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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Temperaturregler 500 grad Celsius


Autor: Hamo K. (hammo61)
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Hallo,

ich habe eine Heizplatte die um die 600 grad heiss wird. Ich würde sie 
gerne auf 500, 400 und 300 grad Celsius regeln können. Könntet ihr mir 
Tipps geben? Die Versorgungsspannung ist 12V. Danke schon mal.

Hamo

Autor: WeitereFragenSteller (Gast)
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Hamo K. schrieb:
> ich habe eine Heizplatte die um die 600 grad heiss wird. Ich würde sie
> gerne auf 500, 400 und 300 grad Celsius regeln können. Könntet ihr mir
> Tipps geben? Die Versorgungsspannung ist 12V. Danke schon mal.

Wie misst du die Temperatur, welchen Strom/Leistung nimmt die Platte 
auf?

Autor: hinz (Gast)
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Regler mit Thermoelement Typ K als Fühler.


Ebay-Artikel Nr. 222310543198

Autor: Hamo K. (hammo61)
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200 watt fließt da durch. Gemessen habe ich noch nichts. Das sind die 
Angaben vom Hersteller

Autor: WeitereFragenSteller (Gast)
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Hamo K. schrieb:
> 200 watt fließt da durch. Gemessen habe ich noch nichts. Das sind die
> Angaben vom Hersteller

Gut, dann würde ich mir zuerst um die Temperaturmessung Gedanken machen. 
Ist wirklich die Temperatur auf oder in der Heizplatte interessant, oder 
sollte man sie im oder am zu erhitzenden Gut messen? Muss die 
Wärmestrahlung berücksichtigt werden (IR-Heizung)?

Autor: Hamo K. (hammo61)
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Ich muss mich korrigieren. 36W ist der Verbrauch. Es handelt sich um 
eine Keramikplatte. In der Platte ist meines Wissens ein Wolframdraht 
drin. Für mich ist die Temperatur auf der Platte interessant.

Autor: Jetzt ist G. (hacky)
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Ja, dann miss mal. Irgendwie das Typ K Thermoelement draufhalten.

Fuer einen Regler brauchst du einen, der Typ K Thermoelemente 
verarbeiten kann. Als Regler, kann zB ein Jumo dienen.
Dann ein Stellglied anhaengen, Irgendwas, das den Power bringen kann und 
vom Regler angesteuert wird.

Autor: Hamo K. (hammo61)
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ist es irgendwie mit einem PT100 realisierbar? Ich habe es mir so 
gedacht, dass ein Transistor/Relais oder was anderes dauerhaft 
geschaltet ist, bis der PT100 die gewünschte Temperatur gemessen hat und 
dann den Durchfluss öffnet. Ist sowas möglich?

Autor: Axel S. (a-za-z0-9)
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Hamo K. schrieb:
> ist es irgendwie mit einem PT100 realisierbar?

Wenn du einen Pt100 Sensor hast, der die 500°C aushält - sicher. 
Prinzipiell kann man Platin-Sensoren für diese temperatur bauen.

> Ich habe es mir so
> gedacht, dass ein Transistor/Relais oder was anderes dauerhaft
> geschaltet ist, bis der PT100 die gewünschte Temperatur gemessen
> hat und dann den Durchfluss öffnet.

Was auch immer du mit "Durchfluss" meinst. "Stromfluß" vielleicht?
Und nicht "öffnen", sondern "abschalten"?

Das wäre dann ein Einpunktregler; der fängt am Umschaltpunkt heftig an 
zu oszillieren - ein Relais als Schaltelement wäre dann schnell tot. 
Wenn du jetzt noch eine Hysterese hinzufügst, bist du beim 
Zweipunktregler [1]. Regelungstechnisch nicht das gelbe vom Ei, dafür 
einfach. Wenn es um Temperaturregelung geht, wird das verbreitet als 
Bimetallschalter [2] gebaut. Bei alten Elektroherdplatten ist das 
Standard.


[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Zweipunktregler
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Bimetallschalter

Autor: Hamo K. (hammo61)
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Leider sind meine stärken eher im Programmieren als im Hardware-Bereich.
Könntest du mir eventuell genauer sagen, wie ich es damit realisieren 
kann?
Ich will nicht viel Geld an Bauteilen ausgeben.

