversicherung, denn je nach
Lebenssituation können die Gehaltseingußen bei Dienstunfähigkeit
einschneidend sein. Und Dienstunfähigkeit ist ungleich
Berufsunfähigkeit. Eine BU-Versicherung zahlt ggf. nichts bei
Dienstunfähigkeit.
Ansonsten: dickes Fell gegenüber dummen Kommentaren und Klischees
zulegen. Argumentieren hilft da nichts, am Besten selbst Beamtenwitze
erzählen ;-)
Und: hin und wieder gibt es interessante Vorruhestandsregelungen ;-)
Nein, der Konzern liegt überhaupt nicht vorne!
Lebensverdienst ist beim Beamten deutlich höher.
Bitte selbst rechnen, nicht den Parolen glauben.
Mit Beamten mithalten geht nur im Management, ohne Führung ist so gut
wie immer der Beamte deutlich und merklich im Plus.
Hey ich hätte mal ein paar Fragen zum Beamtengedöns.
Ich habe in 3 Woche ein VG beim BND im Bereich IT-Sicherheit (bin
Informatiker) und es handelt sich um eine E14- Stelle, mit Zulagen komme
ich auf rund 3000 netto.
Wie läuft das überhaupt mit der Verbeamtung ab, hat man dort überhaupt
Chancen? Und steigt das Gehalt noch irgendwann an, denn maximal wäre 15Ü
drinnen, doch das macht dann rund 3900 netto.
Ich finde das Gehalt bombe, nur geht es dort noch weiter oder wars das
dann tatsächlich?
Hans schrieb:> Ich habe in 3 Woche ein VG beim BND im Bereich IT-Sicherheit (bin> Informatiker) und es handelt sich um eine E14- Stelle, mit Zulagen komme> ich auf rund 3000 netto.
Seit wann werden Beamte nach Angestelltentarif (E14) bezahlt?
Es ist sicherlich eine A14-Stelle. Als Beamtenanwärter wäre er zunächst
2 Jahre im Vorbereitungsdienst mit geringer Anwärtervergütung. Dieser
Vorbereitungsdienst stößt viele Bewerber ab. Deshalb wird bei dringendem
Personalbedarf der Vorbereitungsdienst umgangen, indem der Neue 2 Jahre
als Angestellter beschäftigt wird und anschließend wird verbeamtet. Das
ist ne tolle Sache.
Jo S. schrieb:> Hüter der öffentlichen Ordnung schrieb:>> Ich prognostiziere, dass Vorstellungsgespräch ist für dich die>> Endstation beim BND.>> Warum?
Weil man nicht erwähnt, dass man eine Bewerbung beim BND laufen hat.
Code schrieb:> Nein, der Konzern liegt überhaupt nicht vorne!> Lebensverdienst ist beim Beamten deutlich höher.>> Bitte selbst rechnen, nicht den Parolen glauben.> Mit Beamten mithalten geht nur im Management, ohne Führung ist so gut> wie immer der Beamte deutlich und merklich im Plus.
Dann rechne doch mal vor. Ich hab auch eine Beamtin als Frau und bin der
erste, der den "wir-sind-so-arm-dran"-Beamten mal was vorrechnet. Aber:
ich verdiene auf meiner Sachbearbeiterstelle ca. 1000 € netto mehr als
sie. Der Unterschied wird die nächsten Jahre noch größer
werden(angenomenn dass sich unsere Tariferhöhungen jeweils ähnlich sind
und sie bis A14 Endstufe kommt).
Sie muss aus ihrem Netto noch Krankenkasse zahlen, auch die steigt im
Alter an. Ich sorge dafür privat vor, aber mit 1000 Euro netto mehr geht
das auch ganz ok.
Code schrieb:> Mit Beamten mithalten geht nur im Management
Die meisten Stellen im hD sind aber auch Managementstellen.
Ansonsten sind 100.000 im Konzern auch ohne Management schaffbar.
DrIng schrieb:> Dann rechne doch mal vor. Ich hab auch eine Beamtin als Frau und bin der> erste, der den "wir-sind-so-arm-dran"-Beamten mal was vorrechnet. Aber:> ich verdiene auf meiner Sachbearbeiterstelle ca. 1000 € netto mehr als> sie. Der Unterschied wird die nächsten Jahre noch größer> werden(angenomenn dass sich unsere Tariferhöhungen jeweils ähnlich sind> und sie bis A14 Endstufe kommt).>> Sie muss aus ihrem Netto noch Krankenkasse zahlen, auch die steigt im> Alter an. Ich sorge dafür privat vor, aber mit 1000 Euro netto mehr geht> das auch ganz ok.
Wenn du schon so ausholst, liefer doch alle Fakten (konkrete Zahlen).
Lehrer arbeiten doch generell nur 50% mit 100% Gehalt oder nicht? Dazu
Urlaub on Mass, welcher Tarifvertrag bietet hier mehr?
Die teure PKV im Alter läßt sich mit einer kurzen 450€ Beschäftigung
wieder loswerden.
Und nicht zu vergessen das ein PKV Patient ganz andere Vorzüge hat. Da
wird bei jedem Pickel am Arsch erst mal das Blut untersucht, Wartezeiten
ade.....
Dr. Seltsam schrieb:> Ansonsten sind 100.000 im Konzern auch ohne Management schaffbar.
Genau, da ist man bei IG Metall immer noch im Tarifkreis, nicht einmal
AT - also normaler Entwicklungsingenieur beispielsweise. Das ist
innerhalb von 5 bis 10 Jahren locker erreichbar.
Damit ein Beamter auf das gleiche netto kommt, muss er lange warten,
wenn überhaupt. Der zusätzliche Abzug des 50% PKV-Beitrags (plus ggf.
Familienmitglieder) wurde hier ja auch schon erwähnt.
Ist ja auch nicht so als wäre IGM unerreichbar und Beamter im hD könnte
jeder Hansdampf werden, ...
Die guten Leute würden sowohl das eine als auch das andere gut erreichen
und die nicht so guten weder das eine noch das andere.
Abradolf L. schrieb:> Ist ja auch nicht so als wäre IGM unerreichbar und Beamter im hD> könnte jeder Hansdampf werden, ...> Die guten Leute würden sowohl das eine als auch das andere gut erreichen> und die nicht so guten weder das eine noch das andere.
Naja, IGM im Konzern wird schon schwieriger als ÖD.
Denn IGM im Konzern bekommt nur der, der einen gerade Lebenslauf hat,
stell dir mal vor du bist erst mit 29 mit dem Studium fertig, weil du
früher Problem hattest.
Dann wars dad mit Konzern und IGM, ÖD ist kein Problem
mister schrieb:> Naja, IGM im Konzern wird schon schwieriger als ÖD.
Ich rede von hD. Dass man in den öD kommt und wenns nur als E10-Knecht
ist steht außer Frage. Ich sprach explizit vom höheren Dienst also A13
aufwärts, da kommt auch nicht mehr jeder Trollo der FH richtig
buchstabieren kann rein.
