Derzeit suche ich ein sehr gutes anschauliches Buch über die Grundlagen
der Informatik.
Es ist zwar im Netz einiges zu finden, was jetzt gut ist kann ich da
aber nicht so ganz erkennen.
Es sollte irgendwie auf dem Niveau von KLasse 8-10 einer
allgemeinbildenden Schule sein, aber auch dem interessierten Laien einen
Überblick verschaffen.
Also kein Oberstufenniveau und erst recht nichts hochschulrelevantes.
Kann aber auch ein zweistufiges Werk sein, von dem Band 1 dann den
gesuchten Einstieg darstellen könnte.
Die Informatik ist ein sehr weitläufiges Feld. Es beinhaltet unter
anderem die Applikationsentwicklung, die Systemtechnik, etc. Diese
beinhalten wiederum auch eine Vielzahl von Teilbereichen. Man sollte von
allen zumindest ein wenig Ahnung haben, man kann nie alles wissen.
Zusätzlich überschneiden sich viele andere Bereiche, z.B. können
Mathematiker und Physiker gewisse aufgaben nicht ohne neue Programme
lösen, aber auch umgekehrt wäre vieles nicht möglich, wenn es die
Algorithmen nicht gäbe, die von Mathematikern entwickelt wurden oder auf
Theoremen basieren, die diese aufgestellt und bewiesen haben. Und wenn
man mal an der Hardware herumbastelt, sind auch Kenntnisse der
Elektronik ganz nützlich. Und dann gibt es noch Standards, aber wie
diese entstehen, wie man welche macht, wer diese verwaltet, und welche
es gibt, lernt man selbst mit Informationsbildung nicht einmal
ansatzweise.
Ein paar grundlegende Sachen, die ich aber über die Informatik sagen
kann, sind:
* Alles macht sinn, sobald man versteht, warum es so ist. Es gibt für
alles einen Grund.
* Informatik ist ein bisschen wie Kochen. Man schaut, was will man,
was gibt es schon, was muss ich noch erfinden, und wie bereite ich das
ganze zu.
* Es gibt fast immer viele Wege, etwas anzugehen oder umzusetzen, mit
jeweils unterschiedlichen Nachteilen. As ist sinnvoll,
Ausweichstrategien zu haben, falls der momentane weg fehlschlägt.
Insbesondere ein Lockin/eine Abhängigkeit von irgendetwas sollte man
vermeiden.
* Neuer ist meistens nicht besser, und die meisten Newsmeldungen kann
man getrost ignorieren.
* Bei Jobs hat man bei all dem oben meist nur wenig Spielraum. Es wird
genommen was da ist, gekauft was verkauft wird, und ersetzt was noch
bestens funktioniert.
* Support ist ein undankbarer job.
8 bis 10 Klasse? Glaub mir, das gibst du deinem Buben der von sich
behaupten will, dass er programmieren kann. Sowas wird in den Schulen
gar nicht durchgenommen,da "programmiert" man ein bisschen mit HTML, das
wars.
Ich wrde dir raten, in eine gute Buchhandlung zu gehen, und dir da die
für dich infrage kommenden Bücher wirklich mal anzuschauen.
DPA schrieb:> Die Informatik ist ein sehr weitläufiges Feld. Es beinhaltet unter> anderem die Applikationsentwicklung, die Systemtechnik, etc. Diese> beinhalten wiederum auch eine Vielzahl von Teilbereichen. Man sollte von> allen zumindest ein wenig Ahnung haben, man kann nie alles wissen.> Zusätzlich überschneiden sich viele andere Bereiche, z.B. können> Mathematiker und Physiker gewisse aufgaben nicht ohne neue Programme> lösen, aber auch umgekehrt wäre vieles nicht möglich, wenn es die> Algorithmen nicht gäbe, die von Mathematikern entwickelt wurden oder auf> Theoremen basieren, die diese aufgestellt und bewiesen haben.
...die Elektrotechnik ist ein sehr weitläufiges Feld. Sie beinhaltet
unter anderem die Energietechnik, die Elektronik, etc. Diese beinhalten
wiederum auch eine Vielzahl von Teilbereichen. Man sollte von allen
zumindest ein wenig Ahnung haben, man kann nie alles wissen. Zusätzlich
überschneiden sich viele andere Bereiche, z.B. können Maschinenbauer
gewisse Maschinen nicht ohne Steuergeräte bauen, aber auch umgekehrt
wäre vieles nicht möglich, wenn es die Regelstrukturen nicht gäbe,
die...
...und trotzdem fängt alles mit dem ohmschen Gesetz und den
kirchhoffschen Regeln sowie Strom- und Spannungsteilerregel an, mit
denen man bestimmt 98% aller elektrotechnischen Probleme erschlägt. Und
diese Grundlagen sind (oder waren zumindest mal) durchaus Bestandteil
des Physikunterrichts in der 8. Klasse.
Maschinenbauer beginnen mit Flaschenzügen, Hebelgesetz und ähnlich
wenigen Grundlagen, die ähnlich viele und komplexe Konstruktionen
möglich machen. Wann diese Grundlagen im Physikunterricht gelehrt werden
(oder zumindest wurden) sollte auch bekannt sein.
Und so etwas gibt es für Informatik nicht?
Danke für Eure Rückmeldungen.
Ich würde das Buch keinem der Jungs geben (die haben wenn dann eigene).
Ist auch ein bisschen für mich selbst da ich bis zum 30. Lebensjahr gar
nix über PC und Informatik gelernt habe (nicht mal in der Lehre zum
TV-Techniker).
Jedenfalls kann ich da aus dem Springerverlag (Beispiel) nix nehmen, da
geht es dann ziemlich schnell mit Automatentheorie oder ähnlichem ans
Eingemachte.
Im Buchladen (Thalia) werde ich mal schauen. Hab ich aber schon mal
gemacht und fand da ganz schön dicke Schmöker.
