Ein Aluminium Gehäuse als Antenne verwenden

OP #5644537
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Hallo zusammen,

kann man ein Aluminium Gehäuse als Antenne verwenden? Die Platine hat 
zwei Antennen. Diese Platine soll in einem Aluminium Gehäuse eingebaut 
werden. Wenn man das Aluminium Gehäuse nicht als Antenne verwenden kann, 
wie kann man das Aluminium Gehäuse so konstruieren, damit die Antennen 
richtig und gut funktionieren? Ich möchte mich gerne von einem 
Spezialist beraten lassen, aber ich habe im Internet keine entsprechende 
Firma gefunden!

Die zwei Antennen müssen im Gehäuse bleiben. Also, keine externe 
Antenne.

Vielen Dank im Voraus.
Gast #5644552
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Falls vorhanden: Könnte man über das Stromversorgungskabel einkoppeln? 
Bei Mobiltelefonen mit UKW-Radio wird das z.B. über die Kopfhörerleitung 
gemacht.

Für ein geschlossenes HF-dichtes Al-Gehäuse, in dem das Gerät evtl. auch 
noch die Batterien zum Betrieb enthält, wenig Chancen.

GgF: Abhängig von den Abmessungen und auch sonst: Schlitzantennen 
(Babinet-Prinzip) realisierbar?
Gast #5644588
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Manfred Z. schrieb
>kann man ein Aluminium Gehäuse als Antenne verwenden?

Nur wenn sich der Empfänger oder Sender außerhalb des
Gehäuses befindet. Wenn du einen 1/4 Wellenlänge Stab
anbringst, ist daß Gehäuse ja Teil der Antenne
(Gegengewicht).
Gast #5644610
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Manfred Z. schrieb:
> Die zwei Antennen müssen im Gehäuse bleiben. Also, keine externe
> Antenne.

Wenn sich die Platine UND die Antenne innerhalb des geschlossenen 
Alu-Gehäuses befinden, hast du keinerlei Chance.
Such mal nach dem Begriff "faradayscher Käfig" 
https://de.wikipedia.org/wiki/Faradayscher_K%C3%A4fig

Wenn die Wellenlänge des Funksignals zur Größe des Gehäuses passt, dann 
kann man es mit Schlitzantennen versuchen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Schlitzantenne
Allerdings ist dann das Gehäuse nicht mehr geschlossen...
Gast #5644615
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Ja, massenhaft...:-) Könntest du noch etwas über den Frequenzbereich 
sagen, der ist für die Frage ziemlich relevant und die (falls das nicht 
auch top secret ist) die ungefähren Abmessungen des Gehäuses? Anderfalls 
wird die Diskussion in Spökenkiekerei enden.
#5644622
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Ja, mit einem Schlitz im Gehaeuse a der richtiger Stelle, mit der 
richtigen Dimension geht das schon. Alternativ ueber das(ein) Kabel. Von 
welcher Frequenz reden wir denn ? Wenn es um ein bereits feriges Modul 
geht, dass schon seine fetig abgestimmt Antenne enthaelt wird es 
schwierig, dieser Antenne vorzumachen, es sei alles in Ordnung.
OP #5644628
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Zurzeit existiert kein Gehäuse. Das Gehäuse soll aber aus Alu sein.
433 MHz und 868 MHz. Also, es gibt zwei Antennen, die im Gehäuse sein 
müssen, also keine externe Antenne. Wie kann man so ein Gehäuse
konstruieren? Die Reichweite sollte 100 Meter und etwas betragen.

Hast Du vielleicht ein paar Link zu den Firmen, die eine Beratung 
anbieten und eventuell ein Gehäuse nach Maß anfertigen können?

Danke.
Gast #5644671
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Natürlich gibt es solche Labore, aber stelle dich darauf ein, dass sie 
dir die gleichen Fragen stellen werden, die wir hier stellen.

Dürfen wir raten: Die Antennen sind auf den beiden erwähnten Platinen 
bereits vorhanden? Die Platinen dürfen nicht modifiziert werden?

Im Übrigen hängt die Reichweite außer von den Unterwegsbedingungen von 
der bisher unbekannten  Sendeleistung deiner Platinen  und dem möglichen 
Antennen- und Empfängeraufwand ab (Stichwort Funkfelddämpfung).

