Verbesserung Schaltnetzteil (LNK364) Spülmaschine

OP #5586799
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Moin!
Folgende Schaltung (siehe Skizze im Anhang) wird in meiner AEG 
Spülmaschine verwendet. Die Maschine ist 5 Jahre alt und exakt vor 2 
Jahren brannte der 49Ohm Lastwiderstand der wohl als Sicherung dient 
durch, da der Mosfet im lnk364 niederohmig geworden ist. Damals habe ich 
dann einfach die beiden Teile getauscht. Nun sind 2 Jahre rum und das 
gleiche Spiel beginnt von vorne. Anscheinend ist der Burst/Surge Schutz 
im Eingang nicht richtig ausgelegt und so bekommt der lnk364 wohl bei 
jedem Peak im Netz ein mit bis er nicht mehr kann.
Die Skizze hatte ich mal versucht so gut wie möglich anzufertigen. Kann 
mir jemand evtl ein Tipp geben, wie man die Schaltung verbessern könnte? 
Also evtl. anderen Entstörkondensator oder zusätzliches Bauteil 
einlöten?
Angehängte Dateien:
Gast #5586858
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Gib bitte die Typbezeichnungen des MOS an und die der beiden 
antiseriellen Zenerdioden an der Spulenprimärseite und der 
Gleichrichterdioden an.

Einer der großen Elkos low ESR auf der Sekundaerseite, wird vermutlich 
nicht mehr Low ESR sein. Diese bitte auch austauschen. Nach Möglichkeit 
qualitativ besseren Typ wählen.

Und siehe Dich nach einem MOS mit etwas höherer Sperrspannungsfestigkeit 
um. Kühlkörper auf dem MOS kann auch Verbesserungen bewirken.
Gast #5587040
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Dieter schrieb:
> Gib bitte die Typbezeichnungen des MOS an und die der beiden
> antiseriellen Zenerdioden an der Spulenprimärseite und der
> Gleichrichterdioden an.
>
> Einer der großen Elkos low ESR auf der Sekundaerseite, wird vermutlich
> nicht mehr Low ESR sein. Diese bitte auch austauschen. Nach Möglichkeit
> qualitativ besseren Typ wählen.
>
> Und siehe Dich nach einem MOS mit etwas höherer Sperrspannungsfestigkeit
> um. Kühlkörper auf dem MOS kann auch Verbesserungen bewirken.

Der MOSFET ist intern im chip - da geht nix mit spannungsfesterem Typ, 
Kühlblech etc.
Eine Abhilfe gegen diesen LNK-Schrott ist mir nicht bekannt.
Als lebensverlängernde Maßnahme solltest Du die Maschine grundsätzlich 
vom Stromnetz trennen solange Du sie nicht brauchst.
Gast #5587180
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hinz schrieb:
> mark space schrieb:
>> Als lebensverlängernde Maßnahme solltest Du die Maschine grundsätzlich
>> vom Stromnetz trennen solange Du sie nicht brauchst.
>
> Das macht seine Maschine ganz von alleine.

Nein. Der LNK ist immer am Netz, auch im ausgeschalteten Zustand. Echte 
Netzschalter findest Du da schon lange nicht mehr. Und genau aus diesem 
Grund geht dieses Geraffel innerhalb weniger Jahre kaputt.
Gast #5587184
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mark space schrieb:
> hinz schrieb:
>> mark space schrieb:
>>> Als lebensverlängernde Maßnahme solltest Du die Maschine grundsätzlich
>>> vom Stromnetz trennen solange Du sie nicht brauchst.
>>
>> Das macht seine Maschine ganz von alleine.
>
> Nein. Der LNK ist immer am Netz, auch im ausgeschalteten Zustand. Echte
> Netzschalter findest Du da schon lange nicht mehr. Und genau aus diesem
> Grund geht dieses Geraffel innerhalb weniger Jahre kaputt.

