Hallo,
gestern Abend war es so weit, um 21.30 Uhr begannen die ersten
Testfahrten von speziellen Lastwagen mit Stromabnehmern:
"Am Dienstagabend war erstmals ein Oberleitungs-Hybrid-Lkw auf der
Oberleitungstrasse unterwegs. Zunächst werde nun auf Testfahrten
geprüft, ob alles richtig funktioniere. Weil er anfangs nur
Schrittgeschwindigkeit fahren kann, wurden die Tests auf der
normalerweise dicht befahrenen A5 im Abschnitt zwischen dem Frankfurter
Flughafen und Darmstadt in die Abend- und Nachtstunden gelegt."
"Von Mitte 2019 an sollen Speditionen mit den speziellen Fahrzeugen die
auf beiden Autobahnseiten je fünf Kilometer lange Strecke mit
Oberleitung nutzen. Mit der von Siemens gebauten Anlage wird das
Zusammenspiel von Oberleitungs-Hybrid-Lkw mit den anderen Fahrzeugen im
Verkehr getestet."
"E-Lastwagen können während der Fahrt ihre Batterien aufladen, um nach
Verlassen der Autobahn möglichst lange mit Strom fahren zu können. Die
Fahrzeuge müssen während der Autobahnfahrt nicht auf der
Oberleitungsspur bleiben, sie können sich etwa zum Überholen abkoppeln
und anschließend wieder ankoppeln."
https://heise.cloudimg.io/bound/640x640/q70.png-lossy-70.webp-lossy-70.foil1/_www-heise-de_/imgs/71/2/1/3/5/7/3/4/soicmol201428-08_300dpi-66d8974335fe6a13.jpghttps://www.heise.de/newsticker/meldung/Elektromobilitaet-Erster-Lkw-auf-Oberleitungs-Teststrecke-unterwegs-4234152.html
Kloni schrieb:> Die> Fahrzeuge müssen während der Autobahnfahrt nicht auf der> Oberleitungsspur bleiben, sie können sich etwa zum Überholen abkoppeln> und anschließend wieder ankoppeln...DAS hätten die mal lieber VERHINDERN sollen....
Möchte mal sehen, wie das funktionieren soll: Wenn der LKW zum Überholen
ausschert, muss er sich vom "Saft" trennen. Dadurch fehlt urplötzlich
Leistung und es wird das allseits bekannte Elefantenrennen beginnen, wo
der E-LKW am Ende absaufen wird.
In dem Zusammenhang würde mich interessieren, ob das An- und Abkoppeln
von der Oberleitung manuell oder automatisch erfolgt.
Kloni schrieb:> Möchte mal sehen, wie das funktionieren soll: Wenn der LKW zum Überholen> ausschert, muss er sich vom "Saft" trennen. Dadurch fehlt urplötzlich> Leistung
Die Oberleitung zieht nicht den LKW, sondern versorgt Antrieb und
Puffer-Akku mit Strom. Laut Beschreibung an anderer Stelle ist das ein
serieller Hybrid, d.h. wenn der Strom ausgeht, liefert ein
Dieselgenerator den Strom. Die Antriebsleistung ist rein elektrisch.
Auf die abgerissenen Oberleitungen kann man sich jetzt schon freuen.
Effektiv werden damit nämlich alle Unterführungen etwas niedriger.
Sämtliche Angaben (Schilder, Wegweiser usw.) müssen angepasst werden.
LKW-Fahrer wissen ein Lied davon zu singen.
Die Nicht-LKW-Fahrer bekommen die Mundwinkel, von den vielen Berichten
über LKWs, die "Oben Ohne" gefahren sind, schon nicht mehr herunter.
Für meine Meinung zu Fahrzeugen, die Beides (Motor und Motor) eingebaut
haben, müsste man mich eigentlich verhaften.
Kloni schrieb:> Der E-LKW muss sauber die Spur halten. Fährt> er mal einen Meter nach links oder rechts
Dann ist er auf der 2. Spur oder dem Standstreifen oder glaubst du daß
jede Autobahnspur breiter als 4,50m ist.
Ausserdem geht da ganz schön viel, die Technik ist schon uralt.
Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Oberleitungsbus
Kloni schrieb:> Was ich auch gewagt finde: Der E-LKW muss sauber die Spur halten. Fährt> er mal einen Meter nach links oder rechts, wird er seinen Stromabnehmer> beschädigen und möglicherweise die ganze Oberleitung mit runter reißen.
Die Stromabnehmer werden automatisch aus- und eingefahren.
Eine Oberleitung als Hilfe zur automatischen Spurhaltung zu verwenden,
erscheint mir zudem deutlich einfacher als die Technik der bereits
vorhandenen Spurhalteassistenten in E-PKWs.
Amateur schrieb:> Effektiv werden damit nämlich alle Unterführungen etwas niedriger.> Sämtliche Angaben (Schilder, Wegweiser usw.) müssen angepasst werden.
Dir fehlt die Phantasie. Was wäre denn, wenn man in den Unterführungen
einfach die Oberleitung weglässt? Die Fahrzeuge fahren dann automatisch
auf Pufferakku, bis sie auf der anderen Seite wieder rauskommen.
.... das ist der Anstoß zu einer richtigen Innovation. Wie wäre es wenn
man zusätzlich zu der Oberleitung noch so "Vorrichtungen" auf den Boden
festmacht. Am besten 2 Stück und möglichst parallel zu einander entlang
der ganzen Route, dann könnte man drüber auch noch die Spur exakt
führen. Das hat viele Vorteile, dadurch kann man nicht nur das Gummi auf
den Räder sparen, sondern durch die größere Spurtreue könnte man auch
länger Gespanne bewegen, also mit vielen Anhänger, das ist effizient und
spart Arbeitskräfte.
>.... das ist der Anstoß zu einer richtigen Innovation. Wie wäre es wenn>man zusätzlich zu der Oberleitung noch so "Vorrichtungen" auf den Boden>festmacht. Am besten 2 Stück und möglichst parallel zu einander entlang>der ganzen Route, dann könnte man drüber auch noch die Spur exakt>führen. Das hat viele Vorteile, dadurch kann man nicht nur das Gummi auf>den Räder sparen, sondern durch die größere Spurtreue könnte man auch>länger Gespanne bewegen, also mit vielen Anhänger, das ist effizient und>spart Arbeitskräfte.
..und nennt sich dann Eisenbahn
>Dir fehlt die Phantasie. Was wäre denn, wenn man in den Unterführungen>einfach die Oberleitung weglässt? Die Fahrzeuge fahren dann automatisch>auf Pufferakku, bis sie auf der anderen Seite wieder rauskommen.
Tut mir leid. Der mir am nächsten gelegene Tunnel ist 2,4 KM lang.
Hallo
"DAS hätten die mal lieber VERHINDERN sollen"
Absolute Zustimmung vor allem weil ja ein Hauptvorteil ja sein soll das
die Fahrzeuge mal feste Kolonnen bilden können sollen und das bei
gleicher aber durchaus hoher Geschwindigkeit von "deutlich" mehr als
80km/h (die ja schon jetzt real bei meist eher bei 90-100km/h liegt und
neben Langeweile ergänzend mit eine Art "Angeberei" wohl Hauptursache
der Elefantenrennen ist) bei eventuell verminderten Sicherheitsabstand
und somit bessere Streckenauslastung.
Ich hoffe mal einfach das die Überholoption nur Teil des Tests ist, die
falls die Sache mal richtig groß wird, nur in Ausnahmesituationen wie
ein defektes Fahrzeug ausgerechnet auf der Oberleitungsfahrbahn
angewandt werden darf.
"Was ich auch gewagt finde: Der E-LKW muss sauber die Spur halten. Fährt
er mal einen Meter nach links oder rechts..."
Das sollte doch kein Problem sein: O-Busse sind absolut nicht neues mehr
und da hat die Sache schon "immer" sogar ohne jegliche Unterstützung
durch irgendwelche Elektronische Assistenzsysteme funktioniert.
Auch wenn O-Busse leider (da leider als Gesamtsystem und als
Einzelfahrzeug recht teuer und nicht jeder die Oberleitungen an sich
mag...) in Deutschland und allgemein Westeuropa recht selten sind
(Solingen, etwas in der Schweiz und...?) so haben sie sich doch in
vielen Städten Osteuropas, Russlands, den weiteren Länder der ehemaligen
UdSSR und China bewährt und das lange vor irgendwelchen
Spurhaltesystemen, Bilderkennung und ähnlichen Systemen.