Natürlich ist die Informatik ein Riesengebiet.
Wir hatten damals html bis hin zu Turbo Pascal 9...10. Klasse
Realschule.
Denke durch aus, dass der Raspi oder Arduino sinnvoll ist.
Da kann man gleich in Physik die E Technik mit bisschen einfließen
lassen.
Gibt sicher Freaks, die schon mehr wissen wollen und machen wollen und
Kids, denen das zu viel wird...
Sch doch mal in die Zeitschreiften für Computerkids von anno dazumal wie
diese: https://archive.org/details/64er_magazine
Wenn's nicht zur heutigen Technik passt, dann passt es wenigstens an das
geforderte Schulniveau.
Ohne diese dummen Spruch geht es nicht, oder?
Ich bin selbst schon nicht mehr der jüngste und meine Schulzeit ist auch
schon seid fast drei Jahrzehnten beendet.
Aber ich habe Kinder die gerade die Schule beendet haben bzw. in der 8
Klasse sind.
Und da ist absolut nicht mit niedrigen Schulniveau zu sehen (gewesen).
Nein Leistungsdruck, immer noch maximal unverständliche
Wissensvermittlung (zumindest was die Bücher angeht), teilweise immer
noch diese "speziellen" Lehrer wie sie es schon vor 30 Jahren und mehr
gab, Themen die einfach nur Ballast sind, dafür immer noch das weglassen
von Themen die für einen jungen Erwachsenen mal sehr wichtig werden
(Mieten, Versicherungen, Umgang mit Behörden...).
Nein das Schulniveau ist nicht gesunken, ich habe mehr das Gefühl als
wenn die Ansprüche der Ausbilder bzw. Arbeitgeber und der Gesellschaft
allgemein (zu) stark zugenommen hat.
Auch von meinen Arbeitgeber höre ich immer wieder das es keinen
geeigneten Nachwuchs im handwerklichen Bereich gibt - wenn ich mir
spaßeshalber mal die Ausbildungsausschreibungen (Abschluss- und
Notengeilheit, bloß keine Unregelmäßigkeiten während des Schulbesuchs
...)anschaue wird mir auch klar warum...
Für jeden irgendwie einigermaßen menschenwürdigen Beruf (also nicht
irgendein Putz- oder Sicherheitssklave oder Buckler in der Gastronomie
und den direkten Einzelhandel) benötigt man mindestens mittlere Reife,
immer mehr Abschlüsse, immer mehr Zertifikate und Prüfungen usw.,
akademisierung vieler Berufe wo "früher" mal die mittlere Reife als
Voraussetzung vollkommen ausgereicht hat (siehe ganz aktuell was bei den
Hebammen stattfindet) usw.
Schüler und einzelne Schulen die sich irgendwie durch mogeln bzw.
geschickt für gute Note und Abschlüsse sorgen hat es auch schon "früher"
gegeben und Extreme Fallen natürlich immer am deutlichsten auf.
Jemand
Jemand schrieb:> Ohne diese dummen Spruch geht es nicht, oder?> Für jeden irgendwie einigermaßen menschenwürdigen Beruf (also nicht
Soviel zu "dummen Sprüchen"
> irgendein Putz- oder Sicherheitssklave oder Buckler in der Gastronomie> und den direkten Einzelhandel) benötigt man mindestens mittlere Reife,> immer mehr Abschlüsse, immer mehr Zertifikate und Prüfungen usw.,> akademisierung vieler Berufe wo "früher" mal die mittlere Reife als> Voraussetzung vollkommen ausgereicht hat (siehe ganz aktuell was bei den> Hebammen stattfindet) usw.
Elektriker/Elektroniker/Industriemechaniker geht auch heute mit
mittlerer Reife, sogar Flugschein also Berufspilot. Oder
Rettungssanitäter, oder, oder,
also komm hier nicht mit "menschenwürdig nur mit matura"
Claqueur schrieb:>> Elektriker/Elektroniker/Industriemechaniker geht auch heute mit> mittlerer Reife, sogar Flugschein also Berufspilot. Oder> Rettungssanitäter, oder, oder,>> also komm hier nicht mit "menschenwürdig nur mit matura"
Aber die Firmen gehen damit immer mehr ab, dass die Leute lieber mit
Abitur einstellen, weil die Reife schon im Kindergarten nicht gesetzt
wird, die Kinder dürfen alles und können alles.
Bekommen kein NEIN oder STOPP, dann in der Schule ist es nicht anders,
20% wird Schulstoff vermittelt und 80% muss man das was die Erzieher
nicht leisten können aufholen.
Und das Produkt ist der Fachkräftermangel, weil es den jungen Leuten
mehr und mehr an Reife mangelt. Normal wären 40% von denen nicht fähig
von der Reife her eine Schule zu besuchen, eine Ausbildung zu starten.
Man sollte eine starke Reform in der Erziehung machen, Erzieher sollte
ein FH Studium sein von 4 Jahren und einer gründlichen Eingangsprüfung.
Dann wären deren Gehälter auch mal gerecht fertig.
Ich glaube 80% von denen sehen das als Hobby und nicht als Verpflichtung
an der Allgemeinheit.
In anderen Ländern sind die Youngstars lernsüchtig haben hohe Disziplin
und sind williger aber dank unserem tollen System versiffen alle!
Techno_Techniker schrieb:> Claqueur schrieb:>> also komm hier nicht mit "menschenwürdig nur mit matura">> weil die Reife schon im Kindergarten nicht gesetzt> wird, die Kinder dürfen alles und können alles.> Bekommen kein NEIN oder STOPP, dann in der Schule ist es nicht anders,> 20% wird Schulstoff vermittelt und 80% muss man das was die Erzieher> nicht leisten können aufholen.> In anderen Ländern sind die Youngstars lernsüchtig haben hohe Disziplin> und sind williger aber dank unserem tollen System versiffen alle!
