Huhu,
ich möchte ein bisschen Weihnachtsspielzeug basteln. Es sollen Sterne
werden, mit LED drin. Weil man ja auch bisschen basteln will, möchte ich
gern die WS2812B verwenden (10 pro Stern, einer pro Zacke und Seite).
Damit komme ich leider auf relativ hohe 6A max. für meine 10 Sterne.
Gleichzeitig können die WS2812B maximal 5V vertragen.
Ich möchte also die Leitungen mit 12V, evtl. mehr versorgen und jeden
Stern mit einem kleinen Schaltregler ausstatten.
Problem: Ich habe noch nie einen Schaltregler gebaut. Und leider auch
keine Ahnung, welches der 1000 ICs auf dem Markt geeignet ist.
Anforderungen:
- günstig (~2€ max, lieber 1€ für das IC alleine)
- wenig externe Bauteile
- einfaches Layout
- Eingangsspannung max. >= 12V
- bis 600 mA Ausgangsstrom (Dauerstrom wahrscheinlich weit weniger)
- Ausgangsspannung 5V
- Genauigkeit der Ausgangsspannungsregelung +/- 300 mV, gerne besser.
- von Hand lötbar (SMD wird bevorzugt, THT ist aber auch okay)
- bei 0815-Läden wie Reichelt, Conrad etc. zu kriegen
Hat jemand einen spontanen Einfall?
Was ist mit dem hier, auf den gibt es gerade Rabatt bei Reichelt?
https://www.reichelt.de/switching-regulator-3a-to-263-7-rd-reg-10-p192856.html?PROVID=2788&&r=1
Da steht SIMPLE SWITCHER dran...?
Danke!
Bernd D. schrieb:> Die example Application im DB
Da ist aber das für den LM2596 verlinkt und unter der Bezeichnung "RD
REG 10" Ist nichts zu finden. -> da is da wurm drin!
Der LM2596 ist ziemlich Handzahm (150kHz) und noch schnell genug damit
die Spule nich allzu groß wird. Nicht verwirren lassen, die 3A ist der
max. Strom (ImpulsLast) den er durch die Spule schicken kann und nicht
der max. Dauerstrom der hinten raus kommt.
Mit dem gibts auch billige fertig(e;) Module, für ~2-4€.
T Rroll schrieb:> MC34063A , kostet um die 20 cents.
OK, ist auch der zahmste. Bei 12V->5V wird aber ohne externen
Transistor, nich mehr als ~0,5-0,8A rauskommen ohne das der den
Hitzetod erleidet.
Dafür gibts für den, einfach Berechnungs-Tools im Netz!
Für LM25xx ??? -> Taschenrechner und etwas Wissen über Schaltregler,
wäre da von Nöten. Is aber auch kein Hexenwerk!
T Rroll schrieb:> MC34063A , kostet um die 20 cents.
Billig, aber sch... Der baut bei der Arbeit gerne eine nervige
Geräuschkulisse auf, liegt am Reglerprinzip.
Ich finde den TPS54202 bzw. TPS54302 auch recht unkompliziert, ist
relativ neu
- hohe Schaltfrequenz aber unkritisch im Aufbau, Layout im Datenblatt
- keine Diode erforderlich
- superklein, hohe Leistung
- nur keramische Kapazitäten.
- kleine Spule
Danke schonmal für den Input :)
Der MC ist sehr günstig, das ist gut. Hier habe ich aber einen
Wiki-Artikel gefunden, in dem für Anwendungen mit starken Lastwechseln
vom MC abgeraten wird, weil er darauf schlechter reagiert als zum
Beispiel ein LM2576. Für den gäbe es auch Rechner.
Der LM2596 ist etwas teuer für meinen Geschmack.
Der 2576 ist für 1,20 bei Reichelt zu haben.
Am besten gefällt mir allerdings der letzte Vorschlag, allerdings ist
der noch nicht bei normalen Händlern im Sortiment, sondern anscheinend
Boutique :(
weihnachtsmännchen schrieb:> Anwendungen mit starken Lastwechseln> vom MC abgeraten wird, weil er darauf schlechter reagiert
Jo, das mag er nich so. Er stottert quasi, was Piks erzeugt und die
Spule kann Fiepen. Wenn, dann die Henrys für die min. Last auslegen.
> LM2576. Für den gäbe es auch Rechner.
Ahh... THX
weihnachtsmännlein schrieb:> mit einem kleinen Schaltregler ausstatten
Für unter 30 cent fertig, habe ich hier:
https://www.aliexpress.com/item/15950-Free-Shipping-10pcs-Model-aircraft-power-step-down-DC-DC-mini-360-power-supply-module/32356678600.html
Aber: Teile Dein Gebilde in mehrere Stränge, die Du ggfs. einzeln
zuschalten kannst. Ich habe mal ein Problem an einem kommerziellen
Produkt beackert, was unter bestimmten Bedingungen nicht anlaufen
wollte. Was passierte:
Das Netzteil startet, die Spannung steigt an. Sobald die Schwelle
überschritten ist, laufen alle angeschossenen Schaltregler hoch. Da die
Spannung noch niedrig ist, brauchen die mehr als den Nennstrom und das
primäre Netzteil schaltet ab.
