Söbastian schrieb:
> würde gerne entwicklungsbegleitend hin und wieder einen EMV Messung
> Antenne Abstrahlung durchführen
Die meisten Normen für abgestrahlte Störstrahlung interessieren sich
doch eher für 30 MHz aufwärts oder? Unterhalb sind es fast immer
leitungsgebundene Störungen die relevant sind. Gegen welche Normen
willst du überhaupt entwicklungsbegleitend prüfen? Ich habe Zweifel,
dass du wirklich radiated emissions in diesem Frequenzbereich machen
möchtest / musst ...
Chris K. schrieb:
> Was du brauchst ist eine geschirmte Messkammer damit du keine Fahrkarten
> misst.
Vor allem braucht man eine Messkammer in der richtigen minimalen Größe.
Ansonsten kann sich die Welle in der Messkammer überhaupt nicht
ausbreiten und man misst nur Blödsinn (viel zu wenig). Schon 30 MHz als
untere Grenzfrequenz sind eine echte Herausforderung in Sachen Größe und
vor allem Absorber gegen Refelexionen oder stehende Wellen in der
Kammer. Ich habe Zweifel, dass es eine solche Kammer gibt. Ganz zu
schweigen davon ob man im Nahfeld oder Fernfeld der Antenne misst was
auch massive Unterschiede macht. Wenn man gezwungen ist im Nahfeld zu
messen gibt es komplizierte mathematische Methoden mit denen man die
Ergebnisse aus dem Nahfeld ins Fernfeld umrechnen kann.
Söbastian schrieb:
> Jetzt bräuchte ich irgend eine Möglichkeite, um das System zu
> "kalibrieren", so dass ich halbwegs messen/schätzen kann, wie viel eine
> Elektronik abstrahlt.
Normalerweise nimmt man sich einen Messaufbau der gescheit strahlt
(billiges Steckernetzteil auf Vollast, LED Treiber aus China) oder alte
Projekte und lässt die in einer akkreditierten Messkammer prüfen. Dann
nimmt man das gemessene Spektrum mit nach Hause und vermisst den genau
selben Aufbau nochmal in der eigenen "Messeinrichtung". Dann legt man
die Diagramme mal nebeneinander und schaut ob man was wiedererkennt.
Irgendwann bekommt man nach ein paar Projekten ein Gefühl dafür ob man
vielleicht durchkommen könnte oder nicht.