Dr. Seltsam schrieb:> Freud schrieb:>> Ich rede aber von SK1 :)>> Dann sind es immernoch 4500-5500> Und letzte Erfahung muss man erstmal hin kommen, dauert ja paar> Jährchen.>> Wenn du jetzt in Stufe 7 wärst haste auch "nur" 3700.> Das packt im Konzern auch der Techniker oder sogar Facharbeiter (ohne> Schicht)
Nein, A14 auf der höchsten Stufe sind 4k Netto bei Sk1 (Tariftabelle
2018) und im Konzern kriegst du bei SK1 normalerweise nicht mehr als
3,5k Netto.
5500 Netto haste vielleicht als Teamleiter, aber bei einem normalen IGM
Gehalt von 75-80k haste auf jedenfall <3500 netto bei SK1.
Nein, normalerweise verdient man bei IGM keine 120k Brutto, ich war beim
Daimler und beim Airbus, auch dort nicht.
Hatte schon mehrere Kollegen z.B. einer von Hella einer von Thyssenkrupp
Marine, zack mit 50 Arbeitslos, weil umstruktrurierung und ab da nur
noch Zeitarbeit. Nach 10-15 Jahren IGM bist du am Arsch wenn du deinen
Job verlierst und Familie hast / örtlich gebunden bist.
Und Vergiss die Pansion nicht.
Minesterien sind sehr selektiv, gerade im Wirtschafts/Jura Bereich sind
da häufig Ex-Leute von McKinsey/BCG und andere Top Beratungsfirmen, weil
die Leute Work Life Balance suchen.
Auch die Auswahlverfahren sind da sehr langwierig. Nur als
ITler/Techniker kommt man noch "einfacher" an eine solche Stelle, als
bei Airbus oder Daimler. Diesen Vorteil kann man nutzen :)
Hans schrieb:> Hey ich hätte mal ein paar Fragen zum Beamtengedöns.>> Ich habe in 3 Woche ein VG beim BND im Bereich IT-Sicherheit (bin> Informatiker) und es handelt sich um eine E14- Stelle, mit Zulagen komme> ich auf rund 3000 netto.>> Wie läuft das überhaupt mit der Verbeamtung ab, hat man dort überhaupt> Chancen? Und steigt das Gehalt noch irgendwann an, denn maximal wäre 15Ü> drinnen, doch das macht dann rund 3900 netto.> Ich finde das Gehalt bombe, nur geht es dort noch weiter oder wars das> dann tatsächlich?
Ein Freund arbeitet dort. Die sind IT-mäßig dermassen unterbesetzt und
finden kaum vernünftige Leute (klar, die guten gehen für mindestens das
Doppelte in die freie Wirtschaft).
Verbeamtet wird dort jeder, der sich nicht wehrt.
Wenn das also Dein Ziel ist: Dort bist Du gut aufgehoben. Und das mit
dem "buckeln" von oben ist sicherlich beim BND nicht verkehrt. Dann
wirst Du schnell Referatsleiter und dann Gruppenleiter. Zudem kannst Du
relativ einfach in andere Sicherheitsbehörden (Verfassungsschutz, ZITiS,
BKA, BPol) wechseln, wenn Du erstmal drin bist.
A16 ist das unterste, mit dem Du da in Pension gehst (also etwa 8.000
ohne die persönlichen Zulagen).
Und Stress hast Du da mit Sicherheit keinen, das bekomme ich regelmäßig
mit...
Abradolf L. schrieb:> mister schrieb:>> Naja, IGM im Konzern wird schon schwieriger als ÖD.>> Ich rede von hD. Dass man in den öD kommt und wenns nur als E10-Knecht> ist steht außer Frage. Ich sprach explizit vom höheren Dienst also A13> aufwärts, da kommt auch nicht mehr jeder Trollo der FH richtig> buchstabieren kann rein.
Nur gibt es keinen Einstieg in den höheren Dienst ohne den ÖD je
betreten zu haben.
Hier mal vom BND:
"Vergütung erfolgt je nach Qualifikation im vergleichbar höheren Dienst
gemäß Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD Bund)"
James Bond schrieb:> Ein Freund arbeitet dort. Die sind IT-mäßig dermassen unterbesetzt und> finden kaum vernünftige Leute (klar, die guten gehen für mindestens das> Doppelte in die freie Wirtschaft).> Verbeamtet wird dort jeder, der sich nicht wehrt.> Wenn das also Dein Ziel ist: Dort bist Du gut aufgehoben. Und das mit> dem "buckeln" von oben ist sicherlich beim BND nicht verkehrt. Dann> wirst Du schnell Referatsleiter und dann Gruppenleiter. Zudem kannst Du> relativ einfach in andere Sicherheitsbehörden (Verfassungsschutz, ZITiS,> BKA, BPol) wechseln, wenn Du erstmal drin bist.> A16 ist das unterste, mit dem Du da in Pension gehst (also etwa 8.000> ohne die persönlichen Zulagen).>> Und Stress hast Du da mit Sicherheit keinen, das bekomme ich regelmäßig> mit...
Träum weiter..
Erst einmal muss man verbeamtet werden und das Dauert seine 5-10 Jahre,
dann erst steigst du in A11-A13 ein und dann wars das
Das ist ja heute wieder amüsant hier :)
Entgegen der sonstigen Meinungen:
"Als Informatiker muss man froh sein überhaupt etwas zu bekommen..."
"Bei 50k geht es nicht los, sondern da ist es schon vorbei..."
Sind wir heute mal wieder bei:
"3k Netto SK1 - das ist ja gar nichts..."
"3,9k Netto - da gehts bei IGM erst an - als Studierter mind. das
Doppelte.."
Das ist doch dermaßen lächerlich...
kurzvorbeischauen schrieb:> Das ist ja heute wieder amüsant hier :)>> Entgegen der sonstigen Meinungen:> "Als Informatiker muss man froh sein überhaupt etwas zu bekommen..."> "Bei 50k geht es nicht los, sondern da ist es schon vorbei...">> Sind wir heute mal wieder bei:> "3k Netto SK1 - das ist ja gar nichts..."> "3,9k Netto - da gehts bei IGM erst an - als Studierter mind. das> Doppelte..">> Das ist doch dermaßen lächerlich...
Man redet hier ja nicht von Informatikern, sondern von Ingenieuren
Freud schrieb:> Nein, A14 auf der höchsten Stufe sind 4k Netto bei Sk1 (Tariftabelle> 2018)
Mit welchem Lebensalter erreicht man denn realistischerweise die höchste
Stufe?
> und im Konzern kriegst du bei SK1 normalerweise nicht mehr als> 3,5k Netto.
Nö, mehr als 4k sind auf jeden Fall drin, eher über 4,5k im Schnitt mit
~13,5 Gehältern.
