Forum: Haus & Smart Home Heizungsregelung selber bauen


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von Johannes S. (jojos)


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Ich möchte das Thema Heizungssteuerung in Angriff nehmen. Eine 
Gasheizung liefert das warme Wasser und von da geht es über mehrere 
Heizkreise in die Wohnungen. Das wird bisher mit Viessmann Novamatik-WS 
Steuergräten analog geregelt. An dieser Stelle wollte ich ansetzen und 
diese Kisten ersetzen. Die sind in die Jahre gekommen, ich konnte zwar 
noch zwei reparieren, aber ich denke mit µC kann man die Heizung besser 
steuern und vor allem überwachen.
So nach ersten Überlegungen fällt mir folgendes dazu ein:
- System mit einem zentralen Controller für die Steuerung der Heizkreise
- jeder Heizkreis bekommt einen µC für die Ansteuerng des 
Mischerventils, Eingänge für Vor/Rücklauftemperatur, evtl. Bedientaster 
und  und Display. Letzteres nicht unbedingt nötig weil die Daten zentral 
gesammelt werden und noch mechanische Thermometer vorhanden sind.
- Die dezentralen Controller sollen über einen Bus (I2C) an den 
zentralen Controllern angeschlossen werden um den Verdrahtungsaufwand 
gering zu halten. Diese Controller sollen 'dumm' sein und nicht selber 
regeln.
- der zentrale Controller soll autark arbeiten, ohne das ein Host PC 
oder RPi nötig ist.
- Kommunikation des Controllers über LAN mit weiterer HA Hardware für 
Temp.Vorgaben, Einstellungen im Webinterface, Logging usw.
- Bedienung Mischventil: DC-Getriebemotor oder Schrittmotor? Bei der 
Novamatik sind DC-Getriebmotoren drin und haben ein sattes Drehmoment. 
Der Mischer ist im Normalfall sehr leichtgängig, aber es wird schon 
einen Grund haben das so ein kräftiger Antrieb drin ist. Backen die 
Ventile häufig zu? Um das zu vermeiden würde ich z.B. täglich das Ventil 
von Endschalter zu Endschalter fahren um das zu vermeiden. So könnte 
auch eine Mischerstörung detektiert werden. Ein Schrittmotor würde mir 
besser gefallen, oder ist die DC Motor Lösung sparsamer?
- Die Novamatik ist mit 20 W Nennleistung angegeben, gemessen habe ich 9 
W. In den 20 W ist evtl. noch die Reserve für Zubehör eingerechnet. 
Jetzt sind 6 Steuerungen vorhanden, also knapp 100 W die dauernd gezogen 
werden. Das lässt sich digital sicher unterbieten.
- Zuverlässigkeit ist natürlich sehr wichtig.

Hat hier jemand schonmal seine Heizungssteuerung selbst 
gebaut/optimiert?

von Frank B. (frank-dx)


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von Johannes S. (jojos)


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Danke, das ist schonmal die richtige Richtung.
Konkret suche ich gerade Anlegefühler um die Vor/Rücklauftemp. erstmal 
loggen zu können. Soetwas etwa:
https://www.sensorshop24.de/temperaturfuehler/rohranlegefuehler/rohranlegefuehler-mit-messinghuelse/rohranlegefuehler-mit-messinghuelse-bis-105-c-15df65d/a-96823
oder sowas:
https://www.reichelt.de/platin-temperatur-sensor-kl-b-1000-ohm-m-310-b-pt1000-p151232.html?&trstct=pos_6
da müsste man aber schon wegen der Befestigung basteln.
Hat dazu jemand bessere Vorschläge?

von MiWi (Gast)


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Johannes S. schrieb:
> Ich möchte das Thema Heizungssteuerung in Angriff nehmen. Eine
> Gasheizung liefert das warme Wasser und von da geht es über mehrere
> Heizkreise in die Wohnungen. Das wird bisher mit Viessmann Novamatik-WS
> Steuergräten analog geregelt. An dieser Stelle wollte ich ansetzen und
> diese Kisten ersetzen. Die sind in die Jahre gekommen, ich konnte zwar
> noch zwei reparieren, aber ich denke mit µC kann man die Heizung besser
> steuern und vor allem überwachen.
> So nach ersten Überlegungen fällt mir folgendes dazu ein:
> - System mit einem zentralen Controller für die Steuerung der Heizkreise
> - jeder Heizkreis bekommt einen µC für die Ansteuerng des
> Mischerventils, Eingänge für Vor/Rücklauftemperatur, evtl. Bedientaster
> und  und Display. Letzteres nicht unbedingt nötig weil die Daten zentral
> gesammelt werden und noch mechanische Thermometer vorhanden sind.
> - Die dezentralen Controller sollen über einen Bus (I2C) an den
> zentralen Controllern angeschlossen werden um den Verdrahtungsaufwand
> gering zu halten. Diese Controller sollen 'dumm' sein und nicht selber
> regeln.
> - der zentrale Controller soll autark arbeiten, ohne das ein Host PC
> oder RPi nötig ist.
> - Kommunikation des Controllers über LAN mit weiterer HA Hardware für
> Temp.Vorgaben, Einstellungen im Webinterface, Logging usw.
> - Bedienung Mischventil: DC-Getriebemotor oder Schrittmotor? Bei der
> Novamatik sind DC-Getriebmotoren drin und haben ein sattes Drehmoment.
> Der Mischer ist im Normalfall sehr leichtgängig, aber es wird schon
> einen Grund haben das so ein kräftiger Antrieb drin ist. Backen die
> Ventile häufig zu? Um das zu vermeiden würde ich z.B. täglich das Ventil
> von Endschalter zu Endschalter fahren um das zu vermeiden. So könnte
> auch eine Mischerstörung detektiert werden. Ein Schrittmotor würde mir
> besser gefallen, oder ist die DC Motor Lösung sparsamer?
> - Die Novamatik ist mit 20 W Nennleistung angegeben, gemessen habe ich 9
> W. In den 20 W ist evtl. noch die Reserve für Zubehör eingerechnet.
> Jetzt sind 6 Steuerungen vorhanden, also knapp 100 W die dauernd gezogen
> werden. Das lässt sich digital sicher unterbieten.
> - Zuverlässigkeit ist natürlich sehr wichtig.
>
> Hat hier jemand schonmal seine Heizungssteuerung selbst
> gebaut/optimiert?

Ich hab hier eine handvoll Heizkreisplatinen mit AVR CAN128. Also kein 
I2C sondern CAN. Die sind in einem Projekt nicht verbaut worden und ich 
geb sie  für 50€/Baugruppe inkl Doku (es ist nicht alles bestückt) her.

Du müsstest halt from scratch programmieren, denn der Code von damals 
ist nicht "frei".

Wenn Du Interesse hast gib bescheid, dann schreibe ich Dich an.

MiWi

von Johannes S. (jojos)


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MiWi schrieb:

> Ich hab hier eine handvoll Heizkreisplatinen mit AVR CAN128. Also kein
> I2C sondern CAN. Die sind in einem Projekt nicht verbaut worden und ich
> geb sie  für 50€/Baugruppe inkl Doku (es ist nicht alles bestückt) her.

