Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik LED Lichterkette batteriebetrieben Microcontroller umgehen


von Oliver (Gast)


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Vorwarnung: ich bin nicht vom Fach, nehmt bitte Rücksicht :)

Ich hab eine einfache batteriebetriebene Lichterkette. Sie hat leider 7 
behämmerte Modi die kein Schwein braucht. Nur der letzte Modus ist 
dauerhaft an. Mein Ziel ist es die Kette so umzubauen, dass alle LEDs 
dauerhaft leuchten. Wenn ich die Kette direkt an den Strom anschließe, 
also die Schaltung umgehe, leuchtet nur jede zweite. Ich hab gelesen, 
das es sein kann, das die LEDs immer wechselnd verdrahtet sind. (bin mir 
nicht sicher)

Für mich gibt es jetzt zwei Optionen, die LEDs direkt anzuschließen und 
die Verdrahtung von 40 LEDs zu switchen. (fleißarbeit) Oder die 
Schaltung so zu verändern, dass es nur noch einen Modus gibt.

Ich hab zwei Fotos der Schaltung gemacht.

Könnt ihr mir dabei helfen? :)

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Oliver schrieb:
> Ich hab gelesen,
> das es sein kann, das die LEDs immer wechselnd verdrahtet sind.

Jo, das wird so sein. Polst du deine Versuchsspannung um, leuchten die 
anderen jeweils zweiten.
Der kleine Chip könnte sogar ein 8-Pin PIC sein, wenn die Jungs in Kauf 
nehmen, das jeder Ausgang nur max. 25mA liefern kann. Du bräuchtest also 
wieder eine kleine Vollbrücke, zwischen die du LED Kette hängst. Am 
elegantesten in diesem Fall fände ich wieder einen PIC, aber das wird 
nicht so simpel, wenn du nicht sowieso schon sowas da hast.
Zweite Option wäre für mich ein 74HC14, der Oszillator, Inverter und 
Buffer macht.

von Oliver (Gast)


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Danke, ich guck mal, ob ich das hinbekomme. :)

von Harald W. (wilhelms)


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Oliver schrieb:

> Ich hab eine einfache batteriebetriebene Lichterkette.
> Mein Ziel ist es die Kette so umzubauen, dass alle LEDs
> dauerhaft leuchten.

Benutze einen einfachen (Eisen-)Trafo plus Vorwiderstand.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Harald W. schrieb:
> Benutze einen einfachen (Eisen-)Trafo plus Vorwiderstand.

Bei einer batteriebetriebenen Lichterkette? Wie soll das gehen? Von 
Netzbetrieb war nie die Rede. Ausserdem würde das sehr störend flimmern.
Anbei mein Schaltungsvorschlag. Die Frequenz des Inverteroszillators 
liegt bei etwa f = 1,2 RC und das IC ist ein 74HC14, bei dem alle 6 
Gatter benutzt werden.
Der Vorwiderstand scheint mir in der Originalschaltung bei 1 Ohm zu 
liegen (1R0).

von Harald W. (wilhelms)


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Matthias S. schrieb:

> Bei einer batteriebetriebenen Lichterkette?

Nun, wenn man den Batteriebetrieb braucht, wirds natürlich
etwas komplizierter.

> das IC ist ein 74HC14,

Wenn man einen Buffer wie 4009 o.ä. nimmt, kann man
etwas mehr Strom treiben.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Harald W. schrieb:
> Wenn man einen Buffer wie 4009 o.ä. nimmt, kann man
> etwas mehr Strom treiben.

Der 4009 kann allerdings nur mehr Strom aufnehmen(Sink), aber nicht viel 
liefern (Source), was im Brückenbetrieb wichtig wäre, während das beim 
'14 etwa gleich zwischen Sink und Source ist.
Ausserdem ist der Oszillator mit dem 4009 nicht gut realisierbar.

von Harald A. (embedded)


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Die Gemeinde wird mich für diesen Vorschlag sicherlich grillen, aber ich 
tue es trotzdem. Wenn Du Laie bist, würde ich ein Arduinoboard 
empfehlen. Ja, der Aufwand sind die berühmten Kanonen auf Spatzen, aber 
dafür alles sehr einfach zu realisieren. Das notwendige Programm ist ein 
3..5 Zeiler, den ich oder sonst jemand gerne hier einstelle. Alles 
einfacher als sich eine Multivibratorschaltung auf Lochraster 
aufzubauen.

von hinz (Gast)


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Man kann auch einen zweiten HC14 huckepack...

von hinz (Gast)


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Harald A. schrieb:
> würde ich ein Arduinoboard
> empfehlen.