Hier im Norden Hamburg Unterweser EG9 (gab es für Senor
Softwareentwickler) bei 13,3 Gehältern = 70k
Aber auch bei Daimler bei EG14 BW (bekamen IT Projektleiter) = 5000*1.15
(Leistungszulage)*13.3 = 75k, dazu 1x im Jahr Gewinnbeteiligung 5k = 80k
Runtergerechnet auf 6k Brutto / Monat (wären 72k Im Jahr) haste als
angestellter 3.303,88 Netto
Mit was für einer Entgeltstufe soll man 4-5k Netto als IGMler bekommen?
Qwertz schrieb:> Freud schrieb:>> Nein, A14 auf der höchsten Stufe sind 4k Netto bei Sk1 (Tariftabelle>> 2018)>> Mit welchem Lebensalter erreicht man denn realistischerweise die höchste> Stufe?
Das kann man recht gut ausrechnen: Nach 1 Jahr Stufe 1 kommt der
Aufstieg in Stufe 2, nach 2 Jahren in Stufe 2 der Aufstieg in Stufe 3
etc. Ab Stufe 3 oder 4 kann man anfangen, vorgezogene Stufenaufstiege zu
verhandeln, Vorerfahrung kann angerechnet werden (wer nach dem Abschluss
direkt von der Uni kommt, wird in Stufe 1 einsteigen, wer vorher schon x
Jahre in Job y gearbeitet hat, der etwas mit der neuen Stelle zu tun
hat, wird davon idR mindestens einen Teil angerechnet bekommen)
Höchste Stufe in den A-Tabellen ist 8, die erreicht man also spätestens
1+2+3+4+5+6+7 = 28 Jahre nach Einstieg.
MfG, Arno
Ja weil 35h Standard sind, hier im Norden an einen 40h Vertrag zu
kommen, ist sehr schwierig gewesen (eigentlich unmöglich, eher gab es
"Vertrauensarbeitszeit").
Aber OK wenn man in einer Strukturstarken Stadt wie München wohnt, ist
A14 nicht mehr die Welt, das kann ich nachvollziehen.
Wohnt man wie ich im Osten oder wie ein Kollege von mir in
Norddeutschland, dann ist A14 extrem viel und lässt IGM weit zurück,
weil die kleinen IG Metall klitschen die es hier gibt, niedrig
eingruppieren.
Wenn ihr meint, dass in BY jeder IGMler 100k im Jahr verdient - ok.
Wobei in BY/MUC vermutlich die 100k (sind 4,4k Netto) dann vermutlich
auch nicht mehr die Welt sind ;)
Freud schrieb:> Ja weil 35h Standard sind
Aber Beamte haben idR 41h.
Also ein nicht so ganz fairer Vergleich.
Und mir kann keiner sagen, dass IT Projektleiter keine 40h bekommt...
Freud schrieb:> Wenn ihr meint, dass in BY jeder IGMler 100k im Jahr verdient - ok.
Nicht jeder, aber es ist gut erreichbar.
> Wobei in BY/MUC vermutlich die 100k (sind 4,4k Netto) dann vermutlich> auch nicht mehr die Welt sind ;)
Das stimmt, aber Bayern besteht zum Glück nicht nur aus München, und
Baden-Württemberg nicht nur aus Stuttgart.
Arno schrieb:> Höchste Stufe in den A-Tabellen ist 8, die erreicht man also spätestens> 1+2+3+4+5+6+7 = 28 Jahre nach Einstieg.
Danke, sowas Ähnliches hatte ich vermutet. Im Konzern muss man
jedenfalls nicht so lange warten, ist auch beim Vergleich zu
berücksichtigen.
Qwertz schrieb:> Danke, sowas Ähnliches hatte ich vermutet. Im Konzern muss man> jedenfalls nicht so lange warten, ist auch beim Vergleich zu> berücksichtigen.
mit 35, spätestens 40 sollte das locker machbar sein.
Beamter schrieb:> Träum weiter..>> Erst einmal muss man verbeamtet werden und das Dauert seine 5-10 Jahre,> dann erst steigst du in A11-A13 ein und dann wars das
Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal ...
Er tritt eine E14-Stelle an, das heisst, dass er Hochschulstudium (oder
Vitamin B) hat.
Also fängt er als Beamter im höheren Dienst im Eingangsamt an, das ist
dann A13. Beim Kumpel war es so, dass er schon nach einem Jahr die zuvor
angebotene Möglichkeit zur Verbeamtung angenommen hat. Inzwischen ist
er auf A15.
Mit Fachhochschulstudium geht es dann mit A9 los, für Informatiker und
manche Ingenieure ab A10 im Eingangsamt.
Im höheren Dienst kommt er immer auf A16, wenn er sich nicht doof
anstellt. Darüber wird es dann politisch, und da muss er selbst
entscheiden, ob er dann die - die Vergangenheit hat es gezeigt - teils
fragwürdigen Aktionen des BND mitträgt.
James Bond schrieb:> Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal ...>> Er tritt eine E14-Stelle an, das heisst, dass er Hochschulstudium (oder> Vitamin B) hat.> Also fängt er als Beamter im höheren Dienst im Eingangsamt an, das ist> dann A13. Beim Kumpel war es so, dass er schon nach einem Jahr die zuvor> angebotene Möglichkeit zur Verbeamtung angenommen hat. Inzwischen ist> er auf A15.>> Mit Fachhochschulstudium geht es dann mit A9 los, für Informatiker und> manche Ingenieure ab A10 im Eingangsamt.>> Im höheren Dienst kommt er immer auf A16, wenn er sich nicht doof> anstellt. Darüber wird es dann politisch, und da muss er selbst> entscheiden, ob er dann die - die Vergangenheit hat es gezeigt - teils> fragwürdigen Aktionen des BND mitträgt.
E14 ist doch für nicht Beamte? Und Ax ist doch für Beamte, du schmeißt
da was durcheinander.
Man wechselt doch nur von E nach A, nach der Verbeamtung und dann fängt
man bei A13 an. Die Verbeamtung ist aber besonders beim BND nicht gewiss
Rambo112 schrieb:> James Bond schrieb:> E14 ist doch für nicht Beamte? Und Ax ist doch für Beamte, du schmeißt> da was durcheinander.>> Man wechselt doch nur von E nach A, nach der Verbeamtung und dann fängt> man bei A13 an. Die Verbeamtung ist aber besonders beim BND nicht gewiss
Was anderes habe ich doch nicht geschrieben.
Es geht um Hans, der oben gepostet hat. Der fängt mit der E14-Stelle
dort an und kann sich dann verbeamten lassen. Dann wird er A13.
Beamte kriegen ordentlich Kindergeldzuschuss.. warum auch nicht, kriegt
ja schließlich jeder.. nicht.
3 Kinder + Frau macht 715 Euro Zuschlag pro Monat (bei A14).
720 Brutto und bei 3 Kindern wird die Frau nicht arbeiten, die kannste
dann zusammen mit den 3 Kindern schön privat versichern für 500-600
Euro, das aber vom NETTO.
Dr. Seltsam schrieb:> 720 Brutto und bei 3 Kindern wird die Frau nicht arbeiten
Selbst wenn sie arbeiten würde, müsste er zumindest die Kinder privat
versichern bei A14.
farad schrieb:> Beamte kriegen ordentlich Kindergeldzuschuss.. warum auch nicht, kriegt> ja schließlich jeder.. nicht.