Danke für das Angebot,
CAN ist als Bus vielleicht besser, das ist eine gute Idee, aber als µC 
möchte ich auf jeden Fall  Cortex-M einsetzen.

von Lutz (Gast)


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"Wohnungen" hört sich schon mal nach Vermietung an. Nicht gut...
Wenn ich das jetzt auf die Schnelle richtig verstanden habe, willst du 
nur die Hydraulik regeln bzw. die alten Dinger dafür ersetzen?
Grundsätzlich kann ja eine Gasheizung schon hervorragend modulieren und 
den Wärmebedarf regeln. Im Optimum soll also der Volumenstrom durch 
jeden Heizkörper konstant sein das Haus nur mit der Heizkurve temperiert 
werden.
Mischer bedeuten schon mal, daß die Vorlauftemperatur höher als 
notwendig sein muß. Es wäre zum Sparen also am sinnvollsten, nach einem 
hydraulischen Abgleich die Heizkurve richtig einzustellen 
(Grundberechnung und dann Feintuning experimentell über einige Wochen 
bei Kälte). Dazu muß man aber sein Heizverhalten komplett ändern. Also 
mal schnell in 15 Minuten den Raum aufheizen ist dann nicht mehr. Und 
das kann man mit Mietern leider vergessen!

Schau mal auf haustechnikdialog.de rein, da ist jede Menge wissenswertes 
zu finden.

von Lutz (Gast)


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Das ist ja auch kein Ausschlußkriterium. Schau dir z.B. mal die LPC11C24 
an, die haben sogar schon den Transceiver onboard.

von Johannes S. (jojos)


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Lutz schrieb:
> Schau dir z.B. mal die LPC11C24

genau die würde ich bei CAN nehmen, habe auch noch zwei LPCXpresso11C24. 
Habe nur mit CAN bisher nichts gemacht, aber das ist kein 
Hinderungsgrund. Der Bus wäre ca. 5m lang, das ginge mit I2C auch noch, 
da hätte ich LPC824 genommen. Aber ok, ich denke ich es wird CAN.

von Johannes S. (jojos)


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Lutz schrieb:
> "Wohnungen" hört sich schon mal nach Vermietung an. Nicht gut...

Ja, im Moment habe ich drei Etagen für mich, OG, EG und bewohnter 
Keller. Im EG ist alles FBH, früher war da noch eine Heizung im Aqarium 
mit 5.000 Liter, das ist jetzt stillgelegt. Und als Krönung hatte mein 
Vater noch ein Gewächshaus mitbeheizt, auch das ist schon abgeklemmt.
Dann sind 3 weitere Wohnungen und eine 300 m² Halle dran, dieser Teil 
wird gerade verkauft.
Befeuert wird das von einem Doppelkessel mit 2x45 kW, letzter 
Jahresverbrauch war 116.000 kWh, da ist reichlich Optimierungsbedarf...
Die "Experimente" mache ich erstmal nur in meinem Teil, das sind schon 
drei Heizkreise.
Wie der hydraulische Abgleich bei so einer Anlage aussieht oder ob der 
jemals gemacht wurde weiss ich nicht, habe den Heizungsbauer diese Woche 
nicht ans Telefon bekommen. Die FBH war jedenfalls total beschissen 
eingestellt, da wurde sich leider zu lange nicht drum gekümmert. Es kann 
also nur besser werden...

Lutz schrieb:
> Schau mal auf haustechnikdialog.de rein,

das habe ich auch schon entdeckt und da einiges gelesen. Das Thema ist 
nicht neu und es gibt auch viele kleine innovative Buden die 
intelligente Steuerungen anbieten. Wenn man sich aber mal selber aus 
Entwicklersicht mit den Dingen beschäfftigt weiss man besser worauf man 
achten muss.
Danke für deine konstruktiven Tipps.

: Bearbeitet durch User
von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Johannes S. schrieb:
> aber ich denke mit µC kann man die Heizung besser
> steuern und vor allem überwachen.
Heizungsregler gibte es viele von namhaften Herstellern. µC ist da seit 
20-30 Jahren eigendlich immer an Bord.
Danfoss ECL, Samson Trovis,....
Einen abgerauchten Danfoss ECL bekomme ich am ersten Weihnachtsfeiertag 
beim Grosshändler und der USB Stick mit dem Backup hängt im 
Heizungskeller und ist in 5 min. eingespielt.

Hydraulische Regler haben Vorteile - diese sind in den einschlägigen 
Lehrbüchern gelistet. z.B sind diese von einer Versorgungsspannung 
unabhängig. Hydraulische Volumenstrom- und Temperaturregler gibt es seit 
vielen vielen Jahren und diese sind sehr betriebssicher. Das mit dem Log 
ist natürlich schwieriger.

> So nach ersten Überlegungen fällt mir folgendes dazu ein:
> - System mit einem zentralen Controller für die Steuerung der Heizkreise
> - jeder Heizkreis bekommt einen µC für die Ansteuerng des
> Mischerventils, Eingänge für Vor/Rücklauftemperatur, evtl. Bedientaster
> und  und Display. Letzteres nicht unbedingt nötig weil die Daten zentral
> gesammelt werden und noch mechanische Thermometer vorhanden sind.
Mache dir Gedanken wer das zukünfigt warten soll und welche Doku dafür 
benötigt wird.

> - Die dezentralen Controller sollen über einen Bus (I2C)
Welche Abstände sind zu überbrücken I2C ist nicht als Feldbus entwickelt 
und hat ab ein paar Metern Kabellänge Herausforderungen.
Ein 0...10V Signal ist nicht zu verachten.

> an den
> zentralen Controllern angeschlossen werden um den Verdrahtungsaufwand
> gering zu halten. Diese Controller sollen 'dumm' sein und nicht selber
> regeln.
Damit baust du dir einen "Single Point of failure". GLT Anlagen sind 
normal in Haupt- und Unterzentralen gegliedert um den Ausfall zu 
begrenzen.

> - der zentrale Controller soll autark arbeiten, ohne das ein Host PC
> oder RPi nötig ist.
Naja wann der Controller ein Computer wird wurde schon diskutiert: 
Beitrag "unterschied microcontroller , microprozessor , microcomputer"
Wenn du verschlüsselt zugreifen willst dann braucht es mehr Rechenkraft, 
als wenn du nur mulitplizieren und addieren willst.

> - Kommunikation des Controllers über LAN mit weiterer HA Hardware für
> Temp.Vorgaben, Einstellungen im Webinterface, Logging usw.

> - Bedienung Mischventil: DC-Getriebemotor oder Schrittmotor?
Ventilaktuatoren gibt es fertig und mit für das Ventil passenden 
mechanischem Anschluss. Ausführung nach Weg- und Kraftanforderung des 
Ventils. Kauft man Antrieb und Ventil vom selben Hersteller hat man ein 
Kennlinienproblem weniger.


> Bei der
> Novamatik sind DC-Getriebmotoren drin und haben ein sattes Drehmoment.
> Der Mischer ist im Normalfall sehr leichtgängig, aber es wird schon
> einen Grund haben das so ein kräftiger Antrieb drin ist.
Eben. Was ist "sattes Drehmoment" in Nm? Welches Drehmoment ist vom 
Ventil gefordert?

> Backen die Ventile häufig zu?
Welche Rohrmaterialen welche Qualität des Heizmedium "Wasser", welcher 
statische und welcher dynamische Druck?