Mal schauen wie es sich entwickelt und endlich mal ohne jegliche
Ideologien und Meckereien (aus der Eisenbahnecke, den aktuellen
Spediteuren, den LKW Bau und erst Recht von den direkt nicht Betroffenen
aus aus allen möglichen Richtungen) diese Interessante Alternative
einfach mal ausprobieren auch wenn es einige Euros kostet - denn die
LKWs werden nicht von den Autobahnen verschwinden egal wie gut wie
(Neben- und Zubringer) Bahnstrecken reaktiviert werden würden.
Da müsste schon unser gesamtes Weltwirtschaftssystem und unsere ganz
persönlichen Erwartungen an den Markt geändert werden, und das wird
nicht geschehen wenn man ehrlich ist.
Jemand
Jemand
Kloni schrieb:> Was ich auch gewagt finde: Der E-LKW muss sauber die Spur halten. Fährt> er mal einen Meter nach links oder rechts, wird er seinen Stromabnehmer> beschädigen und möglicherweise die ganze Oberleitung mit runter reißen.
Hmm, die früher verwendeten O-Busse hatten damit kein Problem.
Notfalls hat man den Stromabnehmer per Seilzug wieder eingeklinkt.
A. K. schrieb:> Die Stromabnehmer werden automatisch aus- und eingefahren.
Und woran merkt die Automatik, dass ich gleich ausschere, um zum
Überholen anzusetzen?
A. K. schrieb:>> Möchte mal sehen, wie das funktionieren soll: Wenn der LKW zum Überholen>> ausschert, muss er sich vom "Saft" trennen. Dadurch fehlt urplötzlich>> Leistung>> Laut Beschreibung an anderer Stelle ist das ein serieller Hybrid,> d.h. wenn der Strom ausgeht, liefert ein Dieselgenerator den Strom.
Wenn ich also überholen will:
- Stromabnehmer einfahren
- Dieselgenerator starten
- überholen
- Stromabnehmer ausfahren
- Dieselgenerator stoppen
Macht das Sinn?
Der Andere schrieb:> Dann ist er auf der 2. Spur oder dem Standstreifen oder glaubst du daß> jede Autobahnspur breiter als 4,50m ist.>> Ausserdem geht da ganz schön viel, die Technik ist schon uralt.> Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Oberleitungsbus
Wie kann man meterlange geschleppte Stangenstromabnehmern mit einem
Einholmstromabnehmer vergleichen? Ersterer kann paar Meter neben der
Spur fahren, der zweite eben nicht.
Kloni schrieb:>> Die Stromabnehmer werden automatisch aus- und eingefahren.>> Und woran merkt die Automatik, dass ich gleich ausschere, um zum> Überholen anzusetzen?
Da sitzt ein kleines Männchen auf dem Dach und schaut nach. Herrje,
heutige Fahrzeuge haben deutlich komplexere Automatiken drin.
> Macht das Sinn?
Nein, weil zu dem System ein Akku gehört, der vermutlich etwas grösser
ist, als der in deinem Handy. Der Diesel wird nur benötigt, wenn der
Akku nicht ausreicht.
"Sensoren im Dach des Lastwagens erkennen, ob sich über dem Fahrzeug
eine Oberleitung befindet. Die ins Dach des Führerhauses eingebauten
Abnehmer werden daraufhin ausgefahren und versorgen den Elektromotor des
Lastwagens mit Strom. Zugleich wird die mitgeführte Batterie aufgeladen.
Bei dem Stromabnehmer handelt es sich um eine Weiterentwicklung des in
Bahnen bewährten Systems. Einen Unterschied gibt es allerdings: Endet
die Oberleitung oder will ein Lkw überholen, springen entweder die
Batterie oder ein Dieselgenerator ein. Die Lastwagen sind also mit einer
Hybridtechnik ausgestattet und können in jeder Situation sowohl
elektrisch als auch mit Diesel fahren. Das Herstellen oder Lösen der
Verbindung mit der Oberleitung erfolgt automatisch im fließenden
Verkehr, ohne dass die Geschwindigkeit verringert werden muss."
https://mobil.hessen.de/ELISA
Und die Elektroenergie dazu kommt aus der Steckdose ?
Da gab es am 16. Oktober 2018 vom Fernsehsender 3sat um 23.15 Uhr die
Sendung „Strom aus – wie sicher sind unsere Netze?“
Googelt mal nach
Prof. Dr.sc. techn. Dr. rer. nat. Wulf Bennert und was der dazu meint...
Harald W. schrieb:> Hmm, die früher verwendeten O-Busse hatten damit kein Problem.
Die heutigen auch nicht. Ich hatte vor ein paar Monaten in Salzburg die
Gelegenheit, im O-Bus im ganz normalen Linienverkehr mitzufahren. Kein
Problem.
Gut, so eine Doppel-Oberleitung ist im Stadtbild nicht gerade ein
architektonisches Highlight, aber dieses Problem ist auf der Autobahn ja
eher vernachlässigbar. Interessant ist die Chose schon - und wenn man's
nicht testet, findet man auch die Praxis-Probleme nicht. Wenn die LKW
also in langen Schlangen vor der Brücke warten müssen, weil irgendwo ein
Stromabnehmer festhängt, dann wird das im Testergebnis schon auftauchen.
Und wenn sowas nicht passiert, na, um so besser.
Da werden sich die Piloten der Rettungshubschrauber aber freuen und erst
Recht die Unfallverletzten, wenn der Chopper wegen der Oberleitung nicht
landen kann.
An einen Unfall bei dem die Stromleitung abgerissen wurde wollen wir mal
noch gar nicht denken.
Soweit ich mitbekommen habe ist das einzig wirklich Neue an dem Projekt
die Möglichkeit, den Stromabnehmer während der Fahrt an- und abdrahten
zu können. Selbst moderne O-Busse können dies meines Wissens nach bisher
noch nicht, das Fahrzeug muss dabei stehen und im Zweifelsfall der
Fahrer mit einer Stange per Hand nachhelfen - habe ich oft genug
gesehen, ich wohne in einer der drei verbliebenen deutschen Städte mit
Oberleitungsbusbetrieb.
Abgesehen davon halte ich es für rausgeschmissenes Geld. Das hätte man
sinnvollerweise in Projekte investieren können die eine Verbesserung von
Schiene-zu-LKW bringen bzw. man hätte sich mal Gedanken über eine
moderne Eisenbahninfrastruktur machen können, mit der man effizient
Logistik betreiben kann. Oder noch einfacher: Wie man den ganzen Unsinn
des "rollenden Lagers" wieder los wird der erst zu diesen ganzen
LKW-Massen geführt hat.
StefG schrieb:>>.... das ist der Anstoß zu einer richtigen Innovation. Wie wäre es wenn>>man zusätzlich zu der Oberleitung noch so "Vorrichtungen" auf den Boden>>festmacht. Am besten 2 Stück und möglichst parallel zu einander entlang>>der ganzen Route, dann könnte man drüber auch noch die Spur exakt>>führen. Das hat viele Vorteile, dadurch kann man nicht nur das Gummi auf>>den Räder sparen, sondern durch die größere Spurtreue könnte man auch>>länger Gespanne bewegen, also mit vielen Anhänger, das ist effizient und>>spart Arbeitskräfte.>> ..und nennt sich dann Eisenbahn
Super Idee für die kurz und Mittelstrecke (< 1000 kM). Morgens den LKW
beim Lieferanten beladen, dann 50 kM zum nächsten Güterbahnhof fahren.
Mittags das Zeug vom LKW in den Güterwagen laden (Achtung
Gefahrenquelle: Ggf. stellt die Bahn den Güterwagen erst am nächsten Tag
bereit, oder er wurde schon abgehohlt). Die 5 Güterwagen dann vom
Gütebahnhof zum nächsten Rangierbahnhof verfrachten (geht natürlich erst
spät abends, da tagsüber das dt. Bahnnetz mit Personenzügen voll ist).
Da dann einen neuen Zug zusammenstellen. Den Zug dann zum nächsten
Rangierbahnhof. Dort wieder 5 Güterwagons zusammensortieren und dann zum
Ziel bringen. Für 500 km Strecke braucht der dann 5 bis 10 Tage und die
Bahn garantiert keine Lieferzeiten. Der LKW macht das an einem Tag.
Solange das so ist, ist die Schiene keine Konkurrenz für die Straße. Da
wo die Bahn konkurenzfähig zur Straße ist, wird sie schon heute
eingesetzt (Weite Strecken mit ganzen Zügen). Leider (oder zum Glück)
ist unser Wirtschaft hochspezialisiert. Ein Hersteller Liefert meist nur
eine hoch spezielle Komponente und der Empfänger brauch davon keinen
ganzen Güterzug auf einmal.
