Joachim B. schrieb:
> Theor schrieb:
>> Von wem wurde das, wie genau und in welchem Zusammenhang wo gesagt?
>> Zitate mit Quellenangaben bitte.
>
> ??? kann ich nicht genau bentworten
Klar. Aber du bist ja auch nicht der TE und damit eigentlich gar nicht
angesprochen. Ich kann Theor da nur beipflichten. Basierend auf "ich
habe mal irgendwo gelesen" oder "irgendwer hat mal gesagt" kann man
nicht zielführend diskutieren. Was wissen wir denn, in welchem
Zusammenhang das gesagt oder geschrieben wurde?
> synergy für PI und windows soll man kaufen
> im RPM findet man
> http://rpmfind.net/linux/rpm2html/search.php?query=synergy
> irgendwie ein Widerspruch
Gar nicht. Ich finde diesen Ansatz sogar höchst sympathisch. "Du hast
dich für ein Betriebssystem entschieden, für das du bezahlen mußt. Dann
bezahle auch für diese Software." Der Hintergrund ist auch einleuchtend.
Für Linux kriegt der Entwickler seine Tools (Compiler, Debugger, Libs)
selber für Umme. Wenn er was für Windows entwickeln will, muß er u.U.
selber Geld an Microsoft abdrücken. Ist nur gerecht, wenn er sich das
wiederholt. Ganz nebenher ergibt sich ein edukativer Effekt für den
Anwender. "Vielleicht steige ich doch lieber von Windows nach Linux um."
wendelsberg schrieb:
> Eines der bekannteren Beispiele ist die QT Bibliothek.
> Fuer private Zwecke frei, kommerzielle Lizenzen kosten Geld.
Nicht wirklich vergleichbar. Qt und andere Bibliotheken bieten sich für
dual licensing geradezu an. Aber dem TE ging es recht offensichtlich
um Anwendungssoftware.
Fun Fact: Qt hat über Jahre hinweg den o.g. Ansatz verfolgt: frei für
freie Systeme, kommerziell für kommerzielle Systeme. Ich bin mal auf
einer User Conference mit dem T-Shirt meines Arbeitgebers rumgelaufen:
"Quid pro quo - If you're open source, we are. If you're commercial, we
are too."
Was nun die Frage des TE angeht: für Massensoftware findet man das am
ehesten als kommerzielle Distribution oder gleich SaaS. Die Software
selber ist zwar open Source, aber für die Arbeit des Paketierens
und/oder den Betrieb will jemand Kohle sehen.
Noch eine Variante betreiben gleich mehrere Bekannte: sie entwickeln
Software nach Kundenwunsch oder stellen Systeme nach Kundenwunsch
zusammen. Dabei gibt es im Vertrag aber immer eine Klausel, wonach das
Gesamt(kunst)werk nachher open Source ist. Manchmal kriegt der Kunde ein
zeitlich begrenztes Exklusivrecht, manchmal nicht. Eine Frage des
Preises am Ende.
Noch ne andere Variante fährt mein Arbeitgeber. Unser Produkt ist open
Source. Aber Kunden können neue Features sponsoren. Entweder indem sie
selber Code beisteuern. Oder indem sie Entwicklerzeit bezahlen, damit
wir das neue Feature bauen. Am Ende ist es aber open Source und alle
kriegen es.