Forum: Haus & Smart Home Empfehlungen für Lux-Messgerät zur Evaluation Bürobeleuchtung gesucht


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von Hans M. (674hz)


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Hallo,

ich suche ein Lux-Messgerät zur Evaluation einer Bürobeleuchtung.

Konkret ist die Situation die:

Ich, Ende 30, habe immer noch steigende Dioptrin-Werte 
(Kurzsichtigkeit). Der Augenarzt geht davon aus, dass der Augapfel immer 
noch wächst (ist in dem Alter normalerweise nicht mehr so) und man kann 
nicht sagen ob und wann das endet. Mittlerweile sind die Dioptrin-Werte 
recht hoch. Das ist nicht so gut, da damit ein steigendes Risiko füt 
etliche Augenkrankheiten einher geht (Netzhautabrisse und viele andere 
"schöne" Dinge).

Der Hausarzt empfielt, Smartphones etc. zu meiden (habe ich bereits auf 
fast Null runtergefahren, Arbeiten am PC kann ich leider nicht meiden) 
und darauf zu achten, auch die Fernakkomodation häufiger zu benutzen 
(d.h. Fernsehen, auch das mache ich bereits).

Weiterhin wird empfohlen, mindestens zwei Stunden am Tag im Freien zu 
sein (weil Licht den Dopamin-Pegel erhöht und dadurch tendenziell ein 
Wachstum des Augapfels gehemmt wird). Das ist für mich nicht ganz 
einfach, durch meinen Beruf muss ich bis spät Nachts am PC arbeiten und 
stehe dann erst gegen Mittag auf (irgendwann muss ich ja schlafen). Im 
Winter ist es noch schwieriger.

Meine Idee daher: Mein Arbeitszimmer, v.a. den Bereich am Schreibtisch, 
heller beleuchten. An einem trüben Sommertag sind es im Freien angeblich 
ca. 10.000 Lux. Das müsste ich mit LED-Panels auch an meinem 
Schreibtisch nachstellen können. In einem normalen Büro sind es 
angeblich nur ca. 500 Lux.

Ich brauche das Lux-Meter also für diese Zwecke:

- Messen des Ist-Zustands im Büro.
- Messungen im Freien bei verschiedenen Witterungen (um einen Vergleich 
und ein Gefühl für Helligkeit zu bekommen)
- Messen des Ist-Zustands im Büro nach durchgeführten Maßnahmen (z.B. 
LED_Panels einbauen).

Das Lux-Meter sollte also nicht zu teuer sein, da es voraussichtlich nur 
einige Male zum Einsatz kommen wird. Andererseits soll es für den 
vorgesehenen Zweck hinreichend genau sein. Für die Vergleichsmessungen 
im Freien wäre es schön, wenn man damit auch hohe Lux-Werte messen kann. 
Für die Messungen im Büro müssen allerdings auch niedrige Werte 
hinreichend genau gemessen werden können. Hier mal eine Tabelle mit 
Vergleichswerten:

https://www.malinowski.de/documents/DIN-Helligkeit.pdf

Über konkrete Produktempfehlungen oder jeden gut gemeinten 
sachdienlichen Hinweis zur Thematik freue ich mich! :)

Besten Dank und Grüße
Hans

von Udo A. (aus)


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Moin,

jeder halbwegs gute Elektriker hat so ein Gerät, wenn er z.B. 
Leuchteninstallationen ausführt. Wenn Du einen in Deiner Nähe kennst, 
einfach fragen :-)
Ansonst, je größer die Stadt, um so besser/kostengünstiger:
diese Geräte kann man auch tageweise mieten, ab so ca. 8,- Euro je Tag
Luxmeter/Beleuchtungsmesser/Luxmessgerät + mieten (+ ggf. Name Deines 
Ortes)
in der Suchmaschine spuckt dann schon einiges aus... :-)

: Bearbeitet durch User
von Walta S. (walta)


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300 Lux ist die Mindesthelligkeit für Fluchtwege.
1000 Lux sollten es schon mind. für Schreibtischarbeiten sein. Bei 
Dienstnehmer über 50 gehen die Vorschriften nach oben.

