Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Sziklai-Transistor-Paar zum Schalten eines BLDC


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von Max M. (be_like_water)


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Hallo liebe Community,

ich bastle zurzeit an einer Schaltung welche eine kleine Pumpe (12V / 
5W) ansteuern soll um meine Blumentöfpe mit Wasser zu versorgen. Über 
einen Sensor wird die Bodenfeuchtigkeit gemessen und von einem TI MSP430 
ausgewertet. Der MSP430 sowie der Feuchtigkeitssensor funktionieren 
soweit zufriedenstellend.

Da der MSP430 ein Low-Power-Mikrocontroller ist, kann pro Pin maximal 
ein Strom von 6 mA ausgegeben werden. Ich möchte verhindern das 
eventuelle Schäden durch zu viel Strom an den Mikrocontroller auftreten 
und bin auf die Sziklai-Schaltung gestoßen, welche einen sehr hohen 
Verstärkungsfaktor bietet und dabei einen kleinen Basisstrom benötigt. 
Mir ist bewusst das man einen stärkeren Transistor oder sogar einen 
MOSFET für diese Aufgabe nehmen könnte, aber ich möchte aus dem was ich 
gerade Zuhause habe das oben genannte Vorhaben umsetzten.

Ich habe die Schaltung aufgebaut und getestet, musste aber feststellen 
der der PNP-Transitor ziemlich warm wurde (gemessen ca 60 °C bei Ic = 
400 mA). So wie ich die Funktionsweise von Transistoren verstanden habe, 
werden diese nur dann sehr warm, wenn sie im Linearbetrieb arbeiten. Ist 
das normal das der Transistor so warm wird obwohl ich versucht habe den 
so auszulegen das er voll durchschaltet oder habe ich den Vorwiderstand 
falsch dimensioniert? Der Verstärkungsfaktor hFe wurde aus dem DC 
Current-Gain Diagramm aus den Datenblättern entnommen und durch 2 
geteilt um den schlechtesten Fall anzunehmen.

Liebe Grüße

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von Flip B. (frickelfreak)


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du hast prinzipbedingt ca. 1v über dem PNP transistor. Das gibt ganz 
klar erhebliche verlustleistung.

von hinz (Gast)


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Am PNP Transistor wird etwa 1V abfallen, bei 400mA also 400mW 
Verlustleistung, da wird der schon ziemlich warm.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Schaltest Du nur ein und aus oder willst Du die Pumpe in ihrer Drehzahl 
regeln?

Falls Du nur schalten möchtest, nimm einen guten LL-FET, der bei 3,3V 
aus dem Controller schon einen niedrigen Rds(on) hat. Der löst Dein 
Problem wunderbar. 2,2kOhm an's Gate sollte der Controller schaffen, bei 
400mA maximal störts auch nicht so sehr, wenn die Umschaltzeit nicht die 
schnellste ist.

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Schalte doch  zwei parallel. Hält er den Einschaltstrom der Pumpe aus?


MfG

von nachtmix (Gast)


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Max M. schrieb:
> aber ich möchte aus dem was ich
> gerade Zuhause habe das oben genannte Vorhaben umsetzten.

Dann nimm doch nur zwei npn-Transistoren, ähnlich einer 
Darlington-Schaltung, aber der Kollektor des Ersten (hochverstärkenden 
kleinen) liegt nicht am Kollektor des Zweiten, sondern über einen 
Strombegrenzungswiderstand an +5V oder +12V.
Auch dabei multiplizieren sich die Stromverstärkungsfaktore, aber -je 
nach Typ- kann die UCE kann ziemlich klein werden, z.B. 0,2V.

von hinz (Gast)


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Besser so.

von Max M. (be_like_water)


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Danke für die schnellen Antworten.

Soll ich lieber einen stärkeren Transistor( oder sogar MOSFET) 
einsetzten oder ist das für mit den ca 60 °C für den PNP-Transistor im 
Betrieb ok? Die Pumpe an sich würde eh nur wenige Sekunden laufen.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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IRF3708. Besser so.

