Was ist das für ein Anschluss (Neben Steckdose)

OP #5628326
Moin,

nur aus Interesse: Was ist das hier für ein Anschluss?

Dieser Metall Nupsi befindet sich neben jedem Block Steckdosen in 
unserer Hochschule. Vielleicht eine Erdung?
Angehängte Dateien:
OP
Danke für die Aufklärung!

Ich glaube die Antwort war so gemeint: "Das ist ein Potentialausgleich, 
sollte aber korrekterweise grün/gelb sein."

Und wofür benötigt man diesen nach außen geführten Zugang zum 
Potentialausgleich? Wie heißt der Stecker, den man da drauf stecken 
kann?
Wenn du richtig was lernen willst, über Vorschriften und den Umgang 
damit in der Realität, arbeite folgendes Mehrstufen-Programm ab:

1. Begib dich in die Bibliothek und suche die Vorschrift raus, die eine 
Grün-Gelbe Kennzeichnung für diese Anschlüsse vorschreibt.

Das zu finden kann schwierig sein, wenn es so eine Vorschrift überhaupt 
gibt. Dabei kannst du was über Normen und Vorschriften, wie sie 
aufgebaut sind und den Umgang damit lernen. Sehr hilfreich im 
Berufsleben.

2. Finde die für das Gebäude zuständige VEFK.

Was ist eine VEFK? Das lernst du dann.

3. Teile der VEFK den vermutlichen Verstoß gegen die Vorschrift mit.

4. Lehne dich zurück und beobachte genau was passiert. Da kann man viel 
fürs Leben lernen.

Von dass man dich ignoriert, über dass man eine bessere Vorschrift hat 
die die Nichtkennzeichnung zulässt, bis das die Hölle losbricht kann 
alles passieren.
Die IEC 60417-5021 sagt übrigens, dass das Symbol (Dreieck mit Kreis) 
als Kennzeichnung für einen Potentialausgleichanschluss ausreichend ist.

Denn ein Potentialausgleich muss nicht unbedingt heißen, dass das 
gemeinsame Potential auch gleich dem Erdpotential entspricht.
Ist jedenfalls sinnvoll und wohl auch in allen Fällen mit diesem 
Anschluss der Fall.

Dennoch scheint eine Kennzeichnung mit dem Betriebsmittelsymbol 
auszureichen. Wobei es auch Dosen gibt, die zusätzlich noch eine 
grün-gelbe (oder gelb-grüne?) Kennzeichnung besitzen.
Gast
Gtx F. schrieb:
> Diesen Anschluss sieht man gerne mal bei Medizingeräten, ggf gibt es in
> dem Normungsbereich der imed Hinweise dazu.

So ist es!
Der Grund dazu ist, dass dieser PA dort notwendig ist, wo Geräte an 
einem Trenntrafo, z.B. Operationssäle, betrieben werden.

Solche Bereiche, die über Trenntrafo versorgt werden, haben auch 
zwingend einen Iso-Wächter in jedem Raum an der Wand hängen.

Geräte die für den Betrieb in solchen Räumen vorgesehen sind, liegt 
immer ein hochflexibles 10mm²-Erdungskabel bei und muss zwingend über 
dieses Erdungskabel an den hier gezeigten Anschluss angestöpselt werden.
Al. K. schrieb:

> Das war vor 30 Jahren einfacher, da wurde das transportable EKG Gerät
> einfach mit einer Klemme an der Heizung geerdet.

Ich habe zur Erdung von Labortischen o.ä immer einen Schukostecker
genommen, bei dem nur eine einzelne (gelbgrüne) Litze am SL ange-
schlossen war. Gibts eigentlich irgendwelche Vorschriften, die
dagegensprechen?
Gast
Harald W. schrieb:
> Welche?

Doppelt hält besser. Zur Sicherheit.

Ich besitze übrigens auch so einen selbstgebauten Erdungsstecker, 
allerdings mit grün-gelber Bananenbuchse. Stammt aus der Zeit, als ich 
noch Kurzwelle mit Langdraht empfangen habe. Bei nichtgebrauch wurde 
dann die Antenne dort eingesteckt statt ins Radio.

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