Forum: Haus & Smart Home Smart Home (kabelgebunden)


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von Andreas S. (delta6400)


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Hallo liebe Community,
ich bin aktuell dabei ein Haus komplett neu zu sanieren und möchte es 
nach Möglichkeit auch Smart-Home fähig machen.

Hierzu erst einmal die Generellen "Fakten":
~ Es soll Kabel gebunden sein, da ich dem ganzen Funk nicht vertraue.
~ Daraus lässt sich schließen, dass es möglichst sicher sein soll (Ja, 
Sicherheit liegt im Auge des Betrachters ;) )

Sonst bin ich ganz am Anfang der Planung und für alles offen, es sollte 
halt nur keine 100.000€ kosten, da eine Haus Sanierung schon teuer genug 
ist.

Jetzt zu dem was ich angedacht hatte:
~ Alle Kabel als 5x1,5 verlegen um spätere Arbeiten zu vereinfachen und 
diese Zentral pro Etage in eine Unterverteilung. Somit hat jeder 
Schalter, Steckdose, Licht ein eigenes Kabel.
~ Steuerung per FHEM und Raspberry PI
~ Schalten über Relays die ein Wechselkontakt haben und Stromsparen an 
zu klemmen (Steckdosen generell unter Spannung und werden durch das 
Relay Stromfrei geschaltet oder anders herum je nach dauer der Nutzung)

Jetzt aber zu meinen Fragen. Gerne dürft Ihr auch sagen das ich auf dem 
Holzweg bin und lieber etwas anders machen sollte.

1. Der Raspberry PI ist GPIO mäßig gebunden, hierfür gäbe es eine Lösung 
wie zum Beispiel ein 74HC165 Mit entsprechender Schaltung danach könnte 
man 5V Relays schalten die 16A 230V schalten dürfen. Gäbe es hierfür 
fertige Pläne bzw. was haltet ihr davon?

2. zu Frage 1, wie verhält sich bei 200 GPIOs die Zykluszeit, ist das 
überhaupt machbar?

3. Gibt es eine Möglichkeit Steckdosen direkt vor Ort per Bus zu 
schalten?
Dann würde der Schaltschrank kleiner werden, da die Relays und 
Schaltungen wegfallen.

4. Gibt es eine günstige Alternative zu FHEM. Loxone ist ein gern 
genutzter Begriff. Jedoch sehe ich da die Kosten immens steigen bzw. 
auch die Offenheit verschwinden.

5. Irgendwelche anderen Tipps? Bio gerne für alles offen. Das Forum 
durchforste ich jetzt auch mal die nächsten Woche, da findet sich 
bestimmt auch was interessantes.

Danke schon einmal!

Gruß,
Andreas :)

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Andreas S. schrieb:
> Hallo liebe Community,
> ich bin aktuell dabei ein Haus komplett neu zu sanieren und möchte es
> nach Möglichkeit auch Smart-Home fähig machen.

Einfach nur on/off aus der Ferne bedienen oder wirklich "smart" mit 
präemtiven Regelungen, adaptiven Lernverhalten?

> ~ Steuerung per FHEM und Raspberry PI
Nur steuern ist nicht sehr "smart".

> ~ Schalten über Relays die ein Wechselkontakt
keine Proportionalregelungen, nur schalten

> 1. Der Raspberry PI ist GPIO
Eine PLC kann jeder bessere Elektrikker.

> 2. zu Frage 1, wie verhält sich bei 200 GPIOs die Zykluszeit, ist das
> überhaupt machbar?
Was ist die Anforderung?


> 3. Gibt es eine Möglichkeit Steckdosen direkt vor Ort per Bus zu
> schalten?
Ja. Feldbusse und Schaltaktoren gibt es viele.

> 4. Gibt es eine günstige Alternative zu FHEM.
Preislich güstiger als FHEM wird schwierig.
Wie kapitlisierst du du Arbeitskraft?

>
> 5. Irgendwelche anderen Tipps? Bio gerne für alles offen. Das Forum
> durchforste ich jetzt auch mal die nächsten Woche,
Mach das.

> da findet sich
> bestimmt auch was interessantes.
sehr viel sogar.

von Ma S. (turbotorsten)


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Andreas S. schrieb:

> Jetzt zu dem was ich angedacht hatte:
> ~ Alle Kabel als 5x1,5 verlegen um spätere Arbeiten zu vereinfachen und
> diese Zentral pro Etage in eine Unterverteilung. Somit hat jeder
> Schalter, Steckdose, Licht ein eigenes Kabel.
> ~ Steuerung per FHEM und Raspberry PI
> ~ Schalten über Relays die ein Wechselkontakt haben und Stromsparen an
> zu klemmen (Steckdosen generell unter Spannung und werden durch das
> Relay Stromfrei geschaltet oder anders herum je nach dauer der Nutzung

