Forum: PC-Programmierung Wie funktioniert SETVER Befehl unter MSDOS


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von Kevin Lars (Gast)


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Ein Verstorbener hat mir einen MSDOS PC hinterlassen, auf dem viele 
Software Werkzeuge zum Schreiben von Programmen bzw. Konfigurieren von 
alten Steuerungen installiert sind. Die installierte Basis ist dabei 
MSDOS 6.22. Ich bin jetzt auf ein Programm "spindu.exe" gestoßen, das im 
Wesentlichen gut funktioniert. Lediglich eine Funktion, nämlich der 
Aufruf der Dateiübersicht der abgespeicherten Konfigurationen antwortet 
mit "falsche DOS Version". Jetzt habe ich spindu.exe auf einem anderen 
PC mit MSDOS 5.00 gestartet. Darauf funktioniert auch dieser Teil des 
Programmes.

Danach habe ich auf dem anderen PC spindu.exe mit MSDOS 6.22 gestartet. 
Per "setver" Befehl habe ich das Programm "spindu.exe" mit 5.00" 
eingetragen. Wenn ich "setver" eingebe, bekomme ich eine Liste an deren 
Ende "spindu.exe   5.00" steht. Dennoch kommt in spindu.exe an der 
bewussten Stelle die Meldung "falsche DOS Version".

Habe ich setver korrekt angewendet?

Hätte mit setver 5.00 das "falsche DOS Version" verschwinden müssen?

Theoretisch könnte ich das Programm spindu.exe auf einen separaten MSDOS 
5.00 PC umziehen, was ich aber vermeiden möchte. Kann ich sonst noch 
etwas tun, um es unter 6.22 zum Laufen zu bekommen? Unter installiertem 
6.0 läuft es auch nicht.

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Setver ist auch in der config.sys eingetragen?

von Kevin Lars (Gast)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> Setver ist auch in der config.sys eingetragen?

Ja

von supergrobi (Gast)


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Besorg dir eine Liste der BIOS/DOS-Calls.

Such den entsprechenden Call (DOSVER) in deinem Programm.

Sorge dafuer, dass das Programm gluecklich ist!

von Kevin Lars (Gast)


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supergrobi schrieb:
> Besorg dir eine Liste der BIOS/DOS-Calls.
>
> Such den entsprechenden Call (DOSVER) in deinem Programm.
>
> Sorge dafuer, dass das Programm gluecklich ist!

Meinst Du, dass ich im Quelltext von spindu.exe arbeiten soll? Den habe 
ich nicht.

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Was macht denn "spindu.exe" so interessantes, daß man sich ein 
Vierteljahrhundert nach dem Ableben von DOS noch damit beschäftigen 
will?

von supergrobi (Gast)


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Das "B4 30 CD 21" findet man im Hexdump bestimmt schneller
als im Quelltext.

AH=30h - GET DOS VERSION

Das folgende Beratungsmuster wurde auch gluecklich gemacht
und verweigerte danach nicht mehr die Kooperation mit seiner
Meinung nach falschen Versionen...
1
X:\>ver
2
3
Microsoft Windows XP [Version 5.1.2600]
4
5
X:\>netx
6
7
NetWare Workstation Shell  v3.32 (940524) PTF
8
(C) Copyright 1994 Novell, Inc.  All Rights Reserved.
9
Patent Pending.
10
11
Running on DOS V6.99
12
13
SHELL-332-23: IPX has not been loaded.  Please load and then run the shell.

von c-hater (Gast)


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supergrobi schrieb:

> Besorg dir eine Liste der BIOS/DOS-Calls.
>
> Such den entsprechenden Call (DOSVER) in deinem Programm.

>>> Rufus Τ. F. schrieb:
>>> Setver ist auch in der config.sys eingetragen?