Den Kindern Grenzen setzen ist Aufgabe der Eltern und nicht des
Bildungssystem. Die Verantwortung für "versiffte Jugend" liegt daher
nicht beim System.
Claqueur schrieb:> Rettungssanitäter
Wohl eher Rettungsassistent. Dier müssen z.T sogar noch den 7,5t
Führerschein selbst bezahlen.
Schon mal geschaut was die verdienen? Bei Schichtbetrieb und 7 Tage
Woche?
Aufstiegsschancen? Keine!!!!
Dafür werden sie als Taxi zum Krankenhaus misbraucht, im Zweifel gerne
auch mal blöd angemacht oder bedroht. Die Gefahr, daß man sich mich
multiresistenten Keimen infiziert oder Hepatitis oder Aids oder mit
lebensgefährlicher bakterieller Hirnhautentündung ist ständig da.
Techno_Techniker schrieb:> Und das Produkt ist der Fachkräftermangel, weil es den jungen Leuten> mehr und mehr an Reife mangelt. Normal wären 40% von denen nicht fähig> von der Reife her eine Schule zu besuchen, eine Ausbildung zu starten
So ein Quatsch. An den Kids liegts nicht, das Problem ist eher, daß man
nichts mehr verdient mit harter Arbeit. Warum soll jemand Elektriker,
Rettungsassistent, Altenpfleger, Gas Wasser Installateuer werden, wenn
man im Büro locker das doppelte mit einem intelligenten Gesichtsausdruck
und ein paar Powerpoints verdienen kann.
@ Danilo
Ich würde Dir raten, erst einmal festzustellen wo Du im Moment stehst.
Dann kannst Du erstens einschätzen, wo Du Nachholbedarf hast und welche
Themen überhaupt für Dich wichtig sind.
Ein Lehrbuch erfasst ziemlich viel und es mag sinnvoll sein, zu wissen,
was man überspringen kann und was nicht, wenn man an sich schon einige
Kenntnisse hat.
Mit dem Suchterm "Informatik Test online" habe ich einige Seiten
gefunden, auf denen Eignungs- bzw. Einstellungstest für verschieden
Berufe der Informatik angeboten werden. (Einen habe ich spasseshalber
mal gemacht).
Von diesem einen Test kann ich folgendes sagen:
Es werden gewisse Grundlagen getestet, Kenntnisse über die Geschichte
der Informatik und gewisse Fähigkeiten.
Ergänzend kann es evtl. sinnvoll sein ähnliche Tests in den verwandten
oder Grundlagengebieten zu machen. Etwa Mathematik, E-Technik, Physik
etc.
Das gibt Dir, so meine ich, mal einen Anhaltspunkt, nach was Du, - egal
ob in Buchform oder im Internet -, suchen solltest.
Der Andere schrieb:> Claqueur schrieb:>> Rettungssanitäter> Wohl eher Rettungsassistent.
Eher nicht.
Hierarchie:
- Notarzt (Studium)
- Rettungsassistent(Ausbildung min zwei Jahre)
- Rettungssanitäter (Kurzausbildung ~ 3-4 Monate)
Der Andere schrieb:> Claqueur schrieb:>> Rettungssanitäter> Wohl eher Rettungsassistent.
Nein nicht assistent sondern sanitäter
> Dier müssen z.T sogar noch den 7,5t> Führerschein selbst bezahlen.
Ja und, Führerschein selber zahlen ist doch normal?! Geschenkt ist
nichts im Leben.
> Schon mal geschaut was die verdienen? Bei Schichtbetrieb und 7 Tage> Woche?
Guckst Du da:
Rettungssanitäter Gehalt nach TVöD (Entgeltgruppe 4)
Gehalt Entgeltgruppe 4 (EUR) Entgeltgruppe 5 (EUR) Entgeltgruppe 6
(EUR)
Stufe 1 2142,59 2249,11 2343,03
Stufe 2 2363,07 2480,74 2586,00
Stufe 3 2511,69 2598,39 2709.84
Stufe 4 2598,39 2716,05 2827,51
Stufe 5 2685,09 2802,74 2908,02
Stufe 6 2735,85 2864,67 2988,53
Womöglich kommen noch diverse Aufschläge für Nacht/Feierabenddienste
hinzu.
> Aufstiegsschancen? Keine!!!!
Doch einige über Weiterbildung. Bspw.: Einsatzleiter Rettungsdienst,
Rettungswachenleiter oder Fachberater für Krisenintervention und
Notfallnachsorge. Mit (nachgeholten) Abitur auch gerne Studium in den
Fächern: Rescue Engineering, Sicherheit und Gefahrenabwehr , MBA für
Sozialmanagement , Emergency Health Services Management, MSc oder
Humanmedizin.
> Dafür werden sie als Taxi zum Krankenhaus misbraucht, im Zweifel gerne> auch mal blöd angemacht oder bedroht.
Ach Gott, wo wird man nicht blöd angemacht oder bedroht. Das Risiko
einer handfesten Auseinandersetzung besteht in jedem Biergarten,
Bolzplatz oder sonstigen Lokalität wo Affenartige aufeinanderstossen.
> Die Gefahr, daß man sich mich> multiresistenten Keimen infiziert oder Hepatitis oder Aids oder mit> lebensgefährlicher bakterieller Hirnhautentündung ist ständig da.
Die ist genauso im ÖPNV gegeben und im Medizinbereich möglicherweise
geringer, weil da eben wegen dem Risiko auch verschärfte Gegenmassnahmen
getroffen werden. Wie oft wird ein Rettungswagen desinfiziert und wie
oft ein öffentliches Taxi?