Edit: So ein FET wird in der Anwendung überhaupt nicht warm wenn die 
Pumpe nur für ein paar Sekunden eingeschaltet wird.

: Bearbeitet durch User
von Max M. (be_like_water)


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Ben B. schrieb:
> IRF3708. Besser so.
>
> Edit: So ein FET wird in der Anwendung überhaupt nicht warm wenn die
> Pumpe nur für ein paar Sekunden eingeschaltet wird.

Den habe ich zufälligerweise schon letzte Woche bestellt.

hinz schrieb:
> Besser so.

Die Schlatung werde ich mir trotzdem mal ankucken, Vielen Dank!

Christian S. schrieb:
> Schalte doch  zwei parallel. Hält er den Einschaltstrom der Pumpe
> aus?
>
> MfG

Davon wurde im TI-Forum abgeraten (das parallel Schalten von 2 Pins). Ob 
der MSP430 den Einschaltstrom aushält kann ich nicht sagen. Ich habe 
leider kein geeignetes Messinstrument um diesen zu erfassen


Ben B. schrieb:
> Schaltest Du nur ein und aus oder willst Du die Pumpe in ihrer
> Drehzahl
> regeln?
>
> Falls Du nur schalten möchtest, nimm einen guten LL-FET, der bei 3,3V
> aus dem Controller schon einen niedrigen Rds(on) hat. Der löst Dein
> Problem wunderbar. 2,2kOhm an's Gate sollte der Controller schaffen, bei
> 400mA maximal störts auch nicht so sehr, wenn die Umschaltzeit nicht die
> schnellste ist.

Ich möchte eventuell über PWM die Drehzahl der BLDC steuern.



Ich danke allen nochmal zu später Stunde für die konstruktiven 
Antworten.

Ich werde es mit dem IRF3708 zu ende bringen.

Gute Nacht!

: Bearbeitet durch User
von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Wenn Du die Drehzahl regeln können willst, wird die Schaltung einiges 
komplizierter. Dann musst Du den FET nämlich sehr schnell schalten 
können, was mit dem einzelnen Pin des µC nicht geht.

Wenn das eine Pumpe ist, regel die Fördermenge lieber über eine variable 
Laufzeit und nicht über die Drehzahl. Dann hast Du die ganzen 
PWM-Probleme alle nicht.

von xaver wildkatz (Gast)


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Max M. meinte im Beitrag #5594902:
> Christian S. schrieb:
>> Schalte doch  zwei parallel.
>>
> Davon wurde im TI-Forum abgeraten (parallelschalten_2er_Pins).

Daß das wohl problematisch wäre, wenn diese durch die Software
("zufällig") untersch. Status bekämen, glaube ich durchaus. Dabei
entstünde ja ein Kurzschluß, der evtl. zur Zerstörung führte.

Christian meinte 2 parallele Transistoren (+2 Basis-R einplanen).


> Ob der MSP430 den Einschaltstrom aushält kann ich nicht sagen.

Motor (Blockierstrom) vergleichen mit Transistor-Belastbarkeit.
Christian kennt ja auch die Daten des Motors (noch? :-) nicht.


Tatsächlich wäre für Pumpen oft eine Zeitsteuerung ausreichend.
Möglichkeit ist ohne nähere Infos / Anwendung (noch? :-) unklar.


Es wäre also zielführend, möglichst alle Umstände zu deklarieren.
Sonst hüpfst Du vor "der Lösung" noch über 10 falsche solche...

von jemand (Gast)


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Ben B. schrieb:
> Edit: So ein FET wird in der Anwendung überhaupt nicht warm wenn die
> Pumpe nur für ein paar Sekunden eingeschaltet wird.

Ja, aber so ein MOSFET ist "modernes Teufelszeug" das man damals in der 
guten alten DDR nicht hatte. Außerdem waren sie (damals in der DDR) so 
teuer, das ist bestimmt auch heute noch so.
Darum drängt man Gott und der Welt Bipolartransistoren zum Schalten von 
Motoren auf.