> Um das zu vermeiden würde ich z.B. täglich das Ventil
> von Endschalter zu Endschalter fahren um das zu vermeiden.
Ventilmotionsprogramme hat normal jeder moderne 08-15 Controller. Das 
hilft aber nicht gegen Termospannungen in der Passung - heir braucht es 
Moment.

> So könnte
> auch eine Mischerstörung detektiert werden.
Man kann Ventilantriebe mit Rückmeldung kaufen. Neben der 
Stellungsrückmeldung ist eine Fremdkörperdetektion nicht zu verachten. 
Ventilsitzerkennung ist auch gut. Zudem kann man sich aus den IST-Werten 
der Regelung Alarmsituationen errechnen.
Zwangssteuerung ist IMHO ein must-have, damit man den Betrieb manuel 
aufrechterhalten kann bis der Fehler gefunden und beseitigt ist.

> Ein Schrittmotor würde mir
> besser gefallen, oder ist die DC Motor Lösung sparsamer?
Ein Heizkreis ist eine langsamer, träger Regelkreis. Es gibt sehr viele 
Heizkreise die mit dem reinem I-Verhalten der termischen Stellantriebe 
klar kommen. Ein Motor braucht nur dann Strom wenn er stellt. Egal ob 
nun Step motor oder DC Getriebe. Egal og Siemens Acvatix, Belimo, 
Danfoss, IMI TA,....

> - Die Novamatik ist mit 20 W Nennleistung angegeben, gemessen habe ich 9
> W. In den 20 W ist evtl. noch die Reserve für Zubehör eingerechnet.
Natürlich. Leistungsbedarfsspitzen der Aktoren sollen ja nicht dem 
Controller den Strom klauen und abstürzen lassen.

> Jetzt sind 6 Steuerungen vorhanden, also knapp 100 W die dauernd gezogen
> werden. Das lässt sich digital sicher unterbieten.
100 W dauernd ist natürlich heftig. Was du mit "6 Steuerungen" meinst 
ist mir jedoch unverständlich.

> - Zuverlässigkeit ist natürlich sehr wichtig.
Hier kommen die Handelslösungen wieder ins Spiel. Den Samson 
Trovis/Danfoss/etc haben ihre Hard- und Software 10.000 mal getestet. 
Servicepartner kann man anrufen, ... Ersatzteile sind sofort verfügbar.



Du spähst vielleicht einen Funktionsumfang wie den Samson Trovis 5578 
an:
Hier die ca 200 seitige Funktionsdokumentation:
https://www.samson.de/document/e55780de.pdf
... zugegeben die Hardware ist den Preis nicht Wert. Aber irgendwie 
müssen die Softwareleute ja auch Geld verdienen. Funktionsprogramme sind 
100% bugfrei implementiert und vollständig dokumentiert. Direkt zum 
kopieren.

Womit willst du termisch kalibrieren und hydraulisch einregeln? Kannst 
du Rauchgasverluste messen und loggen?

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Johannes S. schrieb:
> Danke, das ist schonmal die richtige Richtung.
> Konkret suche ich gerade Anlegefühler um die Vor/Rücklauftemp. erstmal
> loggen zu können. Soetwas etwa:

> 
https://www.reichelt.de/platin-temperatur-sensor-kl-b-1000-ohm-m-310-b-pt1000-p151232.html?&trstct=pos_6
> da müsste man aber schon wegen der Befestigung basteln.
Den kriegst du nicht vernünftig montiert.

Reichelt BB RF PT100 und ne Rohrschelle - alles unter der Isolierschale.
Rohranlegefühler ist nicht genau und ist langsam. Sollte aber erstmal 
reichen.

> Hat dazu jemand bessere Vorschläge?
Wo hast du welche Messtaschen in der Anlage? Nirgens, keine?
Wie sind die analogen Termometer montriert?

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Johannes S. schrieb:

> Wie der hydraulische Abgleich bei so einer Anlage aussieht oder ob der
> jemals gemacht wurde weiss ich nicht, habe den Heizungsbauer diese Woche
> nicht ans Telefon bekommen.
"So eine Anlage" gibt es nicht. Am bessten ist es den Line-walk zu 
machen. Alle Ventile und Dimensionen notieren, kvs Werte und ein 
Anlagenschema erstellen. Wenn man kann unterwegs Volumenstrom und 
Temperatur messen.


Wenn da irgendwo dynamische Regulierungsventile sind und die hängen oder 
sonstwie stehen, tja, dann weiss man wo der erste Hase im Pfeffer liegt.
Ausserdem kann es schlimm enden, wenn man zentral was regelt und 
dezentral regelt was anderes. Das wackelt der Schwanz dann mit der Kuh.

von Lach (Gast)


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Sebastian L. schrieb:
> der USB Stick mit dem Backup hängt im

... ist wahrscheinlich 5 Jahre alt (oder wie oft gehen die 
Heizungssteuerungen kaputt?) und im Zweifel nicht mehr lesbar.

von Lach (Gast)


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Sebastian L. schrieb:
> "So eine Anlage" gibt es nicht.

Bu bist doch in Heizungen beruflich unterwegs. Was machst du denn da 
hauptsächlich für Anlagen?
Solche Anlagen wie der TO beschreibt gibt es viele. Vor allem 
Einfamilienhäuser oder kleinere Wohnanlagen wo der inzwischen 65 jährige 
Heizungsbauer mit 2 Angestellten seit über 30 Jahren rumflickt und 
stückweise erweitert hat.

von Reiner O. (elux)


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Sebastian L. schrieb:
> Johannes S. schrieb:
>> Konkret suche ich gerade Anlegefühler um die Vor/Rücklauftemp. erstmal
>> loggen zu können.

>> Hat dazu jemand bessere Vorschläge?

Ich benutze DS18B20 wie diese hier: ebay 332904807417

Am Vor- bzw. Rücklauf habe ich die mit jeweils zwei Kabelbändern am Rohr 
festgezurrt, Rohrisolierung drum und gut.

Aus meiner Sicht bringen diese Sensoren diverse Vorteile: 
werkskalibriert, Bus-System, einstellbare Genauigkeit und der Preis ist 
auch nicht schlecht. Unter Linux gibt es Treiber dazu und die Temperatur 
wird direkt ausgelesen, ohne Kopfstände mit Kennlinienanpassung etc.

Just my 2 Cents

Elux

von Johannes S. (jojos)


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Sebastian L. schrieb:
> Heizungsregler gibte es viele von namhaften Herstellern. µC ist da seit
> 20-30 Jahren eigendlich immer an Bord.

