Moin, ein merkwürdiger Effekt bei einem Atmega2560 auf einem China Arduino Bord macht mir zu schaffen. Das Board läuft schon einige Wochen ohne Probleme. Ich erweitere das darauf laufende Programm fast täglich und übertrage es dann per Bootloader. Gestern zeigte das Programm plötzlich unsystematische Fehler. Ich konnte sehen, dass nach und nach Speicherbereiche mit Nullen überschrieben wurden. Natürlich dachte ich an einen Programmfehler - ein Array Index schien aus dem Ruder gelaufen. Eine ältere, definitiv funktionsfähige Softwareversion lief aber auch nicht mehr. Nach dem Austausch des Boards ist jetzt alles wieder OK. Hat schon jemand diesen Effekt bei einem Atmel Controller beobachtet: RAM Speicherstellen verlieren ihre Inhalte? Ich sehe das zum ersten Mal. Gruß Einhart
Einhart P. schrieb: > Ich sehe das zum ersten Mal. Ich auch, aber wenn man weiß, dass in China massenhaft AVRs ausgelötet und als neue verkauft werden, würden mich solche Effekte nicht unbedingt wundern. Wenn man einen Arduino samt Versand für nur wenige Euro verkauft bekommt, obwohl der ATmega2560 im 1500er Preis um die 9 Euro neu kostet, dann sollte man sich nicht wundern, was da verbaut worden ist.
Einhart P. schrieb: > Ich konnte > sehen, dass nach und nach Speicherbereiche mit Nullen überschrieben > wurden. Wie konntest du das sehen? Oliver
Jörg W. schrieb: > obwohl der ATmega2560 im 1500er Preis um die 9 Euro neu kostet, Naja, je nach Gehäuseform gibts ihn bei Digikey auch schon für 5.50; bei LCSC kostet er bereits in der 100er-Staffel 5.50 USD. Das ändert natürlich nichts an der Tatsache, daß am unteren Ende der Preisskala mancher China-Exporteure auch gerne Recyclingmaterial verbaut wird.
Oliver S. schrieb: > Wie konntest du das sehen? > > Oliver Ich habe einige Funktionen, die Datenfelder über eine UART Schnittstelle ausgeben. Das Prgramm läuft ja großenteils noch.
Ich gehe auch davon aus das auf vielen Billigboards Recycling CPUs sitzen. Was mich nur wundert ist die Art des Fehlers und das Auftreten nach einigen Wochen.
Einhart P. schrieb: > Was mich nur wundert ist die Art des Fehlers und das Auftreten nach > einigen Wochen. Fehler im Silizium sind schwer vorherzusagen. Wir hatten in der Firma erst neulich völlig seltsame Effekte, nicht in einem Controller sondern einem Transceiver-IC. Das IC war zuvor weit über die erlaubte Spannung betrieben worden (5 V statt 3,6 V). Dem Anschein nach funktionierte es noch, es konnten Daten übertragen werden, alles schien zu laufen – nur hin und wieder gab es „komische“ Messwerte (I/Q-Daten in einem SDR). Auswechseln des Transceivers, gleiche Software auf dem Controller, alles wieder in Ordnung. Da man bei diesen Recycling-CPUs eben auch keinen Anhaltspunkt hat, was ihnen in ihrem früheren Leben widerfahren sein könnte, ist auch schwer zu prognostizieren, welche Art Fehler auftreten könnten.
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