Karl schrieb:> Solange das so ist, ist die Schiene keine Konkurrenz für die Straße.
Dann sollte man das mal ändern. Es wäre ja technisch kein Problem, ..
- extra Gleise für Güterzüge zu legen, damit nicht das halbe Land
zusammenbricht wenn irgendwo mal zwei Gleise lahm liegen. Da drauf kann
man dann auch automatisiert schneller/langsamer fahren wie die Güter das
jeweils benötigen
- Züge automatisch zusammenzustellen, oder mit nem kleinen Gespann los
zu düsen
- Güter in anderen Formaten als "ein Zug voll" zu verladen und unterwegs
flott & automatisiert auszuladen
Karl schrieb:> Solange das so ist, ist die Schiene keine Konkurrenz für die Straße.
Kosten richtig hoch für Straße, dann hat sich "Just in Time" und die
"rollende Lagerhalle" schnell erledigt.
Andre schrieb:> - extra Gleise für Güterzüge zu legen...
Wundere mich so langsam, was die Allgemeinheit noch alles finanzieren
oder bezuschussen soll, damit die Unternehmen und Konzerne kostengünstig
ihre Waren hin und her karren können. Wer soll eigentlich diese
Oberleitungs-Infrastruktur auf den Autobahnen bezahlen und wer bezahlt
diese Versuchsstrecke(n)?
Andre schrieb:> Dann sollte man das mal ändern. Es wäre ja technisch kein Problem, ..> - extra Gleise für Güterzüge zu legen, damit nicht das halbe Land> zusammenbricht wenn irgendwo mal zwei Gleise lahm liegen.
Das wirst du nicht mehr erleben. Da wird gegen jedes Gleis so lange
geklagt, bis die Industrie komplett abgewandert ist. Und eine
Großtrappe, ein Schleierkauz oder ein Feldhaster findet sich überall.
MfG Klaus
Breaking News: Laufställchenministerin von der Leyen kündigt an, dass
die Erprobung des Oberleitungssystems für die deutsche UBoot-Waffe in
die heiße Phase eingetreten ist. Man sei voller Zuversicht in das System
und plane nach erfolgreichem Abschluß der Tests mindestens die Hälfte
aller Diesel-Elektrisch angetriebenen UBoote bis 2025 auf
Oberleitungsstromabnehmer umzurüsten.
Florian S. schrieb:> Soweit ich mitbekommen habe ist das einzig wirklich Neue an dem Projekt> die Möglichkeit, den Stromabnehmer während der Fahrt an- und abdrahten> zu können. Selbst moderne O-Busse können dies meines Wissens nach bisher> noch nicht,
Wikipedia sagt da was anderes, allerdings würde ich die nicht unbedingt
als Referenz ansehen.
Jörn P. schrieb:> Da werden sich die Piloten der Rettungshubschrauber aber freuen> und erst Recht die Unfallverletzten, wenn der Chopper wegen der> Oberleitung nicht landen kann.
Es ist immer wieder erstaunlich, das es Leute gibt, die sich nicht genug
entblöden können, ihr umfassendes Nichtwissen in die Welt zu rülpsen.
Nicht einmal da gewesen, aber genau wissen, wie es dort ausschaut. Meine
Fresse, geh' heim, sterben.
Am Stromabnehmer entsteht Ozon - und der Reifenabrieb verursacht
Feinstaub!
Wir brauchen dringend:
1. neue EU Grenzwerte
2. neue Messstellen
3. Herrn Resch von der Deutschen Umwelthilfe
MaWin schrieb:> Jörn P. schrieb:>> Da werden sich die Piloten der Rettungshubschrauber aber freuen>> und erst Recht die Unfallverletzten, wenn der Chopper wegen der>> Oberleitung nicht landen kann.>> Es ist immer wieder erstaunlich, das es Leute gibt, die sich nicht genug> entblöden können, ihr umfassendes Nichtwissen in die Welt zu rülpsen.> Nicht einmal da gewesen, aber genau wissen, wie es dort ausschaut. Meine> Fresse, geh' heim, sterben.
Wenn auf der Autobahn in beiden Richtungen die jeweils rechte Spur mit
Oberleitungen "überdacht" ist, landet da kein Rettungshelikopter mehr
auf der Autobahn. Weder auf der einen, noch auf der anderen Spur. Was
gibt es dbzgl. rumzurülpsen?
Seh ich das richtig? Wir schaffen es nicht mal alle 30 Jahre eine neue
Teerdecke (Abfallprodukt in Raffinerien) auf die Autobahnen aufzuziehen,
geschweige denn eine einzige Stromtrasse von Nord nach Süd zu legen,
aber teure Oberleitung die regelmäßig gewartet werden müssen sind kein
Problem auf sämtlichen Autobahnen??
mfg
Naja, einen Versuch sind fast alle Sachen wert, aber es steckt schon
eine gehörige Portion Ideologie und Zeitgeist dahinter. Denn gerade der
Diesel ist bei großen Motoren auf Mittel-und Langstrecke schon sehr
effizient und wenn man will und nicht am AdBlue spart ziemlich sauber.
Da ist der Krampf mit der Oberleitung, naja, ein Krampf. Man sollte
besser ne Nummer kleiner und IMO konzeptionell anders anfangen. E-LKW
nur für Kurzstrecken im innerstädtischen Lieferverkehr, Tagesleistung
unter 200km. Das geht rein elektrisch ohne Stromabnehmer. Die Post macht
es mit ihren Streetscootern vor, auch denn die nicht der Stein der
Weisen sind.
Felix F. schrieb:> Seh ich das richtig? Wir schaffen es nicht mal alle 30 Jahre eine neue> Teerdecke (Abfallprodukt in Raffinerien) auf die Autobahnen aufzuziehen
und das ist auch gut so, denn Teer ist seit Jahren für Straßenbeläge
verboten.
Harald W. schrieb:> Hmm, die früher verwendeten O-Busse hatten damit kein Problem.> Notfalls hat man den Stromabnehmer per Seilzug wieder eingeklinkt.
Das Problem sind die Busfahrer.
Manchmal biegen die so forsch in der Kreuzung ab,
dass die Stromabnehmer herausspringen und die
Oberleitug zumindest beschädigen.
Erst letztlich hat er so sehr an der Leitung gezupft,
das diese beim Hochschwingen einen Haltedraht
durchgeschweißt hat. Das war spektakulär.
Ich stand in einer Schlange vor der Ampel und konnte
das Spektakel genau beobachten. Sonnst schaut man
ja erst nach dem Geräusch aus dem Fenster und fragt
sich wieso der O-Bus wiedermal "entgleist" ist.
Aber da auf der Autobahn gibt es diese Situation nicht.
Sich während der Fahrt in die Oberleitung einklinken
kann unser O-Bus nicht. Ob der neue BOB das kann, muss
ich noch in Erfahrung bringen.
Im Stand kann er das, dafür sind an den betreffenden
Haltestellen mechanische Einführhilfen.
Falk B. schrieb:> Naja, einen Versuch sind fast alle Sachen wert, aber es steckt schon> eine gehörige Portion Ideologie und Zeitgeist dahinter. Denn gerade der> Diesel ist bei großen Motoren auf Mittel-und Langstrecke schon sehr> effizient und wenn man will und nicht am AdBlue spart ziemlich sauber.> Da ist der Krampf mit der Oberleitung, naja, ein Krampf.
Selbst bei der Bahn hast Du es oft, dass trotz Elektrifizierung
hauptsächlich Dieseltriebwagen eingesetzt werden.
Hatte das auf der Münstertalbahn/Schwarzwald erlebt.
Verstanden habe ich das nicht.
Aus der W. schrieb:> Sich während der Fahrt in die Oberleitung einklinken> kann unser O-Bus nicht.
Dann wird es Zeit, das "euer" Bus da nachgerüstet wird.
Felix F. schrieb:> geschweige denn eine einzige Stromtrasse von Nord nach Süd zu legen,
Nimbys melden sich beim Problemen im eigenen Hinterhof. Wer aber sowieso
schon eine Autobahn hinter dem Haus hat, der wird durch eine Oberleitung
keinen Herzkasper kriegen.
Felix F. schrieb:> Wir schaffen es nicht mal alle 30 Jahre eine neue> Teerdecke (Abfallprodukt in Raffinerien) auf die Autobahnen aufzuziehen.