Danke für deine ausführliche Antwort.
Die Viessmann Relegungen die da verbaut sind waren 1990 modern, die sind 
aber wie geschrieben komplett analog und nur aufwändig per Kabel 
fernsteuerbar.
Was ich steuern möchte ist das 3-Wege Ventil das den kalten Rücklauf in 
den Vorlauf mischt. Diese Ventile sind sehr leichtgängig, deshalb 
tendiere ich zu einem Schrittmotor als Antrieb.
Über Wartung habe ich mir natürlich auch Gedanken gemacht. Über passende 
Komponenten und Dimensonierung muss das langlebig sein. Für das Netzteil 
ein Ersatz zum Stecken, Netzteile kann man auch überwachen. Der akutelle 
Ausfall in der Novamatik war auch ein defekter Elko im Netzteil, das 
übliche.
Beim Ausfall meiner Steuerung kann der Mischer immer noch von Hand 
geöffnet werden, das ist einfach wenn der Antrieb ein Schrittmotor ist. 
An der Kesselsteuerung mache ich nichts, das wäre mir auch zu heikel. 
Aber auch da gibt es wilde YT Videos... Von den Novamatik Kisten bekommt 
der Kessel über einen potentialfreien Kontakt nur das Einschaltsignal 
wenn die Mindesttemperatur für den Vorlauf nicht reicht. Und die alten 
Komponenten werde ich nicht entsorgen, die Mischersteuerung kann immer 
noch mit ein paar Handgriffen auf die alte Novamatik zurückgebaut 
werden.
Den I2C habe ich schon verworfen, CAN gefällt mir besser und eine 
Kommunikation zwischen einem LPC11C24 und Bluepill STM32F103 habe 
gestern noch hinbekommen.
Die einzelnen Heizkreisregler mache ich doch autark, mit dem single 
point of failure beim zentralen Controller hast du Recht. Den sehe ich 
aber trotzdem als Brücke CAN-Ethernet vor. Der Heizkreisregler würde 
dann nur das machen was die Novamatik bisher auch gemacht hat, nur das 
ich die Steilheit/Offset der Heizkennlinie bequemer einstellen und die 
Temperaturen besser kontrollieren kann.
Als Rohranlegefühler habe ich jetzt zum Testen diese bestellt:
https://www.pollin.de/p/rohr-anlegefuehler-mit-sensor-ni1000-3-m-180031
MCU für den Regler wird ein LPC1549, etwas überdimensioniert aber dafür 
mit reichlich Reserven. Als CAN Transceiver habe ich TJA1042/3 
https://www.mouser.de/ProductDetail/nxp/tja1042t-3118/?qs=O%2f7ihdSJpeZkVRiw7x%252bBEg==&countrycode=DE&currencycode=EUR
ausgesucht, unglaublich was für eine Vielfalt es da gibt. PESD1CAN 
Schutzdioden kommen auch rein, das sollte für ein 5 m Segmant reichen?
Ein Display und ein paar Tasten sehe ich für lokale Bedienung auch vor, 
damit sollte ein Heizungsbauer im Notfall auch klar kommen wenn ich 
nicht da bin.
Im Anhang ein Bild vom defekten Elko und die anlaoge Steuerplatine. 
Weiss hier jemand wofür der Schiebeschalter S2 ist? Eventuell für die 
Umschaltung auf konstante Vorlauftemperatur? Sowas soll die Kiste auch 
können, ist aber nicht in der Benutzerdoku beschrieben.
Und ein Bild von den ganzen Mischern, ganz links fehlt noch einer für 
die FBH, das war der defekte.

von temp (Gast)


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Die Auswahl des Controllers für den Regler würde ich auch davon abhängig 
machen mit was für libs du arbeiten willst. Falls low level auf die 
µC-Register (meine bevorzugte Variante) spielt das weniger die Rolle. 
Wenn ich aber auf eine Highlevel-Lib angewiesen wäre, würde ich mbed 
nehmen. Und wenn dann gleich den LPC1768/9. Eventuell ist ja so ein 
Board als Basis denkbar:

https://www.hotmcu.com/lpc1768minidk2-development-board-28-tft-lcd-p-12.html

Da ist alles drauf was man braucht und vor allem auch Ethernet. Und auch 
2mal CAN, was auch nicht unwichtig sein kann.

Der LPC1549 ist was wenn du die speziellen Timer nutzen willst die da 
drauf sind. Das wird aber bei einer Heizungsregelung nicht der Fall 
sein.

Das mit den PESD1CAN Schutzdioden wird meines Erachtens nach in dem Fall 
überbewertet. Noch dazu bei 5m. Aber den Platz kann man dafür vorsehen.

Je nach Umfeld kann man natürlich auch über isolierte CAN Tranceiver 
nachdenken wie ISO1050. Wenn der Platz auf dem PCB incl. DC/DC Wandler 
vorgesehen ist. Der ist zwar etwas teurer aber das dürfte im Rauschen 
untergehen. Ich hab bei mir aktuell ca. 20 am Hausbus mit 100kbaud und 
in mehreren Jahren keinen Ausfall.
Das mit der galv. Trennung wird immer dann wichtig, wenn am etwas 
längeren Bus Teilnehmer hängen die separat versorgt werden und auf dem 
GND Potentialunterschiede auftreten.

von Johannes S. (jojos)


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temp schrieb:
> https://www.hotmcu.com/lpc1768minidk2-development-board-28-tft-lcd-p-12.html
>
> Da ist alles drauf was man braucht und vor allem auch Ethernet. Und auch
> 2mal CAN, was auch nicht unwichtig sein kann.

das habe ich auch in meiner Sammlung :) Und ich mache das mit mbed, 
darum habe ich eine grosse Auwahl an MCUs ohne ein Jahr für die 
Programmierung zu brauchen.
Den LPC1549 weil der genug Platz für das mbed-os mit RTOS hat, sonst 
ginge auch das Bluepill mit mbed 2 gut.
Das soll schon alles auf eine Platine, nicht aus Chinamodulen mit 
Dupontkabeln zusammengestoppelt. Die Platinen dann n-mal für die 
Heizkreise + Reserve. Für das CAN-Ethernet Gateway doch ein Chinaboard, 
das STM32F407 oder ein STM Discovery, mal sehen. Wichtig wäre das 
erstmal der Regler autark läuft, dann ist Fernbedienung die Zugabe.

Sebastian L. schrieb:
> Du spähst vielleicht einen Funktionsumfang wie den Samson Trovis 5578
> an:
> Hier die ca 200 seitige Funktionsdokumentation:
> https://www.samson.de/document/e55780de.pdf

habe ich mal durchgeblättert, ja, ist eine Menge drin. Aber die 
Komfortsachen wie Nutzungszeiten, Partymodus, Ferienzeiten usw. möchte 
ich nicht im Keller einstellen. Schon an der Novamatik nervte es an 6 
Kisten mit den fummeligen Gummitasten die Schaltuhren einzustellen.

von temp (Gast)


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Johannes S. schrieb:
> Den LPC1549 weil der genug Platz für das mbed-os mit RTOS hat, sonst
> ginge auch das Bluepill mit mbed 2 gut.