Mich überrascht, dass man den Leuten keine Röhren aufdrängt.

von Max M. (be_like_water)


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xaver wildkatz schrieb:
> Max M. meinte im Beitrag #5594902:
>> Christian S. schrieb:
>>> Schalte doch  zwei parallel.
>>>
>> Davon wurde im TI-Forum abgeraten (parallelschalten_2er_Pins).
>
> Daß das wohl problematisch wäre, wenn diese durch die Software
> ("zufällig") untersch. Status bekämen, glaube ich durchaus. Dabei
> entstünde ja ein Kurzschluß, der evtl. zur Zerstörung führte.
>
> Christian meinte 2 parallele Transistoren (+2 Basis-R einplanen).
>
>> Ob der MSP430 den Einschaltstrom aushält kann ich nicht sagen.
>
> Motor (Blockierstrom) vergleichen mit Transistor-Belastbarkeit.
> Christian kennt ja auch die Daten des Motors (noch? :-) nicht.
>
> Tatsächlich wäre für Pumpen oft eine Zeitsteuerung ausreichend.
> Möglichkeit ist ohne nähere Infos / Anwendung (noch? :-) unklar.
>
> Es wäre also zielführend, möglichst alle Umstände zu deklarieren.
> Sonst hüpfst Du vor "der Lösung" noch über 10 falsche solche...

Das mit den zwei Transistoren Parallelschalten habe ich dann wohl etwas 
missverstanden. Ist an sich eine sehr gute Idee die ich auch mal Testen 
werde.

So ein richtiges Datenblatt von der Pumpe habe ich selbst nicht. Ich 
habe die bei Ebay ersteigert.

Link zu Pumpe: 
Ebay-Artikel Nr. 202314645466

Die Pumpe zeitgesteuert zu machen war auch schon eine meiner Optionen. 
Leider kommt das Wasser ziemlich schnell raus und neigt dazu etwas aus 
den niedrigen Blumentöpfen heraus zu spritzen. Aus dem Grund kam dann 
die Idee das ganze mit PWM zu zähmen.

von Max M. (be_like_water)


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Ben B. schrieb:
> Wenn Du die Drehzahl regeln können willst, wird die Schaltung
> einiges
> komplizierter. Dann musst Du den FET nämlich sehr schnell schalten
> können, was mit dem einzelnen Pin des µC nicht geht.
>
> Wenn das eine Pumpe ist, regel die Fördermenge lieber über eine variable
> Laufzeit und nicht über die Drehzahl. Dann hast Du die ganzen
> PWM-Probleme alle nicht.

Warum kann man die Pins des µC nicht schnell schalten? Ich habe schon 
etwas mit der PWM-Einheit des µC rumgespielt und konnte LED´s und auch 
schon die Pumpte damit steuern. Was ich mir jedoch nicht erklären kann, 
ist das ich die Taktfrequenz auf ca. 1kHz runterskalieren musste da die 
Pumpe sonst nicht los lief und nur gesummt hat.

: Bearbeitet durch User
von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Die Pins kannst Du schnell schalten, allerdings braucht das Umladen der 
Gate-Kapazität beim FET etwas Leistung, die mit der Frequenz ansteigt. 
Das kann Dein µC-Pin nicht leisten. Damit die Umladung möglichst schnell 
erfolgt, braucht man recht hohe Impulsströme (können durchaus 1A 
erreichen) für sehr kurze Zeit, die von einer Treiberstufe 
bereitgestellt werden. Macht man das zu langsam, geht der FET nur 
langsam vom gesperrten in den leitenden Zustand (oder umgekehrt) und das 
verursacht viel Verlustwärme.