>> Kevin Lars schrieb:
>> Ja

Damit ist klar, dass das nicht helfen kann, denn ziemlich genau das ist 
ja die Aufgabe von setver, einen Interceptor für diesen Call für dieses 
Programm zu installieren. Der wirkt aber offensichtlich nicht, ergo: 
dieses ominöse "spindu.exe" benutzt eben nicht diesen call, um die 
DOS-Version zu ermitteln. (oder liefert im schlimmsten Fall überhaupt 
eine Fehlermeldung, die mit seinem tatsächlichen Problem rein garnix zu 
schaffen hat).

Ich würde aber mal stark darauf tippen, dass das eine 
"behavioral"-Geschichte ist. Sprich: das Programm will irgendwas machen, 
was so unter DOS6.22 nicht geht (aber unter DOS5) und zieht DARAUS den 
Schluss, dass es nicht unter DOS5 läuft. D.h.: es gibt überhaupt keinen 
expliziten Aufruf von DOSVER. Dann kann man diesen natürlich auch nicht 
patchen oder mit dosver überlisten.

Lösen kann man das Problem natürlich mit Assembler nach einer lustigen 
Disassemblerorgie. Man stellt als erstes fest, wo das Programm diese 
Fehlermeldung generiert. Dann: wie kommt es zu dieser Stelle. Bis 
hierhin ist das alles noch relativ einfach. Aber dann wird's 
kompliziert: man muss verstehen, was das Programm eigentlich zu tun 
versucht und woran das dann unter DOS6.22 letztlich scheitert.

Hat man das verstanden, wird's wieder einfacher: man schreibt Code, der 
das Gewünschte unter DOS6.22 leisten kann und patched das in den 
Originalcode...

von Bert3 (Gast)


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1. Kannst du die spindu.exe irgendwo hoch laden dann jage ich die mal 
durch meinen IDA dissassembler, vielleicht laesst sich das wirklich 
leicht patchen

2. Was macht das Programm denn genau, Hardware Kommunikation?

3. Hast du mal FreeDos probiert?

von supergrobi (Gast)


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So steinalte Programme nehmen entweder selbst oder per dazugelinkter
Runtimelibrary die Funktion 30h von DOS.

Die ganze Uebung reduziert sich dann darauf. nach den oben schon
genannten Hexcodes zu suchen und entweder die weitere Auswertung
"totzulegen" oder ihr einen geeigneten Wert unterzuschieben.

Dazu brauchte man damals nicht mal IDA...

(Heute natuerlich auch nicht.)

Die Versionsabfrage war eher ein staendiger laufender Verkaufsmotor,
um den Kunden scheinbar "neue" Software andrehen zu koennen.

von Kevin Lars (Gast)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> Was macht denn "spindu.exe" so interessantes, daß man sich ein
> Vierteljahrhundert nach dem Ableben von DOS noch damit beschäftigen
> will?

Beispiel: Es gibt eine Stadtbahnlinie (U79) zwischen den Nachbarstädten 
Düsseldorf und Duisburg, die an den Endpunkten in beiden Innenstädten 
unterirdisch fährt. Unterirdisch geht heutzutage nichts ohne Computer. 
Diese Steuerung ist veraltet. Die Leute, die sich damit auskennen, sind 
eigentlich schon in Rente oder gar gestorben. Da Duisburg anders als 
Düsseldorf nicht das Geld hatte, um eine neue Steuerung zu kaufen, 
drohte die Stilllegung ab Stadtgrenze.[1]

Man wirft also ein Stück Ubahn weg, weil die Steuerung veraltet ist. 
Dabei ist die "Peripherie" des Computers also die eigentliche Ubahn noch 
gut in Schuss. Für U-bahnen gäbe es aber wenigstens neue Steuerungen, 
die dann aber mitsamt aller Sensoren und Aktoren entlang der Strecke und 
in den Bahnen ausgetauscht werden muss. Fast immer ist die Software und 
oft auch die Hardware proprietär. Häufig hat man eine technische 
Einrichtung mit fertigen PCs als Blackbox mitsamt aufgespieltem 
ausführbaren Programm (z.B. *.exe) geliefert bekommen und muss sich in 
vielen Fällen sogar um die Sicherung desselben bemühen, also die 
Festplatte imagen oder Eproms oder Microcontroller auslesen.