Claqueur schrieb:> Rettungssanitäter Gehalt nach TVöDPercy N. schrieb:> Der Andere schrieb:>> Claqueur schrieb:>>> Rettungssanitäter>> Wohl eher Rettungsassistent.>> Eher nicht.>> Hierarchie:> - Notarzt (Studium)> - Rettungsassistent(Ausbildung min zwei Jahre)> - Rettungssanitäter (Kurzausbildung ~ 3-4 Monate)
Dann ist E4 doch recht gut bezahlt, wenn man dafür nur angelernt sein
muss.
Und wer glaubt Erzieher haben keine Verantwortung, was die Erziehung von
Kindern angeht, der sollte vielleicht sein Gehirn beim Admin abgeben...
Techniker bekommen nicht die Anerkennung, die längst überfällig ist im
öD.
Viele Stellen sind sowieso eher für bessere Handwerker, aber nicht
würdig, dazu bleiben die bei E9b stehen und haben nicht wie alle anderen
Chancen aufzusteigen, nur wenn der Dienstherr als sonstige
durchschleust, was ja bei den anderen gerne gemacht wird.
ich glaub ich schule zum Erzieher um da kann man den ganzen Tag was
erzählen vom Peter Lustig, und bekommt dann noch fette Kohle^^
Techno_Techniker schrieb:> Und wer glaubt Erzieher haben keine Verantwortung, was die Erziehung von> Kindern angeht, der sollte vielleicht sein Gehirn beim Admin abgeben...
Und wer glaubt, er könne die Verantwortung für die eigenen Kinder auf
einen "Erieher" abwälzen sollte schleunigst seine Testiculi loswerden,
bevor er noch damit Schaden anrichtet ...
Hallo Techno_techniker.
Techno_Techniker schrieb:> Aber die Firmen gehen damit immer mehr ab, dass die Leute lieber mit> Abitur einstellen, weil die Reife schon im Kindergarten nicht gesetzt> wird, die Kinder dürfen alles und können alles.> Bekommen kein NEIN oder STOPP, dann in der Schule ist es nicht anders,> 20% wird Schulstoff vermittelt und 80% muss man das was die Erzieher> nicht leisten können aufholen.
Nö. Das war 1962-1972 genauso wie heute (und vermutlich davor auch). Es
gab für die Spezis immer was hinter die Löffel, und trozdem ist aus
denen nix geworden.
Tatsächlich sind die Anforderungen an die Auszubildenden in einigen
Berufen viel höher als früher. Beispiel Im Ausbildungsrahmenplan für
Elektroniker steht aktuell z.Z. irgendwas sinngemäss von "soll
Bedienungsanleitungen und Manuals in Englisch verstehen und umsetzten
können".
Das wird zumindest mit Hauptschule bei den meisten schwer.
Anno 1980 als ich mit der Berufsausbildung anfing, hat danach keiner
gefragt.
>> Und das Produkt ist der Fachkräftermangel, weil es den jungen Leuten> mehr und mehr an Reife mangelt. Normal wären 40% von denen nicht fähig> von der Reife her eine Schule zu besuchen, eine Ausbildung zu starten.
Es sind immer noch die gleichen Leute wie vor 20 oder 40 Jahren.
Allerdings sind die Anforderungen viel höher geworden. Das überfordert
viele. Sie können sich nicht mehr auf einige wenige Themen
konzentrieren, sondern müssen ein weites Feld abdecken. Dadurch
verzetteln sie sich zwangsweise.
> In anderen Ländern sind die Youngstars lernsüchtig haben hohe Disziplin> und sind williger aber dank unserem tollen System versiffen alle!
Sie wissen, das sie sehr wahrscheinlich trotz aller Anstrengungen nicht
genügen werden. Das macht, je nach Temperament, depressiv oder aggressiv
oder beides im Wechsel.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http.dl0dg.de
Hallo Danilo.
Um mal beim Thema zu bleiben....
Danilo schrieb:> Derzeit suche ich ein sehr gutes anschauliches Buch über die Grundlagen> der Informatik.>> Es ist zwar im Netz einiges zu finden, was jetzt gut ist kann ich da> aber nicht so ganz erkennen.
Weil Du zu viel auf einmal willst. Das Fachgebiet ist riesig und breit.
Fang trotzdem ganz klein an. Mit einem Lehrbuch für Kinder z.b. Wenn Du
das durch hast, werden einige Fragen geklärt sein, aber andere
aufgeworfen. Egal, Du hast ein paar Grundlagen und Fachbegriffe, und
darauf kannst Du dann aufbauen.
> Es sollte irgendwie auf dem Niveau von KLasse 8-10 einer> allgemeinbildenden Schule sein, aber auch dem interessierten Laien einen> Überblick verschaffen.>
Beispiel "Python für kids":
https://www.hugendubel.de/de/buch/hans_georg_schumann_gregor_lingl-python_fuer_kids-26763005-produkt-details.html
Etwas weiter, aber immern noch gut für Anfänger zu lesen und vor allem
auch eine unterhaltsame Angelegenheit: "Weniger schlecht Programmieren":
https://www.hugendubel.de/de/buch/kathrin_passig_johannes_jander-weniger_schlecht_programmieren-16213498-produkt-details.html
Parallel dazu, bzw. daran anschliessend ein Spezialgebiet der
Mathematik:
Mengenlehre, Logik und das drumherum. Auch da eher 5-8 Klasse ansetzen.
Literaturtipp dazu habe ich nicht. Ich hatte in der Schule "Telekolleg
III Mengenlehre (für die Unterstufe). Ein Fernsehlehrgang. Das gehörte
mit zum wichtigsten, was ich je gelernt habe.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http.dl0dg.de
Bernd W. schrieb:
> Nö. Das war 1962-1972 genauso wie heute (und vermutlich davor auch). Es> gab für die Spezis immer was hinter die Löffel, und trozdem ist aus> denen nix geworden.>
Je nachdem ...
