Forum: PC Hard- und Software EC-Kartenleser konfigurieren?


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von Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)


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Kennt sich hier jemand mit Einbau-EC-Kartenleser für Automaten aus?

Neu sind die Dinger ziemlich teuer (ab 1000,-), gebraucht gibt es sie ab 
ca. 100,-

Das Problem ist, dass diese Reader ja aus Sicheheitsgründen gut 
gekapselt sind und ziemlich selbständig arbeiten. Lediglich den zu 
bestätigenden Betrag kann man dokumentiert z.B. über Seriell einspielen.

Und dann der Zahlungsdienstleister. Wie geht das bei einem gebrauchten 
Gerät, kann man die Anbindung an die Bank bzw. einen Dienstleister 
irgendwie selber konfigurieren, Server und Passworte eintragen?

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von Hugo (Gast)


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EC ... Electronic Cash, ehemaliges deutsches Debitkartensystem wurde 
2007 abgelöst.

was willst Du noch damit?

Hugo

von Bosk (Gast)


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Hugo schrieb:
> EC ... Electronic Cash, ehemaliges deutsches Debitkartensystem
> wurde
> 2007 abgelöst.
>
> was willst Du noch damit?
>
> Hugo

Ich vermute, es hat "Generation Blöd" zugeschlagen! EC ist 
Umgangssprache! Also jemand der mit Plastikkarte zahlen will. Das ist 
wie Kohlensäurefeuerlöscher, Stromspannung, Amateurfunker. Diejenigen 
welche sich auskennen wissen was gemeint ist und Maulen dumm rum, 
diejenigen die sich nicht auskennen wissen auch was gemeint ist.

von Purzel H. (hacky)


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>> was willst Du noch damit?

Vielleicht einen dummy Automaten bauen, irgendwo hinstellen und waehrend 
die Leute versuchen etwas herauszulassen, das nie kommt, die Karte 
kopieren und den Code absaugen...

von Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)


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Hugo schrieb:
> EC ... Electronic Cash, ehemaliges deutsches Debitkartensystem
> wurde
> 2007 abgelöst.
>
> was willst Du noch damit?
>
> Hugo

Quark. "electronic cash" ist eine allgemeine Kategorie, hat nix (mehr) 
mit irgend einem deutschen System zu tun. Gemeint ist natürlich die 
Kartenzahlung im weitesten Sinne, also mit EC-Karte (die es ja noch 
gibt), Maestro ... und div. Kreditkarten.

Sowas ist gemeint: 
https://www.telecash.de/produkte-services/terminals/automaten/opp-c60/

Aber eben nicht gerade preiswert.

Der Automat soll für eine Selbstbedienungs-Autowaschanlage nach 
Programmwahl und Bezahlung Zettel ("Coupons") mit Zifferncodes 
auswerfen. Natürlich gibt es auch vom Herstller der Waschanlage einen 
Automaten, der kostet aber schlappe 17.000,- und bindet den Betreiber an 
einen Bezahldinst, der 2,5% abzockt.

Also sieht man sich nach Alternativen um, von denen Selberbauen eine 
ist: Ein MC mit Display, einige vandalenfeste Taster zur Wahl des 
Wachprogrammes, ein Bondrucker und der (gebrauchte) EC-Reader in einem 
Edelstahl-Gehäuse vom Örtlichen Metallbauer kommen zusammen auf weniger 
als 1000,-

Bleibt das Problem der Konfiguration/Anbindung des (gebrauchten) 
Kartenlesers ...

: Bearbeitet durch User
von Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)


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Nachtrag:

Da wäre noch die Idee, eines der - auch neu - wesentlich preiswerteren 
EC-Terminals mit Kassenanschluss (zur Vorgabe des Zahlbetrages) für den 
Ladentisch so hinter einer Plastik/Metall-Konstruktion zu verbauen, dass 
der Kunde nur noch den Kartenschlitz, die Zifferntasten und 
Abbruch/Bestätigungstaste erreichen kann.

Das sollte mit einer gelaserten Metallplatte und ein paar "Blenden" aus 
dem 3D-Drucker durchaus möglich sein ...

von Martin (Gast)


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Und wie soll die Anbindung an die Bank klappen? Das lassen sich die 
Firmen ja gerne teuer bezahlen. Ich glaube nicht dass die den Selbstbau 
zulassen?
Außerdem wird ja heute doch meist RFID genutzt?

Martin

von Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)


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Martin schrieb:
> Und wie soll die Anbindung an die Bank klappen? Das lassen sich
> die
> Firmen ja gerne teuer bezahlen. Ich glaube nicht dass die den Selbstbau
> zulassen?
> Außerdem wird ja heute doch meist RFID genutzt?
>
> Martin

Die Anbindung erfolgt über das Internet an einen Zahlungsdienstleister, 
so gut wie nie direkt an die Bank. Der Dienstleister nimmt 
Transaktionsgebüren von ca. 1%.

Der Automat hat natürlich LAN-Anschluss, der Kartenleser ebenfalls. Der 
"Selbstbau" betrifft ja nur das zusätzliche Gehäuse.