Schau dir doch den Schaltplan mal richtig an.
Gast #5587297
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hinz schrieb:
> mark space schrieb:
>> hinz schrieb:
>>> mark space schrieb:
>>>> Als lebensverlängernde Maßnahme solltest Du die Maschine grundsätzlich
>>>> vom Stromnetz trennen solange Du sie nicht brauchst.
>>>
>>> Das macht seine Maschine ganz von alleine.
>>
>> Nein. Der LNK ist immer am Netz, auch im ausgeschalteten Zustand. Echte
>> Netzschalter findest Du da schon lange nicht mehr. Und genau aus diesem
>> Grund geht dieses Geraffel innerhalb weniger Jahre kaputt.
>
> Schau dir doch den Schaltplan mal richtig an.

oh, ein echter Netzschalter. Ich mag es kaum glauben.
Gast #5587298
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Vor kurzem durfte ich einen Waeschetrockner mit dem gleichen IC 
reparieren.4 Jahre altes Geraet: IC und Widerstand erneuert und das 
war's auch schon.Auf meine Frage hin ob vor dem Ausfall irgendwas 
besonderes Vorgefallen war (Unwetter/Wasserschaden etc...)wurde mir 
gesagt,dass ein Elektriker an der Installation fummelte und des oefteren 
hier und da die Spannungsversorgung unterbrach.
Wahrscheinlich hatte es dabei auch mal ein bischen mehr "gespratzelt" 
als normal...die Folgen daraus kann sich jeder selbst ausmalen.


Die IC's sind billig,gut erhaeltlich und eigentlich auch ganz 
zuverlaessig.
Die Reparatur ist meist einfach durchzufuehren,da die Bedienheit bei 
gaengigen Wachmaschinen etc. leicht zugaenglich ist:
15 Minuten bei vorab gewaermtem Loetkolben und der naechste 
Waeschezyklus kann eingelaeutet werden....?

Lebt damit und haltet einen IC auf Lager:Danach faellt das Ding 
garantiert nie wieder aus.Das nutzlose und nie gebrauchte Ersatzteil 
kann man dann 10 Jahre spaeter zusammen mit der Waschmachine entsorgen?
#5587319
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Leider gibt es keinen stabileren Ersatz-IC den man einfach auf den 
Footprint löten könnte.

Wenn man wirklich was verbessern will, bleibt einem eigentlich nur ein 
neues kleines Netzteil zu nehmen und dessen Ausgang an die passende 
Stelle (z.B. die Dioden) ranzulöten.

Braucht aber natürlich etwas Platz und ist ein tieferer Eingriff. Man 
sollte sich etwas mit elektrischer Sicherheit auskennen wenn man das in 
Angriff nimmt.
OP #5587410
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Ah, das mit der Drossel in Reihe hinter dem Widerstand werde ich mal 
versuchen. Zudem tausche ich mal die Elkos. Den X2 Entstörkondensator im 
Eingang habe ich bereits getauscht, da er laut meinem Messgerät nicht 
mehr die richtige Kapazität hatte. Der C24 Kondensator (vergessen zu 
zeichnen) sitzt vor dem Trafo nach der Gleichrichterdiode SMJ516 D8. Die 
eine der beiden entgegengesetzten Dioden (TRSB1) ist vom Typ PJ0479 PR. 
Die andere (D9) kann ich nicht mehr erkennen, evtl UM 07.
Gast #5587439
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hinz schrieb:
> Dieter schrieb:
>> Ein Varistor kann dagegen abhelfen.
> Der ist doch schon vorhanden.

Nicht im Schaltplan, aber auf dem Platinenfoto waren einige Varistoren 
zu sehen, war mir aber nicht sicher, ob einer davon wirklich so in dem 
Schaltungsteil hängt, dass man sagen kann, dass er vorhanden wäre.

