Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Ausschaltvermögen von Relais


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von Jonas (Gast)


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Hi!

Ich möchte mit einem Relais eine Last von 48V / 10A sicher abschalten.
Im Datenblatt ist die Angabe "DC-Ausschaltvermögen" zu finden.
Demnach liege ich bei ca. 48V / 1,5A, was viel zu gering wäre.

Eigentlich ist es ja selbsterklärend, aber ist das die Angabe, die ich 
brauche um beurteilen zu können ob die Kontakte abbrennen/kleben 
könnten? Oder worauf sollte ich da achten?

Vermutlich ist das Relais komplett ungeeignet, ich will nur sicher sein.

MfG
Jonas

: Verschoben durch Moderator
von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Du bist da schon richtig. Du musst in dem Bereich unterhalb der Linie 
bleiben.

von Silversilk (Gast)


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Stefanus F. schrieb:
> Du musst in dem Bereich unterhalb der Linie bleiben.

Sogar bevorzugt mit 1-2mm Abstand.

Leider hat nicht jedes Relais ein Datenblatt mit solchen Angaben,
weshalb eine "wilde" Suche wohl länger dauerte. Ich schlage vor,
Du suchst nach besonderen DC-Lastrelais, aber so etwas wird evtl.
nur in Gabelstaplern oder ähnlichen Geräten gebraucht. Und Relais
für DC oberhalb 28-30V (=Lichtbogenbildung schon ohne "gefühlvoll
langsames Kontakt-Auseinanderziehen") sind einigermaßen teuer.
Man könnte die Kontakte eines z.B. 4fachen Kammrelais für 20VDC
seriell schalten, das hätte einen ähnlichen Effekt wie so ein
einzelner Schaltkontakt für 48VDC. Oder, kann man schon auch so
machen, mehrere Kontakte parallel schalten, um diesen Strom auch
zu erreichen. Man braucht dann allerdings kleine Stromverteilungs-
widerstände bzw. einzelne Zu- und/oder Ab-leitungen von und zu
der Relais-Batterie, um auch sicher den Strom zu verteilen. Ich
meine jetzt nicht nur 10cm... sondern wirklich einzelne Leitungen
über ein, zwei Meter parallel geführt. Meist sind Widerstände
(z.B. 0,1 Ohm) einfacher implementierbar... doch in beiden Fällen
empfehle ich, nur Kammrelais in Betracht zu ziehen, und nicht,
mehrere Relais zu parallelisieren. Denn beim Kammrelais schalten
die Kontakte weitestgehend gleichzeitig, allein schon "Hardware-
mäßig".

Viel Erfolg.

von Michael B. (laberkopp)


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Silversilk schrieb:
> Stefanus F. schrieb:
>> Du musst in dem Bereich unterhalb der Linie bleiben.
> Sogar bevorzugt mit 1-2mm Abstand.

Bla Bla (heute ist sozusagen Freitag).

Soll er doch das Diagramm bildschirmgross vergrössern.

Das Diagramm ist ein Diagramm damit man aus dem Diagrann etwas 
herauslesen kann. Nicht damit man seine eigenen Verschwörungstheorien 
darin sieht wie in einer Glaskugel.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Michael B. schrieb:
> Das Diagramm ist ein Diagramm damit man aus dem Diagrann etwas
> herauslesen kann. Nicht damit man seine eigenen Verschwörungstheorien
> darin sieht wie in einer Glaskugel.

Leider kann man bei asiatischen Produkten alles glauben, was auf Papier 
(bzw. in PDF) steht. Bestes Beispiel ist der ESP8266. Von den wenigen 
konkreten Angaben im Datenblatt sind gefühlt die Hälfte beschönigt. 
Gleiches gilt auch bekanntlich für Netzteile, Spannungswandler, 
Verstärker, Lampen, Heizgeräte, Batterien. Die versprochene Leistung 
liefern diese Produkte praktisch alle nur sehr kurzzeitig, wenn 
überhaupt.

Beispiel: Ich habe einen 50W Lötkolben gekauft, der maximal 32 Watt 
aufnimmt. Die restlichen 18W sind wohl geschenkt, oder wie meinen die 
das?

von Ach was (Gast)


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Stefanus F. schrieb:
> Beispiel: Ich habe einen 50W Lötkolben gekauft, der maximal 32 Watt
> aufnimmt. Die restlichen 18W sind wohl geschenkt, oder wie meinen die
> das?