Anders als bei der Ubahn gibt es neue Steuerungen für viele technische 
Einrichtungen nicht. Und ohne exakte Kenntnis jedes einzelnen kleinen 
Mechanismus und des Anwendungsprozesses kann man auch keine neue bauen 
bzw. programmieren. Häufig ist aber nur bekannt, wie sie bedient wird. 
Genau so, wie in einem Haushalt niemand weiß, wie ein elektronisches 
Klavier (z.B. die Anschlagdynamik) aufgebaut ist. Bedienen also Spielen 
kann man es trotzdem.

Über den politischen Aspekt, dass der Neubau vieler 
Verkehrsinfrastrukturprojekte gefördert wird, nicht aber deren 
Unterhaltung (z. B. jede Menge marode Brücken in Deutschlands Kommunen) 
wollen wir hier nicht diskutieren.

Ein Aspekt, sich damit zu beschäftigen ist es, diese alte Technik am 
Laufen zu halten. Bei sehr speziellen Ausnahmefällen kann es sogar sein, 
dass neuere Technik schlicht nicht existiert und noch MSDOS Technik 
(oder aus der Vorcomputerzeit) gebraucht gesucht und gekauft wird. Es 
muss sich erst mal eine Firma finden, die den Aufwand einer 
Neuentwicklung wagt und finanziert. Oft ist schlicht deutlich günstiger, 
das Alte weiter zu betreiben, als eine Neuentwicklung. Ich habe eine 
Klinker- und eine Bürstenfabrik gesehen, wo man sich wie im Museum 
fühlt. Da stehen teilweise rein mechanische Steuerungen mit 
Kurvenscheiben und gekröpften Wellen. Das hat natürlich auch einen 
nachhaltigen Aspekt und lässt sich offensichtlich so wirtschaftlich 
betreiben.

Dieser Nachteil hat aber auch eine positive Seite. Man kann Elemente 
solcher einstmals unerschwinglichen Steuerungen oder unbrauchbar 
gewordene technische Einrichtungen heute günstig bei ebay also auch 
privat kaufen. (U-bahnen habe ich allerdings noch nicht gesehen. ;-) Da 
kommt für viele Nerds der Hackeraspekt zum Tragen, so etwas zu 
ergründen. Beispielsweise Fabs können sich so manche Dinge (z.B. 
Drehbänke und Fräsen) überhaupt erst leisten und dann durch Selbstbau 
die Steuerung ersetzen oder überhaupt erst computerisieren. Man findet 
im Internet viele Projekte, wo alte mechanische ursprünglich 
industrielle Technik in privaten Garagen steht.

Letztendlich ist "spindu" nur ein Beispiel aus vielen (proprietären) 
Softwarewerkzeugen auf dem besprochenen PC, mit denen man solche alten 
Maschinen konfigurieren oder mit einer eigenen Programmiersprache 
programmieren kann. Auch die besprochene Ubahn könnte über solche 
Werkzeuge verfügen.

Das Problem ist bei technischen Einrichtungen aus der Vorcomputerzeit 
nicht so ausgeprägt. Denn da gibt es keine unsichtbare Programmierung. 
Man kann aus den Leiterbahnen und den ICs den Schaltplan reengineeren. 
So etwas ist besser wartbar. Alte ICs gibt es meist noch auf ebay. Die 
meisten Datenblätter sind gescannt. Das Problem kam also mit den 
Computern.

Das Problem bei Spindu ist nicht so gravierend. Denn man kann sich die 
Dateiliste auch auf dem Umweg über MSDOS anschauen. Da das aber nicht 
multitaskenderweise geht, ist es umständlich. Es wäre schön gewesen, 
wenn sich das mit Setver oder ähnlich hätte lösen lassen. Es ist aber 
kein Weltuntergang, wenn es nicht geht.