Für eine private Messung genügt ein einfaches 10 Euro Gerät auch China.

Wenn du die obigen Werte erreichen wills (mehr ist besser) dann schau 
dich nach einer ordentlichen Deckenleuchte um. Mit einer 
Schreibtischlampe wird das nichts. Wir haben in der Firma die Anzahl der 
Leuchten verdoppelt nachdem die Personalvertretung die Beleuchtung 
nachgemessen hat.

Walta

von Wolfgang (Gast)


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Walta S. schrieb:
> 1000 Lux sollten es schon mind. für Schreibtischarbeiten sein.

Für Arbeiten an Monitoren, sind dann noch zusätzlich Dinge bzgl. der 
Ausrichtung zu beachten - die Beleuchtungsstärke auf dem Tisch ist nicht 
alles, falls zu den Schreibtischarbeiten auch bzw. bevorzugt 
Bildschirmarbeit gehört.

von Walta S. (walta)


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Genau - und Ausrichtung, Blendwirkung, Ergonomie usw. Ein Fass ohne 
Boden. Derzeit geht es aber nur um die Helligkeit.

Walta

von Purzel H. (hacky)


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Vergiss das Messgeraet, das gibt nur eine Nummer.
Ich wuerd mit regelbaren Leuchten arbeiten, und die so hoch drehen bis 
es passt. Das der Blauanteil das Augenwachstum bremst, eine kaltweisse 
Leuchte waehlen, keine Warmweisse.

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Hans M. schrieb:
> Mittlerweile sind die Dioptrin-Werte recht hoch.

Wieviele Dioptri_e_n sind's denn?

Ansonsten: Ein Luxmeter muss nicht "genau" sein, das ist eine 
exponentiell steigende Größe; für Dein vermutetes Problem genügt eine 
grobe Schätzung.

Es ist irrelevant, ob es 950 oder 1050 Lux sind, der Unterschied 
zwischen diesen Werten wirkt sich nicht aus. Du willst Steigerungen in 
Form von Verdoppelungen haben, d.h. wenn Dir 100 Lux zuwenig sind, 
willst Du 200 oder 400 Lux haben.


Daher sollte das Ding hier 
https://www.reichelt.de/digital-luxmessgeraet-0-bis-200000-lux-peaktech-5165-p151785.html 
mehr als ausreichend sein.

von michael_ (Gast)


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Früher, in der guten alten Zeit hat man einfach einen 
Foto-Belichtungsmesser genommen. Frag mal den Opa.

Gibt es heute keine App?

von Jürgen B. (hicom)


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Na klar gibt es ne App dafür, z.B. LightMeter für iOS.
Keine Ahnung wie genau die misst.

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Jürgen B. schrieb:
> Keine Ahnung wie genau die misst.

Dürfte ausreichend genau sein - die im Gerät eingebaute Kamera kann 
korrekt belichtete Bilder produzieren. Kann sie das, ist die 
"Genauigkeit" ausreichend.

Daß es sinnlos ist, zwischen 950 und 1050 Lux zu unterscheiden, habe ich 
weiter oben schon ausgeführt.

von art_director (Gast)


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michael_ schrieb:
> Früher, in der guten alten Zeit hat man einfach einen
> Foto-Belichtungsmesser genommen. Frag mal den Opa.

Das ist jetzt Dummschwätzerei in zweifacher Hinsicht:

Auch heutzutage werden Handbelichtungsmesser vielfach im Profibereich 
genutzt

https://en.wikipedia.org/wiki/Light_meter#/media/File:Erkan_Umut_shoots_Sibel_Can.jpg

Ein Belichtungsmesser zeigt nicht die Beleuchtungsstärke an, sondern
 – nach Eingabe der Empfindlichkeit – die korrespondierende Zeit-
Blenden-Kombination. Beispiel:

https://www.bhphotovideo.com/c/product/245894-REG/Spectra_Cine_18002AB_Professional_IV_A_P_2000EL_A_Digital.html

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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An Arbeitsplätzen gelten die Vorschriften aus EN 12464. Der Anhang ist 
eine Riesentabelle mit allen möglichen Arbeitsstätten und Aufgaben.
Beleuchtung, Farbtreue, Lichtfarbe, Glanz... alles drin.