Für neue Projekte gelten andere Entscheidungsprozesse als für
Instandhaltung von Altbeständen. Letztere kann man hinausschieben und
hinausschieben und hinausschieben - bis irgendwann die Brücke
zusammenbricht. Erstere hinauszuschieben bedeutet, dass erst der
Nachfolger im Ministerium die Lorbeeren erntet - und das wollen wir doch
alle nicht.
Das ist ein technologischer Rückschritt in Vorkaiserzeit!
Diese Maker verschleudern die Steuergelder aufgrund der Dämlichkeit
unserer Entscheider in den Parlamenten.
Normalerweise müssten sie gesiebte Luft bekommen!
Andre schrieb:> Dann sollte man das mal ändern. Es wäre ja technisch kein Problem, ..> - extra Gleise für Güterzüge zu legen, damit nicht das halbe Land> zusammenbricht wenn irgendwo mal zwei Gleise lahm liegen. Da drauf kann> man dann auch automatisiert schneller/langsamer fahren wie die Güter das> jeweils benötigen> - Züge automatisch zusammenzustellen, oder mit nem kleinen Gespann los> zu düsen> - Güter in anderen Formaten als "ein Zug voll" zu verladen und unterwegs> flott & automatisiert auszuladen
Ja, da waere z.B. auch denkbar, den einen fertig beladenen Wagen an den
vorbeifahrenden Gueterzug automatisch hinten dranzuhaengen, ohne dass
der Zug halten muss.
Oder dass eine rollende Laderampe die Paletten seitwaerts uebernimmt.
Aber dass an sowas geforscht wird, hoert man nicht.
wendelsberg
Stimmt schrieb:> Das ist ein technologischer Rückschritt in Vorkaiserzeit!
Kaiserzeit, nicht Vorkaiserzeit. Der weltweit erste Oberleitungsbus fuhr
1882 in Berlin. Back to the future - da wollen derzeit sowieso viele
hin.
Harald W. schrieb:>> Sich während der Fahrt in die Oberleitung einklinken>> kann unser O-Bus nicht.>> Dann wird es Zeit, das "euer" Bus da nachgerüstet wird.
Wozu? Der hält doch an den Haltestellen sowieso.
Amateur schrieb:> Effektiv werden damit nämlich alle Unterführungen etwas niedriger.
Ich hab gelesen die können sich während der Fahr beliebig abkoppeln und
ankoppeln. Also könnte man vor niedrigen Stellen die Leitung einfach
enden lassen und hinten wieder weiter führen.
Solange Laderaum/km so billig ist, dass 40Tonner mit vollbeladenem
Warenwert von weniger als 3000€ über hunderte, manchmal tausende km
unterwegs sind - ist das eh alles Blödsinn!
Was nützen super moderne und mit genialen Sicherheitssystem ausgestattet
LKW, wenn über die Hälfte der auf der BAB beförderter Ware mit
bulgarischen, rumänischen oder polnischen LKW Transport wird, deren
Fahrer so wenig verdienen, dass sie ihre Lebensmittel noch nicht mal im
Aldi kaufen können - und nachts ins Gebüsch sch.... - weil sie noch
nicht mal die 10 € für nen Stellplatz auf m Rasthof haben!
Komisch ist auch, dass es diese Auswüchse mit osteuropäischem
Dumpingspeditionen nur in Deutschland gibt - wo doch das alles EU
geregelt ist, aber zB in Frankreich oder Österreich die gar nicht für
deren Firmen fahren dürfen
Amateur schrieb:>>auf Pufferakku, bis sie auf der anderen Seite wieder rauskommen.> Tut mir leid. Der mir am nächsten gelegene Tunnel ist 2,4 KM lang.
Zweieinhalb Kilometer sind ein Problem für einen
Diesel-Elektro-Hybriden? War mir nicht bewußt. Erzähl bitte mehr.
Kloni schrieb:> Und woran merkt die Automatik, dass ich gleich ausschere, um zum> Überholen anzusetzen?
Daran daß das Kabel zu weit zur Seite gewandert ist vielleicht? So würd
jedenfalls ich versuchen es zu machen wenn ich das konstruieren müsste.
Aber Du kannst bestimmt erklären warum das technisch unmöglich ist.
Walter K. schrieb:> ist das eh alles Blödsinn!
Die Zeiten, in denen ein Rezept für alles gelten muss, sind vorbei. Ein
Rezept für Transporte auf bestimmten hoch frequentierten Kurzstrecken
muss nicht gleich Bulgarien einschliessen.
Kloni schrieb:> Wenn ich also überholen will:>> - Stromabnehmer einfahren> - Dieselgenerator starten> - überholen> - Stromabnehmer ausfahren> - Dieselgenerator stoppen
* Ausscheren zum Überholen
- Stromabnehmer erkennt das und fährt sofort ein
- nach 20km startet der Dieselmotor weil der Puffer langsam leer wird
* Überholvorgang beendet, rechts einscheren
- Korrekte Position der Oberleitung wird erkannt, Abnehmer fährt aus
- Dieselmotor geht aus
Manuell auszulösende Vorgänge sind mit Sternchen gekennzeichnet.
So würd ich das konstruieren wenn ich da was zu melden hätte.
Wahrschenlich geht das auch genau so, die sind ja bestimmt auch nicht
aus Dummsdorf.
"Sensoren im Dach des Lastwagens erkennen, ob sich über dem Fahrzeug
eine Oberleitung befindet. Die ins Dach des Führerhauses eingebauten
Abnehmer werden daraufhin ausgefahren und versorgen den Elektromotor des
Lastwagens mit Strom." (s.o.)
Jetzt muß der geneigte Heimwerker nur noch einen Weg finden auf dem Dach
seines Wohnmobils eine entsprechende Mimik zu installieren um den Strom
abzuzapfen und dem preisgünstigen Urlaub steht nichts mehr im Wege!
Ich dachte dass "dort" das Autonome fahren getested wird, mit
Sondergenehmigung.
Fahrspur wird durch den Lidar Scanner der Oberleitungen gehalten, sowie
zwei weiterer Lidar Scanner messen den Abstand zu weiteren Farhzeugen,
dann die reine Oberleitung wurde doch auf dem Testgelände sowie in
Schweden
ausgiebig getested, inkl wieviel kontrolliert Kurzschlüsse sowie
ungenügende
Kontaktfahrten es braucht um die Strecke zu Enteisen.
A. K. schrieb:>> Walter K. schrieb:>> ist das eh alles Blödsinn!>> Die Zeiten, in denen ein Rezept für alles gelten muss, sind vorbei. Ein> Rezept für Transporte auf bestimmten hoch frequentierten Kurzstrecken> muss nicht gleich Bulgarien einschliessen.
Aber die bisherigen Rezepte bzgl. Sicherheit, Sauberkeit - selbst so
triviale Dinge, wie zB genügend Reifenprofil - funktioniert nur auf dem
Papier, weil eine Grosszahl der Transporte durch osteuropäisches Dumping
unterlaufen wird!
Und das wird nun mit O-LKWs besser oder anders? - träumt weiter!
Walter K. schrieb:> Und das wird nun mit O-LKWs besser oder anders? - träumt weiter!
Auch wenn du auf dem Kopf im Dreieck springst: Die Technik der Fahrzeuge
hat nichts mit den vor die beschriebenen Problemen zu tun.
Wie du in vollendeter Schönheit beschreibst, ist die bisherige Logistik
noch ein wenig mit Problemen sozialer Natur behaftet. Das wird durch
Verzicht auf neue Fahrzeugtechnik aber auch nicht besser.
Und in diesem Thread geht es um Oberleitungs-LKWs. Nicht um europäische
Sozialpolitik, Kernenergie, Angela Merkel oder bulgarische Fahrer.
Und dabei fährt Tesla schon im Test mit reine E-LKWs herum die 400
Meilen (643km) Reichweite haben. Größere Reichweiten für die Serien sind
geplant.
Nix Oberleitung.
https://en.wikipedia.org/wiki/Tesla_Semi
Eric B. schrieb:> Und dabei fährt Tesla schon im Test mit reine E-LKWs herum die 400> Meilen (643km) Reichweite haben. Größere Reichtweiten für die Serien> sind geplant.
Bei einer hoch frequentierten Strecke ist eine Oberleitung
wahrscheinlich effizienter als Akkus. Erstens weil viel Akku viel Geld
kostet, zweitens weil viel Akku viel mitgeschleppten Ballast darstellt,
den Verbrauch erhöht und die Zuladung mindert.
Wo zweimal am Tag ein LKW lang brettert, ist eine Oberleitung Unsinn.
Damit hängt das auch von der Industrie- und Besiedelungsdichte ab. Ein
Rezept fürs Ruhrgebiet kann in manchen Regionen der USA unangebracht
sein.