[1] 
https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf-Duisburger_Kleinbahn#Zukunft

von Elektrofan (Gast)


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> Beispiel: Es gibt eine Stadtbahnlinie (U79) zwischen den
> Nachbarstädten Düsseldorf und Duisburg, ...
> Dabei ist die "Peripherie" des Computers also die eigentliche
> Ubahn noch gut in Schuss.

Und DIE passt wenigstens auch in jeden Bahnhof:       ;-)
https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/duesseldorf-neue-fahrzeuge-der-rheinbahn-zu-breit_aid-33545139

von supergrobi (Gast)


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> der Hackeraspekt

SETVER ist fuer Warmduscher und wie man sieht ja auch erfolglos.
Das Wegpatchen der Versionsabfrage eigentlich nur eine
Fingeruebung.
Wenn dich das alte Zeug fasziniert, solltest du deine
Methoden mal ueberdenken.

von WR (Gast)


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Hallo Kevin Lars,
Dein letzter Eintrag ist sehr interessant. Mich würde aber Folgendes 
interessieren:
1. Was macht das Programm spindu.exe genau?

2. Welche Unterschiede gibt es in der autoexec.bat zwischen den 
Installationen MSDOS 5.0 und MSDOS 6.x (bitte genau vergleichen!)?

3. Welche Unterschiede gibt es in der config.sys zwischen den 
Installationen MSDOS 5.0 und MSDOS 6.x (bitte genau vergleichen!)?

4. Falls autoexec.bat und config.sys von MSDOS 5.0 auf MSDOS 6.x 
weitestgehend übertragbar sein sollte, was ist das Ergebnis?

5. Wieviel RAM ist in beiden Maschinen verbaut?

6. Startest Du das Programm direkt in MSDOS oder in der Windows-Command 
Shell (DOS-Box)?

Mit der Bitte um Antworten!

von Doctor Snuggles (Gast)


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Kevin Lars schrieb:
> Rufus Τ. F. schrieb:
>> Was macht denn "spindu.exe" so interessantes, daß man sich ein
>> Vierteljahrhundert nach dem Ableben von DOS noch damit beschäftigen
>> will?
>
> Beispiel: Es gibt eine Stadtbahnlinie (U79) zwischen den Nachbarstädten
> Düsseldorf und Duisburg, die an den Endpunkten in beiden Innenstädten
> unterirdisch fährt. Unterirdisch geht heutzutage nichts ohne Computer.
> Diese Steuerung ist veraltet. Die Leute, die sich damit auskennen, sind
> eigentlich schon in Rente oder gar gestorben. Da Duisburg anders als
> Düsseldorf nicht das Geld hatte, um eine neue Steuerung zu kaufen,
> drohte die Stilllegung ab Stadtgrenze.[1]


Naja, über das Thema Duisburg und Ubahn schweigen wir lieber:
https://www.ksta.de/region/rheinbahn-duesseldorf-neue-strassenbahn-zu-breit-fuer-duisburger-u-bahn-tunnel-31408636

von Bert3 (Gast)


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>Es ist aber kein Weltuntergang, wenn es nicht geht.

Du laesst es uns ja nicht weitergehend probieren - siehe meine Fragen, 
auf die du nicht geantwortet hast
auch Fragen von anderen sind noch offen

Ich finde deine Strategie gut und habe schon ein paar kleinere Dos 
Programmen für sowas wieder zum Leben verholfen oder Nachbauten (ohne 
Quelltext zu haben) erstellt

von Peter D. (peda)


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Kopiere dochmal die COMMAND.COM des DOS 5.0 auf den 6.22-PC und führe es 
dort aus mit spindu.exe als Argument.