im ganz "normalem Büro" gilt

Abschnitt 5.26.2
Writing, typing, reading, data processing
500 Lux
UGRL 19
U0 0,60
Ra 80

zu Bildschirmarbeit siehe auch Abschnitt 4.9

@Walta S: Notbeleuchtung ist in EN 1838 spezifiziert.
Ein Flur wird normal zu 100 Lux beleuchtet. Ein Krankenhausflur nachts 
nur zu 50 Lux - da ist aber Notbeleuchtung Pflicht.

Luxmeter sind nicht soooooo teuer. Hersteller und Händler gibt es viele.
Ein Test 540 kostet ca 100 Eur + MWSt.

Das Kalibrieren durch ein dafür notifiziertes Organ (altdeutsch: eichen) 
kostet bummelich genausoviel. Wer einen Elektrikser kennt, kann ein 
zeugnisloses Gerät abstauben. Zum Hausgebrauch reicht ja eine 
Eigenkalibrierung.

Alte Selen-Beleuchtungsmesser sind genau das: alt
und nicht mehr zu viel zu gebrauchen.

P.S. Normen kann man sich in Bücherei leihen.

von Wolfgang (Gast)


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art_director schrieb:
> Ein Belichtungsmesser zeigt nicht die Beleuchtungsstärke an, sondern
>  – nach Eingabe der Empfindlichkeit – die korrespondierende Zeit-
> Blenden-Kombination.

Die Zeit-Blendenkombination hängt davon ab, ob du Priorität auf kurze 
Belichtungszeit oder große Schärfentiefe legst. Die Auswahl der 
Kombination kann einem der Belichtungsmesser nicht abnehem. Der kennt 
nur die Beleuchtungsstärke, solange man ihm keine weiteren Vorgaben 
macht.

von Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)


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Wolfgang schrieb:

> Die Zeit-Blendenkombination hängt davon ab, ob du Priorität auf kurze
> Belichtungszeit oder große Schärfentiefe legst. Die Auswahl der
> Kombination kann einem der Belichtungsmesser nicht abnehem. Der kennt
> nur die Beleuchtungsstärke, solange man ihm keine weiteren Vorgaben
> macht.

Ja, schon richtig, aber die Werte dürften in den seltesten Fällen auf 
der Skala in Lux stehen. Soll man noch jedesmal rechnen?

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Frank E. schrieb:
> Soll man noch jedesmal rechnen?

Auf der Rückseite meines Belichtungsmessers (Gossen Profisix) ist eine 
Tabelle zur Konvertierung EV->Lux abgedruckt:

https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/41TaVm4aydL.jpg

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Sebastian L. schrieb:

> Ein Test 540 kostet ca 100 Eur + MWSt.

gemeint war ein Testo 540

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Ich habe ein "Umweltmessgerät" von ELV, einen Vorgänger dieses Typs:
https://www.elv.de/umweltmessgeraet.html
Temperatur, Luftfeuchte, Schallpegel und Lichteinfall für 79,95€

speziell zum Licht:
Beleuchtungsstärke 4 Bereiche:  0-20.000 Lux
Beleuchtungsstärke Auflösung:  0,01 bis 1 Lux
Genauigkeit Licht: +-5 % + 10 Digit

es kommt natürlich darauf an, ob es kalibrierfähig sein soll, also in 
einem Kalibrierlabor regelmäßig überprüft werden muß, z.B. weil die 
Berufsgenossenschaft das verlangt.

von Joachim B. (jar)


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Walta S. schrieb:
> 1000 Lux sollten es schon mind. für Schreibtischarbeiten sein. Bei
> Dienstnehmer über 50 gehen die Vorschriften nach oben.

wo kann man das nachlesen, ich kannte Büro 500 LUX und Werkstatt 1000 
LUX.

von Manfred (Gast)


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Joachim B. schrieb:
> wo kann man das nachlesen, ich kannte Büro 500 LUX und Werkstatt 1000 LUX.

Hier werden ein paar Traumwerte hingesponnen!

