Schmelzsicherungen testen auf Plausibilität

#5619114
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Rein realistisch könnte man den DC-Widerstand möglichst genau messen und 
alles, was aus der Standardabweichung rausfällt, erstmal in Frage 
stellen.

Ansonsten. Optische Inspektion, ob die Kontakte Spuren von Benutzung 
zeigen oder korrodiert sind.

Insgesamt dürften Schmelzsicherungen, welche nicht in Benutzung sind, 
kaum altern. Und wenn doch, dann müsste man das schon am äußeren 
Erscheinungsbild erkennen.
#5619141
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Lothar M. schrieb:
> Aber ich glaube einfach den Werten, die draufstehen und hatte noch
> nie ein Problem damit.

Ich hatte nen chinesischen Zigarettenanzünder-Stecker mit eingebauter 
8A-Sicherung. Im Sicherungskasten des KFZ ist 15A.

Neulich lud ich Akkus im Auto mit meinem portablen Ladegerät und 
übertrieb es mit dem Strom. Dann schaltete ich dem Motor aus, Spannung 
am Ladegerät sank von >13V auf 11V, Strom stieg entsprechend um 100W zu 
halten. Der Kontakt am Zigarettenanzünder begann zu schwächeln, wurde 
heiß, Spannung am Ladegereät fiel weiter ab, dessen Boost-Konverter 
erhöhte kurzerhand den primärseitigen Strom noch erheblich weiter um 
weiterhin bei den angeforderten 100W zu bleiben. Dann machte es "knack" 
und 15A Sicherung hinter dem Handschuhfach war durch. Die 8A Sicherung 
im Zigarettenanzünderstecker war aber komischerweise immer noch intakt!
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #5619182
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Bernd K. schrieb:
> Die 8A Sicherung im Zigarettenanzünderstecker war aber komischerweise
> immer noch intakt!
Ja. Offenbar war die träger als erwartet.

Die Zahl an einer Sicherung gibt nicht an, bei welchem Strom die 
Sicherung auslöst, sondern sie gibt an, bis wohin die Sicherung 
garantiert nicht auslöst. Und die Sicherung hält für eine halbe Stunde 
sogar den doppelten Strom aus...

Anbei mal ein Vergleich zwischen "flink" und "träge" von ESKA 5x20 
Feinsicherungen. Da sieht man, dass die träge 8A Sicherung einen Strom 
von 32A bis zu 5 Sekunden tragen kann, dagegen eine flinke 15A schon bei 
30A nach 40ms auslösen könte. Also löst u.U. die flinke 15A Sicherung 
hundert mal schneller aus als die träge 8A Sicherung. Diese Zahlen 
überraschen so manchen.

Fazit: Sicherungen sind keine Präzisionsbauteile.
Angehängte Dateien:
Gast #5619396
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Lothar M. schrieb:

> Aber ich glaube einfach den Werten, die draufstehen und hatte noch
> nie ein Problem damit.

Vermutlich kaufst Du Deine Sicherungen von namhaften Herstellern (z.B. 
Eska) über eine nachvollziehbare Lieferkette. Die jüngere Generation mit 
ihren China-Versendern ist da risikobewusster unterwegs...
Gast #5619457
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Ich sehe eine Sicherung als Zweipol an. Also hier als Verbraucher.
Wenn die umgesetzte Leistung zu hoch ist, dann schmilzt der Faden in der
Sicherung. Folglich müßte man Spannung und Strom protokollieren direkt
an der Sicherung. Die Bezugswerte an einer Mustersicherung darf eben
bestimme Werte nicht über- und unterschreiten.

So weit mein Vorstellungsvermögen.
Beitrag #5619469 wurde von einem Moderator gelöscht.

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