Ich hab auch viele uralte DOS-Programm auf modernen PCs unter DOSBox zum 
Laufen gebracht. Sogar die COM1..4 laufen dort wieder (über 
USB-Umsetzer).
https://www.dosbox.com/

: Bearbeitet durch User
von Thomas S. (thschl)


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supergrobi schrieb:
> Das "B4 30 CD 21" findet man im Hexdump bestimmt schneller
> als im Quelltext.
>
> AH=30h - GET DOS VERSION

es muss ja nicht sein, dass das AH Register direkt vor dem CALL geladen 
wird.. ich würde erst mal nach CD 21 suchen und dann was davor passiert

es gibt auch noch sowas

Ab DOS 5.00 lässt sich die „wirkliche” Versionsnummer mit einer 
Untervariante der Funktion 33h abfragen:

Aufruf: AH=33
        AL=06 Untervariante „Get Version”
Return: AL=FF Fehler, diese Funktion wird nicht unterstützt
        AL=06 diese Funktion wird unterstützt. Dann gilt:
            BL= DOS-Version
            BH= Revision
            DX=Bitflag
                 Bits 0,1,2 Revisionsnummer im Bereich 0 bis 7
                 Bit 11  1=ROM-Version von DOS
                 Bit 12  1=DOS ist im HMA-Bereich geladens:

: Bearbeitet durch User
von Kevin Lars (Gast)


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WR schrieb:
> Was macht das Programm spindu.exe genau?

Es sind wie gesagt mehrere Programme auf dem PC. Spindu ist nur eines 
von vielen. Es sind Programme zum Konfigurieren von Motorsteuerungen, 
Mischautometen, Klimakammern, Türsteuerungen, Uhren, Verkaufsautometen, 
Maschinen zur Herstellung von Wicklungen für Motoren und Trafos etc. 
sowie diverse SPS Programmierumgebungen. Bei einigen muss ich noch 
ergründen, wozu sie dienen. Das wird sich hoffentlich spätestens dann 
herausstellen, wenn die zugehörigen Geräte ausfallen oder geändert 
werden müssen. Wenn das nie der Fall sein wird, werden diese überhaupt 
nicht mehr laufen müssen.

Es gibt also viel dringendere Probleme zu lösen, als das Setver. Wenn 
ich spindu auf MSDOS 5.0 draufsetze, funktioniert es korrekt. Aber es 
ist dann nicht gesagt, dass die anderen Programme dann noch 
funktionieren. Da diese wie gesagt, teilweise noch nie probiert werden 
konnten, belasse ich es bei dem oben beschriebenen Workaround. Das 
Andere folgt, wenn ich mal ganz viel Zeit haben sollte ......

Es steht jetzt ins Haus, die Programme mit geklärtem Zweck auf neueren 
Rechnern zum Laufen zu bekommen. Das größte Problem ist dabei 
vermutlich, die COM Schnittstellen zu den Geräten ans Laufen zu 
bekommen. Freedos, Dosbox und Virtualbox sind die Kandidaten.

von Ralf D. (doeblitz)


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Kevin Lars schrieb:
> Es gibt also viel dringendere Probleme zu lösen, als das Setver. Wenn
> ich spindu auf MSDOS 5.0 draufsetze, funktioniert es korrekt. Aber es
> ist dann nicht gesagt, dass die anderen Programme dann noch
> funktionieren. Da diese wie gesagt, teilweise noch nie probiert werden
> konnten, belasse ich es bei dem oben beschriebenen Workaround. Das
> Andere folgt, wenn ich mal ganz viel Zeit haben sollte ......

Früher wurde manchmal ziemlich häßlich programmiert (BTDT), da könnten 
auch Systemdateien zur Prüfung gelesen worden sein oder bestimmte 
DOS-Funktionen auf bestimmte Rückgabewerte (zwecks Unterstützung 
bestimmter Features) aufgerufen werden.

Da heute Festplattenplatz extrem billig ist: mach dir doch einfach ein 
Multiboot-System, auf dem du DOS 3.3, 4.0, 5.0 und 6.22 installierst. 
Dann kannst du die alten Programme jeweils zum passenden OS packen.