Ok. Kann man machen. Für mich würde bei einem schnarchlangsamen 
Heizungsregler kein RTOS in Betracht kommen, aber das muss jeder für 
sich entscheiden. Meistens sind die einzelnen Threads ja nicht völlig 
losgelöst von einander und das was man an der einen Stelle spart, 
investiert man dann in die Verriegelung und Synchronisation.
Und ich persönlich würde solche fetten Libs erst dann verwenden, wenn 
man sie nur einmal in den Flash programmieren müsste und während der 
Entwicklung nur noch die eigenen Bestandteile geflasht werden müssten. 
Mich nerft jede Sekunde die ich dem j-link beim Programmieren zusehen 
muss, und der ist schon schnell.
Aber wie gesagt. Das kann jeder machen wie er denkt und es sollte nicht 
als Kritik verstanden werden.
Noch ein anderer Hinweis, beim LPC1549 weiss ich es nicht aber die 
LPC11Cxx haben einen CAN-Bootloader im Rom. Das wird sicher bei dir 
wichtig wenn du viele Knoten fest irgendwo verbaut hast. Damit ist die 
CAN-Baudrate dann auf 100kbit festgelegt und auch in der Software sind 
einige Besonderheiten zu berücksichtigen. Auf alle Fälle darf man den 
Punkt nicht vergessen wenn man Leiterplatten entwickelt.

von Johannes S. (jojos)


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temp schrieb:
> Ok. Kann man machen. Für mich würde bei einem schnarchlangsamen
> Heizungsregler kein RTOS in Betracht kommen,

ja, da hast du Recht, das ist nicht nötig und geht natürlich auch mit 
einem 8 Bitter. Aber ich bin mit RTOS gross geworden und mag es so :) 
Wichtig ist das die Regelung läuft und nicht von fehlerhafter 
Kommunikation oder anderem Schnickschnack blockiert werden kann.

> Noch ein anderer Hinweis, beim LPC1549 weiss ich es nicht aber die
> LPC11Cxx haben einen CAN-Bootloader im Rom.

ja, den hat der auch, zusätzlich aber auch einen USB Bootloader, kann 
also einfach per Servicelaptop und USB Kabel programmiert werden. Die 
100 kBit für den CAN Bus reichen auch dicke.

von Joe G. (feinmechaniker) Benutzerseite


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Nimm ein ordentliches ausbaufähiges System [1], da kannst du dann noch 
genug dran programmieren. Eine Heizung bzw. Heizungssteuerung muß sicher 
funktionieren. Immer, bei Tag und Nacht, unter jeder Bedingung. Also 
keine Frickelei, dass wird eine endlose frustrierende Baustelle.

[1] https://www.ta.co.at/frei-programmierbar/

von temp (Gast)


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Joe G. schrieb:
> Nimm ein ordentliches ausbaufähiges System [1], da kannst du dann noch
> genug dran programmieren. Eine Heizung bzw. Heizungssteuerung muß sicher
> funktionieren. Immer, bei Tag und Nacht, unter jeder Bedingung. Also
> keine Frickelei, dass wird eine endlose frustrierende Baustelle.

Warum glauben hier eigentlich immer welche die Moralapostel spielen zu 
müssen. Warum soll ein selbst entwickeltes System nicht genauso 
zuverlässig arbeiten wie ein gekauftes? Das haben auch bloß Menschen 
entwickelt.
Wer hier glaubt jedes selbst gebaute Projekt ist Frickelei der hat den 
Schuss nicht gehört. In der heutigen Zeit kann man selbst für viel Geld 
oft nur Geräte kaufen kann die auf Markenaussagen optimiert sind aber 
nicht auf Zuverlässigkeit. Und wenn dann der Rotstift drüber gegangen 
ist bleibt nur noch Müll übrig. Das zieht sich durch alle Preisklassen.
Auch die Argumente mit der Wartbarkeit ziehen nicht. Wenn wie im obrigen 
Beispiel mehrere gleiche Einheiten verbaut werden, sollten immer ein 
paar übrig bleiben die auch ein Dorfelektriker tauschen kann.

Joe G. schrieb:
> [1] https://www.ta.co.at/frei-programmierbar/

Alles ganz nett. Wenn ich mir aber vorstelle wie ein durchschnittliches 
Heizungs- oder Elektrikerunternehmen mit solchen Konstellationen umgeht 
wenn es sie beim Kunden antrifft, weiss ich genau was passiert. Da wird 
ein paar mal mit ernster Miene drauf geguckt und dann gesagt das ist 
kaputt und muss getauscht werden. Am besten gegen etwas was man selbst 
immer verwendet und zu 10% verstanden hat. Die Preise die dann im Raum 
stehen sind auch bekannt. Und ob es das was da verlinkt wurde in 3 
Jahren noch gibt weiß auch keiner.

Jetzt fehlen noch Hinweise auf Versicherungen und Wiederverkaufswert, 
dann ist die Skeptikerliste komplett. Mir z.B. ist der 
Wiederverkaufswert meines EFH komplette egal. Ich lebe jetzt und heute 
in dem Haus. Und habe es zum großen Teil auch selbst gebaut. Fundamente 
mit der Schubkarre gegossen, Betondeckenträger händisch verlegt, jeden 
Stein 3mal in der Hand gehabt, jeden Sack Zement wenigstens 2 mal auf 
den Rücken gehabt, Fenster ,Türen, Fußböden, Elektrik u.u.u. selbst 
gemacht. Klar mit über 60 mache ich auch keine Tiefbauarbeiten mehr mit 
der Schaufel. Aber den Respekt vor dem können der Spezialisten habe ich 
lange verloren. Die kochen alle nur mit Wasser. Und wer etwas helle war 
als es um die Ausbildung ging friert sich heute nicht den Arsch auf 
einer Baustelle ab.
Also mein Fazit, lass dich von den Bedenkenträgern hier nicht irre 
machen und zieh dein Ding durch.

von Peter H. (borntopizza)


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Hi,

ich bin dabei sowas auch zu bauen. Ich bin eigentlich schon fertig, muss 
nur noch die ein oder andere kleine änderung machen. Wenn ich morgen 
zuhause bin kann ich noch ein wenig was posten. Bei mir ist es so, dass 
der Mikrocontroller der die Relais für die Ventile steuert, vom anderen 
µ-Controller gesagt bekommt wann er die Relais an bzw. ausschalten soll.

Ich habe die Steuerung mit POE versorgt, ein ATMEGA 328 als µController 
und ein ENC28J60 Modul pro Mikrocontroller. Die POE Module habe ich aus 
den TP Link Splittern ausgebaut.

Ich weiss Layout ist nicht das schönste, aber ändere ich wahrscheinlich 
noch!

Viele Grüße

Peter

von Joe G. (feinmechaniker) Benutzerseite


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Du nennst es Moralapostel ich nenne es Erfahrung. Deine 
Hausbauererfahrung kann ich teilen, vom Fundament bis zur Elektrik und 
Heizung alles in Eigenarbeit. Und gerade deshalb mein Hinweis auf 
Zuverlässigkeit. Mir persönlich ist es zu viel alle ½ Jahre sich mit der 
Heizung zu beschäftigen. Auch wenn es nur kleine Fehler sind, das nervt 
und sie sollte sehr sehr zuverlässig funktionieren. Leider ist es eine 
allgemeine Tatsache, dass Erfahrung nicht vermittelt werden kann. Jeder 
muss sie selber machen ;-)

von temp (Gast)


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Joe G. schrieb:
> Auch wenn es nur kleine Fehler sind, das nervt
> und sie sollte sehr sehr zuverlässig funktionieren. Leider ist es eine
> allgemeine Tatsache, dass Erfahrung nicht vermittelt werden kann. Jeder
> muss sie selber machen ;-)

