Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik gezogener Quarzoszillator an Atmega328


von Stefan (Gast)


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Hallo,

ich habe, um den Ziehbereich des Oszillators an einem Atmega328 zu 
vergrößern, folgendes getan:

Dem eigentlichen Quarz einen weiteren parallel geschaltet und den 
Lastkondensator an OSC1 durch einen Trimmer 1-30pF (anstelle der 
üblichen 22pF, fix) getauscht.

Das hat auch den gewünschten Effekt gebracht. Der Bereich in dem der 
Quarz gezogen werden kann, ist jetzt mindestens doppelt so groß, wie 
ohne den zweiten Quarz.

Allerdings hatte ich gehofft, den Ziehbereich einigermaßen symmetrisch 
um die ursprüngliche Frequenz ändern zu können. Das ist nicht der Fall. 
Die Frequenzänderung nach oben ist deutlich größer als die nach unten.

Vielleicht hat jemand ja schon einmal einen solchen Stunt gemacht und 
kann mir entsprechend erklären, warum das so ist (wo also mein 
Denkfehler liegt...)...

beste Grüße,
Stefan

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Im Quarzkochbuch (Kapitel 6 ab Seite 28) sind ein paar Tips zum Ziehen 
von Quarzen:
http://www.axtal.com/cms/iwebs/default.aspx?mmid=11801&smid=43828
Symmetrisches Ziehen ist selten, das geht hauptsächlich in einer 
Richtung, wie man im Bild 6.25 auf Seite 30 sieht.

von Stefan (Gast)


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Wow! Danke! Das erklärt es wirklich im Detail. Ich kannte das Buch noch 
nicht... Habe mir aber jetzt erstmal ein Exemplar gesichert...

mni mni tnx
Stefan

von Alex W. (a20q90)


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Erklärst du mal bitte, warum du einen Quarz an einem uC ziehen willst?

von Stefan (Gast)


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Hallo Alex,

Betreibt man den Atmega mit einem Quarz mit 14.31818MHz, kann man auf 
einem Pin durch einen Teiler 4 ein per uC ein- und ausschaltbares 
Rechtecksignal auf 3.5795MHz ausgeben...

Eine kleine Class C Endstufe dahinter und ein bisschen filtern später 
und hat man eine kleine Funkbake.

Viele Grüße,
Stefan

Vor allem ist diese verhältnismäßig billig, den leider finden diese 
Teile manchmal ungeahnte Liebhaber. Was auch immer die damit wollen...

von Stefan (Gast)


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Ach ja, das Ziehen der Quarzfrequenz hat dann natürlich den Sinn, die 
Sendefrequenz geringfügig ändern zu können, z.B. um mehrere dieser 
Sender möglichst exakt auf derselben Frequenz betreiben zu können.

von Apollo M. (Firma: @home) (majortom)


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Stefan schrieb:
> Betreibt man den Atmega mit einem Quarz mit 14.31818MHz, kann man auf
> einem Pin durch einen Teiler 4 ein per uC ein- und ausschaltbares
> Rechtecksignal auf 3.5795MHz ausgeben.

schon mal an pic's mit nco gedacht, dann hast du auch andere nette 
optionen (z.b. für direct coverter oder so) und musst dann keinen quarz 
mehr ziehen um "krumme" freq. zu bekommen.


mt

von Stefan (Gast)


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Welcher PIC hat einen eingebauten NCO?

von Peter R. (Gast)


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Stefan schrieb:
> Ach ja, das Ziehen der Quarzfrequenz hat dann natürlich den Sinn,
> die
> Sendefrequenz geringfügig ändern zu können, z.B. um mehrere dieser
> Sender möglichst exakt auf derselben Frequenz betreiben zu können.

mir tun bei dem Gedanken, per µC ein Sendersignal zu erzeugen, die Zähne 
weh.

Der Oszillator eines µC ist dafür ausgelegt, dass alles mögliche daran 
schwingt. Das ist keine Auslegung dafür, dass eine Frequenz genau 
eingehalten wird. Lässt sich da die Schwingfrequenz ausreichend genau 
einhalten?

 Dazu kommt noch, dass die interne Spannung des µC-Oszillators alles 
andre als konstant ist. Da dürfte das Signal ganz schön verrauscht sein, 
bzw. durch die internen Schaltflanken des µC ganz schön fremdmoduliert 
sein.

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