Sowohl der Tesla als auch die Oberleitung sind ja beide nur im
Prototypen- bzw. Testbetrieb. Etwas zu testen, um zu sehen, ob und wie
es funktioniert und wo die Schwächen liegen ist ja nicht schädlich.
Außer vielleicht bei Atombomben...
Was am Ende daraus wird, bleibt abzuwarten.
Hallo
"Ja, da waere z.B. auch denkbar, den einen fertig beladenen Wagen an den
vorbeifahrenden Gueterzug automatisch hinten dranzuhaengen, ohne dass
der Zug halten muss."
Leider : "LOL"
Hast du auch nur irgendeine Idee wie das Eisenbahnsystem insgesamt
(Weltweit)
aussieht?
Die spielen zu einen guten Teil noch Vorschriften bzw. Vorschriften die
auf den damaligen Umständen (von vor teilweise deutlich über 100 Jahre)
aufbauen, mit hinein.
Formsignale (so mit Seilzug) gibt es auch noch 2018 sogar in
Deutschland, Zugwegsicherung wird in vielen Ländern noch mit einen
Tokensystem gewährleistet und vieles andere mehr, nebenher gibt es
natürlich auch Hochgeschwindigkeitssysteme, Systeme die ( nur
theoretisch - dank der Altlasten und Gesetzeslage) automatisch fahren
(könnten) usw.
So und dieses Gemenge muss unter einen Hut gebracht werden (weshalb z.B.
der ICE im Großstädtischen Bereich auch meist so "Schnarchlahm" wird).
Wenn schon kleinere Änderungen oder Streckenerweiterungen im
Straßenverkehr (uns ich spreche jetzt nicht von den großen Themen wie
Autonomes fahren oder ganz neue Autobahnen wo vorher nur Landschaft war)
Jahrelange Planung, Übergangszeiten und Horden von Juristen benötigen so
ist dies bei der Bahn wo fast jedes Land noch -geschichtsbedingt- sein
eigenes Süppchen kochen (muss) und ein Grenzüberschreitender Verkehr
schon alleine von der Fahrzeug- und Fahrerseite richtig teuer ist, noch
mal um einen Faktor von deutlich größer 1 schlimmer.
Das automatische "dranhängen" wäre wohl rein technologisch (wobei es
dank unserer "hochmodernen" nicht automatischen Kupplungen aber auch
nicht universell machbar ist) recht schnell machbar - aber eben nicht
bei den nun mal bestehenden (und beim besten Willen nicht zu ändernden)
Gesamtsystem Eisenbahn und erst recht nicht bei den 1001 Bürokratischen
Fallstricken und Klagemöglichkeiten, Genehmigungs-, Prüfungsverfahren
und was es noch sonst alles am selbst gemachten Rattenschwanz so gibt.
Jemand
Eric B. schrieb:> Und dabei fährt Tesla schon im Test mit reine E-LKWs herum die 400> Meilen (643km) Reichweite haben. Größere Reichweiten für die Serien sind> geplant.
Hört sich ja mal wieder phänomenal an:
- vollbeladen in 20 sec. von 0 auf 100
- vollbeladen 104 km/h an 5% Steigungen
= -> anderthalb mal so schnell wie die "besten Diesel-Lkw"
- vollbeladen 800 km Reichweite
- Akku wird in 30 min. aufgeladen
- Betriebskosten mindestens 20 % niedriger als bei Diesel-Lkw
- 2 Jahre Amortisationszeit des Mehrpreises gegenüber Diesel-LKW
https://de.wikipedia.org/wiki/Tesla_Semi#Leistungsdaten_und_Wirtschaftlichkeit
Angaben zur Leermasse und Nutzmasse fehlen seltsamerweise ...
Bernd K. schrieb:> Wahrschenlich geht das auch genau so, die sind ja bestimmt auch nicht> aus Dummsdorf.
Ich frage mich tatsächlich bei der einen oder anderen Aussage, ob der
eine oder andere meint, da wären nur Vollidioten mit so einem Projekt
beschäftigt und sie wären die einzigen, die auf den Gedanken kommen, ein
LKW könnte mal ausscheren (müssen).
Zudem steckt in den Wörtchen "Teststrecke" auch immer noch das Wörtchen
"Test".
Ich persönlich finde die Idee super! Sie ist sicherlich noch nicht die
Ideallösung. Aber egal wie der Test ausgeht, er wird uns einen Schritt
weiter zur Ideallösung bringen.
Schlechtreder werden weiterhin darauf hoffen müssen, dass die
Ideallösung vom Himmel fällt. Aber immerhin haben sie (vermeintlich) nix
falsch gemacht, aber alles besser gewusst.
Matthias S. schrieb:> Ich persönlich finde die Idee super! Sie ist sicherlich noch nicht die> Ideallösung. Aber egal wie der Test ausgeht, er wird uns einen Schritt> weiter zur Ideallösung bringen.> Schlechtreder werden weiterhin darauf hoffen müssen, dass die> Ideallösung vom Himmel fällt. Aber immerhin haben sie (vermeintlich) nix> falsch gemacht, aber alles besser gewusst.
+1
wendelsberg
A. K. schrieb:> Schätzungen zufolge müsste das Batteriegewicht bei 2-3 Tonnen liegen.
Nach dem deutschen Wikipedia-Link "etwa 4,5 bis 6,4 Tonnen. Durch die
leichteren Motoren ergäbe sich insgesamt ein Mehrgewicht von etwa 2,7
bis 4,6 Tonnen." Passt!
Nach dem englischsprachigen Wikipedia-Eintrag unter "Third Party
Analysis": "researchers from the Carnegie Mellon College of Engineering
estimated the loads and ranges for an electric truck, given battery
technologies known at that time, and published their work in June
2017.[36] They determined that an electric semi might be feasible for
short- or medium-range hauling, but not for long-range hauling, as the
weight of the batteries required would take up too much of the weight
allowed by law.[36] One estimate for the battery weight, at 11,800 kg,
is estimated to account for one third of the payload, and would increase
the cost of the truck to about double that of an equivalent diesel."
Also: allgemeines Rätselraten, auch bei den Experten. Sowas finde ich
seltsam. Wenn da nun schon Prototypen existieren, dann müssen diese
Angaben ja bei Tesla verfügbar sein, die haben den Akku ja schließlich
eingebaut. Und dass das Verhältnis von Eigengewicht zu Nutzlast bei
einem LKW eine der interessantesten Angaben für potentielle Käufer ist,
ist doch eigentlich selbsterklärend. Wenn dann über solch einem Wert der
Mantel des Schweigens ausgebreitet wird, ist das wenig vielversprechend
- ich meine, wenn's wirklich nur 3 von 36 Tonnen wären, dann könnte
Tesla damit angeben - das macheen die Jungs da ja recht gerne. Wenn's
hingegen 11 von 30 Tonnen wären, dann taugt's nicht zum Angeben...
Matthias L. schrieb:> Sowas finde ich> seltsam. Wenn da nun schon Prototypen existieren, dann müssen diese> Angaben ja bei Tesla verfügbar sein, die haben den Akku ja schließlich> eingebaut.
Die werden sie nur nicht rausrücken. Vermutlich werden sie auch noch
nicht annähernd an die gewünschten Werte ran kommen, und da wäre die
Angabe nach heutigem Stand vielleicht zu peinlich.
Matthias L. schrieb:> dann könnte> Tesla damit angeben - das macheen die Jungs da ja recht gerne. Wenn's> hingegen 11 von 30 Tonnen wären, dann taugt's nicht zum Angeben...
Genau das ist der Punkt.
Die Idee mit der Oberleitung ist nicht so schlecht. Es ist zumindest mal
eine Erprobung wert. Man ist ja schon froh, wenn überhaupt mal jemand
etwas macht und experimentiert (siehe Energie(lage)speicher)
Matthias L. schrieb:> Wenn dann über solch einem Wert der> Mantel des Schweigens ausgebreitet wird, ist das wenig vielversprechend> - ich meine, wenn's wirklich nur 3 von 36 Tonnen wären, dann könnte> Tesla damit angeben - das macheen die Jungs da ja recht gerne. Wenn's> hingegen 11 von 30 Tonnen wären, dann taugt's nicht zum Angeben...
Naja, das war mMn eine nette Show von Musk. Deswegen hört man davon auch
im Moment nichts mehr.
Du musst Dich einfach nur fragen, warum Du keine Anhängerkupplung an
batteriebetriebenen Autos findest ;-)
Wenn Du Dir dann noch diese Fragen beantwortet:
- Wie schwer ist die Batterie in einem Model 3?