Zweites Problem: Viele BLDC-Motoren mögen die zerhackte Betriebsspannung 
nicht und laufen dann nicht richtig. Oder sie haben einen Elko an der 
Betriebsspannung, der sich dann sehr über die Impulsströme freut (evtl. 
deswegen den Arsch hochreißt) und den Nutzen der PWM quasi aushebelt. 
Für solche Motoren bräuchte man dann ein geregeltes Netzteil, so daß man 
ihnen eine variable und glatte Spannung anbieten kann - und etwas 
Hoffnung, daß sie keine interne Drehzahlregelung haben.

von Rainer V. (a_zip)


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Max M. schrieb:
> Leider kommt das Wasser ziemlich schnell raus und neigt dazu etwas aus
> den niedrigen Blumentöpfen heraus zu spritzen.

Hallo, dann bau doch eine Prallplatte oder was ähnliches dran...und 
beherzige den Hinweis mit dem Einschaltstrom!
Viel Erfolg, Rainer

von Holm T. (Gast)


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..man muß, sowohl bei FETs als auch bei Bipolartransistoren das Gate 
oder die Basis beim Abschalten auch wieder ausräumen, also nicht nur 
schnell einschalten wenn man mit hohen Frequenzen schalten möchte. Das 
ist der Grund
warum Dir die Leute hier teilweise von PWM abraten. Des Weiteren 
benötigt man bei induktiven Lasten auch hohe Spannungen, weil eine 
Induktivität einer Stromänderung entgegen wirkt (siehe Drossel), das 
bedeutet wenn man zu schnell bei niedriger Spannung schaltet, bekommt 
man keine ausreichende Leistung in die Last.

Ich habe keine Ahnung wie Dein BLDC Motor wirklich aufgebaut ist, Du 
hast hier nur 2 Anschlüsse angegeben, das weist auf eine integrierte 
Kommutierung durch Elektronik hin, wie die aber auf PWM reagiert weiß 
Niemand hier, so lange deren Schaltung bzw. der Motortyp unbekannt 
sind..

BTW: 17,5k als Basisvorwiderstand kommen mir etwas hoch vor...das ergibt 
nur 165µA Basisstrom.


Gruß,

Holm

von Max M. (be_like_water)


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Rainer V. schrieb:
> Max M. schrieb:
>> Leider kommt das Wasser ziemlich schnell raus und neigt dazu etwas aus
>> den niedrigen Blumentöpfen heraus zu spritzen.
>
> Hallo, dann bau doch eine Prallplatte oder was ähnliches dran...und
> beherzige den Hinweis mit dem Einschaltstrom!
> Viel Erfolg, Rainer

Danke, ja ich werde die vielen tollen Tipps beherzigen. Hat mir bisher 
sehr weitergeholfen und ich habe viele neue Sachen gelernt obwohl ich 
noch nicht fertig bin.

Bei dem Einschaltstrom ist der Strom gemeint, der beim Einschalten des 
Motors durch den Transistor oder später MOSFET geht?

Falls ja dann habe ich wie gesagt leider keine Daten dazu weil es zu dem 
Motor kein Datenblatt gibt. Könnte man diesen Strom nicht einfach Messen 
indem ich den Motor selber mit der Hand blockiere?

von Max M. (be_like_water)


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Holm T. schrieb:
> ..man muß, sowohl bei FETs als auch bei Bipolartransistoren das Gate
> oder die Basis beim Abschalten auch wieder ausräumen, also nicht nur
> schnell einschalten wenn man mit hohen Frequenzen schalten möchte. Das
> ist der Grund
> warum Dir die Leute hier teilweise von PWM abraten. Des Weiteren
> benötigt man bei induktiven Lasten auch hohe Spannungen, weil eine
> Induktivität einer Stromänderung entgegen wirkt (siehe Drossel), das
> bedeutet wenn man zu schnell bei niedriger Spannung schaltet, bekommt
> man keine ausreichende Leistung in die Last.
>
> Ich habe keine Ahnung wie Dein BLDC Motor wirklich aufgebaut ist, Du
> hast hier nur 2 Anschlüsse angegeben, das weist auf eine integrierte
> Kommutierung durch Elektronik hin, wie die aber auf PWM reagiert weiß
> Niemand hier, so lange deren Schaltung bzw. der Motortyp unbekannt
> sind..
>
> BTW: 17,5k als Basisvorwiderstand kommen mir etwas hoch vor...das ergibt
> nur 165µA Basisstrom.
>
>
> Gruß,
>
> Holm


Das mit den 17,5 k Vorwiderstand kam bei mir heraus durch ein hFe von 
knapp 2800 (37,5 für den s9012 und 75 für den 2N5551).