Warum werden hier eigentlich ständig an den Fakten vorbei die
Beamtengehälter hochgejubelt? Ja, sie verdienen nicht schlecht, aber mit
der Privatwirtschaft können Sie nun einmal nicht mithalten. Mein Mitleid
hält sich dafür allerdings stark in Grenzen.
Dr. Seltsam schrieb:> Ja, dafür reichen die 720 brutto dann aber, vielleicht geht man noch mit> 50 Gewinn raus ;-)
Man geht mit 3 Kindern mit Gewinn raus? ;) duck und weg
Also die IGM-Gehälter sind zwar wirklich top und auch
überdurchschnittlich, aber die Eingruppierung wird hier teilweise schon
stark beschönigt.
Mit EG10 kann man einsteigen - ja, mit etwas Glück, aber meist ist das
gleichzeitig die Zieleinstufung.
Selbst Leiter kleinerer Teams sitzen lange bei EG10 fest. EG11 und EG12
kenn ich eigentlich nur in sehr wenigen Fällen und wird in vielen Firmen
kaum vergeben.
Zur AT kommen dann sowieso nicht viele - da reden wie von den wenigen
Ausnahmen.
Also irgendwo muss diese Dkskussion hier schon wieder etwas zur Realität
zurückkehren.
Wie vorher schon mal gesagt wurde, entweder wird hier von 30k oder von
100k gesprochen.
90% bewegen sich aber irgendwo in der Mitte.
Ich warte noch auf die Rechnung auf die Lebenszeit :-)
Mal ein paar Eckdaten, alles BaWü:
EG 16, 40 h, 15% LZ (=Durchschnitt):
Brutto: 99600 Euro
Netto bei SK1: 4660 Euro, mit Gewinnbeteiligung locker 4900 Euro
Beamter A14/5 (=niedrigste Stufe, wobei man wohl eher bei A13
einsteigt):
Netto bei SK1: 3370 Euro
Beamter A14/12 (=Endstufe nach mind. 24 Jahren):
Netto bei SK1: 4100 Euro
Für einen kompletten Vergleich fehlt die Bewertung der besseren Pension
der Beamten und die PKV. Ich glaube aber, meine Aussage mit "1000 Euro
netto mehr" kommt hin. Auf der anderen Seite sieht man auch, dass es
genug Ingenieure gibt, die deutlich weniger verdienen als Lehrer.
Abcdefgh schrieb:> Selbst Leiter kleinerer Teams sitzen lange bei EG10 fest. EG11 und EG12> kenn ich eigentlich nur in sehr wenigen Fällen und wird in vielen Firmen> kaum vergeben.
Kann ich wie gesagt nicht nachvollziehen.
Klar steigt kaum wer mit EG10 ein, bei uns starten die internen dualen
Bachelor sogar erstmal mit EG8. Aber die sind auch 21/22 Jahre alt. Bis
spätestens 30 hat da eigentlich jeder seine EG12, wenn man sich
entsprechend entwickelt.
EG10 haben bei uns schon viele Facharbeiter im technischen Support.
Meister oder Techniker auch EG11/12. Je nach Stelle halt.
Auch als Facharbeiter kann man z.b. Projektmanager werden mit ITIL, PMP,
Prince2 usw. Da brauch es einfach nur Erfahrung, Vitamin B und sich halt
gut präsentieren. Und das ist dann EG12.
Auch die IT Admins sind in der interen IT idR bei 10-12 eingruppiert.
Dr. Seltsam schrieb:> Meister oder Techniker auch EG11/12. Je nach Stelle halt.> Auch die IT Admins sind in der interen IT idR bei 10-12 eingruppiert.
Und die Ingenieure? Sind die bei Bosch alle automatisch AT? ;-) Ich
vermute nicht.
Oder gibt es zwischen Meister, Techniker, IT Administrator und z.B.
Entwicklungsingenieur oder Projektleiter keine Gehaltsunterschiede mehr?
Ich meine, es gibt dann halt schon noch ein paar Unterschiede in der
fachlichen Komplexität zwischen einer Meister/Techniker-Stelle und die
eines studierten Ingenieurs oder Informatikers (ansonsten könnte man
sich das Studium auch schenken). Normalerweise sollte genau das auch von
ERA über die Eingruppierung bzw. Stellenbewertung widergespiegelt sein:
Höhere Anforderungen = höhere Entgeltstufe.
Oder macht das bei Euch überhaupt keinen Unterschied und es sind quasi
alle Stellen ab Techniker/Meister fast gleich bewertet?
Qwertz schrieb:> Oder gibt es zwischen Meister, Techniker, IT Administrator und z.B.> Entwicklungsingenieur oder Projektleiter keine Gehaltsunterschiede mehr?
Hängt doch von der Stelle ab. Ich würde mir nicht anmaßen wollen den
Hasenstall in der Produktion und SCM zu koordinieren, daher kann ich mir
schon vorstellen, dass es auch Meister gibt, die in EG11/EG12 tingeln,
wenn davon maßgeblich die Lieferfähigkeit oder ähnliches abhängt.
Abradolf L. schrieb:> Hängt doch von der Stelle ab.
Genau das meine ich ja. Es gibt nun einmal Stellen, die höhere fachliche
Komplexität und damit Anforderungen haben, die man praktisch fast nur
mit einem Studium erfüllen kann. Wenn diese aber die gleichen
Entgeltstufen haben wie die üblichen Stellen für Techniker-Niveau, dann
widerspricht das dem Gedanken hinter ERA.
Ich bin auf die Antwort von Dr. Seltsam gespannt.
Naja, laut ERA kann man alles auch auf anderem Wege erreichen, ein
Studium ist nicht zwingend erforderlich.
Das gilt imo für fast alle Tarif Stellen. Daneben sind schon unsere
Monteure draußen in EG8/9, was verdient dann deren Gruppenleiter oder
der Bauplaner. Halt nochmal ne Schippe mehr.
In der IT ist es ja eh relativ egal ob Bachelor oder Fachinformatiker,
Hauptsache man kann das erforderliche. Gleiches im Projektmanagement.
Bei beidem kann man sein Wissen auch gut zertifizieren. CCNP, mCSE,
IPMI, PMP, Prince2 usw usf
Die einzigen Stellen sind halt in „unserem“ Bereich die Entwicklung.
Hardware oder SW Architekten. Da wird es schwer ohne Studium und
meistens auch mit Master. Oder auch Dr.
Dr. Seltsam schrieb:> Die einzigen Stellen sind halt in „unserem“ Bereich die Entwicklung.> Hardware oder SW Architekten. Da wird es schwer ohne Studium und> meistens auch mit Master. Oder auch Dr.
Also verstehe ich es richtig, dass bei euch quasi alle im Bereich EG10
bis EG12 bekommen, egal welcher Job es ist, nur dass die Entwickler
normalerweise studiert haben?