Autor: m.n. (Gast)
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Als Sensor kannst Du einen PT1000 nehmen, der den Temperaturbereich 
abdeckt: 
https://www.reichelt.de/platin-chip-temperatursens...
Über einen Reihenwiderstand (1 kOhm) an 5 V geschaltet, erhält man für 
die Temperaturwerte entsprechende Ausgangsspannungen (selber ausrechnen 
oder in einer Tabelle nachschlagen). Die Spannung gibt man auf einen 
Komparator, dessen anderer Eingang die Sollspannung zum gewünschten 
Temperaturwert über einen umschaltbaren Spannungsteiler ebenfalls mit 
den 5 V betrieben erhält. An den Ausgang des Komparators kommt ein 
MOSFET, der die Heizplatte ein- und ausschaltet.

Das wäre die einfachste und billigste Lösung.

Hamo K. schrieb:
> Ich will nicht viel Geld an Bauteilen ausgeben.

Geschätzte Kosten € 6,29 ;-)

Autor: Chrissy (Gast)
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@Hamo
So eine Heizplatte würde mich auch interessieren.

Woher hast du sie, und gibt es sie noch zu kaufen?

Autor: m.n. (Gast)
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const int PT_tab[][2] PROGMEM  =
 {{  0,-273}, {603,-100}, { 803,-50}, {1000,  0}, {1194, 50},
  {1385,100}, {1573,150}, {1759,200}, {1941,250}, {2121,300},
  {2297,350}, {2471,400}, {2642,450}, {2810,500}, {3905,850},
  {UEBERLAUF+1,UEBERLAUF+1}
 };

Hier noch eine Tabelle. Der 1. Wert ist der Widerstand, der 2. die 
zugehörige Temperatur. Beispiel: 2810 Ohm bei 500°C
Siehe auch: http://mino-elektronik.de/7-Segment-Variationen/LCD.htm#lcd7

Autor: Wolfgang (Gast)
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Hamo K. schrieb:
> Ich habe es mir so gedacht, dass ein Transistor/Relais oder was
> anderes dauerhaft geschaltet ist, bis der PT100 die gewünschte
> Temperatur gemessen hat und dann den Durchfluss öffnet.
> Ist sowas möglich?

Das kommt drauf an, welche Anforderungen du an die Stabilität der 
Temperatur stellst. Wenn du jedes Mal, nachdem die Temperatur gerade 
unter den Sollwert gefallen ist, mit voller Leistung heizt, wirst du 
kräftige Überschwinger produzieren.
Eine besser geregelte Temperatur erhälst du mit einem PI-Regler.

Autor: m.n. (Gast)
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Wolfgang schrieb:
> Wenn du jedes Mal, nachdem die Temperatur gerade
> unter den Sollwert gefallen ist, mit voller Leistung heizt, wirst du
> kräftige Überschwinger produzieren.

Nicht unbedingt. Die Heizplatte ist ja wohl kein Selbstzweck und es 
kommt darauf an, was 'gebraten' werden soll.

Autor: georg (Gast)
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m.n. schrieb:
> Als Sensor kannst Du einen PT1000 nehmen, der den Temperaturbereich
> abdeckt:

Nicht vergessen: man braucht auch ein Kabel, das 500 Grad aushält, das 
ist nicht ganz trivial, und Löten  geht natürlich nicht - Hartlöten oder 
Schweissen ist angesagt, oder man kauft den Sensor mit passendem 
Anschlusskabel.

Bei einer Heizplatte ist der Sensor am besten in einem Loch 
untergebracht.

Georg

Autor: Klonophon (Gast)
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Nee.. ein Kabel kann man auch Krimpen. Einfach einen Kabelschuh, oder 
Loethuelse verpressen.

Autor: georg (Gast)
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Klonophon schrieb:
> Nee.. ein Kabel kann man auch Krimpen

Das ist bei Temperaturunterschieden von 500 Grad eine ganz ganz 
schlechte Idee.

Georg

Autor: m.n. (Gast)
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georg schrieb:
> Das ist bei Temperaturunterschieden von 500 Grad eine ganz ganz
> schlechte Idee.

Der Hersteller schreibt dazu: "Die Anschlußdrähte eignen sich für 
Crimp-, Schweiß- und Hartlötverbindungen."