Ja leider ist der Motor hier immer das Problem sodass ich das wohl dann 
zeitgesteuert machen werde.

: Bearbeitet durch User
von Holm T. (Gast)


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Du hast die Stromverstärkungen multipliziert und 465mA ermittelt?

Du mußt aber den Schalttransistor in die Sättigung steuern, mit 
stärkeren
Kollektorströmen nehmen die Stromverstärkungen ab und Du willst den 
Schalttransistor nicht als Vorwiderstand betreiben...

Nimm mal probehalber 4,7k oder Sowas.
Miß die Spannung über dem Motor im eingeschalteten (Last-) Zustand 
(Wasser)

Gruß,

Holm

von Magnoval (Gast)


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also fürs Giesen von Blumen hätte ich auch nix mit pwm gemacht, noch 
nichtmal uC…
Zeitgesteuert mit einem 555, und zur Reglung vom Durchfluss den Schlauch 
gequetscht.… simpel, analog und gut.
lass den Transistor halt warm werden für die paar Sekunden solange er 
sich nicht selbst auslötet….

von Max M. (be_like_water)


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Holm T. schrieb:
> Du hast die Stromverstärkungen multipliziert und 465mA ermittelt?
>

Ja genau.

> Du mußt aber den Schalttransistor in die Sättigung steuern, mit
> stärkeren
> Kollektorströmen nehmen die Stromverstärkungen ab und Du willst den
> Schalttransistor nicht als Vorwiderstand betreiben...

In der Siklai-Schaltung kann der PNP-Transistor nicht in Sättigung 
gebracht werden soweit ich das aus einem Video verstanden habe.
YouTube Link: https://www.youtube.com/watch?v=0uE9yfCDjF0&t=424s

> Nimm mal probehalber 4,7k oder Sowas.
> Miß die Spannung über dem Motor im eingeschalteten (Last-) Zustand
> (Wasser)
>
> Gruß,
>
> Holm



Magnoval schrieb:
> also fürs Giesen von Blumen hätte ich auch nix mit pwm gemacht,
> noch
> nichtmal uC…
> Zeitgesteuert mit einem 555, und zur Reglung vom Durchfluss den Schlauch
> gequetscht.… simpel, analog und gut.

Das stimmt, ich werde das auch im nächsten Schritt machen. Da ich aber 
noch nicht so viel Erfahrung mit Analogelektronik habe, wollte ich das 
ganze Schritt für Schritt machen.


> lass den Transistor halt warm werden für die paar Sekunden solange er
> sich nicht selbst auslötet….


Den Transistor warm werden zu lassen ist auch eine Alternative. Ich habe 
die Pumpe ca. 20 - 30 Sekunden laufen lassen damit der Transistor so 
warm wurme. Ich wollte es trotzdem nochmal wissen ob das alles so 
richtig ist was ich da beobachtet habe.

Gruß

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von Egon D. (egon_d)


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Max M. schrieb:

> Das mit den 17,5 k Vorwiderstand kam bei mir heraus
> durch ein hFe von knapp 2800 (37,5 für den s9012 und
> 75 für den 2N5551).

Rechnerisch richtig, aber sachlich... ähh... ungünstig.

Im Schalterbetrieb übersteuert man die Transistoren,
eben damit sie nicht so warm werden -- man rechnet
einfach mit einer geringeren Verstärkung.

