Leuchtmittel Energiesparbirne

OP (Firma: Papier & Knalltüten Manufaktur) #5610618
Hallo liebe Foristen,

ich habe hier eine defekte Birne auseinander genommen und dazu eine 
Menge Fragen:

1. Um was für ein Leuchtmittel handelt es sich genau? (4.jpg)
1.1 Wie funktioniert sie?
2. Die Glaskuppel ist innen beschichtet, warum? (2.jpg)
3. Beim dem verbauten IC ist der Deckel oben geplatzt. (5.jpg)
4. Am Sockel war eine Leitung nicht korrekt verbunden (1.jpg)
5. Ein Kontakt des Leuchtmittels ist angeschmort (3.jpg)

Kann man von dieser Birne noch etwas sinnvoll weiter verwenden?
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Esmeralda P. schrieb:
> 1. Um was für ein Leuchtmittel handelt es sich genau?

Das ist eine Kompaktleuchtstoffröhre.

> 2. Die Glaskuppel ist innen beschichtet, warum?

Um das Licht möglich gleichmäßig zu verteilen. Das Ding würde auch ohne 
diese Glaskuppel funktionieren, nur dann bei direkt sichtbarer 
Leuchtwendel deutlich stärkere Blendeffekte hervorrufen. Wenig ist 
ekliger als eine direkt sichtbare Kompaktleuchtstofflampe, die man 
direkt im Gesichtsfeld hat.

Je größer die leuchtende Oberfläche ist, desto weniger unangenehm wird 
das. Einer der Gründe, warum Lampenschirme erfunden wurden.

> Kann man von dieser Birne noch etwas sinnvoll weiter verwenden?

Kaum. Die thermisch alternden Bauelemente (z.B. der 
Elektrolytkondensator) werden ihre Nutzungsdauer schon drastisch 
reduziert haben, der Rest ist eher uninteressant und so billig, daß das 
Auslöten nicht lohnt. SMD-Widerstände oder -Kondensatoren kosten 
wirklich sehr, sehr wenog.
OP (Firma: Papier & Knalltüten Manufaktur)
Rufus Τ. F. schrieb:
>> Kann man von dieser Birne noch etwas sinnvoll weiter verwenden?
>
> Kaum. Die thermisch alternden Bauelemente (z.B. der
> Elektrolytkondensator) werden ihre Nutzungsdauer schon drastisch
> reduziert haben, der Rest ist eher uninteressant und so billig, daß das
> Auslöten nicht lohnt. SMD-Widerstände oder -Kondensatoren kosten
> wirklich sehr, sehr wenog.

Da ja eindeutig der Defekt im Vorschaltgerät zu sehen ist und das 
eigentliche Leuchtmittel mit Quecksilberfüllung ja wohl noch intakt ist 
bin ich am überlegen was man noch mit dem Leuchtmittel noch anfangen 
kann außer das Sondermüllproblem noch weiter zu vergrößern.
OP (Firma: Papier & Knalltüten Manufaktur)
Marc schrieb:
> Das ist eine Quecksilberhaltige Legierung.

Eben nicht, denn sie sind von verschiedener Farbe. Daher mindestens zwei 
verschiedene Materialien.

Wie sind denn die technischen Daten des integrierten Vorschaltgerätes?

Welche Betriebsdaten benötigt das Leuchtmittel? Spannung, Strom etc...
Gast
Wenn Du meinst... Ich weiß nur das meine Diplomarbeit über eine 
Laboranlage ging mit der diese Kugeln hergestellt werden. Diese Kugeln 
bestehen aus Zinn in dem das Quecksilber gebunden ist. Die werden dann 
in der verschlossen Lampe erhitzt und setzen da das Quecksilber frei....
Gast
Ja, dann haben wir doch schon mal zwei verschieden Materialien. Da die 
Einbaulage der Lampe völlig beliebig ist, wie kommt es dann das sich die 
beiden Kügelchen nach dem  Erkalten immer wieder in dem Pumpenstutzen 
aufhalten. Ist doch unlogisch, oder?
Gast
Beim Erhitzen verdampft nur das Quecksilber. Der Rest bleibt übrig. Bei 
vielen Lampen werden die danach auch wieder entfernt weil die Kunden die 
Lampe im Laden schütteln und sie dann nicht kaufen weil sie denken das 
schon was kaputt ist...
Hi,
habe noch etliche dieser Lampen im demontierten Zustand hier 
herumliegen.
Eine habe ich tatsächlich wieder zum Leben erwecken können.
Nur, die Sache dauerte nicht sehr lange, nach etwa einer Stunde 
Brenndauer fing die Röhre an zu flackern.
Wenn man zum Beispiel nichts Genaues über die bereits absolvierten 
Betriebsstunden weiß, hat man in den meisten Fällen von der Reparatur 
nicht viel.
Das Interessante ist, dass die meisten demontierten Lampen bei mir hier 
kein IC haben sondern nur ein paar Transistoren. So eine hatte ich 
repariert.
Was ich aber am meisten wiederverwenden kann, sind die Ferritkerne. Die 
sind auf "kleinst" getrimmt und haben hohe Induktivität, so dass man 
sich mit drei vier Windungen und das ominöse IC dafür zum Beispiel 
leicht einen DC/DC Spannungswandler basteln kann.