Die Lösung war, die Gesamtlast in drei Gruppen zeitverzögert
zuzuschalten!
weihnachtsmännchen schrieb:>> Am besten gefällt mir allerdings der letzte Vorschlag, allerdings ist> der noch nicht bei normalen Händlern im Sortiment, sondern anscheinend> Boutique :(
Bestellst du deine Leiterplatten zufällig bei jlcpcb.com? Dann könntest
du genau diese ICs bei lcsc.com ohne zusätzliche Versandkosten
mitbestellen. Das ist ein Laden. Gibt es sogar einen Gutschein für
Erstbesteller.
Spulen gibt es da auch. Nimm eine Power Inductor mit 15uH und einem
Isat, der so min. 50% höher liegt als dein Nennstrom. Kondensatoren gibt
es da auch, irgendwas mit X7R oder X5R Dielektrikum. Spannung möglichst
hoch wählen, im 1206 oder 1210 Package gibt es genug Auswahl.
Entweder Du schaust dir den WeBench Power designer mal an, hier wird dir
ein IC empfohlen, sowie ein fertiger Schaltplan und Layout angeboten.
http://www.ti.com/tools-software/design-center/webench-power-designer.html
Oder Du nimmst einfach einen fertigen DCDC Wandler den Du nur auf die
Platine löten musst.
-Patrick
Michael B. schrieb:> Ebay-Artikel Nr. 132415886961
Ja, der MP2307 hat einen hohen Wirkungsgrad und CCM für nicht lückenden
Betrieb bei kleiner Last.
Der uralte LM2576 verheizt dagegen viel am Transistor und der Diode.
Moderne Regler nehmen für beides MOSFETs (deutlich geringerer
Spannungsabfall).
Moderne MOSFET-Regler erkennt man an dem nötigen Bootstrapkondensator
und der fehlenden Diode.
Ich benutze gerne LM2574, LM2575 und LM2576. Sie stellen aufgrund der
relativ geringen Taktfrequenz geringe Anforderungen an Spule und Layout.
Achte nur darauf, die GND Verbindungen sternförmig an einem Punkt
zusammen zu führen und keine Schleifen zu bauen, die ihrerseits nämlich
wiederum wie eine Spule wirken.
Module mit diesen Chips werden im Internet ziemlich billig verhökert.
Solange du sie dauerhaft nur mit halb so viel Strom belastest, wie die
Händler versprechen, halten sie auch lange.
Den Bemerkungen von Peter D. stimme ich zu. Ich nutze diese alten Chips
trotzdem immer noch, weil ich damit noch nie Probleme hatte.
Kein Baum, Stern :)
10x10 cm, der Wandler soll in die Mitte. Gut wäre eine möglichst flache
Bauform des Wandlers, damit das Licht gleichmäßig über das matte
Acrylglas abgestrahlt wird und nicht Bauteile im Weg sind.
Ich habe mir gerade den TPS54302 nochmal genauer angesehen, gefällt mir
hinsichtlich Bauhöhe von Spulen und Kondensatoren besser als der LM2576.
JLCPCB kannte ich noch gar nicht. Sieht aber interessant aus und wenn es
da den exotischen IC versandkostenfrei dazugibt... hmm... vor allem für
62 Cent... hmm hmm :D
Ich glaube, ich spiele da heute Abend mal ein bisschen rum.
Ein fertiges Modul wollte ich eigentlich vermeiden, das geht ein wenig
gegen die Bastlerehre.
Video über JLCPCB, schon stark beeindruckend
https://www.youtube.com/watch?v=ljOoGyCso8s
Spulen gibt es auch noch flacher bei lcsc.com
https://lcsc.com/product-detail/Power-Inductors_15uH-20_C135273.html
MLCC Kapazitäten auch, nimm eine möglichst große Bauform 1210 oder 1812
für den Eingangskondensator, möglichst in 50V, denn MLCC haben ein
heftiges Derating bei höheren Eingangsspannungen. Hohe
Spannungsfestigkeit und größere Bauformen helfen dagegen ein wenig.
Wenn der Stern 10x10cm groß wird (und keinen Millimeter größer) passt Du
damit in das "China-PCB-Normmaß" und Dir wird die Platine quasi
hinterhergeworfen...
Harald schrieb:> Wenn der Stern 10x10cm groß wird (und keinen Millimeter größer) passt Du> damit in das "China-PCB-Normmaß" und Dir wird die Platine quasi> hinterhergeworfen...
Das war durchaus beabsichtigt ;)
weihnachtsmännlein schrieb:> Ein fertiges Modul wollte ich eigentlich vermeiden, das geht ein wenig> gegen die Bastlerehre.
Dito, außer es ist standalone. Das macht bei den Preisen, wirklich
keinen Spaß.
Aber so ein Modul, auf eine selbst gefertigte/konstruierte babben,
kommt nich in die Tüte, bzw. ins Gehäuse. :)
Das sind meine Ergebnisse soweit.
Beim Layout habe ich mich am Datenblatt "orientiert"/abgekupfert, nur
das Widerstandsnetzwerk habe ich selber verlegt.
Sind da irgendwelche Fehler/Patzer drin? Bis jetzt habe ich nur den
Schaltregler gemacht und würde erstmal wissen wollen, wie der geworden
ist.
Weiter zu den LEDs würde ich dann versuchen, sternförmig zu gehen.
EN am TPS54x02 einfach offen lassen, das Datenblatt sagt:
„Float the EN pin to enable.“
Der Teiler macht es nicht stabiler.
Den 51Ohm R3 kannst du weglassen, geht sehr gut ohne.
C6 ist auch sehr unkritisch, kann auch einfach 100pF sein, der krumme
Wert im Datenblatt kommt wohl so aus der Webbench.