Mann, das ist ein Wirkungsgrad von 156%.

von Silversilk (Gast)


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Michael B. schrieb:
> Silversilk schrieb:
>> Stefanus F. schrieb:
>>> Du musst in dem Bereich unterhalb der Linie bleiben.
>> Sogar bevorzugt mit 1-2mm Abstand.
>
> Bla Bla (heute ist sozusagen Freitag).

Ja, ich hätte besser "etwas darunter" geschrieben, statt
der bösen (und mit dem Format variablen) "1-2mm". Ich
dachte, die grundsätzliche Absicht wäre klar: Leichtes (!)
Overrating schadet nicht, muß man aber nicht zwingend.

(Deshalb das Wörtchen "bevorzugt", und nicht "unbedingt".)

Deshalb "bla bla"... na jeder, wie er drauf ist. Bla, bla,
man kann auch (wo-)anders abfrusten, bla, blabla, bla.

Den Rest kannst Du Dir aber schenken, denn der TO hat die
für ihn relevanten Werte ausreichend genau herausgelesen.
Wenn Du nicht fähig bist, brauchst Du eine Brille.

von Peter R. (Gast)


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Jonas schrieb:
> eine Last von 48V / 10A

Ach ja, rein ohmisch?   Das gibt es nur in Datenblättern.

In denen steht meistens nur, welche Schaltleistung das Relais überlebt, 
aber nicht wie oft. Da sollte man mindestens um den Faktor 2 von der 
Kennlinie wegbleiben. Oder eine Angabe haben wieviele Schaltvorgänge bei 
der Kennlinie gemeint sind.

Wenns ein Motor ist, kommen da als Komplikation Induktivität und evtl. 
Generatorverhalten beim Abschalten dazu.

Rück mal raus mit der Information WAS als Last eigentlich vorhanden ist.

von Turbogast (Gast)


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Jonas sieh dich mal bei TE connectivity ehemals Tyco um. Die könnten ein 
passendes Relais haben.

von hinz (Gast)


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Turbogast schrieb:
> Jonas sieh dich mal bei TE connectivity ehemals Tyco um. Die
> könnten ein
> passendes Relais haben.

Haben die seit sie Potter&Brumfield übernommen haben. Dass da einige 10€ 
fällig sind wurde ja schon erwähnt.

von Jonas (Gast)


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Dank3 für die Rückmeldungen! Hilft mir sehr weiter.

Die Versorgungsspannung kommt aus einem Schaltnetzteil, an dem ein Motor 
angeschlossen ist.

Ich werd mich bei Tyco mal umsehen und auch in Richtung Schütz schauen.

Gruß Jonas

von hinz (Gast)


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von Dirk J. (dirk-cebu)


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Jonas schrieb:
> Die Versorgungsspannung kommt aus einem Schaltnetzteil, an dem ein Motor
> angeschlossen ist.

Dann schalte den Motor vor dem Schaltnetzteil aus, da fließt deutlich 
weniger Strom - und Wechselstrom ist es dann auch noch.

von Boris O. (bohnsorg) Benutzerseite


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Dirk J. schrieb:
> Jonas schrieb:
>> Die Versorgungsspannung kommt aus einem Schaltnetzteil, an dem ein Motor
>> angeschlossen ist.
>
> Dann schalte den Motor vor dem Schaltnetzteil aus, da fließt deutlich
> weniger Strom - und Wechselstrom ist es dann auch noch.

Fast richtig, da fließt meist weniger Strom. Beim Einschalten gibt es 
einen ordentlichen Stromstoß, den Glättungskondensator zu laden. Nicht 
jedes Relais mag die 20-60A. (Vielleicht schaltet es nur 100 mal, statt 
der vom Hersteller angegebenen 100.000 Zyklen.)

von Harald W. (wilhelms)


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Boris O. schrieb:

> Fast richtig, da fließt meist weniger Strom. Beim Einschalten gibt es
> einen ordentlichen Stromstoß, den Glättungskondensator zu laden. Nicht
> jedes Relais mag die 20-60A.

Passende "High-Inrush-Current"-Relais findet man aber wesentlich
leichter als "48V/10A ="-Relais.

von Jonas (Gast)


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High Inrush-Current Relays habe ich bereits verbaut um die 
Schaltnetzteile zu schalten.
Das Problem ist aber, dass es am Motor einen relativen langen Nachlauf 
gibt, wenn ich die Netzteile primär abschalte, weil dort rel. große 
Kondensatoren drin sind.

Ich hab mich jetzt für ein zusätzliches Schütz entschieden, was laut 
Datenblatt bei DC-Motorlasten bis zu 60V 20A abschalten kann.

Ebenfalls im Rennen ist ein Solid-State Relais, welches aber doppelt so 
viel kostet.

Danke für eure Hilfe!

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