Da könnte man ja fast auf die Idee kommen, ein Studium würde sich
finanziell gesehen gar nicht lohnen, zumindest bei euch. ;-)
Angeber schrieb:> Hallo zusammen,>> wo kann ich denn als Maschinenbauer als Beamter arbeiten?
Naja Maschinentechnik hat die öffentliche Hand auch
Bundeswehr
Liegenschafts- und Gebäudeverwaltung aka Finanzdirektionen
...
Maschinenbauingenieure arbeiten wie Elektrotechnik- Umwelt- Und
Bauingenieure in den Staatlichen Bauämtern. Irgendeinen Vorteil muss das
wohl haben, sonst würde man da keinen vorfinden.
Der Wechsel von freier Wirtschaft ins Amt kommt immer wieder vor,
während es andersrum praktisch garnicht passiert.
Irgendein Fakt wurde also in der Diskussion aussen vor gelassen. Und
Nein, das sind nicht alle die schlechtesten ihres Faches.
Michael schrieb:> Maschinenbauingenieure arbeiten wie Elektrotechnik- Umwelt- Und> Bauingenieure in den Staatlichen Bauämtern. Irgendeinen Vorteil muss das> wohl haben, sonst würde man da keinen vorfinden.> Der Wechsel von freier Wirtschaft ins Amt kommt immer wieder vor,> während es andersrum praktisch garnicht passiert.> Irgendein Fakt wurde also in der Diskussion aussen vor gelassen. Und> Nein, das sind nicht alle die schlechtesten ihres Faches.
Vielleicht wird die Tatsache vergessen, dass es viele ab einem gewissen
Gehalt auch einfach nicht mehr brauchen. Wenn man ein Häuschen hat, die
Familie ernähren kann, mindestens jährlich in den Urlaub fahren kann und
auch sonst nicht so sehr aufs Geld gucken muss, was will man dann noch
mehr? Es gibt genug Menschen, die brauchen für ihr Ego keinen BMW X6 und
die brauchen auch keinen Luxusurlaub, bei dem einem der Hotelservice
noch den Hintern abwischt. Ersteres ist halt auch mit einem
Beamtengehalt im höheren Dienst sehr gut möglich. Da hat man dann aber
auch noch den Vorteil, dass man sich nicht mehr um die Altervorsoge
kümmern muss. Angst vor Arbeitslosigkeit hat man auch nicht und somit
braucht man sich bei der Arbeit auch nicht unbedingt mehr Stress machen
als nötig. Solange man sich nicht die halbe Inneneinrichtung des
Verwaltungsgebäudes klaut, kann einen keiner kündigen, man wird
höchstens versetzt.
Linux T. schrieb:> Ansonsten: schön buckeln, dann wird das was mit der Beamtenkarriere.
Viel wichtiger: Sehr viel netzwerken und am besten noch in der richtigen
Partei Mitglied sein, dann wird es vielleicht auch etwas mit der
Karriere als Beamter. Deine fachliche Eignung oder Leistung spielt
dagegen keine Rolle.
Richtige Partei hat mit Verbeamtung nichts zu tun. „Buckeln" muss man um
Beamter zu werden nur für das notwendige Staatsexamen.
Danach ist man nur noch seinem guten Gewissen verpflichtet. Man hat
keinen privatrechtlichen Arbeitsvertrag, bei welchem man Leistung gegen
Bezahlung schuldet.
Vll ist es letzten Endes auch eine Typfrage. Tatsächlich ist es so, dass
die erbrachte Leistung weniger entscheident ist für das Aufsteigen als
in der freien Wirtschaft. Stufenaufstiege gehen automatisch nach Zeit.
Gruppenaufstiege gehen mit einer guten Bewertung 6 Monate schneller.
Michael schrieb:> Richtige Partei hat mit Verbeamtung nichts zu tun.
Ich schrieb ja auch für eine Karriere als Beamter. Also zumindest in
Bayern ist das definitiv so.
Wer geht denn als talentierter und fleißiger Ingenieur freiwillig ins
Amt?
Da gibt es auch in Deutschland wesentlich bessere Optionen:
-) Großkonzern wenn man eine ruhigere Kugel schieben will. Bei einer
einigermaßen vernünftigen Konzern-Karriere steigen die Gehälter schnell
deutlich über die der A13/A14 Stellen
-) Selbständigkeit / Freiberufliche Arbeit, gutes Geld ohne träge
Prozesse und sozialen Druck, geht auch ohne Burnout wenn man
einigermaßen gute Zeitmanagement-Skills hat
Altersgrauheit schrieb:> Da gibt es auch in Deutschland wesentlich bessere Optionen:> -) Großkonzern wenn man eine ruhigere Kugel schieben will. Bei einer> einigermaßen vernünftigen Konzern-Karriere steigen die Gehälter schnell> deutlich über die der A13/A14 Stellen
Dem kann ich nur vollkommen zustimmen. Mehr Geld bei sehr guter
Work-Life-Balance. Ein weiterer Vorteil: Wenn es am Arbeitsplatz
wirklich mal nicht mehr für einen passen sollte, kann man den
Arbeitgeber wechseln, der Beamte nicht.
Beamte arbeiten doch 42h, die haben doch erst letzens wieder
demonstriert, dass sie so viele Überstunden hätten.
Als Disneyfigur im IGM-Disneyworldbetrieb hat man 35h/w und dennoch mehr
Geld. Zulagen fallen fast nie weg + Gewinnbeteiligung,
Frühverrentungsprogramme mit fetten Abfindungen, Betriebskindergärten,
...
Der wahre Beamte ist doch heute der der bei IGM-Disneyworld anfängt.
A14,... klingt alles toll aber da wird auch mit allen Mitteln verhindert
dass man höher eingestuft wird. Verbeamtung ist auch so ne Karotte die
man in Form von befristeten Verträgen den Leuten schmackhaft machen
will. Nach 2 Jahren wird dann wieder befristet weil es gerade nicht
passt oder man wird gleich wieder zurückgestuft,... da gibts tausend
Möglichkeiten die Leute unten zu halten, das wird auch intensiv gemacht,
deshalb sind hier in den
Stellenbörsen seit Jahren in vielen ÖD-"Betrieben" ständig die gleichen
Stellen ausgeschrieben. Da bleibt halt keiner lange oder fängt erst gar
nicht an, weil er weiss wie die Verarschungsprozedur dort abläuft.
Ich habe mich selber mal zum Spass auf so ne Stellenleich beworben. Da
wurde auch viel versprochen, was man dann als Vertragsangebot bekam sah
ganz anders aus. Der reinste Nepp ist das.
Die Verbeamtung nach 2 Jahren bekommt man zumindest als Lehrer
schriftlich zugesichert. Ich bin bei einem IGM-Disneyworldbetrieb
angstellt und bekomme nicht mehr als ein Lehrer und 35 h schaffe ich nie
wirklich. Dafür habe ich Leistungsdruck, Stress, kann nie geplant Urlaub
nehmen und muss immer wieder liefern.
