ATMega32 UART ohne externen Quarz an HC06

Gast #5618577
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Hallo.

Ich habe eine kleine Schaltung wo ein ATMega32 und ein HC06 miteinander 
per UART verbunden sind. Der Leitungswegs beträgt wenige mm.

Muss der ATMega zwingend mit einem Quarz ausgerüstet werden? Es geht 
nicht um "wichtige" Daten, nur ein wenige "zahlen".

Also das HC06 Modul ist per UART am ATMega verbunden. An diesem hängt 
eine WS2812B LED.

Die Farbe der LED soll nun einfach per Bluetooth eingestellt werden.

Ist ein Quarz also zwingend erforderlich?

Vielen Dank
Gast #5618586
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Der Quarz ist nicht zwingend erforderlich. Allerdings könntest du Pech 
haben, dass der R/C Oszillator zu ungenau ist. Ich schätze das Risiko 
auf 20% ein.

Die neueren AVR (z.B. ATmega328) haben bessere Oszillatoren, bei denen 
würde ich das Risiko auf 10% schätzen.
Gast #5618636
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Mitlesa schrieb:
> Was hindert dich daran 50 Cent für einen Quarz zu spendieren.
> (ok, Porto hab ich vergessen, und zwei Lastkondensatoren)

Vielleicht die Wartezeit auf die Lieferung. Das war jedenfalls bei mir 
der Beweggrund, es ohne Quarz zu versuchen. 10% 
Ausfallwahrscheinlichkeit würde ich jedenfalls nicht akzeptieren.
Gast #5618666
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Du könntest statt Quarz einen Keramik-Resonator verwenden.
Absolut ausreichend hinsichtlich Genauigkeit.

Als SMD sind die so ca. 4x4mm gross und zahlreiche Varianten haben die 
Lastkapazitäten bereits integriert. Klappt beim Mega32 tadellos und habe 
ich hier zigfach mit 16Mhz im Einsatz.

Falls Du den internen RC nutzen willst, solltest Du aber WENIGSTENS eine 
Baudrate wählen, die rechnerisch möglichst genau hinhaut, damit sich der 
Rechenfehler nicht noch zum RC-Toleranzfehler addiert.
Kann aber auch sein, dass sich die beiden Fehler kompensieren...

Kann man alles messen und sowas kann einwandfrei klappen, auch mit 
RC-Oszi.
Gast #5618705
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Tobi schrieb:
> Der Platz ....

Wenn das Teil noch in der Design-Phase steht dann spendiert
man eben noch mal ein paar Quadratmillimeter oder optimiert
die Platzaufteilung.

Zur Not gelingt es auch in die fertige Schaltung noch einen
(Mini-) Quarz und zwei Kondensatoren hineinzuflicken.
#5618845
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Stefanus F. schrieb:
> Ich schätze das Risiko
> auf 20% ein.

Im Labor bei konstant 20-25°C mag das so sein.

Auf dem Dachboden (Sommer heiß, Winter eiskalt) oder im Keller wird man 
dann die Probleme haben - interner RC Oszillator ist stärker 
temperaturabhängig. Übrigens kommt dann meistens noch etwaige 
Schwankungen in der Betriensspanung oben drauf.

Quarze ab 12MHz gibt es in kleinen SMD Bauformen. Müsste bei Dir passen, 
wenn Du die dicken SMD Widerstände und Kondensatoren durch kleinere SMD 
ersetzt, z.B. 0402.
(Firma: Funkenflug Industries) #5618969
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Ich hatte die gleiche Frage bei den Planungen für meine AlarmSau, wo 
auch zwei Controller via USART (und ein GSM-Modul) miteinander 
kommunizieren müssen und habe mich letztlich für Quarze entschieden, 
ganz einfach um auf der sicheren Seite zu sein. Bislang gibt es bei dem 
Projekt keine Probleme mit der Kommunikation, auch nicht wenn das System 
über Tage hinweg eingeschaltet bleibt.

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