Gast
#5587029
Hallo, im Begleittext steht:
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Das verstehe ich nicht! Der rechte Teil Cm und Rm belastet doch den kapazitiven Spannungsteiler? Da ist R2 doch eher kontraproduktiv. oder?
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Frage zu "Messung hoher Wechselspannungen"
Gast
#5587029
Hallo, im Begleittext steht:
Das verstehe ich nicht! Der rechte Teil Cm und Rm belastet doch den kapazitiven Spannungsteiler? Da ist R2 doch eher kontraproduktiv. oder?
Gast
#5587036
> Da ist R2 doch eher kontraproduktiv. oder?
Nein, der ist nötig, sonst würde C2 aufgeladen. Einfach mal die
fließenden Ströme aufzeichnen, dann wirds offensichtlich warum.
g457 schrieb: > sonst würde C2 aufgeladen. Und zwar negativ, da die positiven Halbwellen über die Diode mit der Messschaltung belastet werden.
Gast
#5587049
Ventil? Das Ding ist eine Diode! Angenommen R2 wäre nicht da: Die Spannung links an der Diode ist idealerweise eine runtergeteilte Version der Wechselspannung die am Eingang anliegt. Die Spitzen dieser Spannung werden, sofern sie positiver sind als die Spannung an Cm, die Diode einschalten, und es fließt ein Strom der Cm aufläd. Der Knoten zwischen C1 und C2 hat aber ansonsten keinen DC-Pfad. Je mehr Strom also aus dem Knoten herausfließt, desto negativer wird der DC-Wert an dieser Stelle. Bis der Knoten soweit negativ aufgeladen (bzw entladen, je nach Vorzeichen) ist, dass der Spitzenwert nicht mehr hoch genug steigt um die Diode einzuschalten. Ab dem Punkt misst die Schaltung garnichts mehr. Daher braucht man einen DC-Pfad, hier durch R2 gebildet. Dieser verhindert dass sich C2 zusehr negativ aufladen kann. Der Strom durch R2 ist übrigens negativ im Mittelwert, und vom Betrag gleich zum positiven Mittelwert der durch Rm fließt!
Gast
#5587099
Danke euch! Habe es mal simuliert, ist eine längere Angelegenheit...
Gast
#5587111
Die Werte sind recht groß. Mit 1M dauert das ewig bis sich ein neuer Messwert einstellt. Auch wenn du die Spannung wegnimmst bleibt der Wert noch länger erhalten. Was für eine Bandbreite soll die Schaltung haben?
Gast
#5587130
IUnknown schrieb: > Was für eine Bandbreite soll > die Schaltung haben? Was meinst Du damit? Aber ich habe keine konkrete Anwendung; es geht mir um das Verstehen.
Gast
#5587166
Das sind solche Theorieschaltungen, wie ich sie "liebe". 1. Fließt ein beachtlicher Blindstrom durch die Cs, der die Spannungsquelle unnötig belastet. 2. Wenn man den Meßpunkt abklemmt zum Zeitpunkt, wenn C maximal negativ geladen ist, und dann wieder anklemmt, wenn U +325V ist, knallt es ganz schön (650V). Es muss ein strombegrenzender Zusatzwiderstand in Reihe geschaltet werden. 3. Soll man versuchen, durch die Zusatzschaltung die zweite Halbwelle möglichst genau wie die erste zu belasten, d.h. die Schaltung symmetrisch aufzubauen. Der hier vorgeschlagene R belastet den kapazitiven Spannungsteiler in beiden Halbwellen, es ist fast nichts gewonnen.
Gast
#5587232
>> Ventil? Das Ding ist eine Diode! Daher auch der Kennbuchstabe, V. ;-) > Das sind solche Theorieschaltungen, wie ich sie "liebe". > 1. Fließt ein beachtlicher Blindstrom durch die Cs, ... Je nach Anwendung (hier: Hochspannung!) könnte es günstiger sein, einen Spannungsteiler mit Kondensatoren aufzubauen. Ob wir damals im Fach Hochspannungstechnik einen solchen durchnahmen, weiss ich nicht mehr; ich kann mich nur an die Kugelfunkenstrecke erinnern (sehr laut, also verlustreich)...
Gast
#5587256
Uwe schrieb:
>Das verstehe ich nicht!
Wenn C2 aufgeladen ist, kann kein Strom mehr fließen
und dein Meßgerät kann nichts mehr anzeigen. Durch einen
Kondensator kann kein Gleichstrom fließen.
Du kannst statt R2 auch eine Diode einsetzen, so
daß die negativen Halbwellen nach Masse abgeleitet
werden.
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