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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Metallspäne mit normalen Staubsauger saugen?


Autor: René F. (therfd)
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Ich habe vor mich in nächster Zeit privat ein wenig mechanisch zu 
beschäftigen und mir eine kleine Fräse zuzulegen, habe am Ort des 
Geschehens noch unseren alten Beutel-Staubsauger (billiges Noname Teil) 
rumliegen dessen Zubehör im Laufe der letzten Jahre immer weniger wurde 
(kleine Bürsten verloren, Bodendüse am Gelenk gebrochen), kann ich den 
„gefahrlos“ verwenden um Aluspäne zu saugen? Bis jetzt habe ich 
Metallspäne eigentlich ohne Bedacht damit gesaugt, seit wir in der Firma 
aber ne CNC haben und dafür extra ein sündhaft-teurer Spezialsauger 
angeschafft wurde kommen mir die Zweifel ob mein Vorgehen wirklich 
richtig war ;)

Ich bin dankbar für alle Antworten!

Autor: Bürovorsteher (Gast)
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Was kostet ein billiger Staubsauger?

Autor: Oli (Gast)
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ich habe einen billigen beutellosen Sauger und sauge auch Aluspäne 
damit. Bislang problemlos. Da du eh einen alten Sauger hast, einfach 
machen. Der hat ja zusätzlich sogar noch den Beutel. Ich würde mir keine 
Sorgen machen.

Autor: der schreckliche Sven (Gast)
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René F. schrieb:
> ein sündhaft-teurer Spezialsauger.....


Der kiloweise Aluspäne, die getränkt sind mit hochentzündlichem 
Trenn/Schmiermittel, wegsaugen kann, ohne dass es explodiert.
Wieviel Alu willst Du hobbymäßig zerspanen?

Autor: Theor (Gast)
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Es kommt darauf an, wie das Ding konstruiert ist.

Soweit ich weiss saugen Staubsauger die Luft durch den Filter bzw. die 
Filtertüte. D.h. die staubhaltige Luft kommt gar nicht an den Motor.

Das kommt nun im Einzelfall auf den "Staub" an. Die Filter haben 
natürlich eine gewisse Porenweite.

Bei Metallspänen, die ja scharfe Kanten haben, besteht meiner Meinung 
nach die Gefahr, dass die auf Dauer den Filter beschädigen und grössere 
Öffnungen schneiden. Also nach dem Saugen würde ich mal nachschauen, ob 
die Tüte keine Löcher bekommen hat.

Autor: sBronco (Gast)
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einen billigen Zyklonabscheider und einen Behälter in den die Späne 
fallen können, dann kannst sogar den Beutel aus dem Sauger nehmen, kommt 
nichts mehr im Staubsauger an.

Autor: test (Gast)
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Es gibt extra Behälter die du zwischen Schlauch und Staubsauger steckst, 
die fangen das grobe auf (dann musst du den Beutel nicht ständig 
leeren).

Das sind im Prinzip einfach Eimer mit Deckel und zwei 
Schlauchanschlüssen. Schau mal im Kaminaussaugzubehörhandel ;-)

Autor: Boris O. (bohnsorg) Benutzerseite
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der schreckliche Sven schrieb:
> hochentzündlichem
> Trenn/Schmiermittel

Ein heißer Ort mit grundsätzlicher Funkenbildung wird noch zusätzlich 
mit hochentzündlichen Substanzen beschickt? Ich dachte immer, da wäre 
soetwas wie Wasser drin, Schutz vor Pilzbefall und Korrosion. Ich werde 
mal Nitro-Seifen ausprobieren lassen.

Autor: Karl (Gast)
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Mach ich seit Jahren so an Dreh- und Fräsmaschine.

Das größere Problem ist, dass bei billigen Saugern oft die Querschnitte 
so bescheuert sind - z.B. runder Schlauch auf D-Einlass -, dass sich die 
Aluspäne drin verfangen und man dann erstmal das Knäul entfernen muss. 
Darauf achten. Seit ich einen besseren Bosch habe, der eine ordentliche 
Luftführung hat, gibts damit keine Probleme mehr.

Autor: ichbin (Gast)
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Theor schrieb:
> Soweit ich weiss saugen Staubsauger die Luft durch den Filter bzw. die
> Filtertüte. D.h. die staubhaltige Luft kommt gar nicht an den Motor.