G* nach "beleuchtung von arbeitsstätten" liefert z.B. den:
https://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/215-210.pdf

von oszi40 (Gast)


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Sebastian L. schrieb:
> An Arbeitsplätzen gelten die Vorschriften aus EN 12464

Norm ist schön, garantiert aber noch kein gleichmäßig verteiltes Licht 
auf dem Arbeitsplatz. Um das zu ermitteln reicht vorerst eine kostenlose 
Handy-App. Den Rest sollte der zuständige Asi-Mann begutachten.

von michael_ (Gast)


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Massenweis werden doch 12EUR Geräte angeboten.
Sind sicher brauchbar.

Wir hatten zum Messen von Leuchtfolie so ein ähnliches Gerät der 
25EUR-Klasse.

Ebay-Artikel Nr. 162683044920

Hat vollkommen gereicht.
Wie preiswert soll denn so ein Gerät denn noch sein?

von Hans M. (674hz)


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Hallo Leute,

besten Dank für alle Hinweise. Ich habe es jetzt erstmal mit dieser App 
versucht, da das am schnellsten umzusetzen war:

https://play.google.com/store/apps/details?id=com.doggoapps.luxlight

Leider greift die App nicht auf den "großen" Fotosensor zu, sondern auf 
den kleinen für Selfies (ist, denke ich mal, der schlechtere von den 
beiden).

Ich habe die letzten Tage mal testweise ein paar Messungen im Haus und 
im Freien gemacht. Was mir auffällt, ist dass z.B. eine minimale 
Änderung des Winkels zu einer starken, mitunter Vielfachen, Veränderung 
des Lux-Wertes führt. Der Sensor bei "echten" Lux-Messgeräten hat eine 
ganz andere Form als die Linse des Smartphones. Ich könnte mir denken, 
dass die Form des Sensors die Messung beeinfluss oder sogar verfälscht.

Hier ein Artikel, der die Lux-Messung mit der Handy-App recht negativ 
bewertet:

https://www.dial.de/de/article/luxmeter-app-vs-messgeraetsind-smartphones-zum-messen-geeignet/

Wenn Ihr sagt, dass man mit einem 24-€-Luxmeter bereits hinreichende 
Ergebnisse erzielen kann, werde ich in den nächsten Tagen evtl. mal eins 
bestellen. Prüfen wird man die Leistungsfähigkeit von so einem Gerät 
wohl kaum können, da es an Referenzwerten fehlt. Bei China-Geräten von 
Amazon bin ich eher skeptisch, mal schauen, ob es bei Conrad, Völkner 
usw. ein Angebot in der Preisklasse gibt. Die Geräte werden auch aus 
China kommen, ich hoffe aber, dass der Händler eine Art Vorauswahl 
trifft.

Grüße,
Hans

: Bearbeitet durch User
von michael_ (Gast)


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Du mußt dir aber die Begriffe wie Beleuchtungsstärke, Lichtstrom und 
Leuchtdichte und deren Verknüpfung verinnerlichen.

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Hans M. schrieb:
> Leider greift die App nicht auf den "großen" Fotosensor zu, sondern auf
> den kleinen für Selfies (ist, denke ich mal, der schlechtere von den
> beiden).

Das ist für die gewünschte quantitative Beurteilung irrelevant, jede 
Kamera ist mehr als ausreichend genau für die Anwendung.

Da Du den Messwert auch sehen willst, musst Du das Smartphone mehr oder 
weniger waagerecht halten und nach oben blicken lassen - so misst man 
auch die Raumhelligkeit. Daher ist es ausgesprochen sinnvoll, daß die 
"App" die Frontkamera verwendet.


> Was mir auffällt, ist dass z.B. eine minimale Änderung des Winkels zu
> einer starken, mitunter Vielfachen, Veränderung des Lux-Wertes führt.

Das ist naheliegend, das Smartphone enthält schließlich eine Kamera, die 
in eine definierte Richtung blickt.


> Der Sensor bei "echten" Lux-Messgeräten hat eine ganz andere Form als
> die Linse des Smartphones. Ich könnte mir denken, dass die Form des
> Sensors die Messung beeinfluss oder sogar verfälscht.