Der Rest wandert in den Sondermüll.

ciao
gustav
Angehängte Dateien:
Gast
Karl B. schrieb:
> Hi,
> habe noch etliche dieser Lampen im demontierten Zustand hier
> herumliegen.
> Eine habe ich tatsächlich wieder zum Leben erwecken können.
>
> ciao
> gustav

Hallo Gustav,

Hast Du die Betriebsdaten des Leuchtmittels zur Hand? Gleichspannung 
oder Wechselspannung, Spannungs und Steomwerte? Kann man die mit einem 
Vorwiderstand direkt am Netz betreiben?
Max707 schrieb:
> Hast Du die Betriebsdaten des Leuchtmittels zur Hand? Gleichspannung
> oder Wechselspannung, Spannungs und Steomwerte? Kann man die mit einem
> Vorwiderstand direkt am Netz betreiben?

Hi,
E14-Fassung. 9W
daraus ergibt sich der Rest der Beantwortung der Frage.
Oder eben nicht. Manchmal sind die Röhren mit kleinen Kontaktfähnchen 
mit der Platine verbunden. Also garnicht angelötet. Manchmal hilft da 
einfach ein bisschen Kontaktpflege.
Dann haben einige Lampen in der Fassung selbst noch eine 
Schmelzsicherung versteckt. Zum Beispiel der gerade aus dem 
Mittenkontakt (nicht das Gewinde) herausragende Draht ist oft als dünner 
Glasstift ausgeführt, in dem die Sicherung verbaut ist. Hat man die 
Lampe demontiert, ist diese Art von Sicherung meistens unwiederbringlich 
auch schon mechanisch zerstört.

Max707 schrieb:
> ...Kann man die mit einem
> Vorwiderstand direkt am Netz betreiben?

nein, lass es. Ich wünsche keine Schadenersatzforderungen.
Wenn überhaupt, dann hier noch etwas aus meinem Video herauskopiert:


ciao
gustav
Gast
Danke, das ist ja schon mal ein kleiner Ansatzpunkt.

Zu meinem Leuchtmittel habe ich leider keinerlei Daten, da sie 
unleserlich sind.

Ich will nur vermeiden das mir das Ding explodiert wegen Quecksilber 
etc. pp.
OP (Firma: Papier & Knalltüten Manufaktur)
Meine Theorie zum Defekt an der Leuchtstofflampe ist:

- Das Leuchtmittel ist nur auf die Platine gesteckt worden, also keine 
gute dauerhafte Verbindung

- Man kann am Leuchtmittel Schmorstellen sehen

- Diese Schmorstellen führten zum Wackelkontakt der die Steuerung 
überlastet hat

- Dadurch ging beim IC der Hut hoch

- Der dadurch entstehende Kurzschluss brachte die Verbindung zum 
Lampensockel, der nur sehr schlecht oder fast gar nicht vorhanden war 
zum Durchbrennen

Fazit: Dieser Schrott der so verkauft werden darf führt zur äußerst 
unnötigen Mehrproduktion und zu erhöhten Schadstoffen in der Luft weil 
diese Dinge und alles was dazu benötigt wird auch transportiert werden 
muss.

... Denkt mal nach und bestraft und verbietet diesen GREENSCHMARRN. 
Haben die "GRÜNEN" nur noch nicht bemerkt.

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