Böse Zunge schrieb:> Die Verbeamtung nach 2 Jahren bekommt man zumindest als Lehrer> schriftlich zugesichert. Ich bin bei einem IGM-Disneyworldbetrieb> angstellt und bekomme nicht mehr als ein Lehrer und 35 h schaffe ich nie> wirklich. Dafür habe ich Leistungsdruck, Stress, kann nie geplant Urlaub> nehmen und muss immer wieder liefern.
Das kann ich nur unterschreiben. Ist bei mir die identische Situation.
35h, welche ich aufgrund der Fülle der Aufgaben kaum bis gar nicht
schaffe, Urlaub der um Projektpläne und Meilensteine geplant wird und
den aus diesen beiden Punkten resultierenden Druck + Stress.
Gehalt ~ wie A13 Berufsschullehrer (BY)
Same Same schrieb:> Das kann ich nur unterschreiben. Ist bei mir die identische Situation.> 35h, welche ich aufgrund der Fülle der Aufgaben kaum bis gar nicht> schaffe, Urlaub der um Projektpläne und Meilensteine geplant wird und> den aus diesen beiden Punkten resultierenden Druck + Stress.> Gehalt ~ wie A13 Berufsschullehrer (BY)
Das kann ich für mich nicht bestätigen. Ich habe einen 40h-Vertrag und
kaum Stress bei der Arbeit; ich kann meine Aufgaben relativ gemütlich
erledigen, es bleibt auch noch viel Zeit für allerlei andere Dinge
nebenbei. Meinen Urlaub konnte ich bisher immer nehmen, wann ich wollte.
Mein Gehalt entspricht ungefähr A16 in Bayern. Als Beamter wäre ich
vermutlich nie in diese Gehaltsklasse gekommen.
Senf D. schrieb:> ich kann meine Aufgaben relativ gemütlich erledigen, es bleibt auch noch> viel Zeit für allerlei andere Dinge nebenbei. Meinen Urlaub konnte ich> bisher immer nehmen, wann ich wollte.
Glückwunsch. Ich kenne einige mit EG11 und EG12 in Bayern, aber du bist
bisher der erste und einzige, der das von sich behauptet. Damit scheidet
Embedded Entwicklung schon mal aus, denn dort ist das fast nie der Fall.
Bist du Qualitäter oder DevOps? Oder versteht dein Chef nur nicht, dass
du nicht voll ausgelastet bist und du sagst es ihm auch nicht?
"Immer" ist ein Statement. Das heisst auch, dass man immer auf dich
verzichten konnte. Gerade die Top-Leute bei uns schieben den Urlaub
massiv vor sich her, nehmen immer viel ins Folgejahr mit.
Same Same schrieb:> Ist bei mir die identische Situation.> 35h, welche ich aufgrund der Fülle der Aufgaben kaum bis gar nicht> schaffe,
Ich kenne auch solche Kollegen. Ständig überlastet - oder überfordert,
haben aber immer massig Zeit, um einem stundenlang das Ohr mit ihrem
Gejammer abzukauen.
Beamtenhasser ohne jegliche mindeste Ahnung. Aber vielen Vorurteilen.
Also ein QE4 Beamter schafft eigtl. immer die A15. „Rückstufungen",
gibt's das überhaupt ? Ist das nach LlBG zulässig ? Ein Lehrer schafft
vll A15 nicht, für das was der mit A14 im Verhältnis zur Arbeitszeit
verdient sieht ein IGM'ler alt aus.
Ein Ingenieur der QE3 (19 Feuerstein gehobener Dienst genannt) steigt
mit A10 Stufe 3 ein. Das mag weniger sein als das EG 9 bei der IG,
allerdings hat er andere Privilegien. Und bitte nicht erzählen er sieht
maximal A11. Das is einfach erlogen. Wenn er auf der Stelle bleibt ist
bei A13 (Baurat bei Maschbau und Bau) stehen.
Wechselt er an Mittel- oder Oberbehörde sind A13 Z Stellen drin.
Dass man hier keinen fleißigen und talentierten Ingenieur finden würde
ist die nächste erlogene Erfindung.
Es läuft vll ruhiger und gedrosselter ab, faul sind deswegen nicht alle.
Bei so großen Institutionen ist es eben möglich, dass man einige
mitzieht, deswegen geht das richtigerweise auch im Großkonzern.
Unterschied ist, dass es im Großkonzern andere durch Mehrarbeit
ausgleichen müssen.
Es bleibt aber richtig: Für extreme Karrieretypen bleibt die
Privatwirtschaft attraktiver. Dabei ist zu empfehlen nicht krank zu
werden und bis zur Rente durchzuhalten.
Achja, Privatwirtschaft:
Hier ein Fakt neben den hier genannten Lügen: continental entlässt 2021
2.500 Leute, auch Ingenieure darunter. Die selben Maschinenbauingenieure
haben verbeamtet nichtmal die Arbeitsverweigerung als
Kündigungsgrund.....
IchGlaubeEsNicht schrieb:> Ich kenne auch solche Kollegen. Ständig überlastet - oder überfordert,> haben aber immer massig Zeit, um einem stundenlang das Ohr mit ihrem> Gejammer abzukauen.
Schließe bitte nicht von dir oder deinen Kollegen auf mich. Danke.
Denk vll. auch mal über Folgendes nach „Was ich denk und was ich tu,
trau ich auch den anderen zu“.
Ansonsten erstaunt mich die Aussage von Senf, aber Glückwunsch zu diesem
Arbeitsumfeld und den Bedingungen die du vorfindest.
Same Same schrieb:> Schließe bitte nicht von dir oder deinen Kollegen auf mich.
Sollte ich dir das Gefühl gegeben habe, du wärst überfordert, tut mir
das natürlich herzlich leid.
IchGlaubeEsNicht schrieb:> Same Same schrieb:>> Schließe bitte nicht von dir oder deinen Kollegen auf mich.>> Sollte ich dir das Gefühl gegeben habe, du wärst überfordert, tut mir> das natürlich herzlich leid.IchGlaubeEsNicht schrieb:> Ich kenne auch solche Kollegen. Ständig überlastet - oder überfordert,> haben aber immer massig Zeit, um einem stundenlang das Ohr mit ihrem> Gejammer abzukauen.
Ich zitiere dein Geschwurbel nochmal vollständig. In deinem
Ursprungsbeitrag berichtest du von überlasteten oder überforderten
Kollegen, welche dir mit ihrem Gejammer ein Ohr abkauen.
Davon habe ich doch gar nichts berichtet? Weder jammere ich meine
Kollegen voll, noch werde ich von diesen vollgejammert.
Deshalb meinte ich du solltest bitte nicht die Situation in deinem
Betrieb auf mich übertragen.
Kannst du sonst etwas zum Thema beitragen?
Same Same schrieb:> Kannst du sonst etwas zum Thema beitragen?
Ja, dass das Überlastungs-Gejammer der selbst gefühlten Leistungsträger
entweder Show oder Zeichen von Überforderung ist.