> Tatsächlich sind die Anforderungen an die Auszubildenden in einigen> Berufen viel höher als früher. Beispiel Im Ausbildungsrahmenplan für> Elektroniker steht aktuell z.Z. irgendwas sinngemäss von "soll> Bedienungsanleitungen und Manuals in Englisch verstehen und umsetzten> können".> Das wird zumindest mit Hauptschule bei den meisten schwer.>
Im Vergleich mit den mitunter anzutreffenden Mathekenntnissen muss das
aber noch als polyglott gelten.
> Anno 1980 als ich mit der Berufsausbildung anfing, hat danach keiner> gefragt.>
Ja. Und vorher konnten Dich Deine Eltern auch dann verstehen, wenn Du
mit Deinen Kumpels geredet hast. Aktuell sehe ich das Problem eher in
dem Kauderwelsch, den deutsche Journalisten und US-amerikanische
Präsidenten als Englisch ausgeben.
> Allerdings sind die Anforderungen viel höher geworden. Das überfordert> viele. Sie können sich nicht mehr auf einige wenige Themen> konzentrieren, sondern müssen ein weites Feld abdecken. Dadurch> verzetteln sie sich zwangsweise.>
Es sind nicht nur die Anforderungen, die im Übrigen mMn nicht
wesentlich höher, sondern anders geworden sind. Zudem gab es in dem
genannten Zeitraum 62 .. 72 deutlich weniger Distraktion, zumal ddm
Nachwuchs damals kaum Geld aus der Tasche gezogen werden konnte. Und was
unter dem Weihnachtsbaum lag, bestimmte nicht irgend ein "Trendforscher"
oder die UUnterhaltungsindustrie, allenfalls in geringem Umfang der
Gruppendruck in Richtung Musikgeschmack.
>> In anderen Ländern sind die Youngstars lernsüchtig haben hohe Disziplin>> und sind williger aber dank unserem tollen System versiffen alle!>> Sie wissen, das sie sehr wahrscheinlich trotz aller Anstrengungen nicht> genügen werden. Das macht, je nach Temperament, depressiv oder aggressiv> oder beides im Wechsel.>
Nein, das greift zu kurz. Sicherlich spielt die Selektion immer früher
eine Rolle, aber wesentlich dürfte insbesondere der Umstand sein, dass
es hier und heute sehr komfortabel möglich ist, sich ein erreichbares
Umfeld zu suchen, das Nonkonformität hinsichtlich des Bildungssystems
durch soziale Anerkennung honoriert. Und weil diese Belohnung rasch und
mit wenig Mühe, daneben sanktionsfrei, erreichbar ist, verliert die
Bildung.
Die Bildungsinhalte, die an Schulen vermittelt werden, sind im Gegensatz
zu früher auch nicht mehr vorrangig an der beruflichen Qualifikation
orientiert.
Hallo Percy.
Percy N. schrieb:>> Tatsächlich sind die Anforderungen an die Auszubildenden in einigen>> Berufen viel höher als früher. Beispiel Im Ausbildungsrahmenplan für>> Elektroniker steht aktuell z.Z. irgendwas sinngemäss von "soll>> Bedienungsanleitungen und Manuals in Englisch verstehen und umsetzten>> können".>> Das wird zumindest mit Hauptschule bei den meisten schwer.>>> Im Vergleich mit den mitunter anzutreffenden Mathekenntnissen muss das> aber noch als polyglott gelten.
Nun, heute wird weniger "Rechnen" als vielmehr Logik und dergleichen
benötigt.
Die Älteren können zwar oft gut Kopfrechnen, aber sie wissen halt nicht
weiter, wenn sie an Windows Desktops gewöhnt sind, und auf einmal vor
einem MAC oder Linux Desktop sitzten, obwohl das von der Bedienung
alles ähnlich ist. Mengenlehre und Logik schult das Transferdenken. Zum
"Rechnen" gibts dagegen Taschenrechner. Für Notfälle sollte man das zwar
mal gelernt haben, aber anderes ist wichtiger.
> Ja. Und vorher konnten Dich Deine Eltern auch dann verstehen, wenn Du> mit Deinen Kumpels geredet hast. Aktuell sehe ich das Problem eher in> dem Kauderwelsch, den deutsche Journalisten und US-amerikanische> Präsidenten als Englisch ausgeben.
Nicht wirklich. ;O) "Jugendsprache" als solche ist darauf angelegt, nur
in der eigenen Gruppe verstanden zu werden. Darum ändert die sich ja
auch ständig.
Siehe:
https://de.wikipedia.org/wiki/Jugendsprache#Charakteristika_von_Jugendsprache> Es sind nicht nur die Anforderungen, die im Übrigen mMn nicht> wesentlich höher, sondern anders geworden sind. Zudem gab es in dem> genannten Zeitraum 62 .. 72 deutlich weniger Distraktion,
Sie sind im wesentlichen "breiter" geworden. Das bedingt, dass man mit
der einzelnen Sache in der Schule nicht mehr so in die Tiefe gehen kann.
Die Menge, die vermittelt werden kann, ist ja begrenzt, und wenn es mehr
Themen gibt, bleibt für das einzelne weniger Zeit.
> zumal ddm> Nachwuchs damals kaum Geld aus der Tasche gezogen werden konnte. Und was> unter dem Weihnachtsbaum lag, bestimmte nicht irgend ein "Trendforscher"> oder die UUnterhaltungsindustrie, allenfalls in geringem Umfang der> Gruppendruck in Richtung Musikgeschmack.
Das ist einer der wenigen Punkte, wo ich Dir teilweise Recht gebe. Der
Gruppendruck ist heute extrem. Ich selber bin damals schon immer mit den
Gruppen zusammengestossen. Einmal Schrat, immer Schrat. Heute würde ich
wohl zum Amokläufer.