Im Leistungsteil, wo hohe Stromspitzen auftreten, immer den 
nachlassenden ESR der Elkos mit verdächtigen. In solchen Schaltwandler 
IC in LED-Lampen ist eine Hazarderkennung integriert. Wenn der ESR 
schlechter wird, werden die Oberschwingungen/Überschwinger stärker und 
das kann man über kapazitive Einstreuungen auf Sensoerleitungen im IC 
erkennen. Bei Lampen muss oder sollten man das machen, denn wenn Elkos 
knallen, kanns ins Gesicht gehen und wenn das Innenleben schon heiß ist, 
sollte auch kein Schmorrwiderstand zusätzlich auslösen (wäre blöd wenn 
daneben der grade der Rauchmelder hängt). Bei einer Waschmaschine ist 
das im Vergleich dazu egal.
Gast #5587504
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hinz schrieb:
> Dieter schrieb:
>> Du meinst S10.
> Nein, S10K275, und er wird wohl noch das Epcos Logo tragen.
Ja den, vollständig steht dort S10K275, und ...
(Wäre Deine unverwirrende Antwort gewesen.)

>> Ich hatte an einen bei der (bifilaren) Drossel, bzw. X2 gedacht.
> Damit er schneller kaputt geht?

Besser dort einer geht hinüber, als andere Bauteile. Bei besseren 
Netzteilen ist dort erst mal eine Sicherung und ein leistungsfähigerer 
VDR mit einer etwas höheren Ansprechspannung und 
Ansprechgeschwindigkeit.
Das entlastet die Bauteile dahinter merklich bei schlechten Netzen.

Spülmschine neben altem Herd keine Probleme, Spülmaschine neben 
neumodischen Herd große Problem, kann man manchmal sprichwörtlich sagen.
Gast #5587545
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Dass man hier sprechen kann, habe ich noch nicht gefunden. Ich meinte 
immer man könnte hier nur schreiben und tippen. Ein Philosoph bin ich 
nie gewesen und werde es auch nicht mehr. Ist ja auch kein 
philosophischer sondern technischer Blog.

Aber mal den Unfug beiseite gelegt, so ein Problem zwischen neumodischen 
Herd und Spülmaschine hatte ein Bekannter im Ort. Nachdem seine Mutter 
mehrfach den Handwerker benötigte, hatte er nach einigen Jahren genug 
und härtete beide durch solche kleine Modifikationen. Seit dem ist Ruhe. 
Der neumodische Herd und die Spülmaschine vertragen sich nun schon viele 
Jahre hervorragend, als hätte es den Twist nie gegeben.


Eine Härtung wären noch schnellere Overvoltage Suppression Dioden (for 
Transients) zusätzlich (anstelle) der PJ0479 zu verwenden.
Gast #5587551
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Series:
SMBJ
Polarity:
Unidirectional
Termination Style:
SMD/SMT
Breakdown Voltage:
209 V
Working Voltage:
170 V
Clamping Voltage:
275 V
Ipp - Peak Pulse Current:
2.2 A
Package/Case:
DO-214AA-2
Pd - Power Dissipation:
600 W
#5588039
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Auf den Platinen von z.B. Whirlpool ist eine Drossel mit 0,47mH 
vorhanden. Stirbt der LNK muss man die Drossel zusätzlich immer 
mittauschen das sie auch defekt ist.
Der Fehler ist übrigends nicht auf LNK beschränkt, TOP vom gleichen 
Hersteller und TEA1521, NXP, die die gleiche Funktion haben, sterben 
genau so. Die TEA sind nur anscheinend nicht so oft verbaut, z.B. Miele.
Gast #5588040
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Hubert G. schrieb:
> Auf den Platinen von z.B. Whirlpool ist eine Drossel mit 0,47mH
> vorhanden.

Immerhin 0,47mH.


> Stirbt der LNK muss man die Drossel zusätzlich immer
> mittauschen das sie auch defekt ist.

Lässt sich kaum vermeiden.


> Der Fehler ist übrigends nicht auf LNK beschränkt, TOP vom gleichen
> Hersteller und TEA1521, NXP, die die gleiche Funktion haben, sterben
> genau so. Die TEA sind nur anscheinend nicht so oft verbaut, z.B. Miele.