Er wollte den µC weg haben.

von Harald A. (embedded)


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hinz schrieb:
> Harald A. schrieb:
>> würde ich ein Arduinoboard
>> empfehlen.
>
> Er wollte den µC weg haben.

Steht wo?

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Harald A. schrieb:
> Alles
> einfacher als sich eine Multivibratorschaltung auf Lochraster
> aufzubauen.

Die paar Drähte für die obige Schaltung fädele ich direkt zwischen die 
Pins des 74HC14 und die beiden Bauteile finden da auch Platz. Die 
Luxusversion beinhaltet einen Abblockkondensator am IC :-P
Speisung und LED Kette anschliessen und die Schaltung bei Funktion in 
einen Schrumpfschlauch - das wars.

von Harald A. (embedded)


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Matthias S. schrieb:
> Harald A. schrieb:

> Die paar Drähte für die obige Schaltung fädele ich direkt zwischen die
> Pins

Ja, du oder ich können das. Aber einer, der nicht von Fach ist könnte 
sich damit schwertun.

Aber egal, alles nur Vorschlag. Hiermit eingebracht, der TE hat die 
Wahl.

von hinz (Gast)


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Harald A. schrieb:
> hinz schrieb:
>> Harald A. schrieb:
>>> würde ich ein Arduinoboard
>>> empfehlen.
>>
>> Er wollte den µC weg haben.
>
> Steht wo?

Im Betreff.

von test (Gast)


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Ne, er wollte nur den vorhandenen umgehen weil ihm die Software drauf 
nicht gefällt.

von hinz (Gast)


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Oliver schrieb:
> Vorwarnung: ich bin nicht vom Fach, nehmt bitte Rücksicht :)

test schrieb:
> Ne, er wollte nur den vorhandenen umgehen weil ihm die Software
> drauf
> nicht gefällt.

Es scheint, dass er auch keinen neuen µC will, sondern eine möglichst 
einfache Bastelei. Matthias hat die richtige Richtung gezeigt.

von test (Gast)


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hinz schrieb:
> Matthias hat die richtige Richtung gezeigt.

Da habe ich auch nicht widersprochen :-)

Also entweder nachbauen oder für 2€ ne neue Kette kaufen.

von Harald A. (embedded)


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test schrieb:
> Ne, er wollte nur den vorhandenen umgehen weil ihm die Software drauf
> nicht gefällt.

Ich bin ja meist mit Hinz auf einer Wellenlänge und wo er Recht hat, hat 
er Recht! Aber diesmal bin ich eher mit „Test“ einer Meinung.

von hinz (Gast)


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Harald A. schrieb:
> test schrieb:
>> Ne, er wollte nur den vorhandenen umgehen weil ihm die Software drauf
>> nicht gefällt.
>
> Ich bin ja meist mit Hinz auf einer Wellenlänge und wo er Recht hat, hat
> er Recht! Aber diesmal bin ich eher mit „Test“ einer Meinung.

Meine Glaskugel ist frisch poliert!

von Harald A. (embedded)


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Na gut :-)

von Harald A. (embedded)


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Da fällt mir auf, dass die Platine einen 32kHz Quarz hat - also hat die 
Lichterkette mit hoher Wahrscheinlichkeit einen 6h Timer. Sonst bräuchte 
es keinen Quarz sondern nur den internen RC Oszillator. Der TO müsste 
also noch mitteilen, ob der Timer erhalten bleiben soll. Allerdings wäre 
dann eine Arduino-Lösung auch nicht sparsam genug.