In Deinem Falle würde ich den SS9012 mit h_fe = 10
ansetzen und den 2N5551 mit h_fe = 20. Gibt also
bei 400mA Motorstrom I_B = 2mA, also
(3.6V - 0.7V)/2mA ~= 1.5kOhm. Die 4.7kOhm, die Holm
vorgeschlagen hat, werden es aber auch tun :)

Und Du solltest die Schaltung verwenden, die hinz und
andere oben vorgeschlagen haben.

von Egon D. (egon_d)


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Max M. schrieb:

> In der Siklai-Schaltung kann der PNP-Transistor
> nicht in Sättigung gebracht werden soweit ich
> das aus einem Video verstanden habe.

Das stimmt -- aber wer zwingt Dich, genau diese
Schaltung zu verwenden?
hinz hat doch gezeigt, wie es besser geht.

von Max M. (be_like_water)


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Egon D. schrieb:
> Max M. schrieb:
>
>> Das mit den 17,5 k Vorwiderstand kam bei mir heraus
>> durch ein hFe von knapp 2800 (37,5 für den s9012 und
>> 75 für den 2N5551).
>
> Rechnerisch richtig, aber sachlich... ähh... ungünstig.
>
> Im Schalterbetrieb übersteuert man die Transistoren,
> eben damit sie nicht so warm werden -- man rechnet
> einfach mit einer geringeren Verstärkung.
>
> In Deinem Falle würde ich den SS9012 mit h_fe = 10
> ansetzen und den 2N5551 mit h_fe = 20. Gibt also
> bei 400mA Motorstrom I_B = 2mA, also
> (3.6V - 0.7V)/2mA ~= 1.5kOhm. Die 4.7kOhm, die Holm
> vorgeschlagen hat, werden es aber auch tun :)
>
> Und Du solltest die Schaltung verwenden, die hinz und
> andere oben vorgeschlagen haben.

Die Schaltung habe ich mir schon angeschaut und werde sie ausprobieren. 
Ich habe die Schaltung von hinz leider noch nicht ganz verstanden. Gilt 
bei der Schaltung auch das man die hFe Werte der Transistoren 
multiplizieren kann?

R1 und R2 ist einfach ein Spannungsteiler welcher den Strom für den 
Lasttransistor liefert um den voll durch zu steuern?

von Egon D. (egon_d)


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Max M. schrieb:

>> Und Du solltest die Schaltung verwenden, die hinz
>> und andere oben vorgeschlagen haben.
>
> Die Schaltung habe ich mir schon angeschaut und werde
> sie ausprobieren. Ich habe die Schaltung von hinz
> leider noch nicht ganz verstanden.

Ah okay, nicht tragisch.


> Gilt bei der Schaltung auch das man die hFe Werte
> der Transistoren multiplizieren kann?

Ja, das gilt in guter Näherung.

Das liegt einfach daran, dass der Kollektorstrom von
Q2 zum größten Teil durch die Basis-Emitter-Strecke
von Q1 fließen muss.


> R1 und R2 ist einfach ein Spannungsteiler welcher
> den Strom für den Lasttransistor liefert um den voll
> durch zu steuern?

Du hast damit Recht, dass es wie ein Spannungsteiler
aussieht -- aber es funktioniert etwas anders: Wenn der
Treibertransistor Q2 völlig gesperrt ist (=nicht leitet),
sorgt R2 dafür, dass die Basis von Q1 nicht in der Luft
hängt. Das hilft dabei, Q1 schnell auszuschalten. R2 kann
relativ groß sein (sagen wir mal 10kOhm).

Wenn aber der Treiber Q2 leitet, begrenzt R3 den durch Q1
fließenden Basisstrom. Wäre R3 nicht da, gäbe es durch die
Emitter-Basis-Strecke von Q1 und die Kollektor-Emitter-Strecke
von Q2 einen Kurzschluss zwischen Plus und Minus, und der
magische Rauch würde entweichen :)
R3 muss relativ klein sein, sagen wir mal 330 Ohm, damit
Q1 vollständig "eingeschaltet" ist.

von michael_ (Gast)


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Kannst du nicht mal den PNP weglassen?