Die integrierten MOSFET sind eben nicht so robust wie diskrete.
Gast #5588553
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Der 49 Ohm Lastwiderstand soll im Kurzschlussfall den Strom auf maximal 
4 bis 5A begrenzen. Für solche Fälle verwendet man Widerstände mit Fail 
Save Verhalten. Der interne Aufbau soll dabei verhindern, dass ein 
(niederohmiger) Lichtbogen entsteht und auch der Widerstandswert sollte 
beim Durchbrennen nicht merklich unter den Nennwert fallen. Im letzten 
Jahrtausend durfte ich für einige Widerstände diese Daten aus 
Datenbüchern und über Nachfragen bei den Herstellern ermitteln.

Eine Vermutung meinerseits wäre, dass das Gerät für das 
Zulassungsverfahren eine solchen Typ besaß, während der Serienproduktion 
die Centbruchteile gespart werden und daher die Drossel meistens auch 
mitgerissen wird.

Die bifilare Drossel dämpft in der Schaltung vorwiegend Netzstörungen im 
Gleichtakt/-phasig, aber nicht im Gegentakt/-phasig von der Netzseite 
kommend.

(Noch eine kleine Anmerkung aus der Vergangenheit. Die LNK364 war ein 
Röhrentyp, den man auch gerne in Gleichrichter- und Zerhackerschaltungen 
verwendete.)
Gast #5588579
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Die bifilare Drossel dämpft in der Schaltung vorwiegend Netzstörungen im
Gleichtakt und nur gering Gegentakt von der Netzseite kommend. Die 
Störungen im Gegentakt dämpft dafür der Kondensator nach der Drossel. 
Läßt dieser nach, insbesondere dessen ESR, sollte der VDR noch 
begrenzend wirken, dieser ist relativ "langsam". Wenn auf dem Netz 
Spikes von 20% der Nennspannung wären, würde diese immer noch deutlich 
messbar geschwächt werden bis zum MOS.
OP #5591460
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Die Spülmaschine wurde ursprünglich tatsächlich mit 49Ohm ausgeliefert. 
Getauscht habe ich ihn dann gegen 47Ohm. Die Bilder sind aktuell und 
zeigen den getauschten und erneut durchgebrannte Lastwiderstand. Den 
Schaltplan hatte ich aber vor 2 Jahren gezeichnet. Sorry für die 
Verwirrung :)
Gast #5591892
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Normalerweise gibt es aus der E-Reihe den Wert 47.

In dem asiatischen Land der goldenen Mitte ist jedoch eine 4 eine 
Unglückszahl. Und wenn dann noch eine 7 dazukommt, oh je, dann schon 
besser diese mit einer 9 abzufedern. Daher rührt die 49.

Das ist keine Glosse, kein Phantasieprodukt, sondern die unfaßbare 
Realität.
#7520096
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Vielen Dank für die Infos und Anregungen hier im Thread rund um den LNK364 /LNK362. Ich hab damit einen Funkempfänger für DC Deckenventilatoren Casafan Eco Aviatos RH787RX U.S. Pat 7994744 R.O.C Pat. I135819 FR-7872SS-09 erfolgreich wiederbelebt. Auf der Platine waren zwei 25V Elkos. An den zwei Kondensatoren lag keine oder nur eine unsinnige ~1V Spannung an. Dort müssten aber 13V und 5V anliegen. Schuld war auch hier der (zwischen Pin "D" und Pin "S") niederohmige LNK IC neben dem kleinen Transformator. Ansonsten sah die Schaltung sehr ähnlich der Referenzschaltung aus dem LNK IC Datenblatt aus, aber inkl. diverser Varistoren im Vorfeld. Ich hab LNK,Elkos und die 13V Z-Diode getauscht, seit dem läuft es wieder. Vermutlich hätte es gereicht nur den LNK zu tauschen. Ein echter Wandschalter trennt das ganze nun vermutlich 95% des Jahres vor Überspannungen und Standby-Verbrauch. Evtl hilft die Info mal jemand mit dem selben Problem.

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