Hallo,
ich würde gerne mit einem Operationsverstärker (z.B. AD820) eine
Schaltung zum Anpassen eines Spannungsbereichs entwerfen. Weiß aber
leider nicht genau wie ich das machen soll. Die Schaltung soll mir aus
dem Spannungsbereich von 0.5 - 3.1V einen Spannungsbereich von 0 - 3.3V
erzeugen.
Könnte mir jemand dabei helfen?
Grüße
Robert
Robert schrieb:> Die Schaltung soll mir aus dem Spannungsbereich von 0.5 - 3.1V einen> Spannungsbereich von 0 - 3.3V erzeugen.
Warum? Kommt dahinter ein ADC?
Falls ja: brauchst du dieses sechstel Bit unbedingt?
Robert schrieb:> einen Spannungsbereich von 0 - 3.3V erzeugen.
Welche Versorgungsspannung hast du für den OP? Nur einfache 3,3V?
Dann brauchst du einen anderen OP, denn der AD820 braucht mindestens 5V
zum Arbeiten und der eingesetzte OP sollte im Gegensatz zum AD820 auch
R2R Eingänge haben...
Robert schrieb:> Hallo,>> ich würde gerne mit einem Operationsverstärker (z.B. AD820) eine> Schaltung zum Anpassen eines Spannungsbereichs entwerfen. Weiß aber> leider nicht genau wie ich das machen soll. Die Schaltung soll mir aus> dem Spannungsbereich von 0.5 - 3.1V einen Spannungsbereich von 0 - 3.3V> erzeugen.>> Könnte mir jemand dabei helfen?>> Grüße> Robert
Ein Subtrahierer 0,5V mit nachgeschaltetem Verstärker a =
3,3V/(3,1V-0,5V) = +1,2692 fach
Robert schrieb:> Könnte mir jemand dabei helfen?
Du möchtest einen
(nicht invertierenden) Verstärker mit Verstärkungsfaktor ~1,27 (=2,6V /
3,3V)
und einen
Subtrahierer um 0,5V abzuziehen.
Beides zusammen findest zu unter der Bezeichnung Differenzverstärker:
https://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/0210153.htm
U_e2 ist deine Eingangsspannung. R1, R2, R3, R4 berechnest du so, dass
sich die Verstärkung von 1,27 ergibt (U_a = 1,27 * U_e2). Das ist der
Teil des nicht invertierenden Verstärkers.
An U_e1 legst du eine positive Spannung an mit der sich U_a = -0,5V
ergibt (wenn Ue2 auf Masse liegt. R1+R2 braucht du für die Berechnung).
Das ist der Teil des Subtrahierers (=invertierender Verstärker).
Berechnungen für beide Teile und auch eine Vereinfachung dieser unter
"Schaltungsdimensionierung" findest du im genannten Link.
Lothar M. schrieb:> und der eingesetzte OP sollte im Gegensatz zum AD820 auch> R2R Eingänge haben...
Insgesamt also ein Rail-to-Rail an Input und Output Typ.
Und er sollte den gewünschten Ausgangsstrom bei den gewünschten
Ausgangsspannungen mit der geplanten Versorgung auch tatsächlich
schaffen.
0V kann ein R2R-Output ohne negative Versorgung unter Belastung (z.B.
Pullup) schon mal gar nicht.
Bei 3,3V sieht das dann auch nicht viel besser aus, wenn die Versorgung
auch nur 3,3V ist.
Jörg R. schrieb:> Robert schrieb:>> ich würde gerne...>> Und weshalb soll/muss diese Anpassung erfolgen?
Vermutlich, weil der TE noch nicht den Unterschied zwischen
Auflösung und Genauigkeit kennt. :-)
Harald W. schrieb:> Jörg R. schrieb:>> Robert schrieb:>>> ich würde gerne...>>>> Und weshalb soll/muss diese Anpassung erfolgen?>> Vermutlich, weil der TE noch nicht den Unterschied zwischen> Auflösung und Genauigkeit kennt. :-)
Das glaube ich nicht das es darum geht. Die Auflösung ändert sich auch
nur unwesentlich. Ich vermute mal das vom TO nicht mehr viel kommt.
Vielen Dank für eure Antworten. Konnte leider erst jetzt antworten. Ich
würde das gerne versuchen weil ich vor Jahren mal ein Peletierelement
über einen OPA548 angesteuert hatte. Dort hatte ich eine Schaltung, die
mir aus einer Spannung von 0 - 3.3V (kommend vom Prozessor) zuerst mit
einem AD820 eine Spannung von -3.3 - 3.3V erzeugt hatte und über den
OPA548 dann eine Spannung von -10 - ¨¨10V (Strom 3A). Diese Spannung
ging dann auf das Peletierelement. Nun habe ich eben eine
Eingangsspannung von 0.5 bis 3.1V und ich möchte wieder das gleiche
Peletier ansteuern und habe mir gedacht ich passe einfach meine
Eingangsspannung an.
Ich habe positive und negative Versorgungsspannungen für die OPs zur
Verfügung.