Den Sensor siehst Du bei Helligkeitsmessgeräten nicht, der ist hinter 
einem Diffusor (weiße Abdeckung) untergebracht.

Du kannst Dir aber helfen: Besorg' Dir ein Stück transluzente weiße 
Kunststoffolie und pack die auf die Frontkamera Deines Smartphones.

Damit reduzierst Du die Winkelabhängigkeit in erheblichem Maße, 
allerdings natürlich auch den gemessenen Wert.

Da es aber bei Helligkeitsmessungen nicht auf absolute Genauigkeit 
ankommt (wie ich schon schrieb, ist es vollkommen wurscht, ob 950 oder 
1050 lx gemessen werden), stört das nicht besonders.

Quantitative Messungen kannst Du trotzdem durchführen, nämlich durch 
Vergleichen der Helligkeit an verschiedenen Orten.

Draußen, mittags, bei Sonnenschein, drinnen, wenn nur die 
Schreibtischlampe an ist, wenn die komplette Raumbeleuchtung an ist -- 
denk' immer dran, doppelte Helligkeit resultiert in einem doppelten 
Messwert.

Du willst, wenn es zu dunkel ist, nicht 20% oder 70% mehr Helligkeit 
haben, Du willst es mindestens doppelt so hell haben. Das ganze 
skaliert in Zweierpotenzen, also doppelt, vierfach, achtfach, 
sechzenfach so hell wie an Ort X.

Das ist zur Beurteilung der Helligkeit vollkommen ausreichend.

Natürlich ist es besser, wenn Du Dein mit dem nachgerüsteten Diffusor 
ausgestattetes Smartphone "kalibrieren" kannst; wenn Du einen Ort mit 
definierter Helligkeit kennst, miss dort und merke Dir den Wert, dann 
hast Du einen Faktor, mit dem Du selbst gemessene Werte multiplizieren 
kannst.

Aber das ist für eine erste Untersuchung gar nicht nötig.

Ansonsten:
Es gibt auch andere Faktoren für Kurzsichtigkeit als nur fehlende 
Helligkeit.

Um meine Frage zu wiederholen: Wieviele Dioptri_e_n sind es denn bei Dir 
im Moment?

von art_director (Gast)


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Generell sollte man bei der Belichtungsmessung schon differenzieren
zwischen den unterschiedlichen Methoden, die hier zur Anwendung
kommen können:

In Kameras nutzt man in der Regel die Objektmessung. Dagegen
verwenden Profis gerne externe Handbelichtungsmesser. Diese
arbeiten nach dem Prinzip der Lichtmessung und liefern weitaus
zuverlässigere Ergebnisse. Solche Geräte erkennt man an dem
halbkugelförmigen weiss-opaken Diffusor, der auf der Oberseite
herausragt.

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Pedanterie:

Handbelichtungsmesser können i.d.R. beides, d.h. Objekt- und 
Lichtmessung, was man daran erkennt, daß es einen beweglichen Diffusor 
gibt, den man vor den Lichtsensor (üblicherweise eine Photodiode) 
schieben kann. So ist es beim von mir schon erwähnten Gossen Profisix.

Daß Lichtmessung bei der Photographie das "bessere" Verfahren wäre, ist 
... umstritten; das Zonensystem beispielsweise ist ohne Spotmeter kaum 
denkbar, und ein Spotmeter verwendet prinzipbedingt Objektmessung.

Das heißt jetzt nicht, daß Lichtmessung "schlechter" wäre, es haben 
beide Verfahren ihren Platz, und in beiden Fällen ist vorausgesetzt, daß 
man weiß, was man tut.

Bei der Digitalphotographie, bei der der Bildsensor selbst zur 
Belichtungsmessung herangezogen werden kann, vereinfacht sich die 
Angelegenheit natürlich.

