Bauknecht Herd defekt

#5634195
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guten Abend,

mein Patient heisst heute Baucknecht Einbauherd Typ FSSM6 Mod 
ESZH5960/IN
Es gab nach dem Austausch eines Ceranfeldes eine Fehlermeldung auf dem 
Display. Leider weiß ich die Nr. nicht mehr, da der Herd länger 
eingelagert war.
Jetzt soll er wieder reaktiviert werden. Hab ihn hinten aufgeschraubt 
und dachte erst an die Heizspiralen. Eine hat 46 Ohm die ander 31 Ohm 
Widerstand.
Dann hab ich mir die Platine hinter den Drehknöpfen angeschaut und schon 
ein erstes Dilemma gesehen. Siehe Bilder. Ich nehme an das ist ein NTC 
der da aufgeplatzt ist. Kann mir jemand den Wert nennen? Der Triac in 
unmittelbarer Nähe ist wie es scheint ein 2N6075. Wer kennt das Gerät 
oder was sollte ich als erste Maßnahme tun damit der recht gute Herd 
(wahrscheinlich ein Whirlpool)demnächst wieder die Arbeit aufnimmt.Ich 
gehe davon aus, das es ein Netzteil ist, mit dem die nachfolgende 
Platine versorgt wird.
Angehängte Dateien:
#5634222
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ok
Danke das ist doch schonmal was. Werde alle relevanten Teile tauschen,
wenn sie zweifelsfrei identifiziert sind.
Ja Rufus, das gibt mir auch zu denken, aber bevor ich die Harpune ins 
Seegarn werfe, möchte ich mir nicht vorwerfen lassen so gaaar nichts 
getan zu haben. Kann das denn mit dem 2N6075 hinhauen? Sieht ja 
irgendwie nicht nach nem Schaltnetzteil aus.
#5634234
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Offenbar hat der Varistor am Ende einen Kurzschluß verursacht, dabei ist 
die Leiterbahn dann verdampft. Varistoren ohne Übertemperaturabschutz 
sind eine Brandbombe und inzwischen nicht mehr zulässig. Varistoren mit 
Temperaturschutz schützen nur so lange, bis der Übertemperaturschutz 
auslöst. Danach sind sie wirkungslos.
Der eingesetzte Varistor hatte keinen Temperaturschutz und ist mit 275V 
auch noch grob unterdimensioniert - üblich sind hier 460V-Typen
Mein Tip lautet von daher: Die Reste des Varistors raus reißen, alle 
Schmauchspuren sorgfältig entfernen, verdampfte Leiterbahn(en) flicken 
und überhaupt keinen Varistor ein zu setzen.
Gast #5634237
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Mark S. schrieb:
> Der eingesetzte Varistor hatte keinen Temperaturschutz und ist mit 275V
> auch noch grob unterdimensioniert - üblich sind hier 460V-Typen

Vorsicht, das sind zwei verschienene Bezeichnungssysteme! Einmal die 
AC-Nennspannung, zum anderen die DC-Durchbruchspannung.
#5634248
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hmmmm, hab den hier bei Conrad gefunden:

Scheiben-Varistor S20K275 430 V Epcos S20K275 1 St.

Technische Daten:
Betriebsspannung (AC max.): 275 V · Betriebsspannung (DC max.): 350 V · 
Herst.-Teilenr.: B72220P3271K101 · Inhalt: 1 St. · Kondensatortyp 
(Kategorisierung): Scheiben-Varistor · RoHS-konform: Ja · Typ 
(Hersteller-Typ): S20K275 · Varistor-Spannung: 430 V

Ist der geeignet?


@Mark
hab ich bereits getan, die "aufgedampfte" Schicht Kupfer ging am besten 
mit Zahnpasta und einem Wattestäbchen weg. Alkohol oder Aceton 
funktionierten nicht. Den Varistor einfach weglassen? Was bewirkt der 
denn genau?
#5634258
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Klaus B. schrieb:
> Den Varistor einfach weglassen? Was bewirkt der
> denn genau?

Das ist ein Spannunsabhängiger Widerstand.
https://de.wikipedia.org/wiki/Varistor

Der soll vor Überspannung schützen, in dem er diese kurzschliest. 
deswegen sollte da auch ne Sicherung verbaut sein und wenns nur ein 
geeigneter Widerstand ist (gibts spezielle für).
Kann man also durchaus weglassen, nur wenn, dann ist halt was von der 
Schaltung o. mehr hinüber.

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