Hallo,
vielen Dank für die Antworten. Die Funktionsweise des FI leuchtet mir
soweit ein, aber leider immer noch nicht, warum der N nur beim FI
zwangsläufig geschaltet werden mus, beim Hauptschalter jedoch nicht. Das
Argument mit dem an den Neutralleiter angeschlossenen Außenleiter kann
ich ja auch auf den Hauptschalter übertragen...der trennt dann fiktiv
nur 2 von den 3 L und der User wird über den vermeintlich neutralen N in
Kombi mit dem Schutzleiter gegrillt. Zum Messen benötige ich im FI
natürlich alle 4 Adern, aber zum Trennen doch eigentlich auch nur die 3
L, wenn der N richtig angeschlossen ist (was die Prüftaste ja
anscheinend verrät). Ich will gar nicht kritisieren, dass der FI
allpolig schaltet, sondern versuche nur zu verstehen, warum das beim
Hauptschalter im Gegensatz zum FI nicht sinnvoll ist, sofern in der
Verteilung N und PE separat vorliegen und der PE NICHT über den
Hauptschalter geführt wird. Irgendwo habe ich da scheinbar noch ein
Brett vor dem Kopf.
Da bei mir FIs vorhanden sind, dürfte ja eigentlich auch kein TN-C-Netz
vorhanden sein, so dass 4-Poliges abschalten zumindest nicht verboten
wäre. Nach weiteren Recherchen habe ich noch herausgefunden, dass
4-Polige Abschaltungen wohl in Bezug auf Drehstrom problematisch sein
können, weil der N da vorzugsweise "nacheilend abschalten und
vorauseilend einschalten" sollte, um die Geräte zu schützen. Obwohl man
dieses Verhalten ja sowohl bei Hauptschaltern als auch bei FIs vorsehen
könnte - aber keine Ahnung ob es auch gemacht wird. Wäre das eine
Erklärung, warum in einer Nicht-TN-C-Installation nur 3-Polige
Hauptschalter zum Einsatz kommen, während FIs in der selben Installation
4-Polig abschalten?
Nicht-Prüf-Elektriker schrieb:
> Wie nennt sich denn dein Stromanschluß?
Falls mit "Stromanschluß" mein Strom-Tarif gemeint ist: der lautet
"Strom Klassik" von innogy. Netzbetreiber ist laut Rechnung Westnetz
GmbH.