- Welche Masse hat ein Model 3?
- Welche Reichweite hat der Wagen?
Dann kannst Du Dir fast denken, welche Masseschätzung bei der
LKW-Batterie der Realität am nächsten kommt ;-)
Und im Gegensatz zu normalen PKW-Motoren hast Du es auf der
konventionellen Seite mit sehr effizienten Dieseln zu tun, die 90% der
Zeit bei optimaler Drehzahl gefahren werden und dementsprechend sparsam
sind. Da herrscht ein ganz anderer Kostendruck als im PKW-Bereich.
Andre schrieb:> Dann sollte man das mal ändern. Es wäre ja technisch kein Problem, ..> - extra Gleise für Güterzüge zu legen, damit nicht das halbe Land> zusammenbricht wenn irgendwo mal zwei Gleise lahm liegen.
Ist technisch kein Problem, Bahnstrecken sin halt auch teuer und neue
Strecken sin politisch kaum durchsetzungsfähig oder keine Partei hat den
Mumm Projekte zu realisieren gegen.
> Da drauf kann> man dann auch automatisiert schneller/langsamer fahren wie die Güter das> jeweils benötigen
Man kann auf der Schiene nicht einen Zug schnell und einen langsam
fahren lassen. Das führt zu dem Chaos, das wir jetzt haben.
> - Züge automatisch zusammenzustellen, oder mit nem kleinen Gespann los> zu düsen
Züge automatisch zusammenstellen wird doch gemacht. So eine Anlage
kostet halt einen dreistelligen Mio Betrag. Bei kleinen Gespannen ist
das Problem, dass Züge mit einem Sicherheitsabstand von ca. 700 bis 1500
m fahren müssen (Streckenblock, Bremsweg). Mit Kleinen Gespannen hat das
Gleis schnell seine Kapazitätsgrenze erreicht.
> - Güter in anderen Formaten als "ein Zug voll" zu verladen und unterwegs> flott & automatisiert auszuladen
Was du vorhast Funktioniert mit dem bestehenden Bahnsystem nicht. Man
müsste parallel ein komplett neues System aufbauen. Die
Investitionskosten wären riesig. Die Neuen Strecken wären nicht
durchsetzbar. Es würde eine 3. Ebene der Kreuzungspunkte entstehen.
System neu / Schiene alt, System neu / Straße. Auf dem weißen Brett
lässt sich sowas einfach realisieren. In Deutschland wo die Bestehenden
Systeme (Straße / Schiene) an den entschiedenen Punkten mit 100 %
Auslastung betreiben werden ist jeder Eingriff schmerzhaft und einfach
mal 5 Jahre alles stilliegen und das neu System Aufbauen geht auch
nicht.
Vergleich WasserstoffBus zu Dieselbus:
Gewicht unbeladen 11 Tonnen, vollbeladen ink. Treibstoff 11.65 Tonnen.
Batterie: 19Kw, 4% Steigung sind NO-GO.
Da ein Bus viele Haltestellen hat, und reiner Stadtverkehr, sind 19kw
angemessen, ein elektrischer LKW auf Landstrasse braucht 10K Batterie
und
auf Autobahn genügen 5Kw.
Versuch von 2002 bis 2012, 10 Jahre.
Verbrauch 5.2 Tonnen Wasserstoff und 16.3 Tonnen Diesel für die
Hilfsaggregate gegen 41 Tonnen Diesel für einen konventionellen Bus.
Konventioneller Bus = 100.000 Euro/Jahr , differenz Tankkosten: 1600
Euro mehr.
Wasserstoffbus = 667.000 Euro/Jahr, wenn diese nicht zu 100% gefördert
würden,
wobei dies noch zusätzlich abgeschrieben wird, also 2x Gewinn , ....
Derzeit von den 30 Testbussen sind noch 8 im Einsatz, hauptsächlich weil
damit verbunden ein "Green" Wasserstoffbetankungszenter aufgebaut wurde
mit
, natürlich von öffentlicher Hand und dies erst abgeschrieben werden
muss. 1.2MW / 56kw = 21.4 kg Wasserstoff / Tag was diese produzieren
könnten.
Gebraucht werden aber 57.9kg / Tag, also verkauft man den Solarstrom und
kauft bei Linde den Wasserstoff ein, welcher in Gasflaschen von LKW
geliefert
wird, und welcher alles andere als "Green" produziert wird.
Matthias S. schrieb:> Zudem steckt in den Wörtchen "Teststrecke" auch immer noch das Wörtchen> "Test".
Testen kann man Furz und Feuerstein. Da kann dann ein Bauer seine Felder
mit parallelen Oberleitungen überziehen, um dann den Acker Spur für Spur
mit dem Elekto-Traktor mit Oberleitung umgraben.
Die Idee, alle Autobahnen und Landstraßen mit Oberleitungen überziehen
zu wollen ist aberwitzig. Da ham doch paar Leute übelsten Stoff
geraucht.
Matthias S. schrieb:> Aber egal wie der Test ausgeht, er wird uns einen Schritt weiter zur> Ideallösung bringen.
Erinnert etwas an den Transrapid, wo man Mrd. Steuergelder versenkt hat
und am Ende wollte das Ding niemand haben. Selbst der Chinamann bereut
heute, dass er sich den Transrapid hat schenken lassen. Mittlerweile
fristet der Transrapid dort sein Sasein als drittklassige
Touristenattraktion.
Schwere Nutzfahrzeuge mit Oberleitung sind was für den Jahrmarkt.
Eric B. schrieb:> Na ja...> https://electrek.co/2018/05/15/tesla-model-x-electric-towing-record-qantas-boeing-787-9-dreamliner/
Fake! In Wahrheit schiebt das Flugzeug den Tesla! Mit stillstehenden
Turbinen! Nur durch DIE MACHT!
Crazy H. schrieb:> Da gefällt mir das wesentlich besser:> https://www.eike-klima-energie.eu/...
"kostet rund 1 Mio € per km"
Soviel kostet hier ein km Autobahn auch, ganz ohne Elektrifizierung. Und
da die Schweden größtenteils gesittet fahren, könnte das sogar
funktionieren.
Karl schrieb:> Bahnstrecken sin halt auch teuer und neue> Strecken sin politisch kaum durchsetzungsfähig
Wozu neue Strecken?
In Jena-Göschwitz gabs einen riesigen Güterumschlagbahnhof und die
großen Firmen (Zeiss, Schott) hatten Werksgleise. Den Güterbahnhof hat
man komplett abgebaut. Das einzige, was noch Werksgleise hat ist die
Zementfarbik in Dorndorf. In Leipzig sieht das nicht anders aus, schau
Dir mal bei Google Maps die riesigen Gleisanlagen an, der Großteil ist
tot.
Klar fahren auf der Strecke noch Güterzüge: Nordwaggon, die fahren von
Schweden über die Fähre durch Deutschland bis Italien, bringen
skandinavisches Holz nach Italien und italienische Südfrüchte mach
Schweden.
Die Infrastruktur war vorhanden. Die dt. Industrie hat entschieden:
Brauch mer nich mehr.
MaierMüllerSchulz schrieb:> Die Idee, alle Autobahnen und Landstraßen mit Oberleitungen überziehen> zu wollen ist aberwitzig.
Deshalb gibts das auch nur in deinen Albträumen. Das niemand vor.
Chris D. schrieb:> Du musst Dich einfach nur fragen, warum Du keine Anhängerkupplung an> batteriebetriebenen Autos findest ;-)
Ausser bei Tesla natürlich. ;-)
Matthias S. schrieb:> Ich frage mich tatsächlich bei der einen oder anderen Aussage,
Die geistige Beweglichkeit mancher Leute bei der Findung von Argumenten
zur Vermeidung geistiger Beweglichkeit erstaunt mich immer wieder. ;-)
Matthias S. schrieb:> Ich frage mich tatsächlich bei der einen oder anderen Aussage, ob der> eine oder andere meint, da wären nur Vollidioten mit so einem Projekt> beschäftigt
Die Einzelintelligenz mag durchaus noch ok sein, die Dynamik der
Schwarmintelligenz, besonders wenn sinnlos Fördergelder verbraten werden
können, nähert sich dem Level eines Taschenrechners.
Einem mit ausschließlich Grundrechenarten.
Und IQ-mäßiger Annäherung von 0.
Toll Collect läßt grüßen.
Der Mautwahnsinn zeigt gleichzeitig die Unfähigkeit Europas sinnvolle
Gemeinsamkeiten dort zu beschließen, wo es wirklich wichtig wäre. Selbst
wenn das Ergebnis "Oberleitung" technisch brauchbar wäre, so scheitert
es letztlich an Europa.