Autor: Walta S. (walta)
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Rex c-100 wenns einfach und billig sein soll.

Walta

Autor: M. K. (sylaina)
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m.n. schrieb:
> georg schrieb:
>> Das ist bei Temperaturunterschieden von 500 Grad eine ganz ganz
>> schlechte Idee.
>
> Der Hersteller schreibt dazu: "Die Anschlußdrähte eignen sich für
> Crimp-, Schweiß- und Hartlötverbindungen."

Ich glaube aber nicht, dass der Hersteller es als gute Idee bezeichnet, 
bei dT = 500K sich für die Crimp-Verbindung zu entscheiden. Bei dT = 
100K ist das vielleicht noch OK. Bei diesen Temperatur-Unterschieden ist 
mir bisher bewusst auch nur die Schweiß-Verbindung untergekommen.

Autor: Hamo K. (hammo61)
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m.n. schrieb:
> Als Sensor kannst Du einen PT1000 nehmen, der den Temperaturbereich
> abdeckt:
> 
https://www.reichelt.de/platin-chip-temperatursens...
> Über einen Reihenwiderstand (1 kOhm) an 5 V geschaltet, erhält man für
> die Temperaturwerte entsprechende Ausgangsspannungen (selber ausrechnen
> oder in einer Tabelle nachschlagen). Die Spannung gibt man auf einen
> Komparator, dessen anderer Eingang die Sollspannung zum gewünschten
> Temperaturwert über einen umschaltbaren Spannungsteiler ebenfalls mit
> den 5 V betrieben erhält. An den Ausgang des Komparators kommt ein
> MOSFET, der die Heizplatte ein- und ausschaltet.


Vielen Dank. So habe ich es mir auch im Kopf vorgestellt gehabt. Eine 
Frage. Wieso 5V? Kann ich es auch mit meinen 12V realisieren? Könntest 
du mir noch sagen welcher MOSFET und welcher Komparator da in frage 
kommt? Ich denke dass ich die Schaltung selber hinkriege nur kenne ich 
mich nicht mit den Bauteilen aus.

Autor: M. K. (sylaina)
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Hamo K. schrieb:
> Vielen Dank. So habe ich es mir auch im Kopf vorgestellt gehabt. Eine
> Frage. Wieso 5V? Kann ich es auch mit meinen 12V realisieren?

Kannst du. Dann musst du nur den Vorwiderstand anpassen. Am idealsten 
wäre es, den PT1000 mit einer Konstantstromquelle zu speisen, die so 
maximal 0.5 mA durch den PT1000 schickt. Dann musst du nur den 
Spannungsfall über den PT1000 messen und kannst daraus den Widerstand 
bzw. die Temperatur berechnen.

Autor: Jetzt ist G. (hacky)
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Vergiss eine Konstantstromquelle fuer einen Platinwiderstand. Das bringt 
nichts. Eine Konstantstromquelle basiert auch auf einem genauen 
Widerstand, plus OpAmp. Dann kann man gleich einen genauen Widerstand zu 
einem Spannungsteiler verwenden.

Autor: m.n. (Gast)
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M. K. schrieb:
> Am idealsten
> wäre es, den PT1000 mit einer Konstantstromquelle zu speisen,

Nein, eben nicht!
Um Driften auszugrenzen, sorgt man dafür, daß man von der 
Referenzspannung unabhängig wird. Das erreicht man durch eine 
ratiometrische Lösung, bei der beide Brückenzweige identisch aufgebaut 
sind und mit gleicher Spannung versorgt werden.

Aus Gründen der Eigenerwärmung sollte der Strom durch den PT möglichst 
klein sein. Auf der anderen Seite erhält man dann nur eine geringe 
Ausgangsspannung. Nimmt man den max. Wert für Imess aus dem Datenblatt 
(1 mA), dann kann man bei 12 V 10 kOhm Reihenwiderstand vorsehen. Je 
nach Genauigkeitsanforderungen kann man 1% oder 0,1% Widerstände 
verwenden oder etwas aufwendiger auch mit Trimmpotis abgleichen.