Zu den Frequenzen: Eine optimale Antenne für 430 MHz ist etwa 35 cm 
lang, weniger geht immer, senkt aber den Wirkungsgrad irgendwann 
erheblich. Vielleicht kannst du diesen Wert in Relation zu deinen bisher 
geheimen Platinen- und Gehäuseabmessungen setzen.
Gast #5644693
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So einfach ist das alles nicht. Zuerst solltest du dir mal im klaren 
sein (und spezifizieren):

- Frequenz
- benötigte Bandbreite
- Sendeleistung (-> rechtlicher Aspekt)
- Richtwirkung bzw. Gewinn möglich / erwünscht? (-> evtl. auch 
rechtlicher Aspekt)
(- evtl. notwendige Antenneneffizienz)

Wenn man das mal weiß, kann man weiter überlegen.

Manfred Z. schrieb:
> Die Platine hat
> zwei Antennen. Diese Platine soll in einem Aluminium Gehäuse eingebaut
> werden.

Das ist schlecht. Normalerweise bringt man Antennen außerhalb von 
schirmenden Gehäusen an. Alternativ findet man evtl. Lösungen mit 
Ausschnitten oder Gehäusteilen / Endkappen die aus einem nicht leitenden 
Material gefertig sind. Das ganze ist natürlich ein gewisses Spielchen 
mit vielen Iterationen und dementsprechend wird da viel Zeit und damit 
Geld hineinfließen. Nicht umsonst macht sowas kaum jemand. Dafür muss es 
schon einen sehr sehr triftigen Grund geben, dass es unbedingt ein 
Aluminium Gehäuse ist.

Manfred Z. schrieb:
> Wenn man das Aluminium Gehäuse nicht als Antenne verwenden kann,
> wie kann man das Aluminium Gehäuse so konstruieren, damit die Antennen
> richtig und gut funktionieren?

Löcher und Schlitze an den richtigen Stellen reinmachen. Muss man halt 
mit den mechanischen Anforderungen zusammenbringen.

Manfred Z. schrieb:
> Ich möchte mich gerne von einem
> Spezialist beraten lassen, aber ich habe im Internet keine entsprechende
> Firma gefunden!

Habe vor Langem mal mit IMST sehr gute Erfahrung gemacht. Wenn du solche 
super duper extra Sachen machen willst, dann musst du dich aber auch auf 
einen entsprechenden Preis gefasst machen. Es gibt günstigere 
Beratungsleistungen als HF-Design.

Leider erzählst du nicht wirklich was über die Anwendung und 
spezifizierst irgendwas genau. Meistens enden solche Ideen aber so, dass 
es eigentlich garkein Metallgehäuse gebraucht hätte. Ist halt die Frage 
ob dir das zig zehntausende Euro wert ist.
#5644697
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Manfred Z. schrieb:

> Zurzeit existiert kein Gehäuse. Das Gehäuse soll aber aus Alu sein.
> 433 MHz und 868 MHz. Also, es gibt zwei Antennen, die im Gehäuse sein
> müssen, also keine externe Antenne. Wie kann man so ein Gehäuse
> konstruieren?

Als geschlossenes Metallgehäuse: gar nicht.

> Hast Du vielleicht ein paar Link zu den Firmen, die eine Beratung
> anbieten und eventuell ein Gehäuse nach Maß anfertigen können?

Auch die können sich nicht über physikalische Gesetze hinwegheben;
auch wenn sie das möglicherweise behaupten.
#5644841
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Wenn das die einzige Anforderung ist, gibt es viele Moeglichkeiten. 
Kunststoff ist nicht mehr nur ein sabbriges gelbliches Spritzteil. Eine 
Oberflaechenstruktur auf einem Kunststoffteil, gibt auch etwas her. 
Zudem kann man's auch metallisch faerben. Leider ist fuer diese 
Anwendung Karbon aehlich ungeeignet wie ein Metallgehaeuse.

Ein gutes Beispiel von nichtmetallischen hochwertigen Gehaeusen sind die 
Mobiltelephone. Die muessen Bluetooth, GSM, LTE, GPS, NFC alles 
gleichzeitig durchlassen. Ist allerdings auch sehr aufwendig zu 
simulieren. So ein Gehaeuse willst du nicht simuliert haben.
#5645342
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Manfred Z. schrieb:
> Oder gibt es gebürsteter Kunststoff, dass wie Metall aussieht?

Lass dir Klebefolien in passender Optik drucken*. Das kostet nun auch 
nicht mehr die welt.
Die kannst du auf ein gehäuse deiner Wahl in dem fall bevorzugt aus 
Kunststoff kleben.
(* Ich hab mal so einen Folienschneider bei einem kumpel gesehen. Sieht 
aus wie ein Modifizierter Drucker, funktioniert auch so ;) )

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