--

Nun habe ich gerade eben dazu geraten, einen Diffusor als Hilfsmittel zu 
verwenden, um mit der Smartphone-App sinnvollere Ergebnisse zu erzielen 
...

von Jan L. (ranzcopter)


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Hans M. schrieb:
> Wenn Ihr sagt, dass man mit einem 24-€-Luxmeter bereits hinreichende
> Ergebnisse erzielen kann, werde ich in den nächsten Tagen evtl. mal eins
> bestellen. Prüfen wird man die Leistungsfähigkeit von so einem Gerät
> wohl kaum können, da es an Referenzwerten fehlt. Bei China-Geräten von
> Amazon bin ich eher skeptisch, mal schauen, ob es bei Conrad, Völkner
> usw. ein Angebot in der Preisklasse gibt. Die Geräte werden auch aus
> China kommen, ich hoffe aber, dass der Händler eine Art Vorauswahl
> trifft.

Ich hatte mir vor kurzem dieses hier besorgt:
Ebay-Artikel Nr. 112698981978

Was die Genauigkeit betrifft - ein sehr grober Vergleich mit einer 
(Marken-)Lichtquelle mit angegebener Lumenzahl kam nach Umrechnung ganz 
gut hin...

von michael_ (Gast)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> Du kannst Dir aber helfen: Besorg' Dir ein Stück transluzente weiße
> Kunststoffolie und pack die auf die Frontkamera Deines Smartphones.
>
> Damit reduzierst Du die Winkelabhängigkeit in erheblichem Maße,
> allerdings natürlich auch den gemessenen Wert.
>
> Da es aber bei Helligkeitsmessungen nicht auf absolute Genauigkeit
> ankommt (wie ich schon schrieb, ist es vollkommen wurscht, ob 950 oder
> 1050 lx gemessen werden), stört das nicht besonders.

So wenig wird es nicht sein. Man muß neu eichen.
Beim Handbelichtungsmesser sind die Streuscheiben auch je nach Qualität 
angepasst mit einem bestimmten Wert.
.

Rufus Τ. F. schrieb:
> Bei der Digitalphotographie, bei der der Bildsensor selbst zur
> Belichtungsmessung herangezogen werden kann, vereinfacht sich die
> Angelegenheit natürlich.

Nein, die Grundlagen sind gleich. Es gibt auch Analogkameras mit 
Spotmessung usw.

Aber egal mit welchen Gerät, es ist nur eine unwissenschaftliche 
Schätzung.
Dafür gibt es ausgebildete Fachkräfte.
Ansonsen, wenn es zu dunkel ist, mehr Licht machen.
Wenn das nicht geht, muß man sehen, wie man kommt.

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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michael_ schrieb:
> So wenig wird es nicht sein. Man muß neu eichen.

"Eichen" sowieso nicht.

Und nein, man muss da nicht kalibrieren, wenn man Helligkeiten 
vergleichen will.

> Ansonsen, wenn es zu dunkel ist, mehr Licht machen.

Eben. Um rauszufinden, daß es an Platz A signifikant dunkler ist als an 
Platz B, und um welchen Faktor, reicht auch der unkalibrierte Diffusor.

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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oszi40 schrieb:
> Sebastian L. schrieb:
>> An Arbeitsplätzen gelten die Vorschriften aus EN 12464
>
> Norm ist schön, garantiert aber noch kein gleichmäßig verteiltes Licht
> auf dem Arbeitsplatz.
Genau ging es in der Reform zur EN 12464 - sowohl Gleichmässigkeit der 
Beleuchtung als auch Blendeffekte und Reflexe werden bemessen und nicht 
mehr nur bemerkt mit einem "sind zu vermeiden" "sollen angestrebt 
werden".
Nun stehen da Grenzwerte.
Da hat sich tüchtig was getan in der EN 12564.

> Um das zu ermitteln reicht vorerst eine kostenlose
> Handy-App. Den Rest sollte der zuständige Asi-Mann begutachten.
Den Arbeitsschutzbeautragten kann man immer hinzuziehen.

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Sebastian L. schrieb:
> Den Arbeitsschutzbeautragten kann man immer hinzuziehen.

Beim privaten Arbeitszimmer wird das ... interessant.

Und darum scheint es zu gehen, um das private Arbeitszimmer:

> Meine Idee daher: Mein Arbeitszimmer, v.a. den Bereich am Schreibtisch, heller 
beleuchten.

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