Das kann Wunschdenken sein!
Bei Säugern die auch Wasser aufnehmen können kannst Du in vielen Fällen 
davon ausgehen, dass die Kühlluft für den Motor komplett getrennt vom 
Saugluftstrom geführt wird. Bei den billigen Saugern wird das auf hoffen 
hinauslaufen!

Aluminiuspäne an sich sind nicht so sehr das Problem. Problematisch sind 
Aluminiumstäube welche sich auch im Saugschlauch durch statische 
Aufladung entzünden können. Dann machts Wupp und weg ist der Sauger...

Autor: Clemens S. (zoggl)
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Womit kühlst du?
Bei alu sollte man mit Ethanol oder spiritus und mit minimalmenge 
kühlen.
Das kann mit einem billigsauger daneben gehen. Wenn du nur langsam 
fährst geht auch die normale öl wasser Emulsion. Da musst du aber mit 
50% abschlag bei den schnittdaten rechnen.

Sg

Autor: der schreckliche Sven (Gast)
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Boris O. schrieb:
> Ein heißer Ort mit grundsätzlicher Funkenbildung

Hier geht es um Fräsen, nicht um Schweißen.

Autor: Malte _. (malte) Benutzerseite
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Auch wenn ich recht neu beim Thema Alu fräsen bin, nach allem was ich 
bisher gelesen und selbst ausprobiert hab, lässt sich Alu auch ohne 
Kühlmittel fräsen. Allerdings entsprechend langsam. Mein 
Haushaltsstaubsauger hat bisher auch viele Holzfräsearbeiten und seit 
neustem Alufräsen klanglos überstanden. Ich hatte mir irgendwann mal 
ausgerechnet, dass auch bei regelmäßigem Hobbygebrauch nach Jahren 
Staubsaugerbeutel schlicht günstiger sind, als ein extra Staubsauger für 
die Werkstatt. Etwas Späne geht leider am Beutel und Filter vorbei, wie 
ich feststellen musste als ich den mal wegen des nicht mehr ausrollenden 
Kabels aufgeschraubt habe.
Nur die Thematik mit der Explosionsgefährlichkeit hat mich gerade etwas 
nachdenklich gemacht.

Autor: Teo D. (teoderix)
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Malte _. schrieb:
> Auch wenn ich recht neu beim Thema Alu fräsen bin, nach allem was ich
> bisher gelesen und selbst ausprobiert hab, lässt sich Alu auch ohne
> Kühlmittel fräsen.

Das ist leider auf dem Bild auch deutlich zu erkennen!
Sicher geht das, wird auch gern aus Faulheit so gemacht (Putzfaul -> 
Schimmel -> Gestank), schön ists aber nicht und dem Werkzeug tuts auch 
nich gut.

Man muss ja auch nicht jeden Span und ständig absaugen. So läuft schon 
mal viel von dem Zeug ab, das nicht durch den Staubsauger muss.

Wenns doch schief geht, Alk hat keine so hohe Energiedichte. Etwas Tape 
und der Sauger tuts sicher wieder. ;D

Autor: Karl (Gast)
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Teo D. schrieb:
> Sicher geht das, wird auch gern aus Faulheit so gemacht

Was muss man denn bei Spiritus putzen? Das ist ja das Schöne dran, dass 
man da keine ekligen Öllachen hat.

Teo D. schrieb:
> Wenns doch schief geht, Alk hat keine so hohe Energiedichte. Etwas Tape
> und der Sauger tuts sicher wieder.

Was für Mengen an Spiritus schiebt ihr da durch? Ich gebe das aus der 
Spritze mit Kunststoffkanüle zu.

Ethanol hat eine untere Explosionsgrenze von 3,1Vol%. Bei einer Dichte 
von 800g/l und einer Molaren Masse von 46g/mol enthält ein Liter Ethanol 
17Mol, die falls sie vollständig verdampen ein Volumen von 400L ergeben. 
Bei einer Raumgröße von unter 13m³ (also einem Kabuff von 2x2,5x2,5m³) 
könnte sich also ein explosionsfähiges Ethanol-Luft-Gemisch bilden. Wenn 
man wirklich einen ganzen Liter verdampft.