Ein Bootmenü sollte sich auch noch finden lassen (notfalls nimmt man 
dafür ein kleines Linux, um das über grub zu lösen).

Beitrag #5641305 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Nano (Gast)


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Kevin Lars schrieb:
> Theoretisch könnte ich das Programm spindu.exe auf einen separaten MSDOS
> 5.00 PC umziehen, was ich aber vermeiden möchte. Kann ich sonst noch
> etwas tun, um es unter 6.22 zum Laufen zu bekommen? Unter installiertem
> 6.0 läuft es auch nicht.

Warum willst du es auf MS-DOS 6.x umstellen?
MS-DOS 6.x bietet jetzt nicht so viel neues gegenüber MS-DOS 5.x dass 
man MS-DOS 6.x unbedingt braucht.
MS-DOS 6.x bietet weder fat32 noch kann es mit langen Dateinahmen 
umgehen. Das kam alles erst mit MS-DOS 7 bzw. Win95 bzw. Win95b.


c-hater schrieb:
> Lösen kann man das Problem natürlich mit Assembler nach einer lustigen
> Disassemblerorgie. Man stellt als erstes fest, wo das Programm diese
> Fehlermeldung generiert. Dann: wie kommt es zu dieser Stelle. Bis
> hierhin ist das alles noch relativ einfach. Aber dann wird's
> kompliziert: man muss verstehen, was das Programm eigentlich zu tun
> versucht und woran das dann unter DOS6.22 letztlich scheitert.

Hypothese:
Diese Funktion könnte eine bloße Arbeitssicherungsmaßnahme gewesen sein.
Damit der Entwickler wieder den Job kriegt, wenn das Betriebssystem 
irgendwann mal gewechselt und auf neue Systeme umgestellt wird.

Wenn dem so ist, dann macht die Funktion gar nichts außer zu prüfen, ob 
das eine alte DOS Version ist.
Das geht schon in dem man einen kleinen Bytestrom des DOS Kernels 
einliest, daraus einen Hash bildet und den Hash mit dem zu erwartenden 
Hash vergleicht. Ist der dann nicht identisch, dann ist es die falsche 
DOS Version.

Der Trick würde also in dem Fall also darin bestehen einfach die 
Sprunganweisung zu ändern. Im Prinzip ist das wie beim Cracken eines 
Kopierschutzes.

Letzten Endes will man ja nicht wissen, was das Programm bei der 
Überprüfung macht, sondern was es danach macht, wenn die Prüfung 
erfolgreich war.

Wenn das Programm für eine U-Bahn eingesetzt wurde, dann könnten aber 
auch rechtliche Gründe der Grund sein warum man die DOS Version abfragt.
Denn das Programm wurde nur für eine bestimmte DOS Version spezifiziert 
und darauf umfangreich geprüft.
Aus Haftungsfragen könnte der Hersteller also ein Interesse daran gehabt 
haben, dass das Programm den Dienst verweigert, wenn es nicht das 
System, für welches es spezifiziert wurde, vorfindet.

Will man setver überlisten, dann geht das wie oben beschrieben.


Wenn das Programm die DOS Version nur anhand der msdos.sys Datei auf dem 
Datenträger überprüft und nicht an dem Kernel, der tatsächlich in den 
Speicher geladen wurde, dann könnte man auch versuchen dem Programm 
einfach  die Datei eines alten Kernels unterzuschieben, während der neue 
Kernel im Speicher läuft.
Versuch dazu mal die Dateien einfach mal umzukopieren.

Wenn der neue Kernel geladen ist, die Datei des neuen Kernel nach 
msdos.bac
umkopieren und dann den alten Kernel nach msdos.sys kopieren.
Danach das Programm starten. Wenn die Funktion dann läuft, dann wird nur 
die Kerneldatei überprüft.

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