> sich ein erreichbares> Umfeld zu suchen, das Nonkonformität hinsichtlich des Bildungssystems> durch soziale Anerkennung honoriert. Und weil diese Belohnung rasch und> mit wenig Mühe, daneben sanktionsfrei, erreichbar ist, verliert die> Bildung.
Kann ich irgendwie nicht so Bestätigen. Die Neugier, die die Jugend auch
haben soll, ist reichlich vorhanden. Tatsächlich nicht bei allen, aber
das war früher ja auch so.
> Die Bildungsinhalte, die an Schulen vermittelt werden, sind im Gegensatz> zu früher auch nicht mehr vorrangig an der beruflichen Qualifikation> orientiert.
Die Bildungsinhalte sind an den Curricula ausgerichtet. Die hinken
logischerweise der Realität etwas hinterher. Es gibt darum besonders
engagierte Lehrer, die drücken sich etwas daran vorbei, behandeln diese
pro forma und machen das, was sie aktuell für wichtig halten.
War bei uns früher genauso. ;O)
Die heutigen Curricula sind aber in Zusammenarbeit mit den
Berufsverbänden erstellt worden. Zum einen ist es problematisch, alle
Berufsanforderungen von Frisören, Elektrikern und Anwaltsgehilfen
gleichzeitig abzudecken, und zum anderen ist wohl das, was die
Berufsverbände damals gefordert haben, etwas anderes als sie heute
benötigen. Weil die Welt nun eine andere ist, und auch anders geworden
ist, als die Berufsverbände gedacht haben.
Aber das ist in den letzten 30 Jahren wohl jedem so gegangen. ;O)
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
Bernd W. schrieb:> Hallo Percy.>> Percy N. schrieb:>>>> Tatsächlich sind die Anforderungen an die Auszubildenden in einigen>>> Berufen viel höher als früher. Beispiel Im Ausbildungsrahmenplan für>>> Elektroniker steht aktuell z.Z. irgendwas sinngemäss von "soll>>> Bedienungsanleitungen und Manuals in Englisch verstehen und umsetzten>>> können".>>> Das wird zumindest mit Hauptschule bei den meisten schwer.>>>>> Im Vergleich mit den mitunter anzutreffenden Mathekenntnissen muss das>> aber noch als polyglott gelten.>> Nun, heute wird weniger "Rechnen" als vielmehr Logik und dergleichen> benötigt.> Die Älteren können zwar oft gut Kopfrechnen, aber sie wissen halt nicht> weiter, wenn sie an Windows Desktops gewöhnt sind, und auf einmal vor> einem MAC oder Linux Desktop sitzten, obwohl das von der Bedienung> alles ähnlich ist. Mengenlehre und Logik schult das Transferdenken. Zum> "Rechnen" gibts dagegen Taschenrechner. Für Notfälle sollte man das zwar> mal gelernt haben, aber anderes ist wichtiger.>
Ich kenne Einzelhandelskaufleute, alt genug, um meine Söhne zu sein, die
das durchaus anders sehen.
Ein Erlebnis mit zwei Azubis, EHK, beide brauchbarer HSA, im
Nachhilfeunterricht Mathe:
... "So, Du müsstest jetzt 3 % von 15.000 Euro ausrechnen!" - "???" -
"Na, wieviel ist denn ein Prozent von 15000?" - "??!!!" - "Was heißt
denn 'Prozent' - man kann auch 'Perzent' sagen?" - "Von Hundert???" -
"Ja, man nennt es auch vomHundert und es bedeutet nur Hundertstel, also
halb so wild!" - "Ja, aber was mache ich jetzt mit den 15.000?" -
"Wieviel ist denn ein Hundertstel von 15.000, hm?" - Innerhalb einer
Sekunde wurden zwei Taschenrechner eingeschaltet.
Kann es verblüffen, dass die beiden, die alles andere als doof waren,
Textaufgaben gehasst haben?
>> Ja. Und vorher konnten Dich Deine Eltern auch dann verstehen, wenn Du>> mit Deinen Kumpels geredet hast. Aktuell sehe ich das Problem eher in>> dem Kauderwelsch, den deutsche Journalisten und US-amerikanische>> Präsidenten als Englisch ausgeben.>> Nicht wirklich. ;O) "Jugendsprache" als solche ist darauf angelegt, nur> in der eigenen Gruppe verstanden zu werden. Darum ändert die sich ja> auch ständig.> Siehe:> https://de.wikipedia.org/wiki/Jugendsprache#Charakteristika_von_Jugendsprache>
Und jedes Jahr setzen sich ein paar arbeitslose Germanisten zusammen und
erfinden das aktuelle Wörterbuch der Jugendsprache, das Langenscheidt
dann an Pubertanden verkauft, die besorgt sind, den Anschluss zu
verlieren. Und an die reifere Jugend, der ihr Geld abgeknöpft wird,
damit sie sich über die angebliche Jugendsprache amüsieren kann.
Win-win-win
(Ein aktueller Werbespot von Check24 überzieht dies etwas, liegt aber
gar nicht mal falsch. Nur ist es dort der Vater, der sich durch
aufgesetzte verbale "Jugendlichkeit" blamiert.)
>> Es sind nicht nur die Anforderungen, die im Übrigen mMn nicht>> wesentlich höher, sondern anders geworden sind. Zudem gab es in dem>> genannten Zeitraum 62 .. 72 deutlich weniger Distraktion,>> Sie sind im wesentlichen "breiter" geworden. Das bedingt, dass man mit> der einzelnen Sache in der Schule nicht mehr so in die Tiefe gehen kann.> Die Menge, die vermittelt werden kann, ist ja begrenzt, und wenn es mehr> Themen gibt, bleibt für das einzelne weniger Zeit.>
Das entspricht nicht meinen Beobachtungen. Ich hatte aber schon zu
meiner Schulzeit den Eindruck, dass insbesondere in Mathematik unser
Pensum arg eingedampft worden war, deutlich mehr, als insgesamt ein Jahr
Mengenlehre und Dualsystem (beides in der Primarstufe!) hätte erfordern
können. Zumindest haben mir die abgelegten Schulbücher meiner 15 Jahre
älteren Cousine diesen Eindruck vermittelt.