IchGlaubeEsNicht schrieb:> Same Same schrieb:>> Kannst du sonst etwas zum Thema beitragen?>> Ja, dass das Überlastungs-Gejammer der selbst gefühlten Leistungsträger> entweder Show oder Zeichen von Überforderung ist.
Dein Satz trieft nur so vor Überheblichkeit. Kann jemand kein
Leistungsträger sein und trotzdem teilweise überfordert sein/
überfordert werden? Ist Überforderung "schlimm"?
Über Menschen die um ihre Person eine Show machen brauchen wir nicht
reden...
Aus deinen Aussagen schließe ich darüber hinaus, dass du ein wahrer
Leistungsträger bist, der alle Aufgaben mit Leichtigkeit erledigt.
Glückwunsch dazu!
Du wirst eine großartige Karriere, die vll. bis zum CEO eines
Großkonzerns reicht, vor dir haben!
Same Same schrieb:> Ist Überforderung "schlimm"?
Manch brauchen das offenbar, um ihrem leeren Leben do das Gefühl der
Unentbehrlichkeit zu haben
Same Same schrieb:> Du wirst eine großartige Karriere, die vll. bis zum CEO eines> Großkonzerns reicht, vor dir haben!
Ich habe meine Karriere altersmäßig bereits hinter mir und viele der
Jammer-Boys und Luftpumpen erlebt und kann mich nur über diese
Einstellung erheitern.
Same Same schrieb:> Dein Satz trieft nur so vor Überheblichkeit.
Man kann es auch umfangreiche Erfahrung nennen.
Da du so heftig getriggert wirst: Fühlst du dich nicht doch insgeheim
angesprochen?
.
IchGlaubeEsNicht schrieb:> Same Same schrieb:>> Ist Überforderung "schlimm"?>> Manch brauchen das offenbar, um ihrem leeren Leben do das Gefühl der> Unentbehrlichkeit zu haben
Ich meinte die Frage eigentlich anders, aber deine Antwort trifft den
Nagel auf den Kopf.
> Same Same schrieb:>> Du wirst eine großartige Karriere, die vll. bis zum CEO eines>> Großkonzerns reicht, vor dir haben!>> Ich habe meine Karriere altersmäßig bereits hinter mir und viele der> Jammer-Boys und Luftpumpen erlebt und kann mich nur über diese> Einstellung erheitern.>> Same Same schrieb:>> Dein Satz trieft nur so vor Überheblichkeit.>> Man kann es auch umfangreiche Erfahrung nennen.>> Da du so heftig getriggert wirst: Fühlst du dich nicht doch insgeheim> angesprochen?>> .
Getriggert hat mich deine sarkastische Entschuldigung weiter oben.
> Michael schrieb:>Es bleibt aber richtig: Für extreme Karrieretypen bleibt die>Privatwirtschaft attraktiver.
Amen damit können wir schließen.
Hüter der öffentlichen Ordnung schrieb:> Ich prognostiziere, dass Vorstellungsgespräch ist für dich die> Endstation beim BND.
Das ist da immer so. Im öffentlichen Dienst werden Stellen
ausgeschrieben, die schon vergeben sind.
Qwertziologe schrieb:> Glückwunsch. Ich kenne einige mit EG11 und EG12 in Bayern, aber du bist> bisher der erste und einzige, der das von sich behauptet. Damit scheidet> Embedded Entwicklung schon mal aus, denn dort ist das fast nie der Fall.> Bist du Qualitäter oder DevOps? Oder versteht dein Chef nur nicht, dass> du nicht voll ausgelastet bist und du sagst es ihm auch nicht?> "Immer" ist ein Statement. Das heisst auch, dass man immer auf dich> verzichten konnte. Gerade die Top-Leute bei uns schieben den Urlaub> massiv vor sich her, nehmen immer viel ins Folgejahr mit.
Das ist aber mehr ein Problem der Kollegen selbst. Meine beiden langen
Urlaube 3 Wochen im August und 3,5-4 Wochen über Weihnachten trage ich
relativ früh im Jahr ein und gut, was interessieren mich da eventuell
vorgeplante Meilensteine und whatever? Wenn die Chinesen ihre einandhalb
Wochen Neujahrsfest im Februar haben, sind sie auch nicht da, punkt.
Umgekehrt wird ein Schuh draus: Wenn ein Projekt so vergurkt geplant
ist, dass Leute nicht nicht mal 2-3 Wochen nehmen können, ist das
einfach ein Organisationsproblem unabhängig ob man zu den "Performern"
gehört.
Bisschen gesunder Menschenverstand gehört auch dazu. Mal nen Tag frei
nehmen geht spontan, ne Woche sollte man mit ein bisschen Vorlauf
kommunizieren können, längeres halt eben mit mehr Vorlauf, der Chef kann
dann planen und an die Projektleitung kommunizieren.
Mein Urlaub ist spätestens im Januar des Folgejahres genommen und gut.
Schließlich können Leute genauso gut auch mal krank werden, dasselbe nur
ungeplant. Wenn ihr also entweder unfähige Projektleiter habt oder euch
von den Projektleitern ausschmieren lasst, ist das entweder ein Problem
der Organisation oder euer eigenes.
Moin, was man hier so liest ... ich rede hier vom Bund. Keine
Nachfolgeunternehmer der Post, Bahn oder Sonstige. Bundesbeamte in der
Laufbahn des
Einstieg:
Also beim Bund Einstieg immer E11, E10, E13, E14 ... so wie
ausgeschrieben. Man muss dann auch mal gucken. Beamten- oder
Angestelltenstellen sind nicht immer gleich bewertet. Es gibt durchaus
A15/E14 oder umgekehrt. Wir haben auch E9a/A8 aber auch E8/A9.
Verbeamtung:
Bei meinem Referatsleiter (Physiker, nicht promoviert) war dann nach der
Probezeit direkt die Verbeamtung angesagt. Kein Vorbereitungsdienst von
zwei Jahren. Ja, ich kenne noch von hD welche, die im Referendariat
waren. Aber seit mindestens zehn Jahren gibt es dass bei uns für
Physiker/Ingenieure/Chemiker nicht mehr. Regierungsrat zur Anstellung
wie früher gibt es nicht mehr!
Auch muss, wenn die vorherige Arbeitslaufbahn dienlich war, nicht das
Eingangsamt sein. Also wurde er direkt A14. Nach kurzer Zeit A15, da die
Stelle so bewertet ist.
PKV:
Bei Beamten des Bundes ist 50 % PKV pflicht, bei einem Kind. Ab zwei
Kinder 30 %, die Kinder müssen zu 20 % PKV versichert werden, wenn sie
nicht z.B. über dem Ehepartner versichert sind. GKV geht auch, dann aber
100 %. Lohnt sich bei vielen Kindern eher. Eventuell muss auch der
Partner mitversichert werden. Den Anteil weiß ich jetzt nicht.
Vorteil: Gegenüber meiner GKV-versicherten Ehefrau sehe ich keine. Auch
nicht als meine Kindern noch bei ihrer GKV versichert waren. Ich erkenne
weder bei Terminvergabe oder Behandlungen einen Unterschied. Auch nicht
im Krankenhaus.