Dieses muss natürlich so geformt sein, dass man NFC-Karten oder 
NFC-Geräte (Handy) vor dem Display (wo meist der Reader dahinter ist) 
platzieren kann.

Ich denke 4mm zusätzliches Plexiglas stören da nicht, muss man 
ausprobieren

: Bearbeitet durch User
von Horst (Gast)


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Martin schrieb:
> Außerdem wird ja heute doch meist RFID genutzt?

Eine Technik, die erst vor Kurzem bei den Banken eingezogen ist als 
'meist genutzt' zu bezeichnen ist ein wenig übertrieben.

Frank E. schrieb:
> und bindet den Betreiber an einen Bezahldinst,

Das ist Dein Problem, Banken lassen nicht jeden an Ihre Daten, Du mußt 
schon ein von der Bank geprüfter Dienstleister sein, wenn Du die 
Abrechnung elektronisch direkt durchführen willst. Irgendwas basteln und 
damit an deren Systeme wollen die nicht. Warum nur?

von Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)


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Horst schrieb:

> Das ist Dein Problem, Banken lassen nicht jeden an Ihre Daten, Du mußt
> schon ein von der Bank geprüfter Dienstleister sein, wenn Du die
> Abrechnung elektronisch direkt durchführen willst. Irgendwas basteln und
> damit an deren Systeme wollen die nicht. Warum nur?

Hä? Wo hast du das denn her? ICH muss gar kein Dienstleister sein, ich 
muss einen in Anspruch nehmen.

Der EC-reader soll doch nicht "gebastelt" werden, er soll in einen 
Automaten eingebunden werden. Dazu haben die Dinger eine serielle 
Schnittstelle, um z.B. den Bezahlwert von einer Kasse zu übernehmen. Den 
eigentlichen Kundendialog (Betrag anzeigen, Pin prüfen) sowie den 
Authentifizierungs- und Zahlungsvorgang mit dem Dienstleister wickeln 
die komplett autark ab. Danach kommt über die Serielle noch eine Erfolg- 
oder Error-Meldung zurück, die man beliebig weiterverarbeiten kann.

Ob die Kommunikation zur Initierung des Bezahlvorganges von einer Kasse 
kommt oder von einem "selbst gebastelten" Mikrocontroller interessiert 
an der Stelle niemanden.

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von rh-doc (Gast)


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Eine günstige Einstiegslösung für die Annahme von Debit/Kreditkarten 
bietet i-Zettle an:

Laufende Kosten gibt es nicht.

Die Kosten für EC-Transaktionen betragen 0,95% und für 
Kreditkartentransaktionen 2,75%.
siehe https://www.izettle.com/de/kosten

Das Lesegerät kostet bei der Einstiegslösung einmalig 29 Euro.
siehe https://www.izettle.com/de/kartenlesegerate

Als Zubehör ist u.A. ein Bondrucker erhältlich. Möglicherweise lässt 
sich der Individualtext auf dem Beleg für die Ziffercodes verwenden.

von Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)


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rh-doc schrieb:
> Eine günstige Einstiegslösung für die Annahme von
> Debit/Kreditkarten
> bietet i-Zettle an:
>
> Laufende Kosten gibt es nicht.
>
> Die Kosten für EC-Transaktionen betragen 0,95% und für
> Kreditkartentransaktionen 2,75%.
> siehe https://www.izettle.com/de/kosten

Ja, den kenn ich, SumUp ist in etwa in der gleichen Liga.

Leider kann der Reader offiziell nur mit einer Handy-App bedient werden 
und es gibt kein offenes Kommunikationsprotokoll wie das zwischen Kassen 
und "klassischen" Readern, deshalb nicht für einen Automaten geeignet.

Ich habe zwar auf Github Python- und PHP-Codes zu iZettle gefunden, die 
scheinen aber nur dazu geeignet Transaktionsstati, Kontostand u.ä. 
abzurufen, nich tjedoch eine Transaktion auszulösen ... aber so ganz 
sicher bin ich mir da im Moment noch nicht.

von Sven L. (sven_rvbg)


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Frank E. schrieb:
> Kennt sich hier jemand mit Einbau-EC-Kartenleser für Automaten aus?
Ja, habe sicher einige 100 verbaut und konfiguriert.
>
> Neu sind die Dinger ziemlich teuer (ab 1000,-), gebraucht gibt es sie ab
> ca. 100,-
Tja 100 Euro Edelschrott, haben einen ganze Gittebox voll entsorgt, weil 
die alten Terminals keine Zulassung mehr haben und gegen neue getauscht 
werden.

Kannst Dir mal ausrechnen, was solche Umrüstungen Tankstellenbesitzer 
mit Tankautomaten gekostet haben...

>
> Das Problem ist, dass diese Reader ja aus Sicheheitsgründen gut
> gekapselt sind und ziemlich selbständig arbeiten. Lediglich den zu
> bestätigenden Betrag kann man dokumentiert z.B. über Seriell einspielen.
Das ist auch Sinn und Zweck der Übung.