Ja das sollte sie. Allerdings sollten das auch die käuflichen Teile. Die 
Realität ist aber eine andere. ich habe zum Beispiel eine moderne 
Gastherme von Vaillant im Haus. Da ist auch jede Menge Elektronik und 
Intelligenz verbaut. Trotzdem ist sie so dumm, dass sie nicht 
unterscheiden kann ob kein Gas vom Versorger kommt oder die Spule des 
Relais unterbrochen ist die das Gas zuschaltet. Hatte so einen Fehler 
gleich am Anfang nach dem Einbau, also in der Garantie, kurz vor ein 
paar Feiertagen. Da fällt dem Heizungsmonteur nur ein die Stadtwerke zu 
verdächtigen und aus dem Wochenende zu klingeln. Selber an der Therme 
schrauben die nicht rum, also kommt man in die Warteschlange bei 
Vaillant und irgendwann in der folgenden Woche kommt dann mal einer.
Wie die eigene Regelung der Therme genau funktioniert weiß weder der 
Vaillant-Fachmann noch die Heizungsbude. Das sind viele selbstlernende 
Funktionen drin, man möchte schon fast von künstlicher Unintelligenz 
sprechen. Jedenfalls hat hat es keiner der betroffenen hinbekommen zu 
erklären, warum die Heizung nachdem sie vom Strom war früh Morgens mein 
Bad am ersten Tag in einer halben Stunde warm bekommen hat, am zweiten 
in einer Stunde und ab dem dritten Tag nur in über 2 Stunden.
Was hat das mit dem Thema zu tun?
Meine selbst gebauten Sachen kriege ich auch mit 3.8 auf dem Kessel noch 
am gleichen Tag wieder ans Laufen und wenn ich nicht da bin, kriegt eine 
fremde Bude in wenigen Tagen auch einen Notbetrieb hin, in dem mein Teil 
deaktiviert wird, und meinetwegen mit offenen Ventilen oder 
Handsteuerung erst mal die Gemüter beruhigt werden.

von Johannes S. (jojos)


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Joe G. schrieb:
> [1] https://www.ta.co.at/frei-programmierbar/

danke, kannte ich noch nicht und habe ich mir auch angesehen. Da steckt 
viel Manpower hinter und die können eine Menge, das die mir einiges 
voraus haben will ich nicht bestreiten. Auch die Preise sind verglichen 
mit den 'Grossen' recht gut.
Hinweise das es zuverlässig sein muss, ok. Aber ich habe nicht erst 
gestern mein erstes Blinky zum Laufen bekommen und die Idee nach einem 
YT Video bekommen. Ich arbeite seit über 30 Jahren in der Entwicklung 
für industrielle Messtechnik und kenne zuverlässige Systeme die 24*7 
laufen. Und auch mit µC beschäfftige ich mich etwas länger.
An die Heizung bin ich bisher nicht drangegangen, durch geänderte 
Lebensumstände hat das aber jetzt hohe Priorität und ich will jetzt auch 
keine zig k€ in eine Modernisierung stecken.

@temp: Full Ack :)

Ich möchte wie geschrieben nicht gleich alles neu und 'besser' machen 
sondern im ersten Schritt die Viessmann Kisten für meine Heizkreise 
ersetzen. Die bekommen die Vorlauf- und Aussentemperatur als 
Stellgrössen, eine Tag/Nacht Umschaltung über eine eingebaute Schaltuhr 
und haben Steilheit/Offset als einstellbare Parameter. Ausgänge sind 
Mischerantrieb und Relais für Kessel an. Mehr ist das nicht und das ist 
überschaubar. Was mir an der alten Steuerung fehlt sind 
Störungsmeldungen, Fehlerfrüherkennung, bequemere und flexiblere 
Programmerung der Schaltzeiten und Fernsteuerung. Die Viessmann war 
jetzt fast 30 Jahre sehr zuverlässig, da sind hochwertige Teile verbaut 
und einfach ist auch gut. Trotzdem traue ich mir auch zu das ähnlich mit 
µC hinzubekommen.

Peter H. schrieb:
> ich bin dabei sowas auch zu bauen.

sieht auch schon gut aus, der Verbindung zum ENC Modul hätte ich auch 
noch Steckverbinder spendiert. Den einfachen Ansatz mit komplett 
externer Ansteuerung hatte ich ja auch erst im Kopf, aber da ich mehrere 
Heizkreise habe machen mehrere autarke Regelungen mMn mehr Sinn. Über 
die Schnittstelle kommen dann die Vorgaben wie Steilheit/Ofsset, 
Tag/Nachtprogramm usw.

Ich bin mittlerweile auch ein Freund von OSS und werde meine Steuerung 
auch offenlegen sobald es etwas zu zeigen gibt.

von Peter H. (borntopizza)


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Weisst du wo man so einen Steckverbinder herbekommt? Ich hab wirklich 
nichts gefunden ... :-(

von Johannes S. (jojos)


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konkret suche ich noch einem günstigen Mischerantrieb. Käufliche von den 
Grossen liegen bei 200-300 €. Zum Viessmann Antrieb habe ich 3 Nm 
Drehmoment gefunden, das halte ich für sehr übertrieben. Das Ventil geht 
sehr leichtgängig, vielleicht zu leicht, das schreit auch nach einem 
neuen Dichtungskit. Ist das hohe Drehmoment nicht eher ein Nebeneffekt 
der grossen Getriebübersetzung? Der Stellmotor braucht 120s für eine 
komplette Fahrt, das braucht die analoge Regelung vermutlich so langsam. 
Ich möchte das aber lieber mit Schrittmotor machen, Weisshaupt macht das 
wohl auch so, nur mit heftigen Preisen für die Teile.
Wenn man danach googelt findet man fast nur kommerz :(

von Johannes S. (jojos)


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Peter H. schrieb:
> Weisst du wo man so einen Steckverbinder herbekommt? Ich hab
> wirklich
> nichts gefunden ... :-(

JST XH Serie nehme ich da gerne, habe da ein paar Sets bei Ali gekauft, 
auch in anderen Grössen wie ZH, PH, SH. XH ist 2,54 mm Raster und passt 
als Alternative zu den Headerleisten, ausserdem sitzen die sehr stramm 
und lösen sich nicht bei Vibration. Man bekommt auch Stecker mit 100-200 
mm Kabel fertg gecrimpt, passende Crimpzangen gibts auch günstig.

von Peter H. (borntopizza)


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Achso ne das ist schon klar :-)

Ich dachte du meinst die Verbindung vom POE Modul zum ENC Modul ...

Da wäre so ein stecker echt hilfreich, ich muss sonst ganz kurze 
patchkabel nehmen und da rein quetschen :-(

Viele Grüße

Peter

von Johannes S. (jojos)


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da ist das Gehäuse etwas zu klein gewählt. Die Kabel an die 
Schraubklemmen wurd auch fummelig wenn du noch Zugentlastungen mit 
Kaberverschraubungen einbaust.

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Johannes S. schrieb:
> konkret suche ich noch einem günstigen Mischerantrieb. Käufliche von den
> Grossen liegen bei 200-300 €.
Das riecht nach Listenpreis + MWSt (s.u.).

> Der Stellmotor braucht 120s für eine komplette Fahrt,
Ja und? Du willst ja keine Papiermaschine oder ein Walzwerk regeln.
Eine kleines Kp und eine TN von 240 s reicht völlig.
Du hast keine Sprünge von mehr als 3 K/h in der Vorlauftemperatur.

> das braucht die analoge Regelung vermutlich so langsam.
Langsam ist gut, weil dann taktet der Kessel nicht, sondern kann in der 
Modulation folgen und hat somit geringere Rauchgasverluste.

