Hallo, ich möchte eine einfache Automatisierungsaufgabe mit 4 Positionierantrieben und 2 Pumpen mit einem Arduino Micro realisieren und fertige momentan die Schaltung an. Auf der Webside von Arduino steht, dass die I/Os mit maximal 40mA betrieben werden dürfen. Darauf habe ich doch aber ohnehin keinen Einfluss oder? Das sollte ja bei 5V die ich/oder das System anlegen, nur vom Eingangswiderstand abhängen. Ich dachte ich müsste hier nicht weiter drauf achten. Liege ich da völlig falsch und muss ich den Eingangsstrom irgendwie begrenzen? Widerstand parallel??
Die Mikrocontroller Pins können als Ausgang 40mA maximal treiben, ohne sich zu zerstören. Die Angaben sind auf auf den Pin als Ausgang bezogen.
@André S. (Firma: Clean Controlling) (schwani) >und fertige momentan die Schaltung an. Auf der Webside von Arduino >steht, dass die I/Os mit maximal 40mA betrieben werden dürfen. Als Ausgangsstrom, wobei das schon arg hoch gegriffen ist. Ich würde mal eher bei 20mA Dauerstrom Schluß machen. >Darauf habe ich doch aber ohnehin keinen Einfluss oder? Aber sicher! Es liegt doch an dir, welche Verbraucher du an die Ausgänge deines Arduinos hängst! > Das sollte ja >bei 5V die ich/oder das System anlegen, nur vom Eingangswiderstand >abhängen. Du verwechselst Eingang mit Ausgang! Der Eingangsstrom eines CMOS-ICs wie deine Arduino liegt unter 1uA! > Ich dachte ich müsste hier nicht weiter drauf achten. Liege >ich da völlig falsch und muss ich den Eingangsstrom irgendwie begrenzen? >Widerstand parallel?? AUA! Gehe zurück zu den Grundlagen der E-Technik. Gehe sofort dorthin. Ziehe keine 4000 Euro ein.
Sämtliche an die Pins angeschlossene Peripherie darf nicht mehr als 40mA fließen lassen. Du kannst den Controller normal mit 5V versorgen. Dann kann der ATMega328 z.B. direkt LEDs ansteuern (mit Vorwiderstand), aber wenn jede LED mit 10mA betrieben wird, dürfen/können es eben nicht mehr als 4 LEDs sein. Deine Pumpen liegen z.B. ziemlich sicher über 40mA (und vermutlich auch über 5V), diese musst du mit einem Transistor schalten. In die Basis des Transistors fließen vom Controller nur ein paar µA aus dem Controller. Die 40mA beziehen sich also nicht auf das, was in den Controller reingeht, sondern auf das, was maximal rauskommen darf* *Grob gesagt. Natürlich gibt es einen Unterschied, ob ein Pin als Stromquelle oder -senke genutzt wird und der Eingangsstrom entspricht natürlich der Summe der "Ausgangsströme" + Eigenbedarf.
Danke @derJaeger hab mich wohl etwas verwirren lassen. @Falk ich bin moment im Praxissemester und ziehe 600 € ein und völlig neu in der Welt der Microcontroller.
@ André Beachte die "Electrical Characteristics" im Datenblatt. Die Grenzen der maximalen Ströme sind komplex strukturiert angegeben. ALLE Begrenzungen dieser Regeln müssen zugleich eingehalten werden. Man kann sich nicht die aussuchen, die einem am besten passt, wenn ich das mal so scherzhaft sagen darf. 1. Gesamtversorgungsstrom des uC. 2. Strom pro Pin 3. Summe der Ströme von gewissen Pin-Gruppen 3.1. Summe der Ströme die (in technischer Stromrichtung) in Pins herausfliessen. 3.2. Summe der Ströme die (in technischer Stromrichtung) aus Pins . hineinfliessen. (Zur Stromrichtung siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrische_Stromrichtung) Ich habe mal exemplarisch das vom ATMega328 hergenommen, da zumindest ein Arduino Mini Typ den verwendet. http://ww1.microchip.com/downloads/en/devicedoc/atmel-42735-8-bit-avr-microcontroller-atmega328-328p_datasheet.pdf Dort steht: 1. Gesamtversorgungsstrom des uC. DC Current VCC and GND Pins 200.0mA D.h. der gesamte uC darf maximal 200mA ziehen, egal wie sich die Ströme über die Portpins verteilen. Der Eigenverbrauch des uC ist darin enthalten. Also das was er "zum Rechnen" benötigt. 2. Strom pro Pin "DC Current per I/O Pin 40.0mA" Das "per" ist das übliche "pro". Soll heissen: Jeder I/O-Pin für sich (natürlich im Ausgangsmodus) darf maximal 40mA fliessen lassen. Da etwa die Ports 8 Pins haben, würde sich bei Beachtung ausschliesslich dieser Regel ein Gesamtstrom von 8 * 40mA = 320mA ergeben. ABER das würde Regel 1. verletzen. Also: AUFPASSEN! 3.1. Summe der Ströme die (in technischer Stromrichtung) in Pins herausfliessen. Siehe die Fußnote 3 auf Seite 366. Zwei Gruppen von Pins mit je 100mA Begrenzung. 3.2. Summe der Ströme die (in technischer Stromrichtung) aus Pins . hineinfliessen. Siehe die Fußnote 4 auf Seite 367. Drei Gruppen von Pins mit je 100mA Begrenzung. BEACHTE: Das die Pin-Gruppen in beiden Fußnoten nicht gleich sind! Dazu kommen evtl. Begrenzungen der Aussenbeschaltung auf dem Arduino-Board (die ich nicht kenne).
Hallo, mein Senf noch. Die 40mA pro Pin die da immer im Netz rumgeistern sind kritisch zubetrachten. Dabei werden keine Signalpegel garantiert. Die Tabelle im Link ab Seite 366 gibt darüber Auskunft.
Eigentlich ist der Eingangsstrom voellig egal. Pumpe anschliessen, und wenn's abgeraucht ist - in die Tonne.
Veit D. schrieb: > mein Senf noch. Die 40mA pro Pin die da immer im Netz rumgeistern sind > kritisch zubetrachten. Dabei werden keine Signalpegel garantiert. Die > Tabelle im Link ab Seite 366 gibt darüber Auskunft. Wer aus einem Controller-Pin mehr als 20mA raushaut, dem ist eh nicht zu helfen. Das geht nur für LEDs.
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