Für Staubsauger habe ich Volumenströme von 80 (Haushaltssauger) bis 200 
(Industriesauger) m³/h gefunden. Selbst wenn man einen verstopften 
Billigsauger mit 20m³/h annimmt, müsste der 1L vollständig verdampfendes 
Ethanol in 30min durchziehen, um auf ein explosionsfähiges 
Ethanol-Luft-Gemisch zu kommen.

Also nochmal: Was für Mengen schiebt ihr da durch?

Autor: MaWin (Gast)
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Theor schrieb:
> Soweit ich weiss saugen Staubsauger die Luft durch den Filter bzw. die
> Filtertüte. D.h. die staubhaltige Luft kommt gar nicht an den Motor

Natürlich doch, der normale Sauger kühlt den Motor mit der 
durchgesaugten Luft und damit verdunstende Lösemittel. Nur gute 
Werkstattsauger haben getrennte Luftwege.

Aber so lange man keinen Alkohol/Spiritus beim Fräsen verwendet sondern 
trocken fräst explodiert das nicht, ist ja kein Holzstaub der sich durch 
elektrostatische Funken entzündet. Bei Magnesium muss man aber aufgrund 
der vergrösserten Oberfläche vor Selbstentzündung und danach einem 
unlöschbaren Metallbrand aufpassen.

Karl schrieb:
> Was für Mengen schiebt ihr da durch?

Es geht nicht darum, dass der ganze Raum explodiert sondern der Sauger. 
Der sagt auch 5ml auf ein mal ein und vernebelt sie im Schlauch.
Alkohol/Wasser reduziert zwar das Risiko, aber alles rostet.
Ich nutze syntetische Ester, keine Korrosion und keine Explosionsgefahr.

Aber nur gelegenglich in dem MMS, die trotzdem den Liter in der halben 
Stunde durchzieht.

Autor: E. S. (pbr85)
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Damit der Alk sich im Sauger entzünden kann, muss man erstmal nasse 
Späne einsaugen, wobei sich dann die Frage stellt: Wozu und wie will man 
das bewerkstelligen?

Schon bei Raumtemperatur verdampft Ethanol ziemlich schnell, wenn man 
noch die beim Fräsen entstehende Wärme + Oberflächenzuwachs 
berücksichtigt, noch viel schneller. Oder anders gesagt: Man müsste es 
schon wirklich darauf anlegen. Karl hat da schon recht.

Autor: Mani W. (e-doc)
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MaWin schrieb:
> Aber so lange man keinen Alkohol/Spiritus beim Fräsen verwendet sondern
> trocken fräst explodiert das nicht

Aus meiner Lehrzeit und auch danach kann ich nur sagen, dass zuerst
Alu mit Spiritus gedreht und gefräst wurde, und erst vor
Arbeitsschluss geputzt wurde...

Da ist alles verdunstet und keine Gefahr mehr mit Spänen, bei
Schleifstaub aus Alu würde ich das eher wegkehren als einzusaugen,
wurde schon weiter oben erwähnt...

Autor: E. S. (pbr85)
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Ach ja: Von einem Wasserstaubsauger, also mit Wasserbehälter, egal ob 
zur Filterung oder nur "wassersaugfähig", sollte man wohl aber lieber 
absehen. Alupulver kann dank der großen Oberfläche schon ziemlich 
reaktiv sein und entzieht dem Wasser dann den Sauerstoff, wobei 
Wasserstoff frei wird. Wobei natürlich auch immer die Menge eine Rolle 
spielt. Einige Gramm Späne haben weder die Masse noch die Oberfläche um 
da großartig mit dem Wasser zu reagieren. Was ist aber mit Richtung 1kg 
oder so und dann noch mit einem größerem Feinanteil? Wobei das in der 
Hobby-Werkstatt auch fraglich ist.

: Bearbeitet durch User
Autor: Reinhard R. (reirawb)
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Also, als ich mit der Zerspanung angefangen habe (vor ca. 5 Jahren), 
habe ich mir für mein Bastelzimmer einen Billigstaubsauger (mit Beutel) 
zugelegt. Ich drehe und fräse auch Alu mit Spirituseinsatz, ich verwende 
dazu eine Sprühflasche. Ich sauge die Späne nach Ende der Arbeit, aber 
auch mal zwischendurch ab, da sind die auch noch etwas spiritusfeucht. 
Bisher hatte ich keine Probleme damit. Über Stahl/Edelstahl (drehe/fräse 
ich trocken) brauche ich mir da keine Gedanken zu machen.

Reinhard

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