> Wenn man danach googelt findet man fast nur kommerz :(
Der Vertriebsweg in der SHK Branche ist weiterhin streng 3stufig:
Hersteller-Grosshändler-Einzelhändler.
"Wenn der Hase ausschert, dann gibt's  Haue von Meister."
Suche mal nach "Vaillant passt sein Direktvertriebssystem an".

Das heisst aber nicht das Rabattsysteme unbekannt sind. Im Gegenteil.
Kennst du keinen der dir mal sagen kann was er wirklich beim 
Grosshändler bei dir vor Ort bezahlt.

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Johannes S. schrieb:

> Sebastian L. schrieb:
>> Du spähst vielleicht einen Funktionsumfang wie den Samson Trovis 5578
>> an:
>> Hier die ca 200 seitige Funktionsdokumentation:
>> https://www.samson.de/document/e55780de.pdf
>
> habe ich mal durchgeblättert, ja, ist eine Menge drin. Aber die
> Komfortsachen wie Nutzungszeiten, Partymodus, Ferienzeiten usw. möchte
> ich nicht im Keller einstellen.
Macht man ja auch nicht. Das parametrisiert man in aller Ruhe in z.B. 
Trovis View, aktiviert die Funktionsprogramme und spielt die 
Regelparameter dann in den Regler.

Viele Funktionen sind auch etwas speziell. In Wohngebäuden sollte man ja 
z.B. am Wochenende nicht die Warmwasserbereitung abstellen.

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Lach schrieb:
> Sebastian L. schrieb:
>> der USB Stick mit dem Backup hängt im
>
> ... ist wahrscheinlich 5 Jahre alt (oder wie oft gehen die
> Heizungssteuerungen kaputt?) und im Zweifel nicht mehr lesbar.
Da hasst du völlig recht.
Ich fand auch schon diverse proprietäre Speicherkartenformate (Honeywell 
war da wohl Weltmeister) - Naja wenn der Eigentümer das nicht sonstwie 
gesichert hat, dann muss man halt die Parameter mit 
unten-unten-rechts-stern-unten-unten-unten... manuel setzen. Dauert halt 
länger, geht aber auch.

GLT schreibt man normal über 10 Jahre ab.
Das die Dinger auch mal 30-35 Jahre alt werden steht auf einem anderem 
Blatt.

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Lach schrieb:
> Sebastian L. schrieb:
>> "So eine Anlage" gibt es nicht.
>
> Bu bist doch in Heizungen beruflich unterwegs. Was machst du denn da
> hauptsächlich für Anlagen?
bummelich so >5000 BGF (ein 140.000 BGF ist auch dabei)
meist Nichtwohngebäude oder gemischte Nutzung.

> Solche Anlagen wie der TO beschreibt gibt es viele. Vor allem
> Einfamilienhäuser oder kleinere Wohnanlagen wo der inzwischen 65 jährige
> Heizungsbauer mit 2 Angestellten seit über 30 Jahren rumflickt und
> stückweise erweitert hat.
Wenn das immer derselbe Meister war, dann kennt er die Anlage, weiss wo 
letztes Jahr das statische Strengregulierungsventil wie eingestellt 
wurde kennt die Differenzdruck aller Kreise und hat die Pumpe genau 
danach gewählt. Wenn er das nicht mehr im Hinterkopf hat, dann in der 
Doku die er bei der Anlage zurückgelassen hat.
Das ist Handwerk alter Schule. Im Sommer ist auch Zeit 2-3 Tage beim 
Hersteller die Schulbank zu drücken und dem Gesellen mal den Unterschied 
von dynamischem Volumenstromregulator und termischem Regulator und 
Differenzdruckbedarf von solchen erklären zu lassen.
Das mit dem Messing in PE/Inox Brachwasserinstallationen bekommt Geselle 
dann auch noch mal vertrötet.
Das TA Scope ist kalibriert genau wie die andren Termometer.
Auf solche Firmen muss der Kunde mal ein paar Tage warten. Stammkunden 
die einen Wartungsvertag haben sind halt vorher an der Reihe.


Heute sieht das aber so aus:
Wartungsverträge gibt es nicht. Vorbei kommt wer zufällig JETZT! spätens 
MORGEN! Zeit hat und den BILLIG! Preis ins Blaue ins Telefon geblökt 
hat. Da ist keine Zeit die Doku zu lesen oder Materialien nachzuschauen. 
Das statische Ventil wird gegen ein dynamisches getauscht und zack ist 
man weiter. Statt Rechnung schreiben gerne gleich Kreditkartenterminal 
im Auto.
Der Kunde/Eigentümer versteht "Ventil" -  verstanden dass er eine 
Kaskadenregelung des Volumenstroms bekommen hat ist ihm nicht Gewahr.
Das dynamische Ventil regelt ab, die Pumpe donnert gegen an und in 1 
Jahr stirbt sie dann an Kavitation - nächste Firma kommt dann mit einer 
Auto-adapt Pumpe - dann läuft es wieder - die Anlage regelt nun wie eine 
Landstrasse im Appenzell, der Brenner taktet, verrust..... usw. usw.

von Johannes S. (jojos)


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Sebastian L. schrieb:
>> Der Stellmotor braucht 120s für eine komplette Fahrt,
> Ja und? Du willst ja keine Papiermaschine oder ein Walzwerk regeln.
> Eine kleines Kp und eine TN von 240 s reicht völlig.
> Du hast keine Sprünge von mehr als 3 K/h in der Vorlauftemperatur.

Ja, richtig. Nur Viessmann stellt langsam über DC-Getriebemotor 
(bürstenlos? zwei Motore, je einer pro Richtung) und bei Weisshaupt habe 
ich Schrittmotor gesehen der 4,5 s für zum Umschalten braucht. Da wollte 
ich nur verstehen warum Viessmann soviel Drehmoment ansetzt.
Absperrventile die selten bewegt werden und dann in Leitungen mit 
heissem Wasser sitzen die verkalken sehr schnell und reissen gerne ab 
wenn man versucht die mit viel Kraft zu verstellen. Da verstehe ich das 
man auch Antriebe mit Kraft braucht. Aber der 3 Wege Mischer ist sehr 
leichtgängig und da sehe ich den Schrittmotor im Vorteil, 
Verstellgeschwindigket und Schrittweite hat man dann einfach im Griff. 
Reicht ein einfacher NEMA17 oder braucht der doch ein kleines 
Planetengetriebe?
Die Getriebe in den alten Novamatik rasseln auch mittlerweile, auch ein 
Zeichen von Verschleiss, laufen aber noch. Nur bei dem Mischer mit 
defektem Elko wurde der Motor dann mit pulsierendem DC betrieben, das 
hörte sich dann an wie Erbsen in einer Blechdose geschüttelt.

von Johannes S. (jojos)


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Sebastian L. schrieb:
> Wenn das immer derselbe Meister war, dann kennt er die Anlage,

Das Glück habe ich zumindest, der Betrieb existiert noch und auch Leute 
die das installiert haben arbeiten dort noch. Der Meister ist nicht 
dumm, den löchere ich auch immer mit Fragen und wegen Rückbau 
Aquariumheizung und sowas muss der auch nochmal kommen. Da hilft mir 
deine Antwort wieder weitere Fragen zu stellen :-)
Die Anlage hat auch zwei Brenner, einer würde zur Zeit locker reichen 
weil wie gesagt Aquarium, Gewächshaus und Halle (zur Zeit) nicht geheizt 
werden. Ein Brenner hatte trotz Elektrodentausch Startprobleme, da 
meinte der Meister das die Anlage mit einem sowie effektiver laufen 
würde. Wenn das so ist könnte ich den zweiten doch erstmal abschalten?

