Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Signale Niederfrequent in Hochfrequent


von Dieter (Gast)


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Hallo zusammen,
vergebt mir an dieser Stelle schon einmal meine unwissenheit. Ich habe 
gerade eben in einem Artikel gelesen, dass man des öfteren 
Niederfrequente Signale in Hochfrequente Signale moduliert, damit 
verschiedenste Frequenzbereiche genutzt werden können. Was ich da aber 
nicht verstehe bzw. was ich mich frage ist, enthalten Hochfrequente 
Signale nicht mehr Informationen bzw. mit 2GHz lassen sich mehr 
Informationen darstellen als mit 2MHz?!? Wäre es da nicht sinniger wenn 
man aus Hochfrequenten Signalen Niederfrequente macht (sofern keine 
Informationen verloren gehen)? Oder habe ich da allgemein etwas 
missverstanden?

Gruß

von Wolfgang (Gast)


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Dieter schrieb:
> Was ich da aber nicht verstehe bzw. was ich mich frage ist, enthalten
> Hochfrequente Signale nicht mehr Informationen ... ?!?

Tun sie. Deshalb teilt man Hochfrequenzbereiche oft in Kanäle ein, auf 
denen dann Information parallel übertragen werden kann

> Wäre es da nicht sinniger wenn man aus Hochfrequenten Signalen
> Niederfrequente macht (sofern keine Informationen verloren gehen)?

Das tut man im Empfänger. Man sortiert sich einen hochfrequenten Kanal 
raus und setzt den auf niedrigere Frequenz runter.

von Stefan F. (Gast)


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Dieter schrieb:
> enthalten Hochfrequente
> Signale nicht mehr Informationen bzw. mit 2GHz lassen sich mehr
> Informationen darstellen als mit 2MHz?

Ja, hohe Trägerfrequenzen können mehr Informationen übermitteln.

> Wäre es da nicht sinniger wenn man aus Hochfrequenten Signalen
> Niederfrequente macht (sofern keine Informationen verloren gehen)?

Eben, dann gehen Informationen verloren. Aber wenn man es geschickt 
anstellt, gehen nur unwichtige Informationen verloren. Bestes Beispiel 
sind MP3, JPG und MPEG.

Ich erkläre das mal etwas vereinfacht:

Bei MP3 wird ausgenutzt, dass der Mensch dominate Frequenzen (laute 
Töne) wichtig nimmt und die leisen Töne dazwischen weniger wichtig. Nun 
zerlegt man das Audio-Signal in die einzelnen Frequenzen und lässt die 
leisen Signale einfach weg. Wie sich das für unsere Ohren auswirkt, 
weißt du sicher.

Bei JPG und MPEG wird das Bild in Farbkleckse zerlegt, die 
unterschiedlich groß sind und zum Rand hin immer blasser werden. Die 
kleinsten Kleckse lässt man einfach weg. Bei Videos kommt noch hinzu, 
dass man für aufeinanderfolgende Bilder nur die Unterschiede zum 
vorherigen Bild speichert.

von Günter Lenz (Gast)


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Dieter schrieb:
>was ich mich frage ist, enthalten Hochfrequente
>Signale nicht mehr Informationen

Ohne Modulation enthalten sie gar keine Information.

https://de.wikipedia.org/wiki/Modulation_(Technik)

von Oleg (Gast)


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Günter Lenz schrieb:
> Ohne Modulation enthalten sie gar keine Information.

Könnte durchaus möglich sein, daß er genau deshalb schrieb:

Dieter schrieb:
> Niederfrequente Signale in Hochfrequente Signale moduliert,

;-)

von Harald W. (wilhelms)


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Stefanus F. schrieb:

>> enthalten Hochfrequente
>> Signale nicht mehr Informationen bzw. mit 2GHz lassen sich mehr
>> Informationen darstellen als mit 2MHz?
>
> Ja, hohe Trägerfrequenzen können mehr Informationen übermitteln.

Nein, entscheidend ist nur die Bandbreite des Nutzsignals.
Mit 2MHz+-100kHz kann ich genausoviel Informationen über-
tragen wie mit 2GHz+-100kHz.

von Joachim B. (jar)


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Dieter schrieb:
> vergebt mir an dieser Stelle schon einmal meine unwissenheit. Ich habe
> gerade eben in einem Artikel gelesen, dass man des öfteren
> Niederfrequente Signale in Hochfrequente Signale moduliert, damit
> verschiedenste Frequenzbereiche genutzt werden können. Was ich da aber
> nicht verstehe bzw. was ich mich frage ist, enthalten Hochfrequente
> Signale nicht mehr Informationen bzw. mit 2GHz lassen sich mehr
> Informationen darstellen als mit 2MHz?!? Wäre es da nicht sinniger wenn
> man aus Hochfrequenten Signalen Niederfrequente macht (sofern keine
> Informationen verloren gehen)? Oder habe ich da allgemein etwas
> missverstanden?
>
> Gruß

na das wäre was geworden wenn man damals Radio (oder TV) auf NF (auf der 
Videofrequenz) übertragen hätte, man hätte sich glatt den Drehknopf für 
die Sendereinstellung sparen können und die vielen Sender, allerdings 
würde es auch das Geld der vielen Programmdirektoren einsparen.

Nur die Sendeanlagen wären größer, man bedenke die Antennengröße, warum 
senden wir denn heute im MHz bis GHz Bereich?
So metergroße Antennen passen schlecht ins Handy :)

von Stefan F. (Gast)


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Harald W. schrieb:
>> Ja, hohe Trägerfrequenzen können mehr Informationen übermitteln.
> Nein, entscheidend ist nur die Bandbreite des Nutzsignals.

Schon klar.

Und jetzt modulieren wir mal 30kHz so, dass es HiFi Stereo überträgt.

Oder moduliere 100MHz so, dass es 1 Gigabit Ethernet überträgt.

von Harald W. (wilhelms)


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Stefanus F. schrieb:

> Oder moduliere 100MHz so, dass es 1 Gigabit Ethernet überträgt.

Tja, da kommen dann negative Frequenzen raus. :-)

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Harald W. schrieb:
>> Oder moduliere 100MHz so, dass es 1 Gigabit Ethernet überträgt.
>
> Tja, da kommen dann negative Frequenzen raus. :-)

Wieso das denn?
Ich nehm' z.B. eine 4096-QAM mit einer Symbolrate von 83.3 MSym/sec; 
dann hab' ich 1GBit/sec und die Bandbreite - muss ich halt bissl 
quetschen - dann komm ich auf bisschen mehr als 83MHz; vielleicht 
100Mhz, also geht das Signal dann bequem von z.B. 50MHz bis 150MHz. Nix 
mit negativ.
Komm' ich getz' in Fernsehn?
Alles nur eine Frage des S/N im Kanal...

Gruss
WK

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