>> zumal ddm>> Nachwuchs damals kaum Geld aus der Tasche gezogen werden konnte. Und was>> unter dem Weihnachtsbaum lag, bestimmte nicht irgend ein "Trendforscher">> oder die UUnterhaltungsindustrie, allenfalls in geringem Umfang der>> Gruppendruck in Richtung Musikgeschmack.>> Das ist einer der wenigen Punkte, wo ich Dir teilweise Recht gebe. Der> Gruppendruck ist heute extrem. Ich selber bin damals schon immer mit den> Gruppen zusammengestossen. Einmal Schrat, immer Schrat. Heute würde ich> wohl zum Amokläufer.>
Ging mir nicht viel anders, bis ich irgend wann merkte, dass Freaks als
cool galten und es deshalb nicht erstrebenswert war, ausgerechnet in der
Schule Freunde zu haben. Dummerweise wird es heute nicht der
Sportverein, sondern die Gang. Siehe sogleich unten:
>> sich ein erreichbares>> Umfeld zu suchen, das Nonkonformität hinsichtlich des Bildungssystems>> durch soziale Anerkennung honoriert. Und weil diese Belohnung rasch und>> mit wenig Mühe, daneben sanktionsfrei, erreichbar ist, verliert die>> Bildung.>> Kann ich irgendwie nicht so Bestätigen. Die Neugier, die die Jugend auch> haben soll, ist reichlich vorhanden. Tatsächlich nicht bei allen, aber> das war früher ja auch so.>
Ich habe möglicherweise Anlass, Dich um Dein Umfeld zu beneiden.
Möglicherweise gibt es da keine jugendlichen Kronprinzen, die
keinesfalls ihrer Lehrerin gehorchen durften, weil die ja eine Frau war.
Irgendwann geht der Knopf auf, aber dann ist der Zug schon längst
abgefahren. Und niemand ist dafür zuständig, sich um diese Leute zu
kümmern. Immerhin: solange Cannabis nicht freigegeben wird, werden
einige ein Auskommen in der Wirtschaft finden.
>> Die Bildungsinhalte, die an Schulen vermittelt werden, sind im Gegensatz>> zu früher auch nicht mehr vorrangig an der beruflichen Qualifikation>> orientiert.>> Die Bildungsinhalte sind an den Curricula ausgerichtet. Die hinken> logischerweise der Realität etwas hinterher. Es gibt darum besonders> engagierte Lehrer, die drücken sich etwas daran vorbei, behandeln diese> pro forma und machen das, was sie aktuell für wichtig halten.> War bei uns früher genauso. ;O)>
Mitte der 90er stieg unser Jüngster gerade von C64 auf PC um. Zu seiner
Freude stand in der siebten oder achten Klasse plötzlich Informatik auf
dem Stundenplan. Es gab pro Woche eine Stunde am PC für die ganze
Klasse, und der Unterricht schien sich darin zu erschöpfen, dass eine
ältliche Deutschlehrerin öffentlich den Umgang mit Word erlernte. Hätten
sie in der Zeit Topflappen gehäkelt, dann hätte der Jung mehr davon
gehabt.
> Die heutigen Curricula sind aber in Zusammenarbeit mit den> Berufsverbänden erstellt worden. Zum einen ist es problematisch, alle> Berufsanforderungen von Frisören, Elektrikern und Anwaltsgehilfen> gleichzeitig abzudecken,
war das jemals anders?
> und zum anderen ist wohl das, was die> Berufsverbände damals gefordert haben, etwas anderes als sie heute> benötigen. Weil die Welt nun eine andere ist, und auch anders geworden> ist, als die Berufsverbände gedacht haben.>
Ich habe noch an keinem Curriculum mitgestrickt, aber ich könnte mir
vorstellen, dass diejenigen, die sich in den Berufsverbänden darum
kümmern, ähnlich theoretisch ausgerichtet sind wie die entsprechenden
Entscheidungsträger für die allgemeinbildenden Schulen.
> Aber das ist in den letzten 30 Jahren wohl jedem so gegangen. ;O)>
Das wird auch so weitergehen
Btw: Zu meinem weiteren Bekanntenkreis gehörte eine Zeitlang eine
Grundschullehrerin. Ich habe sie aus den Augen verloren, als sie von
Schleswig -Holstein nach Sachsen übersiedelt ist. Sie hatte es satt,
Zweitklässlern nette Sachen ins Zeugnis zu schreiben wie "Besonders
schön ist es, dass Du es immer häufiger schaffst, zumindest Deinen
Vornamen annähernd fehlerfrei zu schreiben." Ehrliche
Leistungsstandbeurteilungen waren in der gesamten Grundschule
unerwünscht, da man die armen Seelen der Kinder nicht durch
Zurechtweisung zerbrechen mochte. Am Ende eines jeden Schuljahres gab es
einen Riesenaufstand der Eltern, wenn die Kinder keine Empfehlung für
die Universität oder notfalls übergangsweise wenigstens für das
Gymnasium bekamen; schließlich hatten die kleinen Überflieger doch die
ganze Zeit so tolle Zeugnisse nach Hause gebracht.
Es ist möglicherweise wirklich eine Frage des Bundeslandes. In Hamburg
würde man heute vermutlich alle auf die Stadtteilschule schicken,
schließlich kann man da ja auch maturieren ...
Jetzt hatte ich mich eine Zeit nicht mit dem Thema beschäftigt.