Und einen 500mA Transi für 400mA Dauerstrom zu nehmen, ist schon sehr 
mutig.
Und das bei TO-92.
Und bei einem Motor.

Natürlich erschlägt der FET mit TO-220 alles.

von Mike B. (mike_b97) Benutzerseite


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Max M. schrieb:
> einen Sensor wird die Bodenfeuchtigkeit gemessen und von einem TI MSP430 
ausgewertet

öhm, tut es an der Stelle nich auch ein simpler Schmitt-Trigger, 
angesteuert über nen astabilen Multivibrator der alle halbe Stunde mal 
messen lässt?

von Max M. (be_like_water)


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Danke für die Erklärung Egon D., ich werde das morgen ausprobieren und 
mich da nochmal rein denken.

michael_ schrieb:
> Kannst du nicht mal den PNP weglassen?
>
> Und einen 500mA Transi für 400mA Dauerstrom zu nehmen, ist schon sehr
> mutig.
> Und das bei TO-92.
> Und bei einem Motor.
>
> Natürlich erschlägt der FET mit TO-220 alles.

Nein, leider nicht. Keiner der Transistoren die ich hier rumliegen habe 
hat eine ausreichend hohe Verstärkung die mit den max. 6 mA des µC zu 
dem gewünschten Strom führt. Ich möchte außerdem "weit" weg von den 6 mA 
bleiben da ich schon einen Ausgangspin des µC durch dieses Vorgehen 
"geschrottet" habe.

von michael_ (Gast)


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Max M. schrieb:
> Nein, leider nicht. Keiner der Transistoren die ich hier rumliegen habe
> hat eine ausreichend hohe Verstärkung die mit den max. 6 mA des µC zu
> dem gewünschten Strom führt.

Ich selbst würde solche niemals für so eine Anwendung in Betracht 
ziehen.
So groß ist die Not sicher nicht.

von Egon D. (egon_d)


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michael_ schrieb:

> Ich selbst würde solche niemals für so eine
> Anwendung in Betracht ziehen.

Das mag ja sein -- aber Du musst dennoch nicht
alles daransetzen, Deine Abscheu auch allen anderen
Teilnehmern einzuimpfen.


> So groß ist die Not sicher nicht.

Das hat nicht viel mit "Not" zu tun. "Logic Level"
ist bei Bipos kein Thema (sind alle "logic level"),
zu hohe Gate-Kapazität auch nicht, Linearbetrieb
(falls notwendig --> Stromsenke) auch nicht. Zetex
baut z.B. ausgezeichnete bipolare Schalttransistoren,
aber die kennt hier natürlich niemand, weil jeder
sofort bearbeitet wird, einen FET zu nehmen.

Mir sind die Vorteile von FETs durchaus klar, und
jenseits von 1A müsste man schon SEHR gute Gründe
haben, um einen Bipolartransistor zu einzusetzen.
Trotzdem ist die Penetranz der FET-Propaganda
einfach lächerlich.

von michael_ (Gast)


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Egon D. schrieb:
> michael_ schrieb:
>
>> Ich selbst würde solche niemals für so eine
>> Anwendung in Betracht ziehen.
>
> Das mag ja sein -- aber Du musst dennoch nicht
> alles daransetzen, Deine Abscheu auch allen anderen
> Teilnehmern einzuimpfen.

Was polterst du denn hier rum?
Lies erst mal richtig!

Es ging um seine schmalbrüstigen s9012 und 2N5551.

Max M. schrieb:
> Mir ist bewusst das man einen stärkeren Transistor oder sogar einen
> MOSFET für diese Aufgabe nehmen könnte, aber ich möchte aus dem was ich
> gerade Zuhause habe das oben genannte Vorhaben umsetzten.

von ÄXl (Gast)


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SD350 für den Motor der Pumpe und einen SC239E davor,
SY345-K als Freilaufdiode

Damit sollte sich doch nun mittlerweile "jeder" eingedeckt haben...

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