: Bearbeitet durch User
von Elektroniker65 (Gast)


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Hallo

In dem Beitrag
Re: Preiswerte Steuerung für Heizungsregelung gesucht
hatte ich schon mal eine auf Basis von einer LOGO 8 vorgestellt

Eventuell wäre das was

Gruß

von L. H. (holzkopf)


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Johannes S. schrieb:
> Die Anlage hat auch zwei Brenner, einer würde zur Zeit locker reichen
> weil wie gesagt Aquarium, Gewächshaus und Halle (zur Zeit) nicht geheizt
> werden. Ein Brenner hatte trotz Elektrodentausch Startprobleme, da
> meinte der Meister das die Anlage mit einem sowie effektiver laufen
> würde. Wenn das so ist könnte ich den zweiten doch erstmal abschalten?

Ja, sicher.
Denn Du wirst ja die überflüssigen Anlagenteile ohnehin per Absperr-
Ventil(en) "abgetrennt" haben.

Grüße

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Johannes S. schrieb:
> Ja, richtig. Nur Viessmann stellt langsam über DC-Getriebemotor
> (bürstenlos? zwei Motore, je einer pro Richtung) und bei Weisshaupt habe
> ich Schrittmotor gesehen der 4,5 s für zum Umschalten braucht.

Schau mal nach was das für ein Ventil ist und schau mal nach welcher 
Belimo passt:
https://toolbox-retrofit.xiag.ch/retrofit#actuators/water
So ein Belimo modulierender Ventilmotor ist nun nicht sooo teuer und die 
ganze Machanik will ja auch gedengelt sein. Als Signal wollen die 
Belimos ein klassiches 2...10V. Garantie gibt es für 80.000 h 
Betriebsstunden.
Belimo kann man anrufen. Die haben 1a Support. Garantie hat bei Belimo 
schweizer Standard - Der UPS ist am nächstem Werktag bei dir.

Die kleinen Belimos gehen für ca. 50 Euro in der Bucht.
Wenn der Ventilsitz ein anderer ist, kannst du den Ventilsitz umrüsten. 
Belimo anrufen und fragen ob du den blablabla auf blablabla umbauen 
kannst.

Die China NEMA 17 die ich auf die Schnelle so gefunden habe, sind mit 
20.000 h beschrieben, wenn man denn überhaupt Lebensdauer Angaben 
findet.
20.000 h würden mir für ein Hi-Fi Gerät reichen das läuft aber nicht 8-9 
Monate im Jahr 24/7.


"normale" Antriebe sind so 150 sek. in der GLT.
"Schnelle" Antriebe sind so 30...40 sek.
egal ob Siemens, Danfoss, Belimo, Honeywell, ...

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Johannes S. schrieb:
> Sebastian L. schrieb:

> Die Anlage hat auch zwei Brenner, einer würde zur Zeit locker reichen
> weil wie gesagt Aquarium, Gewächshaus und Halle (zur Zeit) nicht geheizt
> werden. Ein Brenner hatte trotz Elektrodentausch Startprobleme, da
> meinte der Meister das die Anlage mit einem sowie effektiver laufen
> würde. Wenn das so ist könnte ich den zweiten doch erstmal abschalten?

eine Kaskadenanlage: passt in die 90er.
Schau doch einfach mal in die Datenblätter der Kessel. Da gibt es 
Effinizienzkurven. Diese legt man in der Kaskadenbetrieb zusammen. Dann 
weisst du in welcher Betriebsweise die Kaskade der Kessel am 
effizientesten ist.

Heizlastberechnung macht man nach DIN 12831.
Welche Heizlast Aquarium, Gewächshaus und Halle haben kann von hier aus 
nicht bestimmt werden.

: Bearbeitet durch User
von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Elektroniker65 schrieb:
> Hallo
>
> In dem Beitrag
> Re: Preiswerte Steuerung für Heizungsregelung gesucht
> hatte ich schon mal eine auf Basis von einer LOGO 8 vorgestellt
Thumbs up.

Für so eine Siemens Logo bekommt sogar die üblichen Funktionen der 
Heizungskreisregelungen als "drag & drop". die Aktuatoren kann man dann 
auch direkt anschliessen - 10...20 Jahre läuft das dann problemlos.

von Johannes S. (jojos)


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Sebastian L. schrieb:
> Schau mal nach was das für ein Ventil ist und schau mal nach welcher
> Belimo passt:
> https://toolbox-retrofit.xiag.ch/retrofit#actuators/water
> So ein Belimo modulierender Ventilmotor ist nun nicht sooo teuer

Top, das sieht doch schon sehr brauchbar aus!
Schrittmotoren gibt es auch in gut, aber dann wird die Differenz zu so 
einem fertigen Belimo natürlich auch sehr gering. Und das mechanische 
Verschleissteil wäre dann Standard.

Sebastian L. schrieb:
> Heizlastberechnung macht man nach DIN 12831.
> Welche Heizlast Aquarium, Gewächshaus und Halle haben kann von hier aus
> nicht bestimmt werden.

das wäre auch etwas viel verlangt. Das Aquarium ist ja schon 
stillgelegt, die Gewächshausheizung auch. So gut können die Tomaten im 
Winter gar nicht sein das es die Heizkosten rechtfertigt. Und so warm 
wie es hier mittlwerweile im Winter ist wachsen die gerade auch noch 
ohne Heizung.

SPS wie Logo: ok wer damit arbeitet, ich mag die eher nicht so. Ist 
natürlich auch weniger 'Bastelei', aber mit den µC nur LED blinken 
lassen ist auch langweilig :)

von Johannes S. (jojos)


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mir gehen die Elkos aus, jetzt habe ich den im 3. Mischer getauscht, 
auch der hatte nur noch ca. 35 µF und der Mischermotor lief nicht mehr. 
Aber langsam bekomme ich die Gehäuse auf ohne alle Rastnasen 
abzubrechen.
Und vom einfachen Schrittmotor als Stellantrieb habe ich mich gerade 
auch verabschiedet. Das Ventil an diesem Mischer war sehr schwergängig 
und braucht richtig Kraft zum bewegen.

von Lutz (Gast)


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temp schrieb:
> Noch ein anderer Hinweis, beim LPC1549 weiss ich es nicht aber die
> LPC11Cxx haben einen CAN-Bootloader im Rom. Das wird sicher bei dir
> wichtig wenn du viele Knoten fest irgendwo verbaut hast. Damit ist die
> CAN-Baudrate dann auf 100kbit festgelegt und auch in der Software sind
> einige Besonderheiten zu berücksichtigen.

Warum sollte der CAN-Bus dann auf 100 kbit/s festgelegt sein? Doch nur 
für die Zeit, wo der Bootloader regiert. Und das (sollte) doch die 
allerwenigste Zeit sein.

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