Nachteil: Man zahlt als PKV-versicherter immer Rechnungen aus eigener
Tasche. Da kommt was zusammen. Zwei Kinder, Zahnspange, Krankenhaus ...
Dann rechnet man mit der PKV ab, die in der Regel alles zahlt. Vom
Dienst gibt es Beihilfe. Doch die zahlt nicht pauschal 50 %. Es wird so
gut wie immer etwas als nicht beihilfefähig angesehen. Ich zahle rund 5
% aus eigener Tasche. Und Beihilfe dauert, weil Apps wie PKV natürlich
nicht zur Verfügung stehen. Dazu aber ausgefeilte Formulare ... Man
wartet zur Zeit acht Wochen auf die Beihilfe. Nein, nicht alle Mediziner
haben als Zahlungsziel vier Wochen.
Arbeitszeit:
Die Arbeitszeit beim Bund beträgt 41 Stunden. Hat man mindestens ein
Kind unter 12 Jahren, dann 40 Stunden. Auf Antrag natürlich (da muss man
sich schon mal an den Kopf fassen).
Karriere:
Beispiel: Ich steige mit A9 ein und sitze auf eine A13 stelle. Dann
braucht es schon einige Jahre, denn man wird nur befördert, wenn man
sich gegenüber anderen durchsetzen kann. Dazu gibt es ein mehr oder
weniger sinnvolles Beurteilungssystem. Gibt es beispielsweise 10
Beförderungsmöglichkeiten, es sind aber 20 zu Befördernde da, dann
gucken 10 in die Röhre. Mit jeder Berurteilunsrunde ändert sich die
Reihung. Aus knapp verfehlt als 11er kann man auch abrutschen und ist so
gut wie nie dran.
Lohnt es sich?
Hier für unsere staatlich-geprüften Techniker offensichtlich auch schon,
da trotz PKV viele sich verbeamten lassen. Aus TVÖD E9b wird in der
Regel erst mal A7. Wann die dann A8 und A9 werden hängt von den
Beurteilungen und Beförderungsstellen ab.
Klar verdient man bei den Werften, Airbus und der Automobilindustrie
mehr. Aber offensichtlich ist die Sicherheit ausschlaggebend. Dazu ist
mobiles Arbeiten und sehr flexible Arbeitszeitmodelle für viele (nicht
alle) nun möglich, was ebenfalls zur Attraktivität beiträgt.
Wenn man sich mal anschaut, wo die gesamte Wirtschaft in Deutschland und
in Europa hinsteuert kann ich jedem nur raten sich beim Staat/Land
verbeamten zu lassen. Insbesondere mit Kindern hat mein ein ähnliches
Netto wie Konzern Ingenieure und dann noch selbst mit Betriebsrente
deutlich mehr Pension.
Man muss sich einfach mal folgendes vor Augen halten:
- Deutschland und ganz Europa wandern immer weiter nach links. Um dieses
völlig kaputte System mit tendenziell mehr Staatswirtschaft ( und damit
weniger Produktivität ) am Leben zu halten werden in Europa zu unseren
Lebzeiten keine realen Anleihen Zinsen mehr kommen ( und ja, die gab es
früher, auch Real! ). Damit werden die Betriebsrenten weiter erodieren.
- Ein Beamter muss bei vielen Dingen weniger Beiträge zahlen, als jemand
der ein vergleichbares Netto hat, du viele Beiträge am Brutto bemessen
werden.
- Durch die völlig fehlgeschlagenen Energiewende und die hohen Kosten
von ungebildeter Migration werden auch die Steuern und Energiepreise in
Deutschland immer höher werden. Die Konzern werden weiter abwandern und
die Stellen dadurch unsicherer.
Beamter sein ist besser als man denkt, dass werden viele in den nächsten
Jahren bitter lernen
David H. schrieb:> Insbesondere mit Kindern hat mein ein ähnliches Netto wie Konzern> Ingenieure und dann noch selbst mit Betriebsrente deutlich mehr Pension.
Der erste Teil deiner Aussage stimmt definitiv nicht. Im Konzern hat man
jeden Monat durchschnittlich 1.000 bis 2.000 € mehr netto in der Tasche.
Das ergibt ein sehr viel höheres Lebenseinkommen. Wenn man nur einen
Teil davon in seine Altersvorsorge investiert (z.B. über einen
langfristigen Wertpapiersparplan), dann sieht sogar jede Beamtenpension
blass dagegen aus.
Wenn ich das hier so lese, dann habe ich was im Leben falsch gemacht.
Ich arbeite als Hardwareentwickler und bekomme 2,1k Netto im Monat. Und
das seit 15 Jahren :(
Ultimate Qwertz schrieb:> Wenn ich das hier so lese, dann habe ich was im Leben falsch> gemacht. Ich arbeite als Hardwareentwickler und bekomme 2,1k Netto im> Monat. Und das seit 15 Jahren :(
Ohne dir zu nahe treten zu wollen, muss ich dir absolut recht geben, da
ist etwas mächtig schief gelaufen in deinem Leben. Aber warum fällt dir
das jetzt plötzlich auf, nach 15 Jahren? Warum hast du nie über
Gehaltserhöhungen verhandelt oder deinen Arbeitgeber gewechselt? Wenn
du selbst nicht aktiv wirst für mehr Gehalt, wird es jedenfalls
niemand anderes für dich tun. Jeder ist seines Glückes Schmied.
Senf D. schrieb:> Ohne dir zu nahe treten zu wollen, muss ich dir absolut recht geben, da> ist etwas mächtig schief gelaufen in deinem Leben. Aber warum fällt dir> das jetzt plötzlich auf, nach 15 Jahren? Warum hast du nie über> Gehaltserhöhungen verhandelt oder deinen Arbeitgeber gewechselt? Wenn> du selbst nicht aktiv wirst für mehr Gehalt, wird es jedenfalls> niemand anderes für dich tun. Jeder ist seines Glückes Schmied.
Ich bin halt anspruchslos. Ich hatte damals keinen Ausbildungsplatz
bekommen und habe einfach studiert. Ich habe es dann geschafft und den
nächstbesten Job angenommen. Ich bin einer, der nur froh ist, wenn er
überhaupt Arbeit hat. Karriere Ambitionen und sonstiges habe ich nicht.
Eine eigene Familie habe ich nicht. Deshalb reicht mir mein Gehalt und
ich finde das Leben so in Ordnung.
Ultimate Qwertz schrieb:> Karriere Ambitionen und sonstiges habe ich nicht. Eine eigene Familie> habe ich nicht. Deshalb reicht mir mein Gehalt und ich finde das Leben> so in Ordnung.
Wen du zufrieden bist, ist eigentlich alles in Ordnung. Wenn es das in
einigen Jahren aber nicht mehr ist, dann könnte es allerdings für große
Änderungen beim Gehaltsniveau irgendwann zu spät sein, wenn es das nicht
jetzt schon ist.