Oder wird in beschränktem Umfang am Tropf lebendig gehalten und dann als
Erfolg verkauft.
Der sicherste Weg, langfristig zu scheitern, besteht darin, nichts zu
tun. Indem man etwas tut, riskiert man ebenfalls zu scheitern. Aber
manchmal hat man Erfolg - und das bringt dann weiter.
Unternehmen, die nichts unternehmen, sind irgendwann keine mehr. Viele
Projekte verlaufen jedoch im Sande, das ist völlig normal. Dennoch lohnt
es, immer wieder etwas zu versuchen. Denn manchmal ist etwas dabei, das
sich als Erfolg erweist. Gute Unternehmensleiter wissen dass und
investieren einen Teil des Gewinns in neue Ideen, auch wenn der Erfolg
nicht garantiert ist. In einem begrenzten Rahmen, der ein mögliches
Scheitern des Projekts finanziell zulässt.
Niemand weiss, ob das Projekt dieses Threads Erfolg haben wird, auch
wenn manche zu wissen glauben, dass es Unsinn ist (es gibt zu jeder
Idee welche). Ich halte für sinnvoll, es zu untersuchen, auszuprobieren.
Vielleicht stellt sich heraus, dass es nicht rentabel ist, vielleicht
erweist es sich als erfolgreich.
MWS schrieb:> Toll Collect läßt grüßen.
Typisch für D ist eine Neigung zu übertriebener Komplexität von
Lösungen. Nicht typisch für D, sondern universell gültig, ist eine
Neigung, Ideen anderer nicht zu berücksichtigen. Das "not invented here"
Syndrom.
Diese Idee hier ist jedoch von vergleichsweise bescheidener Komplexität.
Oberleitungsfahrzeuge sind nicht neu, Hybridantriebe sind nicht neu,
Fahrzeugautomatiken sind nicht neu. Die Verbindung dieser Konzepte ist
es.
A. K. schrieb:> Gute Unternehmensleiter wissen dass und> investieren einen Teil des Gewinns in neue Ideen, auch wenn der Erfolg> nicht garantiert ist.
Solch marxistische Ansätze hat man im 21. Jahrhundert verworfen. Gute
Unternehmen nehmen heute Kredite auf um die vom Kapital gewünschten
Gewinnausschüttungen (Renditen) zu erzielen! Gewinne reinvestiert? Wenn
man was investiert, dann in den Kauf der Konkurrenz. Da kann man dann
selbst die Gewinne absaugen und die braucht keine eigenen Investitionen.
A. K. schrieb:> Diese Idee hier ist jedoch von vergleichsweise bescheidener Komplexität.> Oberleitungsfahrzeuge sind nicht neu, Hybridantriebe sind nicht neu,> Fahrzeugautomatiken sind nicht neu. Die Verbindung dieser Konzepte ist> es.
Ob das das neue iPhone wird?
Karl schrieb:> Solch marxistische Ansätze hat man im 21. Jahrhundert verworfen.
Ob du das über Kredite oder aus Gewinn machst in für meine Betrachtung
nicht relevant. Es geht mir nicht darum, wo das Geld herkommt, sondern
dass man immer wieder etwas versucht.
A. K. schrieb:> Unternehmen, die nichts unternehmen, sind irgendwann keine mehr.
Da gibt's keine Fördergelder zu holen? Aus Siemens eigener Tasche?
Den Weihnachtsmann gibt's scheinbar doch.
Wie ein Unternehmer tickt, brauchst Du mir nicht beschreiben,
genausowenig wie den Bürokratenkonzern Siemens.
A. K. schrieb:> Diese Idee hier ist jedoch von vergleichsweise bescheidener Komplexität.
Buhahaha, da hast Du noch keinen deutschen Inschöner rangelassen, noch
dazu wenn ihm die Vorgaben von der Politik diktiert werden.
MWS schrieb:> Toll Collect läßt grüßen.
Nach den anfänglichen Problemen sind mir keine weiteren technischen
Probleme bekannt. Der wirtschaftliche Erfolg korreliert mit dem IQ der
Verkehrsminister (die in den letzten Jahren alle von der CSU waren)
A. K. schrieb:> Ob du das über Kredite oder aus Gewinn machst in für meine Betrachtung> nicht relevant. Es geht mir nicht darum, wo das Geld herkommt, sondern> dass man immer wieder etwas versucht.
Nochmal richtig lesen und verstehen:
Karl schrieb:> Gute> Unternehmen nehmen heute Kredite auf um die vom Kapital gewünschten> Gewinnausschüttungen (Renditen) zu erzielen!
Kredite ja, Investition nein!
MWS schrieb:> Wie ein Unternehmer tickt, brauchst Du mir nicht beschreiben,> genausowenig wie den Bürokratenkonzern Siemens.
In etwas bescheidener Dimension als bei Siemens - und damit auch
bescheidenerer Bürokratie - habe ich ab und zu Gelegenheit, das
Entstehen neuer Projekte und Unternehmensfelder zu beobachten. Darunter
waren auch einige, die ich instinktiv mit "Stuss" bedachte. Viele wurden
wieder eingestampft, frassen nur Geld. Es gab aber auch Erfolge.
Karl schrieb:> Nochmal richtig lesen und verstehen:
Das Kompliment des Unverständnisses von Texten gebe ich gerne zurück. Es
geht mir - wie bereits erwähnte - nicht um Marxismus vs Kapitalismus
oder 19. vs 21. Jahrhundert, sondern darum, dass man ab und zu etwas
unternehmen muss, von dem man nicht schon vorher weiss, ob es Erfolg
hat.
A. K. schrieb:> Darunter> waren auch einige, die ich instinktiv mit "Stuss" bedachte. Viele wurden> wieder eingestampft, frassen nur Geld. Es gab aber auch Erfolge.
Das ist das Risiko des Unternehmers, der verantwortlich ausprobiert und
verantwortlich einschätzt. Und der mal was in den Sand setzt, aber mit
glücklichem Händchen aus den Erfolgen soviel rausholt, dass er sich die
Pleiten leisten kann.
Das System Siemens + Fördergelder hat damit nichts gemein.
Gerhard O. schrieb:> Vielleicht interessiert Euch das hier zum Thema:
Ist das nicht da, wo es zu kalt für Akkus ist? Oder wird der Klimawandel
schon mit einkalkuliert? ;-)
A. K. schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Vielleicht interessiert Euch das hier zum Thema:>> Ist das nicht da, wo es zu kalt für Akkus ist? Oder wird der Klimawandel> schon mit einkalkuliert? ;-)
Das hat mich auch sehr gewundert. Keine Ahnung ob die Planer da
realistisch sind. Allerdings hat man bei 660kWh Stunden schon etwas mehr
Strom für Batterie Heizung übrig. Die Busse sind ja ununterbrochen in
Betrieb. Abgesehen davon, ist es durchaus möglich, daß diese Busse dann
bei -40 Grad nicht mehr fahrbar wären. Auch ist dann Kabinenheizung eine
Herausforderung. Ich sehe dieses Problem bei kleinen KFZs noch viel
akuter.
MWS schrieb:> Toll Collect läßt grüßen.
Toll Collect hat doch hervorragend funktioniert. Da haben eine Menge
Leute eine Menge Steuergelder abgezogen. Dummerweise kamen dann ein paar
Neidhammel, die anderen einfach nichts gönnen, und haben so lange
rumgemeckert, bis auch der Letzte gemerkt hat: Irgendwas läuft hier
schief. Obwohl es doch bestens lief.
> Karl K. schrieb:> Und da die Schweden größtenteils gesittet fahren
Das kann ich nur unterschreiben und ich würde mir das auch für D
wünschen. Wenn man in S 90km/h fahren darf (und es das Wetter zuläßt),
wird dort 90 gefahren .... konstant. D.h. daß man dort schneller und
effizienter zum Ziel kommt. Einen solch niedrigen Durchschnittsverbrauch
wie in S hab ich in D niemals erreicht.
MWS schrieb:> Das ist das Risiko des Unternehmers, der verantwortlich ausprobiert und> verantwortlich einschätzt. Und der mal was in den Sand setzt, aber mit> glücklichem Händchen aus den Erfolgen soviel rausholt, dass er sich die> Pleiten leisten kann.>> Das System Siemens + Fördergelder hat damit nichts gemein.
