ATmega2560 RAM Inhalte erodieren?

OP #5631843
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Moin,
ein merkwürdiger Effekt bei einem Atmega2560 auf einem China Arduino 
Bord macht mir zu schaffen. Das Board läuft schon einige Wochen ohne 
Probleme. Ich erweitere das darauf laufende Programm fast täglich und 
übertrage es dann per Bootloader.

Gestern zeigte das Programm plötzlich unsystematische Fehler. Ich konnte 
sehen, dass nach und nach Speicherbereiche mit Nullen überschrieben 
wurden. Natürlich dachte ich an einen Programmfehler - ein Array Index 
schien aus dem Ruder gelaufen.

Eine ältere, definitiv funktionsfähige Softwareversion lief aber auch 
nicht mehr. Nach dem Austausch des Boards ist jetzt alles wieder OK.

Hat schon jemand diesen Effekt bei einem Atmel Controller beobachtet: 
RAM Speicherstellen verlieren ihre Inhalte? Ich sehe das zum ersten Mal.

Gruß
Einhart
Moderator Persönliche Seite #5631848
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Einhart P. schrieb:
> Ich sehe das zum ersten Mal.

Ich auch, aber wenn man weiß, dass in China massenhaft AVRs ausgelötet 
und als neue verkauft werden, würden mich solche Effekte nicht unbedingt 
wundern. Wenn man einen Arduino samt Versand für nur wenige Euro 
verkauft bekommt, obwohl der ATmega2560 im 1500er Preis um die 9 Euro 
neu kostet, dann sollte man sich nicht wundern, was da verbaut worden 
ist.
Persönliche Seite #5631860
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Jörg W. schrieb:
> obwohl der ATmega2560 im 1500er Preis um die 9 Euro neu kostet,

Naja, je nach Gehäuseform gibts ihn bei Digikey auch schon für 5.50; bei 
LCSC kostet er bereits in der 100er-Staffel 5.50 USD.

Das ändert natürlich nichts an der Tatsache, daß am unteren Ende der 
Preisskala mancher China-Exporteure auch gerne Recyclingmaterial verbaut 
wird.
Moderator Persönliche Seite #5631872
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Einhart P. schrieb:
> Was mich nur wundert ist die Art des Fehlers und das Auftreten nach
> einigen Wochen.

Fehler im Silizium sind schwer vorherzusagen.

Wir hatten in der Firma erst neulich völlig seltsame Effekte, nicht in 
einem Controller sondern einem Transceiver-IC. Das IC war zuvor weit 
über die erlaubte Spannung betrieben worden (5 V statt 3,6 V). Dem 
Anschein nach funktionierte es noch, es konnten Daten übertragen werden, 
alles schien zu laufen – nur hin und wieder gab es „komische“ Messwerte 
(I/Q-Daten in einem SDR). Auswechseln des Transceivers, gleiche Software 
auf dem Controller, alles wieder in Ordnung.

Da man bei diesen Recycling-CPUs eben auch keinen Anhaltspunkt hat, was 
ihnen in ihrem früheren Leben widerfahren sein könnte, ist auch schwer 
zu prognostizieren, welche Art Fehler auftreten könnten.

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