Plan erstmal richtig bevor du gleich nach einem System suchst, dein 
vorhaben pauschal überal 5x1.5 zu verlegen und wirklich jede Dose 
einzeln anzufahren ist Geld zum Fenster raus geschmissen und zwar 
wirklich so richtig viel Geld.
Überleg dir in welchem Raum du was benötigst(Bsp. muss die Steckdose vo 
Kühlschrank steuerbar sein?). Schreib dir auf wie viele und welche 
Aktoren/Sensoren du brauchst, völlig unabähngig von einem System. Erst 
wenn du diese Zusammenstellung hast kannst du wirklich anfangen mal 
verschiedene Systeme anzuschauen. Verallem kannst du dann auch mal 
gucken was der Spass kostet.
Ein Tipp kann ich dir geben: tiefe Unterputzdosen verwenden. Da passt 
alles rein und die kosten nicht mehr.

von Andreas S. (delta6400)


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Guten Abend :)

Ich glaub ich muss mich da etwas konkreter fassen:
Also unter Smart-Home fasse ich folgende Sachen mit ein,
Regelung der Heizung, Rolladen, Licht, ...
Steuern von Steckdosen, Haustüre, Stereoanlage, ...
Laden von Daten wie Wetter, Müllplan, Stromverbauch, ...

Also quasi alles was man so machen könnte, jedoch sehe ich die 
Hauptproblematik bei der "einfachen" Steuerung von Licht per Schalter.
Deswegen habe ich das Hauptsächlich angesprochen, da man die meisten 
Lichter bis heute noch weiterhion einfach an oder aus schaltet ohne sie 
hoch zu dimmen oder sowas, dwas natürlich mit der zeit bei einzelnen 
Sachen  dann noch kommen soll.

Den Tipp mit den Tiefen Unterputzdosen habe ich bereits mehrmals schon 
gelesen und ist schon auf der Liste des kaufens drin ;)

Generell ist mir hierbei die Frage, was ist zu empfehlen außer FHEM, was 
halt kostenmäßig nicht den Rahmen sprengt.
Und was wäre wenn man bei FHEM bleibt mit dem Schalten von Aktoren?
Natürlich könnte man jetzt eine S7 nehmen und diese schalten lassen, 
aber dafür ist eine S7 doch etwas teuer.

Zu meinen Kenntnissen:
Ich bin Elektroniker für Automatiserung und kenne mich mit PLC bzw. 
SPSen aus und kenne mich außerdem in der Informatik recht gut aus was 
Datenbanken und Programmieren in verschiedenen Sprachen betrifft.

Gruß

von Toni Tester (Gast)


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Standard-Anwendungsfälle erfordern Standard-Antworten: KNX.
Sensorik (Tastsensoren, Temperatursensoren (kann man in die Tastsensoren 
integrieren), Präsenzmelder, Wetterstation etc.) logischerweise 
dezentral als Bus (bitte bei der Bustopologie nicht all zu sehr 
pfuschen, sondern gerne auch mal etwas Hirnschmalz investieren); bei der 
Aktorik ist man je nach Bedarf flexibel. Ich persönlich bin ein Fan von 
Leitungsschächten/abgehängten Decken und zentraler Anordnung zumindest 
der meisten Aktoren im Schaltschrank (u. U. einer pro Etage). Mit 
Leitungsreserve (5-adrig pro Auslass hattest du ja schon angesprochen) 
gibt das zumindest halbwegs Zukunftssicherheit.
Zwecks Lichtsteuerung war damals (TM) DALI recht populär; heutzutage 
würde ich allerdings dezentral auf Licht-Vorschaltgeräte mit direkter 
KNX-Ankopplung (z. B. OSRAM) setzen und kein Neuprojekt mehr mit DALI 
angehen.
Kontaktbehaftete Sensoren, z. B. Fensterkontakte, kann man entweder 
zentral in die Verteilung auf Binäreingänge führen oder komplette 
Fensteraktoren (Motoraktor plus integrierte Binäreingänge) dezentral bei 
den Fenstern anordnen und die komplette Fenstersensorik/-aktorik damit 
dezentral abfrühstücken - würde ich wahrscheinlich bei einem Neuprojekt 
so machen (damals hatten wir halt noch nüscht).
Was die Logik dahinter und die Visualisierung betrifft, kommt es 
natürlich auf Arbeitswillen/Können/finanzielle Mittel an; bei meinen 
Eltern werkelt eine Loxone als Logik-Backend und Visualisierung (einfach 
zu programmieren und zu warten; Funktionalität weitgehend auf die 
Herstellervorgaben beschränkt), beim Bekannten ein Gira Homeserver 
(Bietet mehr Freiheiten, erfordert aber auch mehr Fachwissen) und bei 
mir FHEM (Die Alternative für Nerds).
Klingelanlage ist ohnehin primär unabhängig - mit dem Gira Homeserver 
beispielsweise ergeben sich natürlich (speziell in Zusammenspiel mit 
einer Gira-Klingelanlage) entsprechende Synergieeffekte.
Grundsätzlich würde ich empfehlen, bei der Projektierung das System so 
auszulegen, dass eine Grundfunktionalität auch bei Ausfall des zentralen 
Logik-Backends und der Visu gegeben ist.

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