>
> Und dann der Zahlungsdienstleister. Wie geht das bei einem gebrauchten
> Gerät, kann man die Anbindung an die Bank bzw. einen Dienstleister
> irgendwie selber konfigurieren, Server und Passworte eintragen?
Du kannst da sogut wie garnix konfigueriern, die Firmware ist für den 
jeweiligen Provider fix.

Frank E. schrieb:
> Nachtrag:
>
> Da wäre noch die Idee, eines der - auch neu - wesentlich preiswerteren
> EC-Terminals mit Kassenanschluss (zur Vorgabe des Zahlbetrages) für den
> Ladentisch so hinter einer Plastik/Metall-Konstruktion zu verbauen, dass
> der Kunde nur noch den Kartenschlitz, die Zifferntasten und
> Abbruch/Bestätigungstaste erreichen kann.
Genau das machst mal, die haben keine Zulassung für den Outdoorbetrieb 
und wenn da dann was passiert, dann bist Du sowas von dran...
>
> Das sollte mit einer gelaserten Metallplatte und ein paar "Blenden" aus
> dem 3D-Drucker durchaus möglich sein ...
Darum sieht man solche Lösungen überall?

Das ist kein MC-Donald's SB-Automat, ein Waschautomat steht draußen ohne 
Aufsicht,


Frank E. schrieb:
> Sowas ist gemeint:
> https://www.telecash.de/produkte-services/terminals/automaten/opp-c60/
>
> Aber eben nicht gerade preiswert.
Nöm die verdienen so Ihr Geld
>
> Der Automat soll für eine Selbstbedienungs-Autowaschanlage nach
> Programmwahl und Bezahlung Zettel ("Coupons") mit Zifferncodes
> auswerfen. Natürlich gibt es auch vom Herstller der Waschanlage einen
> Automaten, der kostet aber schlappe 17.000,- und bindet den Betreiber an
> einen Bezahldinst, der 2,5% abzockt.
Naja Du machst ja bekanntlich alles aus Nächstenliebe...

Die müssen halt auch Entwickeln und haben Kosten.
>
> Also sieht man sich nach Alternativen um, von denen Selberbauen eine
> ist: Ein MC mit Display, einige vandalenfeste Taster zur Wahl des
> Wachprogrammes, ein Bondrucker und der (gebrauchte) EC-Reader in einem
> Edelstahl-Gehäuse vom Örtlichen Metallbauer kommen zusammen auf weniger
> als 1000,-
Jaja und Du arbeitest für lau und die ganze Implementierung und 
Zertifizierung machst Du auch umsonst.

Träum mal weiter.

Wenn ein stinknormaler Handwerker irgendwo 8h werkelt, dann kostet das 
allein zw. 400 und 500 Euro.


>
> Bleibt das Problem der Konfiguration/Anbindung des (gebrauchten)
> Kartenlesers ...
Siehe ganz oben.


Ich finde es immer wieder interessant, wie Du Projekte an Land ziehtst, 
von denen Du keine Ahnung hast und dan im Forum nach Hilfe fragst.

Sei es VPN zw. zwei FritzBoxen, Telefonanlagen, sonstiges Netzwerk und 
nun ganz neu SB-Automaten.

Wie soll das funktionieren, wenn der Kunde ein Problem hat und Du den 
Automaten selbst gebastelt hast?

Mein Tipp mach dich nicht unglücklich, lass die Finger davon.

von Klonophon (Gast)


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Lass den Kartenleser weg. Der Kunde soll per Kreditkarte auf einer 
Webseite bezahlen, kriegt einen Code, den er eintippen soll. Dieser Code 
ist genau einmal gueltig. Fertig.

von Reinhard S. (rezz)


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Martin schrieb:
> Außerdem wird ja heute doch meist RFID genutzt?

Wie kommst du darauf? Seh ich sehr sehr selten.

von Sven L. (sven_rvbg)


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Reinhard S. schrieb:
> Wie kommst du darauf? Seh ich sehr sehr selten.

Ich sehe das mittlerweile sehr oft.

Mittlweiele unterstützen es auch die meisten Anbieter

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Das ist dann aber eine spezielle Ausformung von RFID, die NFC genannt 
wird. So etwas ist in vielen Kreditkarten etc. "ab Werk" eingebaut, und 
auch Grundlage des wohl in Deutschland demnächst auch eingeführt 
werdenden "ApplePay". Bei Android-Geräten gibt es das schon länger, 
Voraussetzung ist natürlich in beiden Fällen eine entsprechende 
Hardwareunterstützung im Smartphone.

Das NFC-Bezahlen durch Dranhalten einer Karte an ein Kartenlesegerät 
wird jedenfalls schon seit einiger Zeit auch in Supermärkten wie ALDI 
unterstützt. Eine PIN muss nur bei Beträgen > 25 EUR eingegeben werden.

Bei "ApplePay" wird dann nicht eine Karte, sondern das Smartphone an das 
Kartenlesegerät gehalten. Da bei vielen Leuten das Smartphone fest an 
der Hand angewachsen ist, ist das sogar fast schon praktisch zu nennen; 
eine Karte müsste man ja erst aus dem Portemonnaie herausfummeln, und 
das erst mal in den Tiefen der Tasche oder wo auch immer finden ...

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