Ich bin mir sicher ich mache das alles etwas kompliziert aber ich glaube
es funktioniert so. Danke für die Tips. Ich werde das morgen gleich mal
mit Multisim simulieren. Für weitere Anregungen bin ich natürlich
dankbar.
Grüße
Robert schrieb:> Ich werde das morgen gleich mal mit Multisim simulieren.
Und den Schaltplan hier einstellen. Nachdem Du alle Spannungen hast, ist
mir die Aufgabe nämlich völlig unklar. Willst du das PE regeln?
Die (möchtegern) Professoren sagen da, dass der Wirkungsgrad mit PWM
leider in dem Falle schlechter wird.
Zur Veranschaulichung nehme man ein Ersatzschaltbild bestehend aus einer
Reihenschaltung eines Widerstandes und einer Zenerdiode. Der Widerstand
habe 1 Ohm die ZD 1V.
Im ersten Falle nehme man einen Konstantstrom von 1A im zweiten Fall
einen Strom von 2A mit einem Taktverhältnis von 50%. Im zweiten Falle
sind die ohmschen Verluste höher.
Hallo,
leider bekomme ich die Rechnung nicht ganz hin. Als erstes habe ich die
Widerstände so eingestellt:
R1 = R3 = 100k
R2 = R4 = 150k
Damit habe ich eine Verstärkung V = 1,5.
Als nächstes müsste ich doch mit Ua = R2/R1*(Ue2 - Ue1) die Spannung Ue1
berechnen.
Umgestellt nach Ue1 erhalte ich:
Ue1 = -1*(Ua*R1/R2)
Wenn ich nun für Ua = 0,5V einsetze, erhalte ich für Ue1 = 1/3V.
Ich habe im Netz einen Rechner gefunden bei dem ich Werte eingeben kann.
Wenn ich die Widerstände wie oben eingebe, Vin1 auf 1/3V und Vin2 auf 0V
habe ich Vout = -500mV.
Nun will ich ja bei an Ue2 = 500mV gleich 0V am Ausgang. Wenn ich an
diesem Rechner Vin2 = 500mV eingebe bekomme ich 250mV Vout.
Bestimmt ist das alles richtig aber ich hätte es gern anders. Oder mache
ich etwas falsch?
Grüße
Robert
Robert schrieb:> Damit habe ich eine Verstärkung V = 1,5.
Deine Rechnung passt schon fast. Du hast mit der falschen Verstärkung
gearbeitet. Du wolltest eine Verstärkung von 2,6V/3,3V = ~1,27. Karl
scheint mir da recht zu geben.
Karl M. schrieb:> a = 3,3V/(3,1V-0,5V) = +1,2692 fach
Also kurz R2+R4 angepasst;
R1 = R3 = 100k
R2 = R4 = 127k
und U_e1 = 0,5V gesetzt, dann sollte es gehen.
> Schaltungsdimensionierung> Bei R1 = R3 und R2 = R4.> U_a = R2/R1 * (U_e2 - U_e1)
U_a = R2/R1 * (U_e2 - U_e1)
U_a = 127/100 * (U_e2 - 0,5V)
U_a = 127/100 * (0,5V - 0,5V) = // U_e2=0,5V -> U_a=0V stimmt
U_a = 127/100 * (3,1V - 0,5V) = // U_e2=3,1V -> U_a=3,302V stimmt auch
Robert schrieb:> Umgestellt nach Ue1 erhalte ich:> Ue1 = -1*(Ua*R1/R2)> Wenn ich nun für Ua = 0,5V einsetze, erhalte ich für Ue1 = 1/3V.
Hier hast du noch einen kleinen Denkfehler. Beide Eingangsspannungen
(Ue1 und Ue2) werden mit dem Faktor R2/R1 verstärkt. Am Ausgang möchtest
du nicht 0,5V abziehen (sondern 0,5V*R2/R1). Deshalb ist 0,5V die
Spannung die am Eingang Ue1 angelegt werden muss.
Herzkichen Dank!
Ich muss mir das nochmal genau anschauen.
void schrieb:> An U_e1 legst du eine positive Spannung an mit der sich U_a = -0,5V> ergibt (wenn Ue2 auf Masse liegt. R1+R2 braucht du für die Berechnung).> Das ist der Teil des Subtrahierers (=invertierender Verstärker).
Ich hatte versucht Ue1 auszurechnen für den Fall dass Ue2 = 0V (Masse)
ist. und bin so auf mein Ergebnis gekommen.
Robert schrieb:> Ich würde das gerne versuchen weil ich vor Jahren mal ein> Peletierelement über einen OPA548 angesteuert hatte.
Wozu dann einen zweiten OP? Warum nimmst du den OPA548 nicht auch gleich
zur Anpassung? Also einfach einen Umsetzer von 0,5V-3,1V direkt aufs
Peltierelement (0-10V oder auch -10V-+10V)?
Robert schrieb:> aus 0,5V bis 3,1V direkt -10V bis +10V machen.> Aha, ich muss in dem Fall Ue1 auf 1,8V legen und mit V=7,7 verstärken,> richtig?
Sieht gut aus. Ja.