EDIT: Bei haargenauer Auslegung seiner geschriebenen Worte braucht er es 
allerdings nicht.

von Rainer L. (sloopy)


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Nachdem ich vor den Feiertagen die "Elektronik" einer solchen 
Lichterkette
(48 LED's, 3x1,5 V DC) geschrottet hatte, bin ich im WWW auf die Lösung 
gestoßen (s Grafik): AC-Steckernetzteil 9V/200mA (lag hier jahrelang 
rum), Vorwiderstand und Hohlbuchse (beides paßt leicht ins alte Gehäuse) 
und
das Batteriegrab war einmal...

von Stefan F. (Gast)


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Rainer L. schrieb:
> bin ich im WWW auf die Lösung gestoßen: AC-Steckernetzteil

War das in diesem vorliegenden Thread?

Harald W. schrieb:
> Benutze einen einfachen (Eisen-)Trafo plus Vorwiderstand.

von StefanK (stefanka)


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Weihnachten ist ja nun vorbei und man kann sich wieder ernsthaften 
Themen zuwenden ;-)

Weiß jemand, was das für ein uC ist? Ein PIC, ein ATtiny?

Diese Nummern sind aufgedruckt:
180605 863D

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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StefanK schrieb:
> Weiß jemand, was das für ein uC ist?
Ich würde da als Hersteller von zigtausenden Lichterketten einen ASIC 
machen, der die FSM für die Programme und die Leistungstreiber für die 
LEDs enthält.

StefanK schrieb:
> 180605
Wie alt ist die Lichterkette? Denn der 5.6.2018 passt verdächtig zum 
Datum 26.11.2018, das auf der Leiterplatte auftaucht.

von H. H. (hhinz)


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StefanK schrieb:
> Weiß jemand, was das für ein uC ist? Ein PIC, ein ATtiny?

Viel zu teuer!


> Diese Nummern sind aufgedruckt:
> 180605 863D

Wird ein Padauk PMS150G sein, kundenspezifisch vorprogrammiert und 
beschriftet.

von StefanK (stefanka)


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2018 kann schon hinkommen.
Schaltplan anbei.

Was ist ein Padauk? So was wie FPGA? Ist es OTP, oder könnte man es 
selbst programmieren?

von Thomas R. (thomasr)


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StefanK schrieb:
> 2018 kann schon hinkommen.
> Schaltplan anbei.
>
> Was ist ein Padauk? So was wie FPGA? Ist es OTP, oder könnte man es
> selbst programmieren?

Etwas mehr Eigeninitiative wäre doch sinnvoll:

https://www.padauk.com.tw/en/product/index.aspx

von H. H. (hhinz)


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StefanK schrieb:
> Was ist ein Padauk?

Ein Halbleiterhersteller.

https://www.padauk.com.tw/index_en.aspx


> So was wie FPGA? Ist es OTP, oder könnte man es
> selbst programmieren?

Sicher nicht umprogrammierbar.

Aber da es keine externe Leistungsstufe gibt wird wohl Lothar recht 
haben: ASIC.

von StefanK (stefanka)


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> Etwas mehr Eigeninitiative wäre doch sinnvoll:
Stimmt, aber trotzdem danke 😉

D.h. daß man mit dem Chip ausser Geblinke wohl nichts anfangen kann.

Immerhin, das wasserdichte Gehäuse ist interessant, z.B. für einen 
batteriebetriebenen Umweltdatenlogger.

von Ralf X. (ralf0815)


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StefanK schrieb:
> Immerhin, das wasserdichte Gehäuse ist interessant, z.B. für einen
> batteriebetriebenen Umweltdatenlogger.

Gerade Feuchte-/Regensensoren wären da gut geschützt.:-)

von StefanK (stefanka)


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Du meinst die Feuchtigkeitsmessung im Inneren des Gehäuses?

Ich dachte da eher an einen Temperatursensor im Inneren des Gehäuses. Es 
hat IP44 und sollte Regen standhalten, ohne abzusaufen.

von Bernd K. (bmk)


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Hier ein alter Beitrag von mir, der zur Anfrage passt mit 2 ICs.

Beitrag "Re: Quick&dirty - schnelle Problemlösungen selbst gebaut"

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