Benötigt werden  2121 Ohm (2 k + 121) für 300°C, 2471 Ohm (2 K + 470) 
für 400°C und 2810 Ohm (2K7 + 110) für 500°C, die man sich aus 
Festwiderständen zusammenschalten kann.
Berechnet man die Ausgangsspannung zu den gewünschten Temperaturen erhät 
man 2,100, 2,378 und 2,632 V. Linear interpoliert sind das etwa 2,7 
mV/K, womit deutlich wird, daß schon ein einfacher Komparator mit 1 mV 
Eingangsoffset völlig ausreichend ist. Ein TLC372 hat typ. 1 mV mit 
minimalem Eingangsstrom. Damit der Komparator nicht schwingt, sieht man 
noch eine kleine Hysterese vor: ein 2M2 oder 4M7 Widerstand vom Ausgang 
auf den +-Eingang sollte reichen.
Als MOSFET würde ich den Wald+Wiesentyp IRLZ34 vorschlagen.

Jetzt kann kann man natürlich (wie hier üblich) die Anforderungen ins 
Unerreichbare bzw. Unbezahlbare treiben. Mein Vorschlag ist eine 
einfache, pragmatische Lösung.

Autor: Udo S. (urschmitt)
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Hamo K. schrieb:
> Vielen Dank. So habe ich es mir auch im Kopf vorgestellt gehabt. Eine
> Frage. Wieso 5V? Kann ich es auch mit meinen 12V realisieren? Könntest
> du mir noch sagen welcher MOSFET und welcher Komparator da in frage
> kommt? Ich denke dass ich die Schaltung selber hinkriege nur kenne ich
> mich nicht mit den Bauteilen aus.

Hamo K. schrieb:
> Leider sind meine stärken eher im Programmieren als im Hardware-Bereich.


Also wenn du eher in Software zuhause bist, warum nimmst du dann nicht 
einen AVR oder meinetwegen ein Arduino, nimmst den PT1000 mit einem 
einfachen Spannungsteiler wie oben genannt und machst die Messung und 
Regelung in Software?
Relaisplatinen gibt es auch für wenig Geld dazu.

Und wenn du Software entwickeln kannst sollte du ja in der Lage sein 
einen Spannungsteiler zu verstehen.

Autor: M. K. (sylaina)
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m.n. schrieb:
> Nein, eben nicht!
> Um Driften auszugrenzen, sorgt man dafür, daß man von der
> Referenzspannung unabhängig wird.

Öhm, genau das würde die Konstantstromlösung doch machen: Man wäre 
unabhängig von der Referenz-/Betriebsspannung. Natürlich würde auch eine 
radiometrische Messung einem diese Unabhängigkeit bringen.

Autor: Lurchi (Gast)
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Wenn es nicht besonders genau werden soll ist bei 500C ein Thermoelement 
(type K) in der Regel einfacher zu handhaben als ein PT1000. Wenn man 
keinen großen Aufwand treibt ist die Genauigkeit mit dem PT1000 auch 
nicht so gut: das fängt mit den Kabeln / Verbindungen an. Mit nur 2 
Leitern hat man dann ein Abwägung zwischen Kabelwiderstand und 
Wärmeverlusten über das Kabel. Für so eine kleine Heizung wird das ggf. 
schon störend. Die Frage ist dann noch wo man temperaturbeständige recht 
dünne (z.B. 0.1 mm) Leitungen her bekommt.

Der Thermoelement Eingang zum µC ist heute auch nicht mehr so 
kompliziert:
Ein Verstärker mit 1 OP und eine Sensor (Diode, PTC) für die kalte 
Seite.

Für 12 V ist das Schaltelement der Wahl ein MOSFET.

Autor: Blechspucker / (Gast)
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Bastelt Ihr noch oder heizt Ihr schon?
 Ein Fühler Thermoelement K bei Firma Po.... zu 4,50€ passendes 
Schutzrohr, Klotz mit Passung zur thermischen Ankopplung und den 
passenden PID-Regler aus Fernost selbstlernend , zeitlich in 12 
Segmenten programmierbar , als Zweipunkt oder mit großer Präzision als 
PID-Regler , Fühlerbruch usw. programmierbar, ein Halbleiter-Relais , 
bei mir 25A, gibt es auch mit MOS-Baustein für Kleinspannungen 
praktisch, dazu eine kleine Steuerung als Wiederanschaltsperre bei 
Netzausfall, gibt es bei K+B  auch fertig für Antriebe oder so. Billiger 
und professioneller geht kaum . kann man auch schön programmieren. 
Regelstrecke mit PT1-Verhalten. Die Ausgleichszeit T1 ist etwa die 
Erwärmungszeit der Strecke von 10% Temperaturerhöhung auf 90%  Erhöhung 
geteilt durch 5 ( sicher in Sekunden einzugeben).Da war doch mal was, 
... bei 5x tau ist der Ausgleichsvorgang gelaufen. T1 ist von der zu 
erwärmenden Masse abhängig-logisch. Grobe Peilung für den Anfang.
K-REGLER brauchen K-Thermoelemente und das passt dann. Mit der 
eingebauten Temperaturanzeige kann spielend optimiert werden. wer es 
übertreiben will kauft teuere Fühler oder schweißt sie selbst, wie im 
Forum letztens heiß diskutiert.