Die Jungs haben aber jetzt in der 9. Klasse noch immer nix an
Unterricht, was Richtung Computer/ Informatik geht.
Eigentlich sind wir ja nicht mehr in den 70er Jahren, als dies normal
war.
In der Physik sind die schwer unterwegs, bereits Kern- u. Atomphysik,
Rel.-Theorie, usw..
Ich nehme an, die Comp.-Technik kommt da erst ab Klasse 11. Finde ich
ein bisschen spät das Ganze. Für ein Gymn. würde ich das schon erwarten.
Ich will die Jungs nicht beraten, trotzdem aber auch ein Stück mal etwas
dazulernen, da ich die Informatik nie verstanden habe.
Danilo schrieb:> trotzdem aber auch ein Stück mal etwas dazulernen, da ich die Informatik> nie verstanden habe.
Nun komm schon, stell dein Licht nicht so unter den Scheffel!
Danilo schrieb:> In der Physik sind die schwer unterwegs, bereits Kern- u. Atomphysik,> Rel.-Theorie, usw..
Klar heute stellt man alles auch highlevel und das scheint alles top zu
sein, aber in Echt ist es nur ein Kartenhaus.
Niemals sind die Leute schlauer als vor 40 Jahren. Schaut euch das
Verhalten und die Disziplin an, die asiaten überrollen uns mehrfach.
Vor 20 Jahren wurde eben entschieden, das wir nur noch wirtschaft
machen, wer nix wird (BRD) wird Wirt.
Das Bildungssystem ist für die Wirtschaft aufgelegt möglichst viele
sollen Studieren und die angeblich besten bekommen die Jobs, die
Wahrheit ist das ein straf tätiger und verurteilter Hauptschüler ein 1er
Abitur nach dem Knast macht.
So etwas ist nur eine Darstellung und Show.
Fakt ist heute schafft jeder ehemaliger Realschüler das heutige Abitur.
Die ehemaligen Sonder und Hauptschüler den ESA/MSA.
Aber eine Ausbildung bekommen die meisten lieber, wenn die noch mal zur
Berufsfachschule gehen und die Fachschulreife vorweisen.
Ganz einfach Disziplin geht immer mehr verloren, Erzieher sind
überfordert und Eltern auch.
Die Schuld liegt an unserem Leistungswirtschaftssystem, das hat nun mehr
und mehr seine psy. soz. Folgen, die immer mehr auf uns einschlagen
werden.
In den Hochschulen wird auch schon abgebaut, natürlich müssen die jungen
Leute englisch können, denn englisch ist ja mehr und mehr Standard, wir
sind ja wirtschaftlich systematisiert, irgendwann werden auch die
Behörden umgestellt, dann heißt es nicht mehr Amtsleiter sondern CEO.
Siehe BAHN...
Die BRD ist sowieso ein Unternehmen, welches nachdem WW2 gegründet
wurde, das Wirtschaftswunder, sei der Nachkriegsgeneration geschuldet.
alles nach den 68er, war schon dem Untergang geweiht.
Unsere Kult wurde längst zig fach verwirtschaftet und verkauft. Man
nennt dies Weiterentwicklung und Verwirklichung neuer Generationen.
Viel Spass dem alten Genossen Mod, wenn wir dann mal im Altenheim liegen
und unsere tolle Wirtschaft zu spüren bekommen sollten.
Der Wikipedia-Artikel ist zur Übersicht ganz gut:
https://de.wikipedia.org/wiki/Informatik
Die Seite "Algorithmus der Woche" gibt es zum Glück noch - aber wer weiß
wie lange noch.
https://algo.rwth-aachen.de/~algorithmus/
Ziemlich Informatik-affin, aber nicht unbedingt memorierfreundlich -
aber ganz gut doch irgendwie ist das Buch Informatik-Intensivkurs von
Block und Neumann. Es ist ein wenig wie eine Art Seezeichen.
Dann gibt es noch die Geschichte der 50er und 60er und 70er Jahre mit
ihrer fundamentalen Know-How- und Erkenntniswelt, die so
selbstverständlich in unser Dasein hineingestrickt ist (z.B. in Form von
Linux/Unix-Programmen).
rbx schrieb:> Ziemlich Informatik-affin, aber nicht unbedingt memorierfreundlich -> aber ganz gut doch irgendwie ist das Buch Informatik-Intensivkurs von> Block und Neumann. Es ist ein wenig wie eine Art Seezeichen.>> Dann gibt es noch die Geschichte der 50er und 60er und 70er Jahre mit> ihrer fundamentalen Know-How- und Erkenntniswelt, die so> selbstverständlich in unser Dasein hineingestrickt ist (z.B. in Form von> Linux/Unix-Programmen).
Leute das scheinen gute Bücher für angehende Programmierer zu sein. OK
Ich suche aber ein Buch auf dem Niveau 9./10. Klasse hin zum Übergang
zur Oberstufe. Das gibt es in Physik und ich möchte das für die
Informatik finden.
Das war übrigens ein Übergang der früher dem ein oder anderen schon in
anderen Fächern kaum gelang.
Es soll alles sehr anschaulich und verständlich erklärt sein. Es dürfen
also auch Grafiken, Bilder und so etwas drin sein.
Die Schmierereien der früheren Inf.-Profs können aber gerne draussen
bleiben.
Danilo schrieb:> Ich suche aber ein Buch auf dem Niveau 9./10. Klasse hin zum Übergang> zur Oberstufe. Das gibt es in Physik und ich möchte das für die> Informatik finden.
Und du bist sicher, du suchst nicht auf dem Niveau von 1./2. Klasse?
Wie hatten in der Grundschule Mengenlehre, da hätte wir auch unken
können, die Lehrer wollen uns mit anspruchsvoller Zahlentheorie (die sie
selber gar nicht verstehen) veräppeln*.
*apropos..