Genau so ist es. Ein richtiger Griff ins Klo kann einen Unternehmer die
Existenz kosten. Also verkneift es sich der eigenverantwortlich
handelnde Unternehmer, übelsten Mist zu rauchen, um sich in geistiger
Umnachtung irgendwelchen Mist auszudenken und den Mist auf teuren und
noch zu erstellenden Versuchsstrecken testen zu wollen.
Andererseits: Kommt ein Ahnungsloser mit einer Schnapsidee und will
seine Schnapsidee testen oder erproben, dann baue ich ihm
selbstverständlich für z.B. 50 Mio. eine Versuchsstrecke. Darin
enthalten sind 10 Mio. Profit für mich, dafür kann ich mir einige
Bungalows auf fernen Inseln bauen plus den eigenen Flieger, um meine
Schätzschen aufsuchen zu können. Am Ende sind alle Beteiligten
zufrieden, denn alles war gut und richtig.
A. K. schrieb:> Das "not invented here" Syndrom.
= Scheffs die alles ablehnen was nicht die eigene Idee ist.
Ich hab daher schon vor vielen Jahren aufgehört,
Verbesserungsvorschläge zu machen.
Von MEINEN Ideen profitiert keiner mehr ausser ich selbst.
Hallo zusammen
Ich halte es ebenfalls für unnötig.
Die Versuchstrecke ist hier bei mir um die Ecke (Raum Weiterstadt). Als
ich mal das Stück Autobahn gefahren bin, habe ich gesehen wie die das
gebaut haben. Was für ein Irrsinniger Aufwand!
Alleine der Aufwand um mit der Oberleitung an den Ein,- und Ausfahrten
der Raststätte Gräfenhausen vorbei zu kommen, unvorstellbar. Sieht über
der Autobahh aus wie eine mehrgleisige Eisenbahnstrecke.
Gruß
Roland
bin mal gespannt, wie der Radioempfang unter
der ganzen Verdrahtung sein wird.
Damit kriegen sie die Leute bestimmt zum DAB, wa'?
Vom Handyempfang rede ich garnicht erst, davon erwarte ich auch nix
mehr.
Schlechter als in meiner Gegend wäre nur noch die Mondrückseite
Ich habe 15 Jahre neben einem Bahngleis gewohnt und musste mein Auto auf
der Straße parken. Aus dieser Erfahrung heraus bin ich gegen eine solche
Elektrifizierung der Autobahnen. Innerhalb eines Jahres war der Lack des
Autos total kaputt. Partikel von der Oberleitung oder vom Abnehmer legen
sich auf Autos und brennen sich in den Lack ein. Wenn man nicht alle 2
Wochen wäscht und poliert, ist der Lack sehr schnell ruiniert. Das
bekommt man nicht mehr raus und wenn man mit dem Schwamm das Auto wäscht
fühlt es sich an als ob man mit Schleifpapier drauf rum wischt. Aber
vielleicht könnte man ja eine Absaugung und nen Filter an den Abnehmer
bauen? Ich befürchte nur, dass das niemand interessiert und der
Autofahrer dann der Leidtragende ist.
Wirklich schlimm dass Deutschland nicht mehr in der Lage ist noch neue
gute Projekte zu etablieren. Bin gerade im Urlaub und mit dem ICE von
Nürnberg nach Frankfurt zum Flieger gefahren. DAS soll der
Hochgeschwindigkeitszug der führenden Wirtschaftsnation sein? Ich hatte
mir zweieinhalb Stunden lang gewünscht wieder in einem chinesischen Zug
zu fahren. Da ist man wirklich mit 300 km/h unterwegs. Praktisch von
überall nach überall. Nicht wie hier mit 100 km/h Durchschnitt.
Zum Tesla Semi: der Akku in meinem aktuellen Auto hat 31,5 kWh nutzbar
und wiegt 318 kg, also 10 kg/kWh. Von der Energiedichte her ginge schon
heute etwas mehr und ein bisschen Entwicklung wird noch drin sein die
kommenden paar Jahre. Vielleicht kann man also von 7 kg/kWh ausgehen.
Das gesamte Akkupaket gerechnet, mit Kühlung, Gehäuse, BMS. Ein
40-Tonner Diesel braucht aktuell etwa 35 l/100 km. Wenn man davon
ausgeht dass er meist in einem Bereich mit sehr guten Wirkungsgrad
läuft, man mal 40% annimmt, wären das bei 10,5 kWh/l Diesel etwa 150 kWh
nötige Antriebsenergie auf 100 km. Der Elektroantrieb hat auch ein
bisschen Verluste, dafür ist der Semi angeblich etwas effizienter als
andere Zugmaschinen, nehmen wir mal an das gleicht sich aus und man kann
es weglassen, dann käme man auf gut eine Tonne Akku pro 100 km
Reichweite. Für die versprochenen 800 km Reichweite plus etwas Puffer
wäre man dann schon bei 10 Tonnen Akku. Ich denke da werden wohl eher
nur so 500 bis 600 km sinnvoll sein, um die Zuladung nicht zu sehr zu
dezimieren. Eine Megawattstunde in angemessener Zeit zu laden wird dann
auch eine interessante Herausforderung. Diese Infrastruktur muss erst
mal geschaffen werden die die Leistung und Lastsprünge kann. Aber wie
ich Elon kenne, stellt der notfalls wieder einige Container mit Akkus
als Puffer auf. Aber ob sich das rechnet? Wenn man mal 2 Stunden
Ladedauer annimmt, könnte man mit so einer Anlage am Rastplatz nur etwa
10 LKW am Tag bedienen. Und jeder Ladevorgang würde dann gerade mal etwa
200 Liter Diesel ersetzen. Ob sich sowas jemals rechnen kann?
Insbesondere bei deutschen Strompreisen...
Stephan S. schrieb:> Der Elektroantrieb hat auch ein> bisschen Verluste, dafür ist der Semi angeblich etwas effizienter als> andere Zugmaschinen, nehmen wir mal an das gleicht sich aus und man kann> es weglassen
Was Du hier komplett vergisst ist die Reku. Der verbrannte Diesel ist
weg und die Energie bergab oder beim Bremsen kann nur verheizt werden.
Beim Elektroantrieb kann ein Großteil dieser Energie wieder in den Akku
gesteckt werden.
Stephan S. schrieb:> Zum Tesla Semi: der Akku in meinem aktuellen Auto hat 31,5 kWh nutzbar> und wiegt 318 kg, also 10 kg/kWh. Von der Energiedichte her ginge schon> heute etwas mehr und ein bisschen Entwicklung wird noch drin sein die> kommenden paar Jahre. Vielleicht kann man also von 7 kg/kWh ausgehen.
Zum Tesla Model 3 finde ich 480 kg für nutzbare 75 kWh = 6,4 kg/kWh.
Zum aktuellen Nissan Leaf finde ich 280 kg für 40 kWh = 7 kg/kWh.
Teslas Werbeaussage für den Truck ist "weniger als 2 kWh pro Meile" (125
kWh / 100 km) und die kleinere Konfiguration sei für 300 Meilen gut (480
km). Dazu sind also 600 kWh nötig, was auf Basis der Model 3 Technik auf
3840 kg rausläuft.
Wobei man natürlich noch das Gewicht der übrigen Komponenten des
Antriebssystems einrechnen muss. Die E-Technik dürfte einiges leichter
sein als der Diesel mit Getriebe und Tank.
Irgendwie finde ich Deine Rechnung nicht ganz Plausibel. Dein LKW
verbraucht 200 Liter Diesel und soll als E-LKW aber für 300 € Strom
verbrauchen? Bis jetzt kenne ich das and3rs herum. Mein kleiner Diesel
hat 6,5 Liter in der Stadt gebraucht (Hyundai I30 cw crdi) meine beiden
Kangoo ZE brauchen zwischen 15 und 20 kWh Brutto. Demnach sollte der
Semi eher so mit 200€ Stromkosten klarkommen. Und wie wir vom BMW i3 ja
wissen Spielt Gewicht eine weit aus kleinere Rolle als alle Ingenieure
behauptet haben. CW und CWA werte sind einfach viel wichtiger.
MfG
Michael
A. K. schrieb:> Darunter> waren auch einige, die ich instinktiv mit "Stuss" bedachte. Viele wurden> wieder eingestampft, frassen nur Geld. Es gab aber auch Erfolge.
Fuer eine Firma koennen sich auch Projekte lohnen, die objektiv Stuss
sind. Beispiel: Eine Firma hat ein Oberleitungssystem fuer Lastwagen
emtwickelt, wird sich nie durchsetzen, weil nicht oekonomisch. Fuer die
Firma ist das aber ein voller Erfolg. Sowohl monetaer, als auch fuer die
Publicity.
Noch so ein Beispiel: Mooswand!