Autor: m.n. (Gast)
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Lurchi schrieb:
> Wenn man
> keinen großen Aufwand treibt ist die Genauigkeit mit dem PT1000 auch
> nicht so gut: das fängt mit den Kabeln / Verbindungen an.

Was ist denn noch gut und was ist schon schlecht? Ich denke, der 
Meßpunkt an der Platte selbst ist viel entscheidener als die Elektronik 
danach.

Wichtig ist ein guter thermischer Kontakt zur Platte. Die dünnen 
Anschlußdrähte werden nicht viel Wärme ableiten, sodaß der Anschluß 
danach mit 0,14 mm² Silikonleitung weitergeführt werden kann. Der 
Zuleitungswiderstand spielt dabei keine Rolle.
Wenn das nicht gefällt, kann man vom Hersteller Sensoren mit bis zu 300 
mm langen Anschlußdrähten bekommen.

Autor: Werner H. (werner45)
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Die ganzen fraglichen Experimente mit Pt-1000 am oberen erlaubten 
Temperaturende sowie der Silikonleitung, die sich ab 400 °C stinkend 
zersetzt kann man bleiben lassen...
Richtige, dauerhafte Lösungen wurden schon oben etliche genannt.

Gruß   -   Werner

Autor: m.n. (Gast)
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Werner H. schrieb:
> Die ganzen fraglichen Experimente mit Pt-1000 am oberen erlaubten
> Temperaturende sowie der Silikonleitung, die sich ab 400 °C stinkend
> zersetzt kann man bleiben lassen...

Der Sensor soll an die Heizplatte - nicht die Zuleitung :-(
Fährst Du in Ortschaften nur 40 km/h, obwohl 50 km/h zulässig sind?
Wohl kaum.

Autor: Urahn aus Kasackstahn (Gast)
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M. K. schrieb:
> radiometrisch

Extreme Anforderungen erfordern extreme Lösungsansätze?

https://www.radiometer.de/de-de/produkte-und-l%C3%B6sungen

Autor: M. K. (sylaina)
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Urahn aus Kasackstahn schrieb:
> M. K. schrieb:
>> radiometrisch
>
> Extreme Anforderungen erfordern extreme Lösungsansätze?
>
> https://www.radiometer.de/de-de/produkte-und-l%C3%B6sungen

Hä? Was hat das mit dem Thema zu tun?

Beitrag #5617278 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: L. H. (holzkopf)
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Abgesehen von unnützem Geschwafel dazu:
Beschreib doch bitte mal die Heizplatte etwas genauer und auch, was Du 
damit erreichen können willst.

Denn alle Hinweise auf T-Fühler nützen Dir aus meiner Sicht rein gar 
nichts, wenn Du sie nicht dort unterbringen/montieren kannst, wo Du 
eigentlich die T messen können willst.

Grüße

Autor: Urahn aus Kasackstahn (Gast)
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M. K. schrieb:
> Urahn aus Kasackstahn schrieb:
>> M. K. schrieb:
>>> radiometrisch
>>
>> Extreme Anforderungen erfordern extreme Lösungsansätze?
>>
>> https://www.radiometer.de/de-de/produkte-und-l%C3%B6sungen
>
> Hä? Was hat das mit dem Thema zu tun?

Na, offensichtlich nichts.

m.n. schrieb:
> ratiometrisch

M. K. schrieb:
> radiometrisch

Autor: Hamo K. (hammo61)
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Die Heizplatte ist ein Quadrat mit der Länge 24x24mm. Gemessen soll oben 
drauf. Es muss nicht zu 100% genau sein. Es geht mir erstmal darum den 
Ansatz einer Regelung hinzukriegen. Ich wollte es hardwareseitig und 
nicht softwareseitig mit einem µC lösen. Das jetzt da 500 Grad stehen 
sollte doch von der Umsetzung nicht anders sein als wenn ich jetzt auf 
100 Grad regeln würde (klar das da der Widerstand anders sein wird) 
oder?

Autor: Achim S. (Gast)
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Hamo K. schrieb:
> Das jetzt da 500 Grad stehen
> sollte doch von der Umsetzung nicht anders sein als wenn ich jetzt auf
> 100 Grad regeln würde (klar das da der Widerstand anders sein wird)
> oder?

Doch, das macht einen großen Unterschied.
- bei 100° könntest du die Zuleitungen an deinen Pt1000 noch anlöten, 
bei 500° brauchst du was, das sich nicht von selbst entlötet
- bei 100° musst du dir keine Gedanken zur Lebensdauer des Pt1000 
machen, bei 500° bist du nahe an dessen Limit. Wenn dann zwischendurch 
mal die Regelung nicht ganz perfekt läuft, kann dir der Sensor früher 
oder später die Grätsche machen
- bei 100° wären Silikonisolierte Zuleitungen perfekt, weil die meist 
bis 180° Dauereinsatz vorgesehen sind. Die 500° hast du zwar nicht 
direkt an der Zuleitungsisolation, aber wenige mm daneben. Die 
Wahrscheinlichkeit, dass die Isolation kaputt geht (oder nicht mehr 
sauber isoliert und damit deinen Messwert verfälscht) ist leider hoch.

Deswegen wäre der Pt1000 bei 100° problemlos einzusetzen. Aber bei 500° 
nur mit Bauchweh und genauer Kontrolle aller Parameter. Und da eine 
gute, robuste Alternativlösung zur Verfügung steht (Thermoelement) würde 
ich das klar bevorzugen, auch wenn es 5€ mehr kostet.

Oder meintwegen ein entsprechend "verpackter" Pt1000, der mit der 
Temperatur sicher klarkommt (auch die gibt es im Schutzrohr). Aber eben 
nicht der oben verlinkte Pt1000, mit dem du in mehrfacher Hinsicht am 
Limit bist.

Autor: m.n. (Gast)
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Achim S. schrieb:
> Aber eben
> nicht der oben verlinkte Pt1000, mit dem du in mehrfacher Hinsicht am
> Limit bist.

Kaum zeigt man den Leuten, wo es Farbe zu kaufen gibt, schon malen sie 
den Teufel an die Wand.

Der TO wollte es günstig haben. Die Bauteile, die ich genannt hatte, 
gibt es allesamt bei Reichelt für < € 5.
Was heißt denn hier "am Limit"? Die Heizplatte schafft es ohne Last nur 
auf 600 °C. Eine Überhitzung eines PT-Sensors ist damit ausgeschlossen. 
Die max. 550 °C Meßtemperatur sind ja nicht dessen physisches Ende. 
Sobald da noch ein Rohrfühler dazukommt, wird es fraglich, die 
angestrebten 500 °C noch zu erreichen.

Als Anschlußdrähte eignen sich aus praktischer Sicht die gleichen 
Drähte, mit denen auch die Heizplatte verkabelt ist. Je nach 
Wärmeströmung muß man die Zuleitungen möglichst "kühl" positionieren. 
Der mechanische Aufbau ist nicht bekannt, weshalb das vor Ort 
entschieden werden muß. Gegebenfalls kann man als Zwischenstück auch 
einen keramischen Träger mit zwei Löt-/Schraubpunkten vorsehen, der den 
Sensor mit zwei blanken Drähten verbindet. Danach kann die erwähnte 
temperaturstabile Zuleitung folgen.

Hamo K. schrieb:
> Es muss nicht zu 100% genau sein. Es geht mir erstmal darum den
> Ansatz einer Regelung hinzukriegen.

Dann fang einfach an! Die Regelung wird auch eher bei tieferen 
Temperaturen kritisch sein (Überschwingen), da bei höheren Temperaturen 
die Kühlung durch Konvektion wirksamer ist und das Aufheizen 
verlangsamt.

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